Weitere Zensurgeschichten – zum vorgeblichen Putschversuch in der Türkei

MIHOP wird zu LIHOP

Susanne Güsten, freie Journalistin in der Türkei, hat einen Bericht zum kürzlich veröffentlichten Entwurf des Abschlussberichtes geschrieben, den eine amtliche Untersuchungskommission zum „versuchten Putsch“ vom Juli ’16 vorgelegt hat, den die Regierung Teilen der Armee (v.a. der Luftwaffe) und der Anstiftung durch Fetullah Gülen und seine „Terrororganisation“ zur Last legt. Der Artikel erschien unter den Titeln Wurde der Putsch von Erdogan kontrolliert? und, noch entschiedener, Die kontrollierte Verschwörungin der Augsburger Allgemeinen und im Tagesspiegel. Güsten zählt zur journalistischen Prominenz, sie schreibt u.a. für den Deutschlandfunk, die „Zeit“ und die New York Times. Doch FaZ, Spon und Welt blieben zu dem Thema stumm und überboten so noch die Zensur der türkischen Behörden, wie man Güstens Bericht und einem Hürriet-Artikel entnehmen kann.
Güsten beschränkt sich bemerkenswert wortkarg auf einige Statements zur seinerzeitigen Untätigkeit des türkischen Geheimdienstes MIT, der, eigener Auskunft zufolge, länger als 24 Std. von den angeblichen Putschplänen wußte und den blutigen Unruhen vom 15. und 16. hätte vorbeugen können.

Der Artikel ist hinsichtlich der Abläufe und ihrer Implikationen grob unvollständig und irreführend mittels Auslassung. Zum Beispiel:

  • Der MIT hatte seinerzeit angegeben, dem Generalstab am 15. um 16:00 eine offizielle Warnung zugestellt zu haben. Die (türkische) Quelle dieser Aussage ist aus dem Netz gesäubert. Jetzt will Hakan Fidan zwischen 17:30 und 19:30 mit dem später verhafteten Generalstabschef konferiert, und erst dann eine Warnung heraus gegeben haben.
  • Erdogan und Premier Yilderim haben seinerzeit behauptet,  erst durch private Mitteilungen resp. die Presse vom „Putsch“ erfahren zu haben.
  • Ein Kernstück des angeblichen Putschversuches soll – logischerweise – die Festsetzung oder Eliminierung Erdogans gewesen sein. Der 15. war ein Freitag und Erdogan hatte sich in Wochenendurlaub nach Marmara begeben, wo er in einem Hotel residierte. Eine denkbar ungünstige Gelegenheit für die Aktion. Falls sie aber für den 15., oder, wie jetzt nachträglich behauptet wird, ursprünglich erst für den anbrechenden Samstag geplant war, hätten die Putschisten bereits eine Einsatzgruppe vor Ort haben müssen. Stattdessen sollen die Angreifer erst nach 22:00, als Erdogan bereits auf dem Rückflug war, in Marmara angeklopft haben.
  • Die türkische Regierung hat seinerzeit über Presseleaks detaillierte Beschuldigungen gegen die NATO erhoben, den angeblichen Putsch nicht nur geduldet, sondern unterstützt und bei der Vorbereitung geholfen zu haben. Wie man einem Dementi am Ende eines Aviationist-Artikels noch entnehmen kann, hat dazu ursprünglich die Behauptung gezählt, Flieger der Putschisten seien von einem US-Tankflugzeug aufgetankt worden.

Der letzte Punkt gibt mir einen Übergang zu Gerrit  Wustmanns ausführlichem und meinungsstarken Artikel Türkei: Wann wusste Erdogan vom Putsch? Auch dort fehlt jeder Hinweis auf die ehemaligen, und via Inkriminierung Gülens weiterhin aktuellen türkischen Beschuldigungen der USA. Angesichts des minimalen Informationsgehaltes zwischen all der Propaganda in Wustmanns Machwerk fiel etlichen Lesern auf, das breite internationale Interesse an einer Kampagne, die Zweifel an der türkischen Version der Ereignisse sät, stehe wohl in reziprokem Verhältnis zum Interesse an deren Aufklärung. Geheimdienstler, Diplomaten, Ermittler, Anwälte und Gerichte, die Asylanträge angeblicher Putschisten bearbeitet haben, bestens aufgestellt, zur Klärung der Sachverhalte beizutragen, unterlassen das ostentativ. Umso deutlicher machen Politiker und Medien dem Publikum,  die Alternative könnte in einer neuen „Flutung“ mit Flüchtlingen aus der Türkei bestehen 1.
Aber ach, nämliche kritischen Leser verfielen dem inquisitorischen Fehler, anzunehmen, die Propaganda ziele darauf, die türkischen Regierung zum Sündenbock für einen westlichen Regime-Change-Versuch zu machen.
Das ist alles andere, als neu. Bereits vor fast einem Jahr schrieb ich dazu:

Beachtenswert: Rainer Hermann erklärt den Putsch

Hermann – lest bitte unter seinem Profil, wen ihr vor euch habt – erklärt die Meuterei nahezu unumwunden zur LIHOP.
Ich will auch auf den US-Außenminister verweisen:

QUESTION: Given the closeness of military ties between Turkey and the United States as NATO members, how could this happen without any hints to people in the United States?
SECRETARY KERRY: Well, not very hard, frankly. If you’re planning a coup, you don’t exactly advertise it to your partners in NATO. So it surprised everybody, including the people in Turkey.

Inzwischen wurde bekannt, daß von der NATO-Basis Incirlik aus gestartete Kampfhubschrauber und -flugzeuge an der Meuterei beteiligt waren und der Kommandant der Basis verhaftet wurde. Der Luftraum wurde auch für NATO-Flieger gesperrt, Incirlik von der Außenwelt abgeschnitten und zeitweise von der Energieversorgung getrennt.
Das lenkt den analytischen Blick auf die prominentesten Lücken in der Darstellung Hermanns, die dem Elitepöbel auffallen müssen und folglich sollen (Hermann ist kein Journalist. Leute, die nicht (vorbehaltlich, versteht sich) unterstellen, daß er ein „informeller Mitarbeiter“ des BND ist, können Rosen züchten, aber nicht politische Urteile fällen.) Er verschweigt nicht nur die Verhaftung des Incirlik-Chefs, sondern auch des Kommandeurs der 2. Armee, welche die Truppen in den Grenzgebieten nach Syrien, zum Irak und Iran stellen. Ich habe das Rumpfskelett der Meuterei hier skizziert:
http://www.heise.de/forum/p-28910718/
Folgerung: Selbstverständlich hätten die genannten Generäle genau das getan, was Kerry maliziös ins Reich der Fabel stellte, sie hätten bei ihren NATO-Kontakten vorgefühlt, ob die türkische Armeeführung, falls sie sich nach der Ermordung Erdogans und vielleicht Hakan Fidans zumindest partiell hinter die Ziele der Meuterer stellte, auf Anerkennung aus Washington rechnen könne.
Die Analyse muß daher davon ausgehen, daß die NATO-Führung maßgeblich an einer LIHOP-Operation beteiligt war.

Indem Hermann einerseits die Beschuldigungen der Gülen – Bewegung klar zurück weist, andererseits die Indizien für eine Beteiligung der NATO und des State Department an der Machtergreifung bedeutungsschwer verschweigt, und drittens unkt, die anstehenden Säuberungen würden eine „allgemeine Unzufriedenheit“ unter den bewaffneten Kräften der Türkei nicht abstellen, bietet er die deutsch geführte EU als Adresse für die Unterstützung von Widerständen gegen den türkischen Islamofaschismus an.

Natürlich nicht deshalb, weil die Bundesregierung der Neuformierung der Türkei im Rahmen der künftigen Kriegspolitik der Killary-Administration wehren will – das kann sie nicht. Aber Einfluß nehmen zu können kann sie immerhin hoffen.

Drei Tage später:

Zu Frage der Inszenierung und der NATO-Beteiligung
Der MIT hat mitgeteilt, den Generalstab um 16:00 Uhr „gewarnt“ zu haben. Die Putschhandlungen im engeren Sinne begannen nicht vor 20:00 Uhr, die Scheinangriffe auf Erdogan und die MIT-Zentrale mehr als 2 Std. später. Selbst wenn wir dem MIT glauben, daß seine „Warnung“ zum frühest möglichen Zeitpunkt kam, hätte er den angeblichen „Putschversuch“ einfach unterbinden können, indem er ihn an die breite Öffentlichkeit brachte, wie Erdogan es ca. 7-8 Stunden später via CNN tat.
Die mediengesteuerte Reaktion scheint ziemlich unisono so zu sein, wie ein User das in einem anderen Thread vorführte:

Selbstverständlich hat ein echter Putschversuch stattgefunden (…) Es ist davon auszugehen, dass Erdogan frühzeitig gewarnt wurde. Erst ab hier beginnt dann die Inszenierung. Die Putschisten, die es zweifellos gab, hat man ins offene Messer laufen lassen.

Es ist so weit Leute. Die demokratische Öffentlichkeit, und an ihr das Publikum, setzt den menschlichen Verstand unter das Niveau von Ringeltauben herab. Die können tatsächlich bis zwei zählen, eine Mehrheit der Menschen kann das nicht mehr, weil sie das moralische Urteil an die Stelle von Fakten setzen. So wird „es gab Leute, die zu einem Putsch bereit waren und ihn planten“ = „es gab einen Putschversuch“.

Die LIHOP, „let it happen on purpose“, deren Erdogan damals mit einer gewissen Vorsicht, jetzt mit größerem Nachdruck aber zugleich taktischer Dosierung verdächtigt wird, war schon wenige Tage nach den Ereignissen als MIHOP, „make it happen on purpose“, kenntlich, an der so gewiß, wie das unter den gegebenen Umständen nur sein kann, die NATO-Führung maßgeblich beteiligt war. Über die konkreten Gründe dieser Allianz konnten die meisten Normalsterblichen im letzten Jahr allerdings nur spekulieren. Das ist jetzt anders.

Die Geschichte beginnt mit der Mavi Marmara – Affäre

Oder nein, denn fast alle wahren Geschichten im Nahen Osten beginnen in Israel, und die vorliegende sollte man daher mit der Operation Cast Lead beginnen lassen.
Das biblische Massaker 2, bei dem es der israelischen Armee mit ihrer großartigen Aufklärung, die sie mehrfach befähigt hat, ihre Feinde punktgenau zu hellfirern und die sich auf tausende Informanten stützt, die mit Folter- und Todesdrohungen gegen Angehörige zu Spitzeldiensten erpresst werden, gelang, über 900 Zivilisten zu meucheln, darunter mehr als die Hälfte Frauen, Kinder, Greise, während maximal vielleicht 300 Hamas-Kämpfer getötet wurden (der Rest waren Polizeikräfte), war seit dem Sommer 2008, als der Wahlsieg Obamas kaum mehr in Zweifel stand, minutiös vorbereitet worden und wurde pünktlich kurz vor seiner Inauguration ausgeklinkt. Obamas lange angekündigte „Politikwende“, insbesondere gegenüber der sog. „Islamischen Welt“, war mit dieser „Nummer“ entwertet, bevor sie mit der Kairo – Rede überhaupt begonnen war.

Das analytische Problem des Vorgangs liegt in einem scheinbaren Widerspruch. Obama erwies sich gegenüber dieser Demontage aller möglichen Versuche, die mit der israelischen Invasion der Westbank zum Scheitern gebrachte „Road Map“ Bushs unter den Voraussetzungen einer veränderten Regionalpolitik neu aufzugreifen, völlig machtlos. Wozu hielt man die Nummer in Tel Aviv dann für nützlich, vielleicht gar nötig? Die Ohnmacht amerikanischer Einsprüche gegenüber beliebigen militärischen Schlächtereien der IDF im Inneren und an den Grenzen war doch erst 2006, mit dem Libanonkrieg, demonstriert und befestigt worden.
Die Antwort lautet: Sag das den Arabern! Politiker im MENA außerhalb Israels leiden unter einer deformation professionelle, die sie kaum überwinden können, sie müssen zumindest zum Teil unter dem Wahn handeln, ihr Verhältnis zu Washington könne einen Unterschied machen, könnte die Israel-Politik Washingtons im Sinne unabhängiger arabischer Interessen zumindest modifizieren.
So wahnhaft die Vorstellung ist, bleibt sie doch geeignet, den Zionisten Schwierigkeiten in den Weg zu legen und die Verfolgung ihrer Anliegen zu komplizieren, mindestens zu verzögern. In Tel Aviv wußte man sich des Widerstandes des Rackets im State Department und namentlich Killary „we came, we saw, he died“ Clintons gegen jegliche „Zumutungen“ für die Zionisten gewiß, aber um den o.a möglichen Schwierigkeiten vorzubeugen, und Killary mehr Handlungsspielräume und -freiheiten zu geben, war es nützlich, die „arabische Welt“ mit Operation Cast Lead nachhaltig zu entmutigen, auf Veränderungen zu setzen. Ihnen sollte der „Realismus“ einer Akkomodierung an die Vorhaben und Aktionen Killarys nahe gelegt werden, gegenüber der Versuchung, Obamas angekündigte „Wende“ für bare Münze zu nehmen. Wer sich an die „Obamania“ noch erinnert, wird nachvollziehen können, daß man für diesen Zweck in Tel Aviv sicherheitsnadelhalber zu drastischen Maßnahmen griff.
Und das galt ganz besonders in Richtung Syrien und Türkei.
Denn Bush junior hatte gleich zwei wirksame Titel und Hebel genutzt, Tel Aviv, gegen den Widerstand Condolezza Rice, zu „geheimen“ Friedensgesprächen mit Bashar al Assad zu verpflichten.

Der erste Titel waren die militärischen Schwierigkeiten des Irakkrieges. Sie schlossen aus, ihn auf Syrien auszuweiten, im Gegenteil, die Bush-Administration, namentlich der CIA, knüpfte kollegiale Beziehungen mit den echten „Schlächtern aus Damaskus“,  den Geheimdiensten der syrischen Luftwaffe und Präsidialgarde, mit ihren zu Recht berüchtigten Foltermethoden 3. Scheinverhandlungen mit Syrien waren ein Dienst, den Pentagon und CIA der zionistischen Militäraristokratie sehr wohl zumuten konnten.

Der zweite Titel war der dauerhafte Widerstand des NATO-Patners Türkei gegen den Irakkrieg. Ankara hatte sich mit der von den USA gewährten militärischen Hoheit über die kurdischen Provinzen des Irak nicht abfinden lassen. Die Gründe bzw. Motive dafür kenne ich nicht, sie sind an dieser Stelle auch kaum von Belang. Aber die Entscheidung der Bush-Administration, die syrisch-israelischen Gespräche der Vermittlung des türkischen Staatspräsidenten Gül anheim zu stellen, sind angesichts der damaligen „Null Probleme mit den Nachbarn“-Strategie Erdogans / Davutoglus als eine Konzession an türkische Regionalinteressen kenntlich.
Es blieben natürlich Scheingespräche, in denen Al Assad und Olmert nichts weiter austauschten, als die Unvereinbarkeit ihrer Standpunkte und Ansprüche, namentlich den Golan betreffend. Doch die Tatsache, daß diese Gespräche unter türkischer Vermittlung stattfanden, und deshalb in der arabischen Welt alles andere, als „geheim“ blieben, war ein Datum an sich selbst, eines von der Art der „Komplikationen und Verzögerungen“ aus Sicht der Zionisten, von denen ich oben sprach. Sie härteten den arabischen und internationalen Widerstand gegen die Annexion des Golan unter amerikanischer Führung.
Das letzte Gespräch zwischen Olmert und Assad fand vor der „Operation Cast Lead“ statt, der die Einmauerung des gewaltigsten KZ der Geschichte folgen sollte. Danach war Olmert für Assad „nicht mehr zu sprechen“ (Gül und Assad).

In diesen Zusammenhang muß man die Affäre Mavi Marmara im Mai 2010 stellen und dabei beachten, daß die gesamte politische Welt, namentlich auch in Deutschland, sich bereits seit Mitte 2009 auf den von Killary deutlich angekündigten Syrien-Krieg vorbereitete. Bassma Kodmani wurde zu dieser Zeit rekrutiert und nahm z.B. im Herbst 2009 an einer Konferenz unter Schirmherrschaft der Körber Stiftung, Richard von Weizäckers und Volker Perthes in Beirut zu den „Folgen künftiger Umwälzungen im Nahen Osten“ teil. Ein iranischer Diplomat war ebenfalls anwesend, jedoch kein Syrer und kein Israeli, dafür Türken, Jordanier und ein britischer Vertreter Saudi Arabiens 4.
Man erkennt hoffentlich, die „Gaza-Flotte“ war ein Versuch Erdogans, Israels Methoden auf niedrigem Niveau zu übernehmen, die diplomatische und weitere Öffentlichkeit gegen Killary’s Pläne zu mobilisieren und sich damit echten oder vermeintlichen „Legionen“ Obamas anzudienen.
Doch die NATO-Generäle, im Bunde mit Killary,  hatten Erdoans Volte bereits frühzeitig eingepreist. Sie konterten, indem sie spätestens ab Mitte 2010 den Überfall auf Libyen vorbereiteten. Im September 2010 veröffentlichte die franzöische und britische Luftwaffe auf einer gemeinsamen Website den Plan für ein Manöver „Southern Mistral“, das im Februar 2011 stattfinden sollte, und wie ein Ei dem anderen den tatsächlichen Operationen gegen Libyen ähnelte, die im März 2011 begannen, nachdem rituelle Protestdemonstrationen zum 18. Februar in Bengazi mittels Snipern, die auf Polizisten und Demonstranten schossen, zum „Aufstand“ ausgeweitet worden war. Man beachte, daß „Southern Mistral“ vorbereitet wurde, bevor der „arabische Frühling“ in Tunesien begann, zu schweigen von den Aufständen in Kairo, die unter massiver und lange vorbereiteter Assistenz diverser NGO’s begannen, die sich in Serbien die ersten Lorbeeren im Dienst amerikanischer und europäischer Interessenten verdient hatten.
Die zionistischen Interessen verschwanden hinter dem Vordergrund dieser „epochalen Ereignisse“.

Ich mache hier eine Pause und schreibe morgen weiter.


  1. Ohne mich mit Nachweisen aufzuhalten, will ich daran erinnern, daß auch in dieser Erpressung die NATO eine maßgebliche Rolle spielt und spielte. Bevor es zur „Flüchtlingsvereinbarung“ mit der Türkei kam, wurde dem Publikum in zahlreichen Artikeln erzählt, die türkische Küste sei unmöglich zu kontrollieren und die NATO machtlos gegen das Geschick der Schlepper und die Ungunst der Wasser- und Witterungserhältnisse. Nach dem „Deal“ … ging beides wie geschmiert. Tatsächlich betätigten sich in einigen Fällen Einheiten der NATO-Marine als Schlepper, indem sie aufgebrachte Flüchtlinge nach Griechenland expedierten und griechische Aktivisten, die versuchten, Flüchtlingsboote zurück in die Türkei zu schleppen, verhaften ließen. 
  2. Um die Grausamkeit ist es mir bei dieser Wortwahl schon auch zu tun, aber in erster Linie geht es mir um die militärische Nutzlosigkeit. 
  3. Diese unumstrittene Tatsache wirft ein hübsches Licht auf den sogenannten „Shiite Crescent“, denn die amerikanische Armee und die diversen „Dienste“ hatten gegen den wirksamen irakischen Widerstand gegen die Besatzung einen sunnitischen Terrorismus aufgebaut und gewähren lassen, der die Reihen der !Al Qaida“ auffüllte. Auch dies ist nicht umstritten. Die syrische Assistenz für die USA richtete sich daher, gemäß der „Logik“ der Hegemonialmacht, gegen den angeblichen „Patron in Teheran“. 
  4. Einen ausführlichen Bericht zu dem, was mir über diese Konferenz bekannt wurde (von 2012), werde ich gelegentlich aus meinem Archiv klauben 
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2 Antworten zu Weitere Zensurgeschichten – zum vorgeblichen Putschversuch in der Türkei

  1. tgarner9 schreibt:

    Bin nicht mehr so schnell, wie noch vor einem Jahr. Jetzt koche ich, damit mein Zeug nicht verdirbt und verschiebe dei Fortsetzung auf morgen. Nächstes Thema wird der anfänglich vehemente Widerstand der Türkei gegen den libyschen „Regime – Change“
    https://www.theguardian.com/world/2011/mar/24/france-turkey-nato-libya
    … nebst den syrischen Implikationen seiner Aufgabe im Juli 2011.

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  2. Pingback: ‚Im MENA wird es überall und immer zuerst um die Juden gehen‘, höhnen die Ziocons | Themen & Essays

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