#manchesterarena – Ich habe keine Worte mehr

Salman Abedi, der zum Täter erklärt wurde 1, ist in Manchester geboren und lebte in Moss Side. Manchester ist seit 250 Jahren ein Katastrophengebiet des Kapitalismus und Moss Side, nach dem ununterbrochenen Abriss von Armenvierteln und deren Neuentstehung in der verbliebenen Bausubstanz seit 1960, einer der Brennpunkte dieser Katastrophe.

Der Anschlag galt dem jugendlichen bis kindlichen Publikum einer Pop-Ikone spezifischer Charakteristik, über die ich mich nicht weiter zu verbreiten brauche, in Manchester, am Wohnort des Täters. Abedi hatte ein paar Pfund auf Tasche, sein Aktionsradius war nicht auf Manchester beschränkt. Die Auswahl des Zieles sollte eine Botschaft ausliefern, die nicht nur, aber auch an die Kommune adressiert war, die Salman Abadi hervor gebracht hat. Es war nicht arg schwer, sie zu entschlüsseln, zumindest die Richtung zu bestimmen, aus der sie kam und in die sie gehen sollte. Die NYT (beispielsweise, ich habe nicht viel dazu gelesen), hat das getan – ziemlich versteckt im letzten Teil eines Artikels, dessen übrige Teile dem Boulevard und der Kriegsberichterstattung zugearbeitet haben.

Mr. Abedi confirmed that his son had been distressed by the murder of a friend, Abdul Wahab Hafidah, in May 2016 at the hands of suspected gang members. But he said it did not drive him toward radicalism.

Folgt man dem Link, findet man unschwer dies (vom 3. Mai)
Teen gang member spotted in rival territory was hunted down and stabbed to death, jury hears
u
nd vom 4. Mai:
Gang member screamed ‚help me, they’re going to kill me‘ before mob stabs him, murder trial hears
Darin heißt es:

Six young men and a boy aged 15-years-old deny murder. They are: Durrell Ford, 20, of Darncombe Close in Moss Side; William George, 21, of Cowesby Street in Moss Side; Devonte Neish, 18, of Nell Lane in Manchester; Delroy Wright, 18, of Grange Street in Moss Side; Devonte Cantrell, 20, of no fixed abode; and Nathaniel Jermaine Williams, 18, of Hebburn Walk in Rusholme.

Aus einem Artikel vom Februar lernen wir, es liegt da kein isoliertes Ereignis vor:
‚Doddington gang associate‘ shot in Moss Side as part of feud with Libyans and Somalis, police believe
Ich werde an dieser Stelle keinen Vortrag über den Zusammenhang von Armut, Drogenhandel und -pushing, Bandenwesen und rassistischen Ressentiments halten.

Der Vater von Abedi, der öffentlich seinem Unglauben Ausdruck gab, sein Sohn habe im Auftrag und Geiste mittelöstlicher Jihadis gehandelt und auf entsprechende Anfrage den möglichen Zusammenhang mit der Szenerie in Manchester bestätigte, wurde Stunden darauf von britischen Agenten verhaftet 2.

Auf die Gerüchte, die statt des vom Täter selbst avisierten Zusammenhangs von der britischen und französischen (!) Regierung in die Presse gedrückt werden, will ich nicht näher eingehen. Ich will auch nicht spekulieren, wie eng oder locker der Zusammenhang mit dem kürzlich von der Regierung des UN-Prokonsuls in Tripolis begangenen Massaker und der anschließenden politischen Deckung desselben durch den zuständigen UN-Kommissar. Ich finde aktuell kein Wort, keinen Begriff mehr, mit dem ich den ganzen Vorgang noch beschreiben und / oder charakterisieren wollte. Was soll ich zu Viren reden?! Etwas ähnliches wie Viren seid ihr – die meisten von euch – keine Lebewesen.


  1. Ich habe keinen besonderen Grund, die Identität des angeblichen Täters zweifelhaft zu stellen, doch umgekehrt, wird sich aus dem Fortgang ergeben, gibt mir die Geschichte keinerlei Anlaß, irgend etwas zu akzeptieren, was Behörden und Presse verlauten lassen. 
  2. Diese Agenten (sowie die Franzosen, die Amerikaner, die jetzt alle Abedi in den Akten und von seiner „möglichen Radikalisierung“ und allerlei „möglichen Kontakten“ gewußt haben wollen), haben dennoch seit mindestens einem Jahr keinen Anlaß oder Grund gesehen, den Vater, der ein nicht ganz niederrangiger Angestellter der Prokonsul – Regierung in Tripolis ist, zu den Verdächtigungen oder Gefahren zu befragen … 
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