Unzureichende Bemerkungen zum angelsächsischen Kampf gegen die EU-Integration

Anmerkung 12/22

Ich hatte vergessen, dies geschrieben zu haben, und auch der Inhalt – der für die Rolle der EU im laufenden Russlandkrieg, resp. im Imperiumskrieg der RF, von bestimmendem Belang ist – war mir aktuell nur noch allzu global präsent. So geht’s halt zu, wenn fehlende Diskurse synaptische Bahnen schwächen; das ist für meinen persönlichen Fall sicher auch eine Altersfrage, aber dies nur nebenbei. Ihr – etwa ab Jahrgang ’80 rückwärts – habt euch während über 21 Jahre täglich angestrengt verleugneten Kriegszustandes, der inquisitorischen Neuformierung der imperialen Eliten, des Abbruches, Umdeutung der Parameter öffentlicher Diskurse, oder ihrer sakralisierenden, abstraktifizierenden Verallgemeinerung, eine durchgreifende Verdummung geschehen lassen; falls ihr sie nicht nachgerade umarmt habt, zur Bedienung mentaler Sicherheitsbedürfnisse.
Ein Hauptpunkt aktuellen Belanges: Praktisch die gesamte ehemalige Linke oder „Linke“ hat sich vom Russlandkrieg überzeugen (besser: „überreden“) lassen, das sogenannte „Dollarimperium“ sei, entgegen allerlei eigener Zweifel oder gar Einwände der jüngeren Vergangenheit, im Wesentlichen das Gleiche, oder gar dasselbe, wie 20, 30, 40 oder gar 50 Jahre (am Ende von „Bretton Woods“) zuvor!
Einschließlich der „Gegenstandpunktler“, das allerdings mehr oder auch weniger schamhaft, weil sie ihr Publikum etwa seit 2008 überwiegend gegen einen theoretisch aufgeblähten „deutschen EU-Imperialismus“ haben aufhetzen wollen und nun die ehemaligen „Macher“ wieder zu „Mitmachern“ herab setzen. Tatsächlich lassen sich den Phänomenen des Russlandkrieges, seiner eigentümlichen diplomatischen Begleitung, der Rolle der NATO darin und schlaglichtartig der NS-Sprengung, das glatte Gegenteil entnehmen. Allerdings nur, wenn eine solche Blickrichtung überhaupt in Betracht kommt bzw. in demselbe stehen gelassen wird.
Und ich weiß nicht, wie beginnen, die ganze Scheißgeschichte noch einmal aufzufalten, unter Berücksichtigung all des wahrscheinlich Vergessnen – des eigenen, wie eurem.

Und die jüngeren Jahrgänge? Können mit meiner Sprache und Begrifflichkeit vermutlich kaum etwas anfangen – falls sie es denn wollten, was immerhin voraussetzte, daß sie sich den Verführungen der Inquisition und der sakralisierenden Kompartimentierung gesellschaftlicher Diskurse in „woke“ Abteilungen in feindseliger Absicht zu entziehen trachten.

Ach Quatsch. Weitermachen!

Vorbemerkungen

Die „Vereinigten Staaten von Europa“ sind eine Realität

Spätestens seit der Weltmarkt die nahezu unbeschränkte Gelddruckoption der EZB (die „Drahgi – Billionen“) geschluckt hat, gehören „Vereinigten Staaten von Europa“ (USE) zum Bestand des Imperiums, dessen ökonomisches Dasein – im Unterschied zum militärischen – im Weltwährungssystem gegeben ist. Nominell zählen nur die Territorien und Regierungen der 19 Staaten der Eurozone zu diesen USE, doch der Binnen- und Außenmarkt der EU – für letzteren verweise ich exemplarisch auf die Economic Partnership Agreements – assoziieren die übrigen 9 Mitgliedsländer (incl. UK) mehr oder minder unauflöslich der Europäischen Staatenföderation. Weiterlesen

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Splitter und Lumper auf einem entfernten Feld …

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Knappe Bemerkungen zur Frontlage des Russlandkrieges der NATO in der Ukraine

Seit Monaten versorgen die deutschen Massenmedien die Bevölkerung überwiegend mit disparaten und kontingenten Verlautbarungen des britischen MI6 zur Kriegslage, ergänzt um Mitteilungen des Neocon-Thinktanks ISW. Dies allein ist praktisch als ein Beweis dafür zu nehmen, daß dieser Krieg von der NATO und der ihre militärischen Ränge dominierenden britischen und amerikanischen Generalität sowohl militärisch als auch politisch geführt wird.
In einem merklichen, wenngleich bedingten Kontrast dazu hat die Leitpresse der imperialen Welt heute Stellungnahmen der Direktorin of National Intelligence, Avril Haines, zur aktuellen Kriegslage veröffentlicht.

Der Posten des DNI ist in der US-Föderation auf Kabinettsebene angesiedelt, d.h. Haines ist dem Außenminister Antony Blinken und dem Kriegsminister Austin gleichrangig. Zur Klärung des Vorganges ist es nötig, wenigstens die Eckdaten der Karriere von Haines und der administrativen Rollen zu kennen, die sie in der Vergangenheit eingenommen hat. Ich hebe nur den einen Punkt hervor, daß Obama Antony Blinken 2015 aus der Rolle des stellvertretenden Sicherheitsberaters des Präsidenten entlassen und durch Avril Haines ersetzt hat. Ihre Hauptaufgabe in dieser Funktion ist es gewesen, als ein Korrektiv zum bekannt rücksichtslosen und blutrünstigen John Brennan in den präsidentialen Einzelentscheidungen zur Führung des weltweiten Drohnenkrieges zu fungieren, nachdem sich auch in der institutionellen Welt „des Westens“ zunehmend Empörung über die vielen Tausend zivilen Opfer desselben, darunter viele hundert Kinder, breit gemacht hatte. Nach dem Ende der Amtszeit Obamas hat Haines in verschiedenen Instituten gearbeitet, die dafür bekannt sind, dem kriegerischen Lobbyismus der Neocons und Libdems entgegen zu arbeiten. Indem Sleepy Joe, der ihre Rolle bestens kennt, sie zu Beginn des Jahres aus dem Privatstand reaktiviert und unter Umgehung des Establishment in die Position des präsidentiellen Geheimdienstkoordinators und –kontrolleurs berufen hat, hat er bewiesen, daß er gewisse lichte Momente in seinem Tran hat – bzw. Jake Sullivan ihn dazu überzeugen kann.

Bevor ich auf einige Details der Haines’schen Aussagen zu sprechen komme, ein grundsätzliches Wort zur laufenden Kriegsphase.
Ich unterstelle als bekannt, daß General Mark A. Milley, in der Rolle des CJCS ebenfalls ein Präsidentenberater, im vergangenen Monat mehrfach, und zwar unter Mißachtung institutioneller Schranken seiner Position, die ihn nominell „den Kopf“ hätte kosten können, dazu aufgerufen hat, ein durch die Kriegserfolge der NATO-Truppen in der Ukraine geöffnetes „diplomatisches Fenster“ zu nutzen, womit er sich gegen das gesamte Establishment der NATO-Kriegsherren gestellt hat, einschließlich des ihm nominell übergeordneten Jake Sullivan in der Rolle des Präsidentenführung, von Stoltenberg und den Generälen, die er repräsentiert, zu schweigen.
Der eingangs verlinkte Reuters-Artikel, dessen genaue Lektüre zwingende Voraussetzung für ein Verständnis dieses Postings ist, stellt jetzt öffentliche Äußerungen Haines und der notorischen Kriegshetzerin Victoria Nuland – in stellvertretender Rolle für Blinken – gegeneinander. Doch die Zitate Nulands verraten, die Initiative Milley’s, weit entfernt, ihn zu isolieren, hat im WH Resonanz gefunden, obwohl sie dort zunächst unter Verweis auf die Leitlinie der NATO, es obläge allein dem ukrainischen Präsidenten, über die Aufnahme von Waffenstillstandsgesprächen zu entscheiden, brüsk zurück gewiesen worden war.
Die eigentliche Nachricht liegt präzise hierin:

U.S. President Joe Biden said on Thursday he was prepared to speak to Putin if the Russian leader was interested in ending the war. But the idea died quickly when the Kremlin said the West must recognize Moscow’s declared annexation of four Ukrainian regions.
This reaction from Russia, Nuland said, showed “how not serious they are.”

Das zu erkennen, bedarf eines genauen Wissens der Vorgeschichte, das ich hier nur summarisch vorstellen kann:
Der übergeordnete strategische Zweck, den die NATO mit der Fortsetzung des Krieges gegen die ukrainischen „Volksrepubliken“, auf dem Niveau des „Low Intensity Warfare“, nach Abschluß des von Obama erzwungenen MinskII-Vertrages verfolgt und erfüllt hat, ist es gewesen, der Russischen Föderation ein Simulacrum eines Territorialkrieges mit der NATO aufzuhalsen, indem sie ihr de facto diese Volksrepubliken als ein Kondominium aufgehalst hat!
Nehmt diese Begriffsbestimmungen gefälligst ernst! Schaut sie nach! Und wenn ihr das getan habt, und die Behauptungen, die ich damit aufgestellt habe, verständlicherweise nicht anhand der vergangenen Geschehnisse überprüfen könnt (die waren größtenteils in meinem alten Blog dokumentiert, der bei blog.de gecancelt wurde), dann nehmt sie als eine hypothetischen Grundlage für stimmige Erklärungen aktueller Phänomene, um zu prüfen, ob das passen kann, oder nicht kann, Sakraheini! So geht nämlich denken. Und der erste Punkt, den ihr sofort erkennen könnt, ist der Umstand, daß sich die RF von der NATO-Strategie präzise bei der Nase ihrer allrussisch-föderalistischen Staatsraison hat fassen lassen, dokumentiert in allen Kriegsbegründungen Putins abseits der Berufung auf taktische Zwangslagen im unerklärten NATO-Krieg gegen Russland und dem Gelaber über „historische Bewegungen“ zu einer „neuen Weltordnung“.
That said, repräsentiert die Annexion der vier ukrainischen Oblaste in Kombination mit dem Rückzug von Cherson plus der Errichtung von Grabenfronten innerhalb der unvollständig militärisch kontrollierten neurussischen Gebiete ein zur ehemaligen NATO-Strategie spiegelbildliches Strategem.
So, wie die NATO ab 2015 der Ukraine Teile der Oblaste Luhansk und Donezk territorial an den Hals gehängt hat, hängt die RF jetzt den USA (die der Kreml irrtümlicherweise für die oberste Adresse der NATO halten will), Teile der neurussischen Territorien Luhansk, Donezk, Saporoshje und Cherson taktisch und strategisch an den Hals. Deshalb, und insofern, erklärten Putin / Lavrov eine vorbehaltlichen Anerkennung der Annexionen zur obligatorischen Grundlage für Waffenstillstandsverhandlungen.
Und nach der Seite der russischen Staatsraison gibt es keinen anderen Weg. Die von Nuland und Stoltenberg gesetzte Alternative, Rückzug der russischen Streitkräfte auf die Positionen vor dem 24. Feb. oder – vielleicht als möglicher Kompromiß – auf die Grenzen der in MinskII definierten und militärtaktisch – im Unterschied zu „völkerrechtlich“ – anerkannten „Volksrepubliken“, repräsentierte eine Kapitulation.

Die Verlautbarungen von Haines – ich werde, entgegen dem Plan, erst im Falle möglicher Kommentare auf die Einzelheiten eingehen – sind jetzt gleichsam eine „zivile“ Fassung der Aufrufe von CSJS Milley, weil sie dem Publikum die Deutung nahe legen, die Russische Föderation habe die Eskalationsdominanz im Ukrainekrieg teils verloren, teils zeitweise aufgegeben.

Einfrierung des Krieges JETZT oder nukleare Vernichtung Deutschlands

Vor diesem Hintergrund sind der soeben von G7 und EU beschlossene „Preisdeckel“ für russisches Rohöl und die vor einigen Tagen im Europäischen Parlament abgesegnete Deklaration der RF zum „Terrorstaat“ nicht so leicht und weitgehend symbolisch zu nehmen, wie es den beteiligten Parlamentariern und Ministerialbeamten ganz offenkundig schmackhaft gemacht worden ist. Bei einer Fortsetzung des Auszehrungskrieges an der ukrainischen Front machen sie einen nuklearen Befreiungsschlag der RF praktisch obligatorisch. Und, wie ich wiederholt begründet habe (wenngleich natürlich unzureichend, bün isch Gott? ja! Doch nicht so, wie ihr zu denken pflegt), liegen die unter der Bedingung des angelsächsischen Krieges gegen die vorgeblich „deutsche“ EU gleichsam „natürlichen“ Ziele eines solchen Befreiungsschlages in Wiesbaden und Ramstein, umso mehr, als dies eine Art „Racheschach“ gegen das Kaliningrader Territorium zumindest erschwert, anders, als Ziele in der Ukraine, namentlich im Grenzbereich zu Polen.

Die Briten haben es unter der Administration Johnson auf ein solches „outcome“ praktisch angelegt und mit der Sprengung von Nord Stream noch gleichsam eine „Versicherung“ für den Fall eingebaut, daß dies Kalkül nicht aufgeht. Die aktuellen Zuspitzungen auf diplomatischer Ebene – von beiden Seiten! – haben gewiß auch darin einen Grund, daß Rishi Sunak und seine Gefolgschaft sich dazu erst noch zu stellen und (mittelbar) zu erklären haben. Und dies ist selbstredend nur eines von verschiedenen dynamischen Momenten auf den Schlachtfeldern, die diplomatischen eingeschlossen, mit denen der Leser das Motto meiner Überschrift zweifelhaft stellen kann. Wozu er das tun sollte, ist freilich eine ganz andere Frage …

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Archiv 2019: Fortschritte der Verselbständigung der US-Auslandstruppen unter Trump, Thema Irankrieg

(Eine Serie aus dem „Journal“, Vorgänge im Anschluss an die False-Flag-Tankerattacken des US-Centcom im Golf von Oman, zugespitzt durch die Entsendung einer RQ-4 Global Hawk in den iranischen Luftraum, die am 19.6. von den Revolutionsgarden abgeschossen wurde. Zum Hintergrund empfehle ich Was war der „Iran-Deal?“ Ein Fragment.)

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Archiv, Juli ’19. Why Trump „really“ withdrew from JCPOA …

(Für den Eintrag sollte man den Eintrag Was war der „Iran-Deal?“ Ein Fragment, Nov.’18 zur Kenntnis nehmen.
Beides zusammen ist Grundlage eines folgenden Archiveintrages zu Kriegshandlungen am Golf im Juni 2019.)

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Was der Polen – Böller sollte und nicht sollte (update im Kommentar)

„Polen-Böller“ – na, ich habe meine Zweifel, daß bei der Aktion tatsächlich jemand ums Leben gekommen ist.

Über den Absender habe ich gestern das Nötige gesagt.

Falls tatsächlich ein Geschoss abgefeuert worden sein sollte, wissen die amerikanischen und britischen Dienste dank Satellitenüberwachung genau so gut, woher sie kam, wie sie im Juli 2014 wußten, daß keine Buche MH17 getroffen haben kann, weil keine abgefeuert wurde, weshalb Kerry & Co. nie die „Photobeweise“ rausgerückt haben, auf die sie sich berufen haben.

Selensky hat sich dazu bekannt, indem er die Geschosstrümmer eine „Botschaft an den G20-Gipfel“ nannte. Die auf Bali versammelten NATO-Granden trafen sich darauf brav zu einer Sondersitzung – mit Ausnahme eines gewissen Erdogan, der auf Anfrage mitteilte, er sei „nicht verpflichtet, an unwichtigen Sitzungen teilzunehmen“ (FaZ)

Die NATO-Granden haben sich ohne Vorlage irgend welcher Indizien darauf geeinigt, Russland sei in eine „übergeordnete“ Verantwortung für den Vorfall zu nehmen.

Das Ergebnis der NATO-Pressekonferenz, das in einer halben Stunde vorliegen soll, braucht man daher nicht abwarten. Es wird heißen, der Vorfall „beweise“, mit Russland könne es „keinen Frieden geben, … solange …(blablawuff)“ … Russland Russland bleibe.

Was soll dann der Zirkus?
Trivial. Er ist eine nach der Sprengung von NS1 aktualisierte Lizenz für britischen / polnischen / baltischen / ukrainischen Staatsterrorismus, summarisch EUCOM-Terrorismus, auf europäischem, namentlich deutschen, vielleicht auch wieder französischem Boden. Könnter ‚drauf wetten, aber beteiligt mich gefälligst.

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Archiv 14.6. ’19: Neue Weltkriegsphase; Angriff auf ein „japanisches“ Geisterschiff vor Oman

Vorwort
Das ist ein arg extemporierter Eintrag ins „Journal“ gewesen.

  • Die Abteilung „Israel / zionistische Militäraristokratie“ erscheint aktuell obsolet, aber das könnte sich angesichts der möglicherweise unbeherrschbar gewordenen Krise der Urbanität im Iran und die erneute Machtergreifung Netanyahus ändern.
  • Die Bedeutung, die ich dem ersten groß aufgemachten Angriff auf den Frachtverkehr zur See beigelegt hatte, ist seither vielfach bestätigt worden, darauf werde ich in weiteren Einträgen aus dem Archiv zurück kommen, aber hier geht es mir erstmal nur um die Rolle, welche die Affäre in der Geschichte der
  • Militarisierung des Indo-Pazifischen Raumes hat, von der in Seismik des ASEAN-Gipfels 2022 die Rede war.
  • Die beiden letzten Abschnitte, beginnend mit „„Die rechte und die linke Hand des Teufels“ – Trump und das Establishment“, behandeln eine Dynamik, die heute im Verhältnis NATO – USA resp. EU – USA von Belang ist.
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G20 Bali

Ich habe in Kommuniqué des Chinesischen Außenministers zum Deutsch-Chinesischen Gipfel – update, Ein „Trump“ ohne Trump ist nicht zu haben, Zu WaPo-Gerüchten über einen (gefakten?) Kurswechsel des White House im Russlandkrieg und dem letzten Eintrag zum ASEAN-Gipfel das Nötigste über den aktuellen Medienhype über „chinesisches Abrücken“ von Russland und das Siegesfrohlocken gesagt.

Bleibt mir nur, auf das böse Kasperltheater zu deuten, das abwechselnd Selensky und Saluschny mit – wem sonst – dem Stoltenberg, Jensi parallel dazu aufführen: Nichts anderes, als Kampf bis zum Endsieg über Russland komme in Frage.
In Bezug auf die „China-Frage“ zeichnet sich da folglich die klare europäische „Kante“ gegen die USA ab, die auch schon abseits der Kriegsfragen seitens UvdL, Borell und neuerdings „Bebé“, Annalena gezogen wurde. Irgendwelche Rücksichten auf China, bzw. die Chinapolitik der USA im Russlandkrieg gehörten für die EU nicht in die Tüte.
Das ist die eigenständige europäische Eskalation des Russlandkrieges, die „Flucht nach vorn“, von der ich im letzten Eintrag sprach. Jetzt bleibt halt abzuwarten, zu welchen Eskalationen sich die Europäer, und besonders die Briten, in den nächsten vielleicht 6 Wochen (so lang wird man der Konsolidierung der russischen Grabenfront einräumen) verstehen werden.

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Seismik des ASEAN-Gipfels 2022

Vorwort
Die Militarisierung des Weltmarktes nach Abdankung der SU hat mit dem zweiten Golfkrieg 1991 begonnen, welcher der NATO die nötige Autorität für die Bombenkampagnen gegen Serbien zwischen 1995-’99 gab. Für den asiatischen Raum begann sie meines Wissens – das mag unzureichend sein – mit Planspielen des Pentagon zu einem Irankrieg in der Straße von Hormuz ab 1999 und zur Denuklearisierung Pakistans 2000, die nicht die erwünschten Resultate hatten. Insofern kann und muß man 9/11 für den Startpunkt der imperialen Militarisierung des Indo-Pazifischen Raumes ansehen, und deshalb beginnt dieser Eintrag mit einem Rückblick auf den 12. Sept. 2001.

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Geschichtsteleologie am Beispiel Moshe Zuckermann

Moshe Zuckermanns Serie zum Zionismus (vgl. die Links unterhalb des Artikels) könnte fruchtbar zu machen sein.

Dazu muss allerdings das theoretische Fundament der Darstellung beigezogen werden, das Zuckermann in „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“ kurz vorgestellt hatte:

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Zu WaPo-Gerüchten über einen (gefakten?) Kurswechsel des White House im Russlandkrieg

Vgl.: „Drängt Washington Kiew zu Verhandlungen?“

Bevor einer diesen Schwachsinn überhaupt zur Kenntnis nimmt, sollte er sich Rechenschaft über die militärische Lage geben.
Es ist offenkundig, und selbst die Spatzen pfeifen es seit zwei Tagen von den Dächern, daß die russische Armee sich im Wesentlichen eingräbt, bis auf den Frontabschnitt in Bachmut, wo das Hin- und Her zugleich beweist, daß beide Parteien zu Kriegshandlungen, die das Schlachtfeld verändern könnten, derzeit weder in der Lage noch bereit sind.
Eigentlich ist das schon seit Wochen mit der Teilmobilisierung präjudiziert gewesen, sie reicht offenkundig nicht hin, die ukrainischen Kräfte in der Fläche zu besiegen, aber sie reicht gewiß hin, das NATO-Siegesgeseire ad absurdum zu führen, so lange es keinen direkten Kriegseintritt der NATO gibt.

Es sollte sich von selbst verstehen, daß die einschlägigen Figuren in der NATO vor diesem Hintergrund für die kommenden Wochen ein HickHack in den eigenen Reihen über den künftigen Kurs erwarten, akzentuiert durch das Ergebnis der Midterms und den fortgesetzten passiven Widerstand Frankreichs und des Bundeskanzleramtes.
Und dann tut das Weiße Haus halt, was es seit seines Bestehens immer tut, es ist seine eingeborene Aufgabe in der Föderationsregierung, es sucht sich überall „an die Spitze der Bewegung“ entweder zu setzen oder dort zu halten. Die WaPo erfüllt jetzt ebenfalls eine eingeborene Aufgabe: Hofberichterstattung. Ihr Job ist es, die Illusion zu fördern und aufrecht zu erhalten, das Weiße Haus sei der Nabel der Welt, was immer „die Welt“ aktuell sein soll.

Dann bleibt halt die Frage übrig, was Jake Sullivan aktuell in der Ukraine zu suchen hat. Da liegt eine Antwort zumindest sehr nahe. Wenn die NATO in der eingangs skizzierten Lage ihre ukrainischen Söldner, einschließlich der Briten, Polen, Amerikaner, Kanadier, die dort mit Spezialausrüstung und Spezialaufgaben unterwegs sind, zur Eskalation auf ausgewählten Feldern drängt oder treibt, um dem WH die „Spitze der Bewegung“ streitig zu machen, dann könnte der Effekt für Washington unangenehm werden. Denn der russischen Luftwaffe bleibt weiterhin eine Eskalationsstufe, die der Kreml all die Monate im Köcher behalten hat: Flächenbombardements, namentlich auch gegen NATO-Ziele in der Westukraine.

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Kommuniqué des Chinesischen Außenministers zum Deutsch-Chinesischen Gipfel – update

Quelle. Teilübersetzung, des Diplomatensprechs halber, versehen mit kurzen Kommentaren.

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Doku – Joseph Borrell an das diplomatische Corps der EU am 10.10.’22

Quelle

Meine Ausschnitte:

(…) You will have an entire week and you will be hearing from many people – from our President [of the European] Commission [Ursula von der Leyen], [President of the European] Council [Charles Michel], Commissioners, think tankers, journalists. You will discuss about how the European Union should position [itself] in this competitive and fractured world. (…) The new frontiers of diplomacy – it is a big range of issues. 

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„Kommunistische Agitation“ gegen nationalistische Kriegsgegner

Zu sowas habe ich es in den „Debattensplittern“ nicht bringen wollen, und auch meine übrigen Einträge nicht daraufhin zusammen gefaßt. Ich bin persönlich nicht in der Verfassung, in irgend einem „höheren“ Auftrag, und sei es aus elitärer Eitelkeit, Ausrufezeichen in die Landschaft der irrelevanten Veröffentlichungen zu setzen, lieber versuche ich, „Haken“ im Bewußtsein von Adressaten zu hinterlassen, von denen ich annehmen will, daß sie taugen könnten, sich aus der einen oder anderen Befangenheit zu lösen.
Hier jetzt die Ausnahme, eine Art Zusammenfassung der Lehre, die ich aus den Debattensplittern gezogen habe.
Anlaß ist derselbe Artikel, wie im Eintrag zuvor, nebst einem aus meiner Sicht nachvollziehbaren Kommentar von @Mengel, der hier aufzusuchen ist.

Gegendarstellung @Mengel
Manchmal ist es nützlich, eine Stimme unter unseren „amerikanischen Freunden“ zur Kenntnis zu nehmen.
Jeffrey D. Sachs in
„Wir brauchen einen Wechsel in der US-Außenpolitik“
https://www.heise.de/tp/features/Wir-brauchen-einen-Wechsel-in-der-US-Aussenpolitik-7329300.html
argumentiert „als Amerikaner“, „für die USA“, also aus einem nationalistischen Blickwinkel.
Schaut man aber genauer hin, kann man bemerken, daß dieser gewollte Anschein ein wenig trügt. Argumentativ bezieht Sachs einen Standort, den sich nur ein amerikanischer Nationalist höchsten Ranges gewissermaßen „leisten“ kann, den eines („echten“) Kosmopoliten. Ich paraphrasiere diesen Standort mal mit meinen Worten:

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Des „kollektiven Wahnsinns“ fette Beute

Das Zeug vom Rainer Mausfeld, das dies Posting angeregt hat, solltet ihr euch, wenn es nach mir geht, aus Gründen ästhetischen Empfindens und Zeitökonomie nicht antun. Habe ich auch nicht, ich hab es nur quer gescannt.

Der Wahnsinn, den ich wahr nehme, erlebe, kennen lerne, hat mit einer Ausnahme keinerlei „kollektive“ Merkmale, es ist ein Phänomen, das so individuell ist, wie es das nur geben kann …
… übrigens, was soll das eigentlich sein, ein Individuum, wenn man anders von ihm spricht, als, beispielsweise, von einem Vogel, einem Schaf, einer Kuh, einem Hund oder gar einer Katze? …
und deshalb ist es überwiegend ein echt pathologisches Phänomen, es wird dort, wo das noch nicht der Fall ist, zu mehr oder minder schweren Hirnschäden, zu kognitAus iven Verlusten führen.
Die Ausnahme sind die Mitglieder der politischen Klassen und da, wie könnte es anders sein, hat die Kollektivität keine andere Folge, als daß die Hirnschäden so unausweichlich werden, und so unauslöschlich für Leute, die nicht /aussteigen/, wie das von extremistischen Sektenformationen bekannt ist, also in gewisser Weise „noch individueller, als individuell“, *grins*.

Was ich mit dieser Polemik unterstrichen haben wollte: Die Weise, wie Mausfeld etc.pp von „kollektiv“ reden, ist schon ein Anzeiger und Merker, daß sie von *sich* reden, nämlich von sich ALS realen oder selbstgeweihten Mitgliedern der Elite(n).
Meine Nachbarn und (ehemaligen) Arbeitskollegen hingegen sind nicht verrückter, als sie es in den letzten 25 Jahren immer schon gewesen und geworden sind.

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