Türkischer Terrorkrieg gegen Afrin, Manbij eröffnet

Am Wochenende fielen türkischen Artillerieangriffen auf Ziele im Kanton Afrin mindestens hundert Zivilisten zum Opfer, etwa ein Dutzend von ihnen starben bislang.
Angegriffen wurde auch ein Checkpoint, der Güter- und Personenverkehr zwischen Afrin und Aleppo abwickelt, eine Antwort auf Warnungen aus UN-Kreisen, der durch Flüchtlingsströme angeschwollenen Bevölkerung in Afrin drohe eine Hunger- und Erfrierungskatastrophe.

Heute beendete die türkische Luftwaffe das Moratorium ihrer Angriffsflüge im Regierungsbezirk Aleppo (vgl. den letzten Eintrag dazu).
Getroffen wurden angeblich Stellungen und Lager des „IS“ im Bezirk Al Bab, jedoch gibt es dazu keine unabhängigen Bestätigungen. Kurdische Quellen hatten am Wochenende gemeldet, der IS habe vorrückenden Einheiten der türkischen Proxiearmee Stellungen und Dörfer nördlich Al Bab geräumt. Hürrietnews betont mehrfach, das Vorrücken gegen Al Bab sei der Auftakt der mehrfach angekündigten Offensive gegen Manbij.

Es scheint, als teste die türkische Armee Widerstände, die nach dem Wahlsieg Trumps in Pentagon und NATO-Hauptquartier gegen eine Vertreibung der kurdischen Bevölkerung von den 5000 qkm verbleiben, welche die Türkei als „Sicherheitszone“ im Regierungsbezirk Aleppo beansprucht.

 

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2 Antworten zu Türkischer Terrorkrieg gegen Afrin, Manbij eröffnet

  1. BC schreibt:

    JFYI, Debka behauptet, Obama habe in a hurry angeordnet, YPG mit Waffen zu versorgen (mehrere Konvoys seien schon unterwegs), um Trump (+Putin+Türkei) vor dem Januar in die Quere zu kommen:
    http://www.debka.com/article/25776/Obama-hits-Trump-tie-with-Putin-Erdogan-on-Syria
    Türkische Medien haben das bereits aufgegriffen, sonst wohl noch keiner.
    So wie du Debka in der Vergangenheit interpretiert hast, scheint eher die Frage angebracht,
    wer hier wem in die Quere kommen will.

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    • tgarner9 schreibt:

      Einerseits „Old News“, imho, siehe
      https://www.theguardian.com/world/2016/sep/29/syria-us-arms-supply-kurds-turkey
      Schlechterdings unvorstellbar, die SDF hätten die Einschließung Raqqa’s unternommen, ohne die versprochenen Waffen (und nicht nur Waffen, auch Versorgungsgüter) erhalten zu haben und weiter beliefert zu werden.

      Andererseits nimmt man besser Debka’s Hinweis zur Kenntnis, die SDF habe fortgeschrittene Waffensysteme erhalten. Was deren Quellen, Finanzierungen und Vermittlung anbelangt, wäre schier alles möglich – bis hin zu Israel via Iran, wie im Fall der Contra-Affäre.

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