Staatsstreichverdächtige Intervention von CIA-Kreisen, WaPo, Reuters gegen Trump

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CIA-Chef John Brennan

Aus dem publizistischen Nichts heraus teilte das Weiße Haus gestern mit, Obama habe eine „erschöpfende Untersuchung“ von Indizien angeordnet, die für eine russische Intervention in die US-Präsidentschaftswahlen sprechen sollen und die bis zum Ende seiner Amtszeit abgeschlossen sein solle. Der „Guardian“ behauptete, die Entscheidung sei „unter beständigem Druck demokratischer Congress-Abgeordneter“ gefallen.

Wenige Stunden später zeigte sich, der „Druck“ kam von einer etwas anderen Seite.

The CIA has concluded that Russia intervened in the 2016 election to help President-elect Donald Trump win the White House, and not just to undermine confidence in the U.S. electoral system, the Washington Post reported on Friday.

Natürlich ist das ein „Leck“, es gibt keine autorisierte Veröffentlichung. Anonyme Quellen steckten der WaPo, die CIA habe „Individuen mit Verbindungen zur russischen Regierung identifiziert„, die beteiligt gewesen sein sollen, gestohlene Mails aus dem Democratic National Committee un von privaten Servern an WikiLeaks zu liefern.

Der letzte Absatz des Reuters-Artikels lautet:

Intelligence agencies did not have specific intelligence showing the Kremlin directed the individuals to pass the hacked emails to WikiLeaks, another senior official told the Post. The actors were „one step“ removed from the Russian government rather than government employees, the official said.
WikiLeaks founder Julian Assange has said in a television interview that the Russian government was not the source of the emails, the Post said.

Tatsächlich gibt es folglich allenfalls einen mccarthistischen Verdacht gegen Personen, welche die CIA für die Lieferanten WikiLeaks halten will, ohne es ihnen beweisen zu können – denn Verhaftungen gibt es nicht – sie seien Sympathisanten der russischen Regierung und / oder Politik.

Es handelt sich also um nichts als heiße Luft, aber Obamas Maßnahme ist dennoch sachgerecht, was immer sein Motiv. In der vorliegenden Aufmachung beschädigt die „heiße Luft“ das Amt des POTUS auf eine Weise, die geeignet ist, die Handlungsfähigkeit des künftigen Präsidenten zu beeinträchtigen.
Wären die USA ein europäischer Staat, müßten WaPo und Reuters wohl mit einem Rollkommando der Bundespolizei, der Sureté oder Gendarmerie rechnen. Ich sage das nicht, um die faschistischen Binnenformationen der europäischen Demokratien zu loben, sondern um die Dimension der Angelegenheit zu bebildern – Meinungs- und Informationsfreiheit deckt in keiner Demokratie mutwillige Beschädigung der Autorität von Staatsorganen.

(Zusätze in Kommentaren)

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2 Antworten zu Staatsstreichverdächtige Intervention von CIA-Kreisen, WaPo, Reuters gegen Trump

  1. tgarner9 schreibt:

    Ein gesondertes Motiv, das CIA und John Brennan zu einem solchen Exzess bewegt haben könnten, kam in einem aktuellen RT-Artikel zum Vorschein.
    Er zitiert den Geschäftsmann Carter Page, der Trump während des Wahlkampfes in außenpolitischen Fragen beraten hat, bevor er sich unter dem öffentlichem Druck von Vorwürfen, ein „Alliierter Putins“ zu sein, zurück zog. Page befindet sich aktuell auf einer Russlandsreise, auf der er nach eigenen Angaben „Kontakte zur Geschäftswelt und führenden Köpfen“ knüpft bzw. pflegt. Gegenüber RIA sagte Page

    “The recent history of Ukraine in general and Crimea in particular over the past several years may be among the most egregious examples of ‘fake news’ in recent memory, The level of misinformation which has guided related decisions by outside actors and their impact on this country is tragic.

    Maidan, MH17, wahrscheinlich auch Odessa (Parubij!) … John Brennan persönlich hat auch daher viel Blut an den Pfoten.

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  2. tgarner9 schreibt:

    Ein weiterer Zusatz: Der Chef des britischen MI6 hat öffentlich verkündet, er, bzw. seine Agentur, würden eine Beendigung des Krieges gegen Syrien ohne Sturz Assads nicht akzeptieren:

    In a rare public speech in London on Thursday, Alex Younger, chief of Britain’s MI-6 intelligence agency, said, „we cannot be safe from the threats that emanate from (Syria) unless the civil war is brought to an end. And brought to an end in a way that recognizes the interests of more than a minority of its people and their international backers.“

    Merkt auf, daß Younger sich damit gegen die offizielle Linie der gegenwärtigen US-Politik stellt, zu der John Kerry im Saban-Forum ein Lippenbekenntnis abgab, „Political transition, which would initially include Assad“.
    Worauf läuft all das hinaus?
    Richtig. Auf eine Zerstörung Damaskus durch die IAF, ob die Regierung in Tel Aviv nun scharf ‚drauf wäre, oder nicht. Ich bin sicher, sie ist es nicht, aber dieser „Job“ läuft auf die zionistische Militäraristokratie zu, und das habe ich in dutzenden Artikeln seit 2012 erklärt,

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