Ktb (1) – updates

Letzte Ergänzung:

McMaster hat den „Geheimnisverrat“, den er zunächst abgestritten hatte, zu einem „Protokollverstoß“ deklariert und behauptet, die Lecks, welche die WaPo nutzte, einen Sturm anzufachen, der zu wiederholte Rufen nach Impeachment genutzt wurde, seien gar keine Indiskretionen gewesen, sondern eine „übervorsichtige“ Informationspolitik zur Begrenzung möglicher „Schäden“ des angeblichen „Protokollverstoßes“. Trump habe, anders, als die WaPo es darstellte, die geheimdienstliche Quelle der den russischen Gästen gegebenen Auskünfte nicht gekannt, die im übrigen nicht über das hinaus gegangen seien, was in öffentlichen Quellen bereits zu lesen war, und die Quelle folglich nicht kompromittiert und kompromittieren können. (AP, Military Times)

Kurz danach erschien ein NYT-Artikel (hier ein Bericht der JP dazu), der behauptete, die kompromittierte Quelle sei der Mossad gewesen. Trumps Sprecher Spicer mochte den Artikel nicht kommentieren. Derweil beanspruchte Haaretz die Affäre um Trumps „Geheimnisverrat“ indirekt für den Mossad. Es legte einen Artikel vom 14. Januar neu auf, in dem es hieß:

Israeli intelligence officials are concerned that the exposure of classified information to their American counterparts in the Trump administration could lead to their being leaked to Russia and onward to Iran, investigative journalist Ronen Bergman reported in Israeli daily Yediot Ahronot on Thursday.
The intelligence concerns, which have been discussed in closed forums recently, are based on suspicions of unreported ties between President-elect Donald Trump, or his associates, and the government of Vladimir Putin in Moscow.

Ronen Bergman ist seit mindestens 6 Jahren semioffizieller Presseoffizier des Mossad.
Gleichzeitig in Haaretz: Israeli Cabinet Minister Says Time Has Come to Assassinate Assad.

Housing Minister Yoav Galant called the Syrian president a despicable murderer, adding that neither he, nor his operators in Tehran, have any ‚right to exist‘

Galant betonte, Assad sei nur der „Leib der Schlange“, der „Kopf“ sitze in Teheran und gehöre als Nächstes „behandelt“.

McMaster schloß in der eingangs zit. Pressekonferenz auch die israelische Debatte um Trumps Besuch an der Klagemauer in Jerusalem ab. Er bekräftigte, Trump werde ohne Begleitung gehen und „ein Gebet“ sprechen und bestätigte indirekt die Behautpungen des Channel 2 (Israel), es habe eine israelische Forderung nach Begleitung durch Netanyahu gegeben, die mit Verweis auf den Besatzungsstatus Jerusalems zurück gewiesen wurde, indem er entsprechenden Fragen unelegant auswich.

Putschversuch gegen Trump – Zionistische Militäraristokratie gibt sich siegessicher 

Den PNAC-Strategen, zu denen Netanyahu und Ehud Barak zählten, gelang es im Jahr 2000 nur mit Hilfe von Wahlmanipulationen den Kretin George W Bush ins Weiße Haus zu befördern. Der Gegenkandidat Al Gore hätte Bill Clintons Projekt, eine „Zweistaatenlösung“ für die zionistische Entität mit Hilfe weitgehender Zugeständnisse Arafats zu erzwingen, mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führen können. Die Verweigerungsstrategie Netanyahus und seines Nachfolgers Barak, der die israelischen Truppen 2000 aus dem Libanon zurück gezogen hatte, um das Weiße Haus mit der Erfüllung einer Forderung zu besänftigen, die Ronald Reagan in demjenigen Teil der amerikanischen Nomenklatura verankert hatte, der den Ziocons Widerstand leistete, hatte Schranken. Wenn amerikanische Antizionisten sich mit Kollegen aus den soeben durch die Lissabon-Verträge zu größerem außenpolitischen Einfluß gelangenden Regierungen Deutschlands, Frankreichs und der Niederlande geeinigt hätten, die israelische Regierung mit einer Einstellung der Alimentierung des Apartheitsregimes der „PA“ unter Druck zu setzen, hätte Tel Aviv vor der Wahl gestanden, die Palästinenser zu zig tausenden abzuschlachten, oder das Westjordanland abzustoßen. Andernfalls hätte Israel unter den Lasten des Okkupationsregimes ökonomisch zusammen brechen müssen.

Doch Ariel Scharon – Außenminister unter Barak – ließ nichts anbrennen. Mit seinem Besuch auf dem – zum Westjordanland zählenden – Tempelberg Ende September 2000, 6 Wochen vor den amerikanischen Wahlen, provozierte er, um nicht von Erzwingung zu reden,  die „zweite Intifada“, die eine „Friedenslösung“ auf unabsehbare Zeit erledigen mußte. Im Februar 2001, kurz nach der Amtsübernahme Bush juniors, räumte das israelische Militär erneut den Tempelbezirk, um Bilder von Ariel Scharon an der Klagemauer in die Welt setzen zu können 1.

Das ist der Hintergrund eines Vorgangs, den Al Manar heute unter Berufung auf den israelischen TV-Channel 2 publik machte. Ich zitiere ohne für meine drei verbliebenen Leser, die Französisch nicht lesen können, eine zeitraubende Übersetzung zu geben:

Un haut responsable de la délégation en charge du prochain voyage du président Trump en « Israël » a refusé lundi que Donald Trump soit accompagné du Premier ministre Benjamin Netanyahu lors de sa visite prévue au mur d’al-Bouraq (appelé mur des lamentations ou mur occidental par les Israéliens), une demande qui avait été formulée par les autorités d’occupation israéliennes.
Le motif invoqué par ce haut responsable à ses homologues israéliens: le lieu sur lequel se trouve le Mur « ne fait pas partie de votre territoire », rapporte la télévision israélienne i24.
Une information révélée plus tôt par la chaîne israélienne Channel 2, fait état d’un échange « amer », qui se serait déroulé au cours des préparatifs de la visite de Donald Trump prévue du 22 au 23 mai en « Israël » et en Cisjordanie.
La délégation des États-Unis se serait opposée à ce que le président américain soit accompagné par Netanyahu au ‘mur occidental’, qualifiant le déplacement du président de « visite privée ».
Channel 2 rapporte qu’après que la délégation israélienne a demandé si une équipe de tournage serait autorisée à couvrir en direct la visite de Trump au Mur des Lamentations, le responsable américain aurait rétorqué: « De quoi parlez-vous? Cela ne vous regarde pas. Cela ne relève même pas de votre responsabilité. Il ne s’agit pas de votre territoire. Ça (ce territoire) fait partie de la Cisjordanie ».
Suite aux propos tenus par le responsable US, un membre du bureau du Premier ministre israélien a déclaré qu’ « Israël » a demandé « des éclaircissements » à Washington sur l’incident mais que Netanyahu reste convaincu que la remarque ne reflète pas les opinions politiques de M. Trump.
« Le commentaire selon lequel le mur occidental fait partie de la Cisjordanie a été reçu avec étonnement », a déclaré un responsable israélien à Channel 2.

Trump ist ein Geschäftsmann, der nach eigenem Bekunden außenpolitisch von Nichts eine Ahnung hat. Umso größer ist die Zumutung, der Affront, umso schwer wiegender der Angriff auf Trump, der mit der israelischen Forderung ausgeliefert wurde. Es war unvermeidlich, daß Trump von seinen Gehilfen – selbst zionistisch gesonnenen Gehilfen – mit den Implikationen einer Begleitung Netanyahus auf den Tempelberg bekannt gemacht werden würde. Wenn die israelische Regierung es sich mit Trump „verscherzen“ wollte, hätte sie das jenseits von Blutvergießen kaum wirksamer anfangen können.

MIT winkt (von neuem) mit einer Sperrung des Bosborus für die russische Flotte
Daech veut attaquer des navires russes dans le Bosphore
Diese „Nachricht“ entnahm Al Manar der türkischen Presse. Es fehlte gerade noch die Mitteilung der Koordinaten der „150 Orte“, welche die türkische Polizei angeblich gesondert beobachtet, um Raketenangriffe auf russische Schiffe zu verhindern.

NATO richtet der Türkei „Ratline“ für Rüstungsgüter ein

Nukleares Spaltmaterial und Zubehör zum Bau einer Atomwaffe, sowie Elektronik, die sich die US-Armee selbst vorbehält,  dürften so ziemlich die einzigen Rüstungsgüter sein, die von der Lieferung in die Ukraine einigermaßen zuverlässig ausgeschlossen sind 2. Dafür sorgt schon die grenzenlos korrupte britisch-amerikanische Proxyregierung in Warschau. Ein Beispiel für Letzteres gab gestern Jens Mattern. Weitere Details kann man bei John Helmer (johnhelmer.net) finden.
Die boomende türkisch-ukrainische Rüstungskooperation hat den ausdrücklichen Hintergrund, daß eine Reihe kontinentaleuopäischer Lieferanten der Türkei ausgefallen sind, weil ihre Regierungen Exportgenehmiungen verweigerten, Der Artikel nennt Österreich und Deutschland, aber auch die Niederlande dürften dazu gehören. Folgendes Detail war mir bisher entgangen:

According to defense industry expert Arda Mevlutoglu, Ukraine has advanced capability in electronic warfare, radar technology and engines. Mevlutoglu said Turkey’s most urgent needs from Ukraine are diesel engines.
“When Turkey’s sale of self-propelled howitzers to Azerbaijan didn’t materialize — after Germany, for political reasons, blocked sales of engines for the howitzers — Turkey began looking to Ukraine as the alternative source of engines,” Mevlutoglu added.

Selbstredend kann man auch die Motoren selbstfahrender Haubitzen nicht eben mal einem Typ entnehmen und in einen anderen verbauen. Aber Richtung Polen dürften Exportlizenzen kein Problem sein.
Die NATO kann über diese „Ratline“ für den Fall vorbauen, daß sie sich mit ihren Plänen und Präferenzen in Washington nicht im gewünschten Umfang durchsetzt.

 


  1. Die Maßnahme war nur bedingt erfolgreich. Nach dem Putsch Dick Cheneys und seiner PNAC-Gefolgschaft an 9/11 verkündete Bush junior zum Entsetzen seiner Handler die „Road Map zur israelischen Friedenslösung“ und versuchte sie als Bestandteil des „Krieges gegen den Terror“ zu verkaufen. Die Washingtoner Gesellschaft hatte unterschätzt, wie groß der Einfluß von Bush Senior, dem Gefolgsmann Reagans, in der Administration noch war. Die „Road Map“ ging in der israelischen Neubesetzung des Westjordanlandes und der Festsetzung Jasser Arafats unter, der schließlich mit Hilfe von Kollaborateuren in der PA ermordet wurde. 
  2. Und selbst diese Schranken sind vielleicht alles andere, als sicher, wenn man an die Potenzen und Interessen der israelischen Rüstungsindustrie denkt 
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