Innenwelt – Außenwelt

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Fragment zu „Warenform und Denkform“ – korrigiert

Der Heise- Verlag blockiert neuerdings alle meine externen und internen Links, so auch den Untenstehenden, der den Zusammenhang meines Postings herstellt.

Der Artikel, um den es in letzter Instanz ging, ist „Geschichten vom „Great Reset“, von Georg Schuster.
Das Posting, auf das ich antwortete, ist vom User „morgen Stern“ und ich zitiere jetzt den Textteil, auf den ich geantwortet hatte:

Zitat „morgen Stern“:

Nach meiner Beobachtung waren wirklich nur extrem Wenige dazu fähig, sich einen strikten Begriff von Marx‘ Fetischbegriff im Kontext seiner Gesamtanalyse der Selbstbewegung der ökonomischen Formen zu erarbeiten.

Es gibt sie aber, Joachim Bruhn z. B.

Mal als Teaser für Interessierte z. B. ein kleiner Auszug rund ums Verhältnis von objektiver und subjektiver Wertlehre aus einem eher grobschlächtigen Text von ihm, vgl. https://www.ca-ira.net/verein/positionen-und-texte/bruhn-echtzeit-gewalt/

Es hat sich also mit dem “Verhältnis von Basis und Überbau”, und vielmehr ist der “Überbau” eine unmittelbare Konstitutionsbedingung der “Basis” selbst; ihm eignet keineswegs ein höherer Freiheitsgrad als dieser. Für die FAZ ist natürlich die Kapitulation vor der Sache des Geldes die ultimative Enderlösung des Kapitalsubjekts durch den Souverän. Das zeigt sich im heillosen Schwanken der Geldbestimmung: denn einerseits soll dem Geld, genauer und richtiger: der Währung, die Funktion eignen, den Wert als mit sich identischen darzustellen. [ 10 ] Das Geld ist in seiner unausweichlich notwendigen Bestimmung und Erscheinung als Münze und als Währung unmittelbar durch den Souverän konstituiert, erst in dieser zugleich politischen Qualität auch nur ein ökonomischer Gegenstand. Wenn der Währung die sog. “Funktion” eignen soll, den Wert als mit sich identischen darzustellen, dann fällt er, wie in der Rede vom “sicheren Hafen”, in den Bereich der politischen Nautik oder anderer Wissenschaften vom Fetisch. Geld ist Gold – c’est ça! Aber andererseits ist das Geld eine Funktion der Selbstverwertung des Werts. Um überhaupt nur Geld sein zu können, den Wert aufzubewahren, darf es um keinen Preis der Welt mit sich identisch sein, sonst: rien ne va plus! Was nun? Der zwanglose Zwang des besseren Arguments konfrontiert die Fans der objektiven Wertlehre mit denen der subjektiven. Die Diskussion ist eröffnet, das Geschwätz bricht los. Jeder hat seine Meinung nach Kräften zu logifizieren, bevor sie in ihr gerades Gegenteil umschlägt. Wenn schon die Nationalökonomie als Wissenschaft nichts anderes ist als die zu Kopf gestiegene Alltagsreligion, d.h. die “Metaphysik des Pokerspielers” [ 11 ] , wie Tucholsky 1929 meinte, so ist es die deutsche Volkswirtschaft erst recht.

Daß aber der Wert keine sog. “Funktionen” hat, sondern das ebenso dingliche wie prozessierende Verhältnis der falschen Gesellschaft zu sich selbst darstellt, d.h. die permanente Vermittlung des Unglücks, das geht über die Hutschnur und bringt alle Diskutanten, die Intellektuellen besonders, systematisch um den Verstand. Denn die Ideologie des Geldes schließt das Dritte der Vermittlung systematisch aus. Der Denkzwang des Verstands kollabiert an sich selbst. Die Antinomie des Denkens, die aus dem “Geldrätsel” (Marx) folgt, muß unbedingt gedacht werden, kann dies aber überhaupt gar nicht: daß der erscheinende Wert, daß diese Selbstidentifikation als ein Verhältnis der unmittelbaren Gleichzeitigkeit von These und Antithese, von “sowohl als auch” einerseits, von “weder – noch” andererseits erscheint; daß der Wert die Logik in einem konstituiert wie zugleich überschreitet, das läßt noch das scharfsinnigste Rindvieh und den gewitzigsten Idioten am Denkzwang kirre werden; und deshalb übergibt es sich letzten Endes der letzten Instanz: dem Souverän. Kann man das verstehen? Vielleicht eben dann, wenn der Begriff der Ideologie nicht als objektiv notwendiges falsches Bewußtsein gefaßt wird, d.h. als widerzuspiegelndes und zu bekennendes Dogma, sondern eben als die spontaneistische Oszillation der Meinung in der Antinomie. Der Begriff der Sache wäre dann die Abschaffung der Sache, d.h.: die Befreiung vom manischen Zwang, das Undenkbare verstehen und theoretisieren zu wollen. Das heißt nichts anderes als: “Die gefährlichste Sorte von Dummheit ist ein scharfer Verstand.” [ 12 ]

Zitat Ende

Blödsinnige Verrätselung

Geld ist Vergegenständlichung eines spezifischen Gewaltverhältnisses zwischen und über gesellschaftlichen Produzenten und deshalb zugleich Erscheinungsform desselben, c’est tout.

Deshalb sind, anders herum, historische Erscheinungsformen des Geldes und des Geldverkehrs Erscheinungsformen der spezifischen Eigenheiten der zugrundeliegenden Gewaltverhältnisse (Plural! Denn das für den Kapitalismus identifizierte Gewaltverhältnis „Privateigentum“ ist nur eine unter diversen historischen und aktualen Gestaltungen einer Trennung der Produzenten von ihrem Produkt)
Man muß sich das schon im Einzelnen angucken, um zu wissen, was da vorgeht. Das wäre die erste, harsche Kritik an Schusters weitgehend indiskutablem Beitrag.

Andererseits trifft die Kritik des Moralismus, die Schuster als Fazit seines Beitrages vorstellt, obgleich er sie durch das voran gegangene kaum ansatzweise, geschweige zureichen begründet hat, „Kritiker“ wie zum Beispiel Bruhn und Adorno, die sich vorsätzlich und systematisch darüber verrückt werden lassen, daß Kapitalismuskritik eine vernichtende Kritik des doktrinären Geisteslebens nicht nur des Bürgertums, auch anderer Klassenherrschaft einschließt. Senkrechte Kapitalismuskritik setzt dem reinrassig theologischen Wahn, über gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse, d.h. über die Praxis und das Resultat konstitutioneller, institutioneller, kinetischer und tödlicher Gewalttätigkeit theoretisch gebieten zu können, ein Ende. (Merke: „Gebieten“ ist nach allen denkbaren Seiten etwas anderes, als „Erscheinungsformen und Folgen begreifen können„) Das ist die Wahrheit und zugleich der Irrsinn des Bruhn’schen Satzes:

Der Begriff der Sache wäre dann die Abschaffung der Sache, d.h.: die Befreiung vom manischen Zwang, das Undenkbare verstehen und theoretisieren zu wollen.

Den Gegenstand, Kapitalismus, hat Bruhn auf diese Weise vernichtet, denn das ist es, was geschieht, wenn das Verhältnis von Subjekt und Objekt ins Subjekt hinein aufgelöst wird, wie es Adorno dem Bruhn vorgeplappert hat, d. h. eine Identität von Subjekt und Objekt zur Wahnidee vor und jenseits begrifflicher Auf-Hebung der Differenz gemacht ist. Das ist, ich wiederhole, dieselbe Methode, die bei der Verdoppelung des Gattungswesens in „Gott“ und „Mensch“ zur Anwendung kommt, wenngleich das Verfahren buchstäblich um „Welten“ komplizierter ist.

Praktisch – das sei der Vollständigkeit halber erwähnt – bleibt vom „Kapitalismuskritiker“ hernach in der Tat sowas wie:

… die spontaneistische Oszillation der Meinung in der Antinomie …

nämlich eine mehr oder weniger grün-bunte Befreiungstheologie, zu der sich Robert Kurz letztlich bekannt hat, nachdem er sich in derselben „Antinomie der Antinomie“ verfangen hatte, in welcher der „Kapitalismuskritiker“ nur noch ein Problem hat und wälzt: Sich selbst. Seine werte Subjektivität als eine Geistesgröße:

“Die gefährlichste Sorte von Dummheit ist ein scharfer Verstand.”

Wenn „Denkform“ mit „Warenform“ rumvögelt, straft sie sich mit Sterilität.

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USA: Covid-Zwangsimpfung wird für eine unbestimmte Zahl Behinderter und Obdachloser zur Todesspritze

Über die scheinbare Emphase meines Titels habe ich keine Kontrolle – ihn zu verwässern wäre andererseits nicht in meinem Sinne.

Voraussetzung ist: Die Covid-Impfung ist keine „Schutzimpfung“, sie bewahrt in weitaus geringerem Maße, als das für eine Vielzahl anderer Impfungen gilt, nicht Individuen vor individuellen, sondern Kontaktgruppen vor statistischen Schadensfällen.

Deshalb stellen vom Standpunkt einer volksgesundheitlichen „Ethik“, was immer man von ihr halten will, Obdachlose u.ä. Gruppen ein besonderes „Problem“ dar, wenn Behausung und Versorgung keine Option sein darf.
Von dieser Voraussetzung her kann eine Zwangsimpfung als Option erscheinen, die einer ergreift, der die Häßlichkeit vermeiden will, das Covid, in solche Straten einbrechend, die Betroffenen seuchenartig dahinraffen bzw. verderben könnte.

Gegen solch ein Motiv habe ich in erster Instanz nichts vorzubringen.
Allerdings nur, wenn iwie nach Möglichkeit sichergestellt wird, daß eine Impfnachsorge möglich und effektiv ist!
Behinderte und Obdachlose sind mehr oder minder, je nach individuellen Voraussetzungen, gehindert, sie sich selbst zu gewährleisten bzw. bei Bedarf mit Erfolg einzufordern. Das gilt auch für den Effekt individueller Gefährdung durch Covid vermittels der Impfung, besonders in der ersten Woche, aber grundsätzlich bis zur zweite Dosis. Deshalb wohl die Wahl des Impfstoffes J&J, welcher der bislang am Schlechtesten Erprobte, und Nebenwirkungen besonders verdächtige Wirkstoff ist, aber nur einmal verabreicht werden soll.
Gegen die mögliche Vermeidung eines Teils der Risiken wird die Sicherheit erhöhter Risiken auf anderem Feld eingehandelt – ein mörderischer Deal, der moralisch zugunsten der Funktionäre geht, physisch nicht verfehlen kann, zu Lasten eines unbestimmten Teils des Impfviehs zu gehen.

Das gilt im besonderen Maße für Depravierte, von denen zu erwarten ist, daß sie Nebenwirkungen einfach nur erdulden, vielfach nicht einmal benennen können, oder, wenn sie es können, nach der Erfahrung der Zwangsimpfung lieber stumm bleiben.
Die Folgen werden nicht auf sich warten lassen.

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Parmenides (Minifragment)

Die Antworten gefallen mir, aber …

Ist Mathematik nicht vielmehr Geisteswissenschaft im wörtlichen Sinne, nämlich menschliches Denken?

Nein. Mathematik ist die Ausbreitung eines Selbstbewußtseins in die außerleiblichen Bestandteile seines Daseins. Deshalb finden sich Grundelemente davon bei Tieren, die zu zählen, zu addieren und subtrahieren vermögen. Daß dies funzt, reflektiert einfach die dingliche Natur des Geistes.

Es käme darauf an, zu erklären, warum und wozu es eine doktrinäre Geistesgeschichte gibt, die seit 2500 Jahren die einfachen Wahrheiten des Parmenides zurück weist.
Wenn der Kosmos eine Eisenkugel ist, und er / es muß sowas ähnliches sein, weil eine kosmische Substanz unteilbar gesetzt ist, dann „sind“ folglich 20 Pfund Eisen nicht. „Sein“, Substanz, sind Attribute, die keinem „Ding“ zukommen, was Mensch z.B. daran erkennt, daß 20 Pfund Eisen ein anderes Ding ist, als 20 Tonnen, oder ein Eisenatom. Irgend ein als „Substanz“ gesetztes Trumm hat an Dinglichkeit keinen Teil.

Folgerichtig verwickelt sich Leute, die direkt oder mittelbar in der doktrinären Geistesgeschichte befangen sind, in die Aporie, jeden ihrer Gegenstände als „Ding plus Nicht-Ding“ aufzufassen, und das gilt für diejenigen, die sich „Materialisten“ nannten oder nennen, nicht weniger, als für die „Idealisten“, nur die Formen, welche die Aporie für sie annimmt, unterscheiden sich (sich!).

PS.: Der letzte Absatz trifft natürlich auch die Religioten. Zitiere dazu stets gern Thomas von Aquin, der die Frage, was Gott gemacht habe, bevor er die Welt erschuf, verschmitzt antwortete, da habe er die Hölle gemacht, für Leute, die solche Fragen stellen …

Re: Panpsychismus: Probleme & Perspektiven

Wenn Bewusstsein eine grundlegende Eigenschaft der Natur wäre, dann fiele es wohl in die Physik (eine Art Bewusstseins-Teilchen, -Welle oder was…?) und würde so der Gegensatz zwischen Physik und Psychologie aufgehoben.

Nö, die phantastische (ideelle) „Substanz“ wird verdoppelt.
Das war eine Konsequenz, die ein Teil der griechischen Atomisten gezogen haben – ich müßte nachschauen, wer das war. Auf eine gleichsam „fortgeschrittene“ Weise zählte auch Epikur dazu, er stattete die Atome mit etwas aus, was heute „vektoriell“ genannt wurde (hat übrigens der Jüngling Karl Marx in seiner Diss. vorgestellt) um Phänomene / Vorstellungen zu integrieren, die im Atomismus Demokrits über die Kante gerieten.

Womit die Aporie „Ding plus Nicht – Ding“ geschichtlich standesgemäß fortgeführt wurde, von der ich in meinem anderen Posting schrieb. Einer absolut unbestimmten Abstraktion, wie „Natur“ eine ist, können keine „Eigenschaften“ zugewiesen werden, sie sind darin als „nicht emergent“ gesetzt (1). Wer gegen diese elementare Logik verstößt, dichtet, oder (was dasselbe ist) ist nicht ganz dicht..

(1) was übrigens das Gerede von „Emergenz“ in toto zum Unfug stempelt, aber zur Ableitung gehören ein paar Schritte mehr.

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Ukraine – bedingter Erfolg der russischen Taktik

Gestern nachmittag stellte sich der Oberkommandierende der Ukrainischen Streitkräfte, General Ruslan Khomchak, in einer öffentlichen Erklärung gegen die Pläne des Nationalen Sicherheitsrates, die Führung der Nationalgarden und die Kriegsfraktion in der Rada:

„The liberation of the temporarily occupied territories by force will inevitably lead to the death of a large number of civilians and losses among the military personnel, which is unacceptable for Ukraine. Being devoted to universal values ​​and norms of international humanitarian law, our state puts the lives of its citizens in the first place“

Quelle

Beachtet, daß der General ostentativ seine Stellung mißachtet und seine Kompetenz überzieht: Er gibt eine politische Erklärung im Namen der Nation ab, die dem Präsidenten oder der Regierungsführung angestanden hätte.

Diese Wendung kommt für mich nicht ganz unerwartet, wie ich anhand eines erklärenden Postings demonstrieren könnte, das ich auf Telepolis zu meinem verlinkten letzten Eintrag hinterlassen habe – allein, alle Kommentare wurden ohne Begründung gelöscht.
Die Kurzform: Obwohl ich über die Entwicklung in der Ukraine seit 2016 kaum mehr informiert bin, erschien es mir schwer vorstellbar, daß die Stäbe der ukrainischen Armee, die der NATO-Kriegsfraktion und den Faschisten 2014 /15 wirksamen passiven Widerstand entgegen gesetzt haben, „umgedreht“ worden seien. Ich erinnere daran, daß ein sehr beträchtlicher Teil der auf der Krim stationierten Truppen im Frühjahr 2014 die Seiten wechselten und auch aus anderen Truppenteilen 10 Tausende desertierten. Nicht wenige davon zum „Feind“, viele andere demobilisierten ins Ausland. Daß es nicht mehr wurden, lag auch an der existentiellen Abhängigkeit eines großen ukrainischen Bevölkerungsteils vom Sold der Soldaten.

Andererseits, und das sollte man nicht weniger wägen, ist die Erklärung Khomchaks eine bedingungslose Loyalitätserklärung an die NATO und den Beitrittskurs der Regierung:

Messages spread by Russia about allegedly „Ukraine’s preparation for an attack on Donbass“ are untrue and have signs of a targeted disinformation campaign aimed at discrediting Ukraine in the international arena … (in)  using intimidation and blackmailing, the Russian Federation artificially exacerbates the situation in order to achieve its own geostrategic goals … „Do not fall for provocations, do not spread deliberately false information and do not become an instrument of hybrid war in the hands of the enemy!“ … He said that the Armed Forces of Ukraine are actively promoting the implementation of the state’s Euro-Atlantic course.
“We have intensified the military dialogue with NATO at the strategic level and deepened cooperation in the Black Sea region. The Armed Forces of Ukraine are taking part in collective training events for troops (forces), including in NATO exercises on the subject of Article 5 of the North Atlantic Treaty,” Khomchak said.

Aufschlussreich ist dieser Satz:

At the same time, he stressed that the Armed Forces of Ukraine are ready for an adequate response both in the event of an escalation of the conflict in the area of ​​the Joint Forces operation, and in the event of a complication of the military-political and military-strategic situation around Ukraine.

Man könnte ihn übersetzen mit: ‚Wenn die Provokationen von Dritter Seite kommen, schließen wir uns einem NATO-Krieg gegen Russland selbstverständlich an …‚ So sehr davon auszugehen ist, daß die Erklärung Khomchaks den Spielraum der Nationalgarden und unabhängiger faschistischer Milizen, mit nennenswerten Massakern eine russische Intervention zu provozieren, wirksam genug beschränkt, um den Donbass-Milizen ein rechtzeitiges Eingreifen zu ermöglichen, ist der NATO damit andererseits die Option verschafft, mit Provokationen in Transnistrien oder Georgien den regionalen Kriegszustand zu triggern, den sie will, um daraus das im letzten Eintrag genannte politische Kapital zu schlagen.

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Knappe Bemerkungen zum avisierten Ukrainekrieg im Frühsommer

Wieso „avisiert“? Deshalb:
Pavel Felgenhauer (Jamestown Foundation – CIA) 11.März:

Kyiv wishes to snuff out the Donbas “rebellion” and push the Russian and proxy occupying forces out with Western help, hoping the same formula may someday work in Russian-seized Crimea. Separatist Donbas’s de facto authorities have said they want their territory to be annexed by oil-rich Russia. The Kremlin, in turn, wants a Moscow-friendly government installed in Kyiv that would effectively recognize the Crimean annexation and provide ironclad guarantees that Ukraine will forever stay out of the North Atlantic Treaty Organization (NATO), the European Union or an alliance with the United States. At present, Moscow is not much interested in annexing any portion of Donbas. The Minsk accords do not provide a formula or roadmap to somehow reconcile such diverse objectives.

8. April:

… talk is growing in Moscow, Kyiv, and in occupied Donetsk and Luhansk of a major escalation that may dramatically upend the present stalemate: Either the Ukrainian military will move forward decisively to reach the Russian border and push the Moscow-backed forces out of Ukrainian territory, or the Russians will use the pretext of resumed fighting to massively go in, defeat the Ukrainians and dramatically extend their zone of control. The winter snow is swiftly melting on the East European (a.k.a. Sarmatic) Plain, with rivers and creeks overflowing. The spring Rasputitsa, or mud season, is in full swing, effectively prohibiting offensive maneuverable mechanized warfare in Donbas and surrounding areas. But sometime by mid-May, the fields and dirt roads will dry up and a “big war” in and around Donbas will again be possible … The deputy chief of President Vladimir Putin’s administration, Dmitry Kozak, said, “If Ukraine initiates a flare-up in Donbas and there will be a threat of a massacre, we [Russia] will be forced to intervene.” According to Kozak, this will spell the end of the Ukrainian state (Interfax, April 8) … Kremlin spokesperson Dmitry Peskov told journalists, “Russia is ready to face the worst-case scenario in US-Russian relations.” He added, “When facing an aggressive and unpredictable adversary [the US], one must always be mobilized” (Interfax, April 8).

Der Interfax-Text zu Kozaks Bemerkungen, die im informellen Rahmen der Sitzung einer Arbeitsgruppe (!) an der Russischen Akademie der Wissenschaften (!) gefallen waren:

„Today everything depends on the scale of the fire. If there is, as our president says, Srebrenica, we will probably have to defend ourselves,“ he said.
He noted that the armed formations of the self-proclaimed republics of Donbass „are already sufficiently battle-hardened and capable of holding off an attack.“
„But everything depends on the other side,“ Kozak added.
In the same speech, he warned that if Kiev unleashes hostilities in Donbass, this will be the beginning of the end of Ukraine.

Kiev erarbeitet Angriffsplan auf die Krim bis Ende Juni

Präsidentielles Dekret vom 24.03.’21:

About the Decision of the Ukrainian National Security and Defense Council of March 11, 2021 „On the Strategy for the Deocupation and Reintegration of the Temporarily Occupied Territory of the Autonomous Republic of Crimea and Sevastopol City“.

In Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Artikels 4 des Gesetzes der Ukraine „Über den Rat für Nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine“ hat der Rat für Nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine nach Prüfung des Entwurfs der Strategie der De-Okkupation und Reintegration der vorübergehend besetzten Gebiete der Autonomen Republik Krim und der Stadt Sewastopol beschlossen:
1. Den Entwurf der Strategie der De-Okkupation und Reintegration der vorübergehend besetzten Gebiete der Autonomen Republik Krim und der Stadt Sewastopol zu empfehlen.
2. Den Präsidenten der Ukraine aufzufordern, die Strategie der De-Okkupation und Reintegration der vorübergehend besetzten Gebiete der Autonomen Republik Krim und der Stadt Sewastopol zu genehmigen.
3. Das Ministerkabinett der Ukraine erarbeitet und genehmigt innerhalb von drei Monaten einen Maßnahmenplan zur Umsetzung der Strategie der De-Okkupation und Reintegration der vorübergehend besetzten Gebiete der Autonomen Republik Krim und Sewastopol.
Sekretär des Ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates O.Danilov

Die strategische und taktische Lage in der Darstellung eines russischen Militärkorrespondenten: Dmitry Livkovkin, TASS, 6. April:

The North Atlantic Alliance has practically completed its conceptual strategy to contain Russia on the distant approaches to Brussels, called „4 to 30“. Its essence lies in the creation of a permanent arc of tension around the buffer zone between „progressively free“ Europe and „totalitarian and gloomy“ Russia … According to the concept formulated earlier, within the framework of NATO, already in 2022, the principle of „four thirty“ should work in Eastern Europe: 30 mechanized battalions, 30 air squadrons and 30 ships capable of preparing for deployment in 30 days. The terms of readiness of carrier aircraft for the use of nuclear weapons will also be reduced from 10 days to 24 hours. This force should restrain, and if something happens „force to peace“ Moscow. Apparently, such „determination“ gives Kiev confidence that, having started hostilities in Donbass, it will be able to solve the problem, and after losing, it will retreat without losing face. …

(T)he representative of Kiev in the Trilateral Contact Group on Donbass, Aleksey Arestovich, explicitly states that the country, together with NATO, is preparing for a war with Russia in the Black Sea region. According to him, it is this scenario that will be tested at the Defender Europe 2021, the largest NATO exercise in recent decades, which will be held in May-June. Under the leadership of the US Army, 28,000 servicemen from 27 countries will take part in them. „Defender of Europe“ will include „near-simultaneous operations at more than 30 training sites“ in a dozen countries, the US command said on the exercise … Over the past week alone, 50 aircraft of foreign states were discovered and escorted, which were conducting reconnaissance along the borders of Russia. Over the past month, several stages of the large-scale exercises of the North Atlantic bloc „Sea Shield – 2021“ took place in the Black Sea, in which more than 2.5 thousand military personnel, 18 ships and support vessels from Bulgaria, Greece, Spain, the Netherlands, Poland, Romania took part , USA, Turkey with the involvement of NATO naval command. Moreover, the latter sent its permanent naval group SNMG-2 (Standing NATO Maritime Group) to the area …

At the Kapu Midia training ground (Constanta County, Romania), three mobile squadrons of the Romanian Navy’s missile forces and the Polish Navy’s coastal missile battery allegedly repulsed a mock enemy attack. For this, the Poles used the Kongsberg mobile missile system. Prior to that, NATO exercises Poseidon-2021 were held in the Black Sea, in which American missile cruisers of the Ticonderoga-Monterey class and the Thomas Hadner missile destroyer took part. Both ships represent a serious force, as they carry both strike weapons such as Tomahawk missiles with a range of more than 2,000 km, and Aegis anti-missile defense systems.

Speaking of the upcoming Defender Europe 2021 maneuvers, US Army Europe and Africa Commander Christopher Cavoli emphasizes that they are planned for several months and should demonstrate the ability of the United States and its allies to respond to international threats.
„The exercises will provide us with an excellent opportunity to hone our capabilities together with our allies and partners in the strategically important Balkan and Black Sea regions, so that we are collectively ready to respond to any crisis that may arise,“ the American military leader added.

The exercise will take place in several phases: Swift Response kicks off in early May. During this stage, airborne operations will be carried out in Estonia, Bulgaria and Romania with the participation of more than 7 thousand troops from 11 countries.
„Immediate Response“ will run from mid-May to early June. During the maneuvers, more than 5,000 servicemen from eight states at 31 training grounds in ten countries will conduct live firing and joint operations for the logistics of the front on land.

On the Russian side, on the border with Ukraine, there are formations of the Southern Military District. The latter protects the Crimea, has 50 battalion tactical groups, 50 squadrons of operational-tactical, assault and army aviation and 50 warships. Also 50 divisions of missile systems, including operational-tactical type Iskander-M, anti-ship coastal complexes Bal and Bastion, multiple launch rocket systems, high-power cannons and mortars Pion and Malka.

In addition, there are also 50 carriers of high-precision weapons „Caliber“, the same number of air defense systems of the S-400 „Triumph“ type and mobile tactical groups of electronic warfare capable of blocking the operation of unmanned aerial vehicles. In addition, the region has deployed fifty batteries of mobile anti-tank complexes „Chrysanthemum“ with supersonic 120-mm missiles „Attack“, 50 groups of tactical airborne assault forces, snipers and special forces units.
Each of the formations is capable of acting both autonomously and in a single information space; provide interspecific and intergeneric interaction coordinated by mobile command posts with automated control systems.
It seems to me that all this makes it possible to extinguish any military activity in the zone of possible conflict within two days. Including the use of US and NATO forces in the region. …

In addition to this, we can cite the statistics of the Russian General Staff. Thus, more than 32 thousand servicemen, more than 600 tanks and armored personnel carriers, over 160 artillery systems, about 100 combat aircraft, almost 60 helicopters, 16 coastal complexes, 34 warships and six submarines are deployed in Crimea today. The transfer of some of them could be seen in a recent video on the Internet. (…)

And here is the paradox. The head of the alliance, Jens Stoltenberg, has repeatedly said that „there is no direct threat from Russia in the form of a military attack. But I see Russia asserting itself. It is using its military power against its neighbors Georgia and Ukraine,“ Stoltenberg added.

Ich verlinke einen weiteren Artikel eines Militärjournalisten, der m.E. hinreichend demonstriert, daß und wie die RF aktuell versucht, die NATO mit der Bereitstellung überwältigender Firepower für den an lokale Gegebenheiten angepaßten konventionellen Krieg von militärischen Übergriffen abzuschrecken: Russian Gunboats Head To The Black Sea To Join Military Buildup Near Ukraine

Zum Thema gehören auch die aktuellen militärischen Belästigungen der Mannschaften, die mit der Konstruktion von North Stream 2 befaßt sind, davon berichtete John Helmer ausführlich.

Fazit?

Die NATO-Drohungen sind weitgehend ein offener Bluff, aber dieser Befund deckt nicht ukrainische Optionen für Angriffe und Massaker, die eine russische Intervention provozieren müßten. In einem solchen Szenario würden die russischen Streitkräfte ihre Übermacht auf dem Gefechtsfeld in einem der Provokation angemessenen Umfang demonstrieren, um weitere Eskalationen mit hinreichender Sicherheit zu unterbinden.

Eben dies könnte und wollte die NATO politisch verwerten. Der deutsch-französisch-italienische Widerstand gegen einen NATO-Beitritt der Ukraine würde beiseite gefegt, die Vertreter des „rheinischen Flügels“ der CDU würden zugunsten der Atlantiker abschließend aus ihren Positionen verdrängt, die NATO-Agenten aller künftigen Regierungsparteien (absehbar schwarz-grün-rot) würden in Anlehnung an die Verhältnisse in den USA und im UK die Schaltstellen der Macht auf Dauer besetzen.

Diese „Entscheidungsschlacht“ der NATO halte ich für nahezu unvermeidlich. Die russische Führung offenbar auch.

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Zur Impfpassdebatte

Der Kommentar galt diesem Artikel und wurde ohne Rechtfertigung (etwa Verstöße gegen die Forenordnung) gelöscht.

Wie einer Inquisitionsrecht gegen Volksschädlinge einverlangt

Wutschkow und didotto haben den Finger in die Wunde des Artikels gelegt, der eine maßgebliche Hälfte der Rechtfertigung für Impfpässe unterschlagen hat. Aber diese Kommentatoren haben sich nicht bemüht, den Grund bzw. die Logik dieser Verfehlung zu benennen. Das will ich nachholen.

1) Die logisch zwingende und zu Teilen wohldokumentierte Verminderung der Virenlast bei infizierten und erkrankten Geimpften, die identisch mit einer verminderten Infektiösität ist – wenngleich gewiß nicht in einem linearen Maßstab – ist eine völlig zureichende Legitimationsgrundlage für ein auf Schadensvermeidung zielendes Recht.
Neuber will gewiß nicht die in Ortsgrenzen geltende Geschwindigkeitsbeschränkung für Kraftfahrer rechtlich fraglich stellen, weil die Verkehrsstatistik nicht hergebe, Schadensvermeidungspotentiale von Tempo 50 für jeden Verkehrsabschnitt anzugeben, vere?
Die Art von Recht, die Neuber für die Legitimation von Impfpässen einfordert, nennt man mit Fug Inquisitionsrecht. Eine „Alte“, die dem Nachbarn aus irgend einem Haß heraus den Brunnen vergiftet, verfällt nicht der Inquisition. Das geschieht erst, wenn ein vom obersten Inquisitionsrichter verlangter Nachweis für die Gewißheit erbracht ist, daß die Alte mit dem Teufel im Bunde war oder ist. Das, dieser Bund, ist dort der Schadensfall, weil es sich in der Tat um die einzige Sorte Schadenspotential handelt, für das Gewißheit beansprucht werden kann. Ein Weib, das der Folter nicht widersteht, widersteht auch dem Teufel nicht, stimmts?

2) Schadensvermeidung, die zweckmäßige Seite der Legitimation von Impfpässen, ist nicht Neubers Thema , deshalb nimmt er den zugehörigen Teil des RKI-Papiers nicht zur Kenntnis. Sein Thema ist in den Titel „Privilegium“ für die unter der Bedingung der Impfung in Aussicht gestellte teilweise Rückerstattung entzogener Freizügigkeitsrechte für Impfpassinhaber kodiert.

a) Privilegien gibt es in den bürgerlichen Gesellschaften en masse, jeder weiß das, ich erspare mir Beispiele.
Fraglich gestellt werden sie regelmäßig vom Standpunkt einer Untertanenmoral: „Darf der/die denn das?? Warum darf er/sie das? Darf denn das sein?!“.
Die Antwort besteht notwendigerweise in einer entweder verdrossenen (vom Standpunkt des Untertanen) oder anmaßenden (vom Standpunkt der Obrigkeit oder ihrer Fans) Übersetzung der Untertanenmoral in eine Herrschaftsmoral: „Ja, der/die darf das, weil det is jut fürs Janze“. Diese Antwort kann positiv oder negativ ausfallen, negativ heißt: „Wenn wir das unterbinden täten, wär das schlecht fürs Janze“.

b) Daraus folgt: Rückerstattung entzogener Freizügigkeitsrechte für Impfpassinhaber ist kein „Privilegium“, der Titel verfehlt die Sache. Es handelt sich um eine bedingte Korrektur einer Abstandnahme der Obrigkeit von der eigenen Geschäftsordnung, die vorsieht, daß gegen gesellschaftliche Pflichten der Untertanen, in erster Instanz namentlich die Pflicht zum Gelderwerb, ein dem Grundsatz nach freizügiger Genuß der mit der Erfüllung von Pflichten und Diensten erworbenen Lebens- und Genußmittel zu stehen kommt: Erlaubt sei, was nicht aus guten Gründen verboten werde.
Denn gegen das Verbot gewisser Freizügigkeitsrechte im Zuge der Epidemieverwaltung steht nach wie vor eine globale Arbeitspflicht, sprich, die Pflicht der Betroffenen, sich einer Infektion auszusetzen. Wo diese Arbeitspflicht entfiel, geschah das ausdrücklich zum Schutze von Territorium, nämlich öffentlichen Räumen, die zu entbehrlichen Infektionsherden – im Unterschied und Gegensatz zu für die Geldvermehrung unentbehrlichen Herden – deklariert worden sind.

c) aus Punkt b folgt allerdings implizit, daß die Rückerstattung entzogener Freizügigkeitsrechte für Impfpassinhaber diejenigen Individuen, die keinen Anspruch auf einen Impfpass erworben haben, zu Volksschädlingen bestimmt. Ausschließlich vom Standpunkt eines wohlbestimmten Anspruches an Volksgenossen, der in Demokratien nicht zufällig derselbe ist, wie in faschistischen Formationen, kann es gerechtfertigt oder gar erforderlich erscheinen, zu verlangen, daß jederman die Mittel und Gelegenheit hat, einen Impfpass zu erwerben, bevor Freizügigkeitsrechte darauf zu gründen seien, wie das etwa für einen Führerschein oder ein Abitur gilt.
Vom Standpunkt einer auf Schadensvermeidung zielenden Epidemieverwaltung ist dieser Anspruch jedoch GENAU eines:

d) Hirnlos, rettungslos irrsinnig.

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Was Narrative sind und was nicht

Das Thema ZBB setze ich iwie iwann fort, wenn ich mir über einiges im Klaren bin.

Einen mittelbaren Bezug dazu hat auch dieser Archiveintrag. Es geht da beispielhaft um ein Narrativ, eine unbedeutende Episode aus der Zeit der Wende des Syrienkrieges 2013, die darin bestand, daß der US-Präsident Obama Neocons, Libdems, Militaristen und zuförderst seinen eigenen Außenminister (Kerry) ins Abseits manövrierte, die dem Präsidenten mit der False-Flag-Operation in Al Ghouta den Befehl zu einem Enthauptungsschlag gegen Syrien abzuzwingen gedachten.

Der Rest ist hoffentlich selbsterklärend und zeigt, wie ich seinerzeit, als ich noch bessere Nerven und Geduld hatte, hoffte, Leuten was beizubringen:

(User1):

11 UNO Mitarbeiter in Syrien von Terroristen getötet? Ist da was dran? Mir ist nicht bekannt dass es schonmal so ein Vorfall gab und dann nicht eingegriffen wurde.

User2:

@User1, doch das stimmt. In einer Pressekonferenz hat das UN-Sekträterin Valerie Amos zugegeben. Außerdem seien einige noch verschleppt.
(Link zu einer Sekundärquelle)
In letzter Zeit häufen sich einfach die schlechten Nachrichten über die „Rebellen“. Ob das auf ein bestimmtes Ziel hinläuft, diese dann fallen zu lassen?

TomGard:

@User1,2
Nein, stimmt nicht.
Inner City Press berichtete (und korrigierte sich seither nicht), daß V. Amos auf Nachfrage angab, „11 Mitarbeiter“ in UN-finanzierten Projekten seien „in Syrien getötet“ worden. ICP fragte beim zuständigen Koordinator nach, wo, wie, und bei welchen Projekten welche Mitarbeiter umgekommen seien, und erhielt „no comment“. Auch der Verweis auf „Entführungen“ ist nicht als Angabe über die Täter zu nehmen, da, wie auch hier bekannt geworden sein dürfte, Entführungen einer Seite in Syrien oftmals mit Entführungen von der anderen Seite beantwortet werden.
Spekulationen sind oft notwendig, aber in diesem Fall gehen sie fehl.

User1:

@Tom
hmmm, du schreibst es doch selber, dass 11 UNO Mitarbeiter in Syrien umgekommen sind. Stand irgendeine andere Frage zur Debatte oder hab ich Dich falsch verstanden

TomGard:

Anlaß zu Spekulationen gab doch die Behauptung, Valerie Amos, oder ein anderer Verantwortlicher der UN, hätten öffentlich behauptet, UN-Mitarbeiter seien von Rebellen ermordet worden, und das stimmt halt nicht. Der plausible Rückschluß, es müsse wohl so sein, weil es keine Beschuldigungen gegen „Regierungskräfte“ gibt, ist nicht gleichwertig.

User2:

ich habe soeben das Video dieser Pressekonferenz gehört und (wird) eigentlich ziemlich deutlich, dass es um die Rebellengruppen geht. Auch wenn der Sprecher nach der direkten Pressekonferenz drumherum redet, dass es in jedem Krieg Tote gibt. Auch bei den Entführern handelt es sich um Rebellengruppen.
@TomGard, ich vermute dein Englisch besser als meins und du kannst da genaueres raushören.

TomGard:

@User2, der Satz, in dem Amos von „verschiedenen Gruppen“ spricht, bezieht sich eindeutig auf „Drohungen gegen UN-Mitarbeiter“, nicht Todesfälle.
Aber ich erlaube mir mal, das zu Anlaß für eine meiner gehaßten allgemeinen Bemerkungen zu nehmen.

Der „Witz“ und allgemeine Zweck des Gewaltgeschäftes, zu dem auch alle diplomatischen Vorgänge, einschließlich dieser Pressekonferenz, zählen, besteht darin, aus Fakten Narrative zu verfertigen, um diese Narrative in die Fakten einzusetzen. Buchstäblich. D.h., das Resultat des Gewaltgeschäftes ist, daß die Narrative Fakten WERDEN.
Dann gibt es halt keine anderen Fakten, mehr, als die gewaltsam durchgesetzten Narrative.
Der allgemeine Begriff dafür (nach dem ich ein Beispiel bringe) stammt von Hegel und lautet:
„Abstraktionen in der Wirklichkeit durchsetzen, heißt Wirklichkeit zerstören“.

Beispiel: Das Gesetz „Du sollst nicht töten“ schafft, wenn es durchgesetzt wird, alle vorgefundenen und und neu in Erscheinung tretenden gesellschaftlichen Verhältnisse „aus der Welt“, welche Individuen zweckmäßigenot-wenige oder gar un-ausweichliche Gründe liefern, andere Individuen zu töten, und ersetzt all diese Gründe und Zwecke durch den einen Grund, dem Gesetz „Du sollst nicht töten“, zur Durchsetzung zu verhelfen.

Im Resultat schrumpft der gesellschaftliche Vorgang eines Mordes tatsächlich zum Gesetzesverstoß zusammen, während alle Gründe und Zwecke des Tötens zu Motiven ver-klärt werden, die Individuen in ihren dunklen Seelen hegen, einem Raum, der gegenüber der Gesellschaft für transzendental erklärt wird, das heißt, sie werden im gerichtlichen Prozess von der Ebene gesellschaftlicher Vorgänge getrennt, und einer Ebene der Auffassung von ihnen und Einstellung zu ihnengewaltsam zugeordnet.

Das IST dann auch so.
Wenn der Richter sagt: „Der Täter befand sich in einer außergewöhnlichen Notlage“, nimmt das die Tat-Sache nicht zurück, daß er ihn wg. „Mord (Totschlag) aus Habgier“ „zur Erzielung eines finanziellen Vorteils“ verurteilt, und dies ist die gesellschaftliche Tat. Das psychologische Beiwerk, das er hinzuquatscht, illustriert den transzendentalgesellschaftlichen, gerichtlichen Fakt nur mit der Umgebung, aus der er kommt, und in die er eingeht.

Das Beispiel soll gleich dafür stehen, daß alle moralischen Urteile Bestandteil des Gewaltgeschäftes und dazu da sind, Fakten durch den Wahn herrschaftlicher Gewalttätigkeit zu ersetzen. Moralische Individuen leben in einer reinen Wahn-Welt.

Ergo:
Falls die 11 UN-Mitarbeiter von der Hand der Rebellen starben, die imperiale Mächte gegen den Bösewicht im laufenden Geschäft benutzten, dann stellt ihr Tod eine Verpflichtung dieser Mächte auf den Sieg dar, der klar stellen soll – in der Zukunft – daß der „eigentliche“ Täter, der zwar nicht das Messer führte, sie zu köpfen, aber das Motiv lieferte, es zu tun … Bashar al Assad gewesen sein wird.
Vielleicht wird dann auch der eine oder andere Kopfabschneider getötet oder verurteilt, nach dem oben schon vorgestellten Muster, weil Bashar zwar für den Tod des Opfers, aber nicht für die Tat zuständig gemacht wird.

In dieses Wahn-Geschäft mische ich mich nach Kräften nur ein, insofern es seiner Entlarvung dienlich sein kann – nicht aber, um es gegen irgend welche Schlächter, Büttel oder ihre moralisch-ideologischen Henkersknechte zu wenden.

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ZBB – Teil 0, Begriffsklärungen

Grünspans Kommentar hat mich aus der ohnehin stockenden Bahn meiner Vorbereitungen befördert und das wird wahrscheinlich von Nutzen sein. Ich sage „wahrscheinlich“, weil der „Nutzen“ zwei unbekannte Referenten hat – erstens Effekte kommender Texte auf User, zweitens Effekte der zu Untenstehendem angestellten Überlegungen und Formulierungen derselben auf den Verfasser. Womit ich mich in medias res des Wort- und Begriffsfeldes um Determinismus herum befinde.

Eine korrupte Definition

Definitionen haben per definitionem eine Tendenz zur Korruptheit, ich könnte im Vorgriff auf Späteres auch sagen: eine korrupte Phase. Der Verfasser einer Definition und ihr Nutzer begehen einen vorsätzlichen Akt der Willkür, der eine Handlung recht-fertigt, eine Arbeit be-gründet, die per definitionem nicht willkürlich sein soll.

Der Grund oder die Gründe für eine definitorische Formulierung stehen in erster (!) Instanz nicht zur Debatte der auf sie gegründeten Überlegungen, Handlungen, Arbeiten. Solche Gründe sind darin also – ob „gut“ oder „schlecht“, ist erstmal wurscht – zu Motiven herab gesetzt, die Tätigkeiten leiten, in denen sie fraglos gesetzt sind. „Korrupt“ ist das im Hinblick auf mögliche Handlungszwecke zu nennen. Solche Zwecke bleiben in definitorischen Motiven allenfalls mittelbar referenziert, falls überhaupt.

Die Reinkultur davon ist die scholastische Vorschrift: „definitio fi(a)t per genus proximum et differentiam specificam“.
Definitionsarbeiten im Rahmen klassifikatorischer Tätigkeit folgen derselben Vorschrift. Es sei anzugeben, lautet sie, welche Merkmale eines referenzierten Objektes rechtfertigen sollen, es einem spezifischen Oberbegriff (genus proximum) zuzuschlagen, und welche Merkmale der Klassifizierende für geeignet hält, den Oberbegriff mit dem definierten Objekt spezifisch zu gliedern (differentiam spezificam).
Klassifizieren ist und bleibt eine „ehrenwerte“, nicht im Mindesten korrupte Tätigkeit, weil und so lange ihr Zweck in der Bildung von Oberbegriffen aufgeht und erschöpft wird. Dann folgt das Verhältnis von Ober- und Unterbegriffen einem identischen Zweck, weil sie einander wechselseitig referenzieren (sollen).
Ich habe vollstes Verständnis für Leser, denen diese Sätz zu abstrakt sind. Aber ich muß ihnen auftragen, das Gesagte anhand einiger ausgewählter Lexikon-Einträge selbst zu erarbeiten, diesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fische, https://de.wikipedia.org/wiki/Knorpelfische, https://de.wikipedia.org/wiki/Knochenfische, https://de.wikipedia.org/wiki/Fleischflosser, https://de.wikipedia.org/wiki/Lungenfische, https://de.wikipedia.org/wiki/Kladistik#Verwandtschaftsverh%C3%A4ltnisse

Andernfalls werd ich wohlmöglich mit diesem Eintrag in meiner Lebenszeit nicht fertig ;)
Der „Witz“, den eure Arbeit zutage bringen soll:
Kein Fisch ist Objekt klassifikatorischer Tätigkeit. Sondern die Abstammungsgeschichte von Fischen (gegenständlicher Plural). Willkürlich daran ist jetzt nur meine Begrenzung auf Fische. Eigent-lich bezieht sich der angeführte Ausschnitt aus der Kladistik auf alle Wirbeltiere, aber ich denke, jeder von euch mag taugliche Gründe für eine solche in erster Instanz willkürliche Beschränkung zu ersinnen.

Letzteres liefert den Übergang für folgenden ohne zusätzliche Begründung vorgetragenen Schluß:
Die Kladistik, von mir zur gegenständlichen Demonstration einer in klassifikatorischer Arbeit gebundenen Tätigkeit des Definierens, hat keine „Ordnung“ zum Zweck und Ziel, sondern eine ordnende Tätigkeit. Das ist nicht dasselbe. Die Ordnung, konkret die Klade, tritt zwar als Ziel und Zweck der Tätigkeit auf, aber das geschieht nur weil und insofern sie Mittel des kladistischen Tuns ist.

Mit den Resultaten der kladistischen Tätigkeit gehen dann Zoologen und Biochemiker daran, phylogenetische, ontogenetische, funktionelle Zusammenhänge, in denen ihre Gegenstände stehen, die Anatomie und Biochemie von Fischen oder anderen Wirbeltieren, bei ihren Untersuchungen zu berücksichtigen, auf die sie ohne die Arbeit der Kladistiker nicht gekommen wären.
Und dann?
Ja, dann zeigt sich von neuem, daß die Arbeit der Zoologen und Biochemiker die Arbeit der Kladistiker erst begründet.

Anmerkungen

  1. Ein Anthropologe – vielleicht Gregory Bateson, ich habe es vergessen – berichtete in einer Anekdote von einem Kollegen, der eine Ausbildung als Botaniker hatte, und irgendwann vor 100 Jahren zu den Khoisan reiste, um deren Sprachen zu studieren. Er gewann dafür einen Medizinmann, der bei ihrer Bekanntmachung offenbar entzückt zur Kenntnis nahm, daß der Anthropologe Botaniker war. Zu den nächsten Treffen schleppte der Medizinmann stets eine Anzahl Pflanzenproben an und machte sich mit dem Wissenschaftler über die Klassifizierung her. Der Wissenschaftler bemerkte, daß die Klassifizierungsmethoden und Kriterien des Medizinmannes einen beträchtlichen Verwandtschaftsgrad zu den seinen aufwiesen, andererseits Maßstäbe und Deutungen enthielt, die einem „mythologischen Universum“ entstammten.
    So ging das eine Weile und der Kollege traute sich nicht – nach seinen eigenen Worten – auf den Sprachunterricht zu drängen, weil der Medizinmann von der Botanisiererei sichtlich merklich begeistert war. Der Anthropologe legte eine gute Portion Eitelkeit in diese Begeisterung, er glaubte, der Medizinmann fühle sich geschmeichelt und aufgewertet, mit IHM auf der botanischen Ebene „von gleich zu gleich“ zu verkehren.
    Dann fragte er nach dem Sprachunterricht und kassierte eine irritierte und verletzte Reaktion. Die Botanisiererei war der Sprachunterricht nach den Begriffen des Medizinmannes.
  2. Wenn ich Jean Piaget richtig kapiert und in Erinnerung habe, ist die Arbeitsweise, die ich oben so umständlich charakterisiert habe, in fast allen Bestandteilen eine autonome Erwerbung gesunder Kinder, die ab dem 6. bis spätestens zum 8. Lebensjahr zu ihrem intellektuellen Reperoire zählt. Die fehlenden Bestandteile gehen auf logische Operationen zurück, die Kinder erst in späteren Jahren (normalerweise bis zum 13. Lebensjahr) erwerben, ebenfalls mehr oder minder autonom. Sie erfinden das.
    In der Gesamtheit zählt diese Arbeit zum Spracherwerb, welcher allerdings nicht die einzige Quelle ist.
    1. Ein Hinweis auf die historische Identität von „Sprache“ im Sinne eines lexikalischen und grammatischen Apparates, „Logik“, Klassifikation und der Arbeit des Definierens findet sich dankenswerterweise im Wikipedia-Eintrag zu „Definition„:
      In der Äquivalenzdefinition wird der zu definierende Ausdruck (Definiendum) und der definierende Ausdruck (Definiens; Plural: Definientia) mit Hilfe einer Kopula verbunden, die ausdrückt, dass zwischen Definiendum und Definiens eine Äquivalenz besteht, d. h., dass der erste Ausdruck dem zweiten intensionsgleich ist.
      Das klassisch-griechische Begriffsgefüge wurde bei der Übersetzung in das Lateinische aufgespalten in definire / definitio und determinare / determinatio. Dabei ist die definitio (Begriffs-Erklärung) vom zu definierenden „Objekt“ her, die determinatio (begriffliche Festlegung) vom definierenden „Subjekt“ her bestimmt. Für die klassisch-griechische Denkform war beides noch in einem einzigen Begriff zusammengefallen.

      Es handelte sich bei den alten Griechen mengentheoretisch um eine Abbildung einer Klasse von Objekten auf sich selbst, nicht auf eine andere Objektklasse.
      NB: Vor dem Hintergrund der altgriechischen Gesellschaft sollte klar sein, daß von einer Herrensprache, einer Sklavenhaltersprache die Rede ist, ein spezifisches, teilweise bis heute tradiertes Idiom. Von der römischen Spur der „Determination“ wird später die Rede sein.
    2. Mit dieser historischen Identität und ihres Daseins als Herrensprache sind zu meiner Zeit auch viele Hauptschüler bekannt gemacht worden: Mit dem Höhlengleichnis Platons. Die Römer überschritten den „Rubicon“, die platonische Ideenwelt in eine Objektwelt zu stellen. Implizit machten sie damit den Übergang zur monotheistischen Begriffswelt, den Plato bereits explizit gemacht hatte, allerdings unter dem Vorbehalt der Exilierung eines „einzigen“ Herren eines „einzigen“ Reiches in das mystische Universum seiner Vorfahren. Auch davon wird noch zu reden sein.

Als nächsten Punkt hatte ich mir vorgenommen, zu diskutieren, was geschieht, wenn Klassifikationsschemata auf eine ungegenständliche Begriffswelt angewendet werden.
Ein Vorbild für die Verfahrensweise, die dabei zur Anwendung kommt, hat abermals Plato geliefert, in der Dihairesis.

Dazu komme ich nicht mehr, noch weniger zu der Erklärung, warum ich folgende Definition im Wikipedia-Eintrag zu „Determinismus“ doppelt korrupt nenne:

Der Determinismus (von lateinisch determinare ‚festlegen‘, ‚Grenzen setzen‘, ‚begrenzen‘) ist die Auffassung, dass alle – insbesondere auch zukünftige – Ereignisse durch Vorbedingungen eindeutig festgelegt sind.

Ich schicke das unvollständige Teil dennoch ab, damit schon mal was gemacht ist, auch zur eigenen Verpflichtung, und mit dem Hintergedanken, daß, je kürzer der Eintrag, je größer die minimale Chance, daß jemand die gegebenen Links nutzt und die verlangte Eigenarbeit leistet …

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(Prolegomena) „Leben“, „Kreativität“

(aus einem sehr alten Posting)

„Ich kann es im Rahmen dieses Beitrages nicht mehr ausführen, aber stelle jetzt in den Raum: Wir, wir Menschen, verwirklichen in spezifischer Weise das Gödelsche Universum. Wir unternehmen Zeitreisen in die Vergangenheit, und zwar nicht nur mental, sondern tätig. Jeder Plan, der in einer zielführenden Aktion endet, ist solch eine Zeitreise, welche die Kausalität der unbelebten Welt in wohlbestimmter Weise auf den Kopf stellt. Die Absichten, Zwecke, Pläne, welche unabhängig von ihrem Gelingen retrospektiv als ein Versuch erscheinen, die Zukunft zu bestimmen, erweisen sich im Gelingen einer Tat als das glatte Gegenteil. Den Zweck in einem Arbeitsgegenstand verwirklichen, das heißt nichts Geringeres, als die Naturgeschichte, wie sie gewöhnlich verstanden wird, umkehren. Die Tat stattete den Gegenstand rückwirkend mit dem Telos ihres Zweckes aus. Die Weidenzweige, die mein Zelt aufrecht halten, sind nun genau dazu da gewesen, mein aufgegangener Plan hat es bewiesen, vollzogen, vollbracht. Die Zweige werden auch in Zukunft dazu da sein, mitsamt den Weiden, an denen sie wachsen, ich habe die Naturgeschichte der Weide vermenschlicht, sie eingemeindet in die Naturgeschichte meiner Gattung. Gemessen an der Hilfkonstruktion einer dimensionalen Zeit verläuft Geschichte ausschließlich in Richtung der Vergangenheit. Dahin, wohin der Angelus Novus, der „Engel der Geschichte“ W. Benjamins tragisch den Blick gewendet hält. Schicksalhaft?
Auch darüber entscheiden wir – jetzt. Indem wir befinden, ob wir wieder Götter von der Art werden können, wie unsere Ahnen es waren, bevor sie welche über sich stellten.
—-

Prometheus

Von Prometheus berichten vier Sagen: Nach der ersten wurde er weil er die Götter an die Menschen verraten hatte, am Kaukasus festgeschmiedet, und die Götter schickten Adler, die von seiner immer wachsenden Leber fraßen.

Nach der zweiten drückte sich Prometheus im Schmerz vor den zuhackenden Schnäbeln immer tiefer in den Felsen, bis er mit ihm eins wurde.

Nach der dritten wurde in den Jahrtausenden sein Verrat vergessen, die Götter vergaßen, die Adler, er selbst.

Nach der vierten wurde man des grundlos Gewordenen müde. Die Götter wurden müde, die Adler wurden müde, die Wunde schloß sich müde.

Blieb das unerklärliche Felsengebirge. –

(Kafka, Die Erzählungen, Frankf/M ’61, S.303)
—–

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ZBB (zirkulierende Bewegung d. Begierde) – Rohmaterial

(zur fortlaufenden Ergänzung)

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Parforceritt. Kapitalismus, Imperialismus, Verschwörungen, Zionismus, (Anti-) „Amerikanismus“ und mehr

(Heute unterschreibe ich nicht jedes Wort davon, aber es ist gut und weiterführend genug, es abzukippen)

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Staat und „Leben“

Ein Zufallsfund aus meinem Rechner, während Recherchen zum Thema ZBB (zirkulierende Bewegung der Begierde). Kipp ich spontan hier ab.

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Die zirkulierende Bewegung der Begierde

Ich war reichlich perplex, als Google nur zwei Einträge zu dieser attributiven Bestimmung des Lustgewinns auswarf.

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Materialien zur Wertformdebatte

Anmerkung

Ein Textfragment, das ich nur noch in Papierform besaß. Es gehörte zu einem überambitionierten Projekt, in dem ich im selben Atemzuge Mängeln der marx’schen Kritik der pol.Ök. des Kapitalismus und Fehlern in deren Rezeption abzuhelfen trachtete. Das „Kapital“-Seminar, für das ich es begonnen hatte, und das die praktische Nagelprobe für den Versuch werden sollte, legte es ad acta. Es gibt mehr davon und ich bin mir noch nicht schlüssig, ob und inwieweit ich die Sachen noch einmal aufnehmen will. Daher erstmal nur die digitale Doku.

Trennung von Besitz und Eigentum

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