‚Im MENA wird es überall und immer zuerst um die Juden gehen‘, höhnen die Ziocons

Ich gedenke, die hier begonnene Geschichte des türkischen Staatsstreichs, der mit Hilfe der Hauptmacht der NATO ausgeführt wurde und einen Brennpunkt der künftigen Weltkriegsgeschichte setzen wird, fortzusetzen, aber erstens habe ich sie ungeschickt angesetzt – ich hätte wahrscheinlich besser mit der „Operation Orchard“ begonnen, statt mit dem Gaza-Massaker – und zweitens ist eh völlig wurscht, was ich schreibe und ob überhaupt.

Das kann man von Brookings gewiß nicht sagen, gelle? Unter dem programmatischen Einleitungssatz

Fifty years on, the legacy of the 1967 War has been an omnipresent element of governance and conflict in the Middle East.

folgt die Aussage, die ich in meinem Titel kolportiert habe. Etwas weniger kolportagehaft lautet sie: Der Krieg, den Trump im MENA führen will, muß und wird ein Krieg gegen die ‚Resistance‘ werden, welche in der Eigenschaft und Rolle des judenvernichtenden Reiches des Bösen die Nachfolge der militärisch geschlagenen Vorgänger, des Nationalsozialismus, des Sowjetsystems und des arabischen Nationalismus, angetreten hat. Das ist natürlich an historischer Absurdität nicht zu überbieten und das soll jeder Leser wissen. Vermittelt über die Platitude, Geschichte werde von den militärischen Siegern geschrieben, soll das Narrativ dem Publikum die Siegesgewißheit der Ziocons – und ihrer internationalen Gefolgschaft – mit dem Gewicht der seit 9/11 eingefahrenen Siege unter die Nase reiben und damit die Tilgung des Schandfleckes dieser Bilanz auf die Tagesordnung setzen, der Niederlage gegen die un-heimliche Allianz zwischen Hezbollah und Neocons im Libanonkrieg 2006.

Erdogan, um das vorab einfach kurz zu schließen, hat bis ca. Mai 2011 versucht, die türkische „Politik der guten Nachbarschaft“ gegen den Angriff Clintons und ihrer Spießgesellen zu verteidigen. Als er sah, daß er sich damit unter die künftigen Verlierer reihen würde, hat er die Seite der Sieger gewählt, wozu gewisse Ermutigungen aus Moskau nicht unerheblich beigetragen haben werden.

Das ist auch Hauptthema des Staatsstreiches gewesen. Ein Punkt dabei: Erdogan ist überzeugt, daß nichts und niemand den zionistischen Plan eines „New Middle East“, bestehend aus in ethnisch-religiöse Fürstentümer (principalities) zerschlagenen Staaten, dauerhaft vereiteln kann. Folglich will er mittun – vor allem bei der Gestaltung der oder des künfigen „Kurdistans“.

Die Zionisten und ihre Gefolgschaften sind, um dies auch wieder hinzusagen, weder „Juden“ noch „Judenfreunde“. Vielmehr ist die atomar bewaffnete zionistische Militäraristokratie zu einer entscheidend wirksamen  Avantgarde einer Imperiumsfraktion geworden, die so viel wie möglich vom Bestand der Herrschaft der „abendländischen Kultur“ aus dem unabwendbaren Zerfall des amerikanischen Imperiums retten wollen. Es sind Rassisten von ähnlichem Zuschnitt, wie die Nazis welche waren – White Suprematists.

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Eine Antwort zu ‚Im MENA wird es überall und immer zuerst um die Juden gehen‘, höhnen die Ziocons

  1. tgarner9 schreibt:

    Juli ’17: Einmal mehr Terrordrohungen aus dem Dunstkreis Tel Avivs an Frankreich: http://foreignpolicy.com/2017/07/14/making-peace-with-assads-state-of-barbarism/

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