Bündnis zwischen CENTCOM und YPG-Führung handfester, als bislang bekannt

Dies geht aus einem Artikel der Military Times hervor, Syrian Kurds are now armed with sensitive US weaponry, and the Pentagon denies supplying it.

Es handelt sich um Special Forces Equipment, das lt. US-Gesetzen nur an befreundete staatliche Akteure geliefert werden darf.
Der politische Gehalt der Neuigkeit liegt darin, daß diese Art Bewaffnung, gemessen an ihrem hohen Preis, nahezu wertlos ist, wenn die Einheiten, die damit ausgerüstet sind, nicht mindestens ein Jahr lang, normalerweise 18 Monate, auf ein Bündel von Anwendungsweisen innerhalb und außerhalb eines Network-Centric Warfare ausgebildet und trainiert wurden.

In den Genuß solch einer Ausbildung kamen seit einigen Jahren Mitglieder einer Spezialeinheit der Peschmerga, die sogenannten Lexoman Parastin. Sie zählen angeblich zum PUK-Flügel der Peschmerga und bekämpften 2015/16 wirksam den IS im Raum Kirkuk (während die KDP mit IS einen Nichtangriffspakt beachtete). Gerüchten zufolge sind sie auf amerikanische Anweisung auch bei der Rückeroberung Kobanes und Manbijs eingesetzt worden. Im Falle Manbijs kann es sich allerdings schon um eine der YPG zugehörige Spezialtruppe gehandelt haben, die Yekineyen Anti-terror – Einheit (YAT).

Die CIA und das JSOC-Kommando (U.S. Joint Special Operations Command), welche die Bewaffnung und Ausbildung der Lexoman Parastin besorgt haben, stehen außerhalb der US-Militärgesetze, sie sind (mittelbar, über National Security Council und Joint Chiefs of Staff) nur dem Präsidenten verantwortlich und rechenschaftspflichtig. Die Andeutung der MT, die YAT und ihre Bewaffnung könnten das Werk einer seit Jahren wirksamen Vereinbarung zwischen NIC und CENTCOM sein (die übrigens auch ein frisches Licht auf die Rolle des Wistleblowers und CIA-Aufrührers von 2015, Michael Flynn wirft), ist daher mehr als plausibel. Demnach intrigieren Teile der CENTCOM-Hierarchie mit Hilfe von Verbündeten in CIA und JSOC seit mindestens 2014 gegen den türkischen MIT und die AKP. Wahrscheinlich begannen diese Operationen bereits Anfang 2013, als die CIA auf Weisung des Weißen Hauses begann, den türkischen Separatkrieg gegen die PYD und YPG’s zu unterbinden.

So wird ein wenig nachvollziehbarer, warum sich die YPG-Führung in den letzten Tagen bis zur Grenze der Korruptheit taktisch zu den EUCOM / NATO-Angriffen auf sie verhält. Das ist angesichts der militärischen Lage begreiflich, aber nichtsdestoweniger eine Verführung. Die YPG’s lassen sich auf diesem Wege in den Status einer territorialen (Proxie-) Armee locken, der allem widerspricht, was die Sozialrevolutionäre anstreben.

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