Zum Großen Amerikanisch-Russischen Theater um Syrien

Wer folgt dem POTUS in der Rolle des „HERRN der HEERSCHAREN“ (HdH)?

Spätestens, seit Merkel auf dem kürzlichen NATO-Gipfel die Beteiligung des imperialen Kriegsbündnisses an der „Operation Inherent Resolve“ duldete, nachdem sie sich erst wenige Tage zuvor anläßlich eines Treffens mit dem NATO-Generalsekretär unmißverständlich gegen diesen Schritt ausgesprochen hatte (ich berichtete darüber), sollte klar sein, daß die Befehlszentrale der Internationalisten (die ehemalige „Killary-Fraktion) ihre Heimat in Brüssel gefunden hat.

Und spätestens, seit Frankreichs neuer Präsident Macron unbehelligt seine Amtsgeschäfte fortführt, nachdem er sich gegenüber Washington in die Brust warf, anläßlich einer wohlfeilen Wiederholung der „chemischen“ False-Flag-Angriffe in Syrien „notfalls auch allein“ gegen Damaskus Krieg zu führen, ungeachtet der russischen Präsenz im Lande, statt daß er zur Prüfung seines Geisteszustandes in eine Klinik eingeliefert worden wäre, sollte klar sein, wen die Puppenspieler der Internationalisten zum HdH erwählt haben. Emmanuel soll und wird voraussichtlich die politische Repräsentation der Brüsseler Kriegsherren übernehmen 1.

NATO im Krieg Israels gegen Syrien, Libanon, Iran

(Gegen-)Angriffe auf Truppen, Einrichtungen oder Flieger der OIR-Koalitionäre, theoretisch eingeschlossen auch die offiziellen Söldnertruppen, die der Kreml anläßlich des kürzlichen Abschusses einer syrischen SU-22 ausdrücklich nicht mehr ausschließen wollte, können jetzt zu Angriffen auf die NATO erklärt werden, falls das erwünscht ist. Doch falls aus irgend welchen Gründen oder Rücksichten unerwünscht, kann dieser Schritt auch entfallen. Auf diese Weise hat das NATO-Hauptquartier auf dem syrischen und irakischen Kriegsschauplatz maximale Handlungsfreiheit gegenüber allen lokalen Playern, mit einer berüchtigten Ausnahme, Israel, weil dies eine Nuklearmacht außerhalb der NATO-Hierarchie ist.

Im Verhältnis der OIR (und jetzt der NATO) zu Russland ist die Lage andererseits unverändert. Der Kreml hat seit dem Beginn des Syrienkrieges im Jahr 2010 wiederholt klar gestellt, ihm sei ‚das Hemd näher, als die Hose‘, nämlich ein taugliches Arbeitsverhältnis zum NATO-Staat Türkei bedeutsamer, als Einfluß in den Staaten der Levante und des Golfs. Selbst noch die Übernahme der Krim in die Russische Föderation, eine nominell überflüssige Eskalation – der Kreml hätte es, wie Putin ursprünglich angekündigt hatte, dabei belassen können, der Krim ihren Autonomiestatus militärisch zu garantieren – verdeutlichte diese Präferenz (Blickpunkt Bosborus).

Putin hatte anläßlich des Abschusses eines russischen Fliegers durch einen türkischen NATO-Flieger die nukleare Option vorgezeigt und die „Rote Linie“ einer taktischen nuklearen Vergeltung um die russischen Truppen in der Levante gezogen. Die russische Reaktion auf den amerikanischen Cruise-Missile-Überfall auf einen syrischen Fliegerhorst, der auch russische Truppen beherbergte, stellte jedoch klar, die außerhalb der Basen in Tartus und Latakia dislozierten russischen Truppen bewegen sich auch außerhalb des Schutzes dieser Linie. Die zählbare Veränderung des NATO-Beitritts zur OIR im Hinblick auf Russland charakterisierte Debka wie folgt:

DEBKAfile’s military sources add: An American attack on Syria, whether preemptive or punitive, may be launched from the aircraft carrier USS George H.W. Bush in the eastern Mediterranean. It was from the decks of this vessel that US Navy fighter jets took off on June 18 to down a Syrian SU-22 fighter bomber over eastern Syrian. A repetition of a US carrier-based attack on Syria would challenge the warning Moscow issued to Washington on June 24 after the Syrian warplane was shot down.

Schon die beiden US-Zerstörer, welche die erwähnten 60 Cruise Missiles auf eine syrische Basis gefeuert haben, lagen in der erweiterten Hoheitszone des NATO-Staates Griechenland, vor Kreta. Ein russischer Vergeltungsschlag gegen sie, der, so viel wir wissen können, nicht erwogen worden ist, hätte gleichwohl unterhalb der Schwelle eines Angriffs auf die NATO bleiben können. Das ist jetzt ausgeschlossen.

Daß und warum die NATO Israels Krieg führt, habe ich oft genug dargestellt und begründet. Die europäische „Hausmacht“ der Zionisten war bis zum Brexit London. Frankreich ist seit der Gründung Israels die zweite zionistische Vertretung in Europa gewesen, doch die Loyalität der französischen Eliten war angesichts der französischen Eigeninteressen im MENA und der Konkurrenz zu den Briten auf diesem Feld nie unumstritten. Ich erinnere nur an den (inoffiziellen) israelischen Angriff auf eine franzöische UNIFIL-Basis vor einigen Jahren, dem einige französische Soldaten zum Opfer fielen. Die israelische Presse rechtfertigte ihn mit Absprachen zwischen Hezbollah und dem seinerzeitigen franzöischen UNIFIL-Oberkommando, die im Aufgabenspektrum des Einsatzauftrages lagen.
Die zionistisch gesteuerten Terroranschläge auf Charlie Hebdo und einen jüdischen Markt waren eine „Nagelprobe“ auf die französische Loyalität, namentlich in der Person des Ministerpräsidenten Valls. Ihr Ergebnis schien mir nicht eindeutig, Hollande stellte Valls und seinen Kumpanen Laurent Fabius („Bashar Assad hat kein Recht auf dieser Erde zu wandeln“) außenpolitisch wiederholt ins Abseits. Vielleicht irre ich mich, oder vielleicht hat dieser Nagel in den nachfolgenden Anschlägen auf Paris, eine ziemlich eindeutige LIHOP-Operation, einen „Kopf“ erhalten. Fakt ist, daß Macron mit seiner Ankündigung eines möglichen Alleinganges gegen Damaskus Paris Zuständigkeit auf die syrische Südfront ausgedehnt hat, in der Frankreich bislang gegenüber dem UK unterrepräsentiert blieb.

Präemptivschlag oder Vergeltung gegen die angekündigte neue False-Flag-Operation?

Vgl.:
U.S. says it saw preparations for possible Syria chemical attack (Reuters)
White House Says It Will Fake „Chemical Weapon Attack“ In Syria (MoonofAlabama)
US may preempt an Assad chemical strike in Syria (Debka)
Chemiewaffen: USA warnen syrische Regierung vor Vergeltungsschlag (Pany für Telepolis)

Die russische Reaktion war zunächst „Moscow alarmed …„, doch während ich an diesem Eintrag schrieb, wurde sie in die „Dritte Reihe“ herunter gestuft, zugunsten der diplomatisch irrelevanten Reaktion von Konstantin Kosachev, dem Vorsitzenden des Außenpolitischen Ausschusses des Moskauer Föderationsrates.
RT rückte derweil dies in den Vordergrund:
To avoid endless war in Syria, US deconflicts with Russia – Pentagon

Bernard, von MoonofAlabama, fragte mit Fug nach dem Inhalt und der Relevanz des Gespräches zwischen Tillerson und Lavrov am Vorabend der Ankündigung der False- Flag, das Lavrov angeblich zu einer Bekräftigung der Vergeltungsdrohung gegen amerikanische Übergriffe auf syrische Truppen genutzt hatte. Doch folgende „Idee“ seines Lesers „Dario“ lag ihm anscheinend völlig fern:

Don’t you think that if the Americans really intended to make a false flag, they would never issue this warning? For me, looks like the White House, knowing of the possibility of a Pentagon faction to provoke a false flag, issued this warning as an alert to Russians and Syrians and as a vaccin, to avoid this operation.
just impressions, ideas, ideas …

Nun, Dario, „verhindern“ geht nicht, diesem Manöver war Nikki Haley bereits zuvor gekommen, indem sie ankündigte, die USA würden Damaskus auch für Massaker Al Nusras zur Verantwortung ziehen. Das ist natürlich nicht wörtlich zu nehmen, sondern als eine Mahnung der Internationalisten, britische und französische Regierung eingeschlossen, daß es bei dem bisherigen, ausschlaggebenden Gewicht des Massaker-Marketing in der Ausnutzung von False-Flag-Operationen bleiben werde. Doch die Pentagon – Fraktion, die einer Ausweitung amerikanischen Engagements im MENA entgegen steht, könnte mit Zustimmung aus Moskau einen militärisch relativ unbedeutenden Präventivschlag ausführen, welcher der False-Flag-Operation zuvor kommt, mit dem Ziel, sie politisch zu erübrigen. Das könnte geschehen, wenn der Schlag gegen syrische Verteidiger an der Südfront geführt würde – dies hat Bernard richtig –  an der auf der Basis eines russisch-israelischen „Deconflicting“ – Abkommens keine russischen Flieger und Special Forces operieren.

Russische Exit-Strategie?

Ich erinnere an die symbolische Karte von Debka, die ich kürzlich verlinkt habe, sie soll indizieren, daß der Kreml sein Engagement zugunsten Israels selbst noch von der syrischen Hauptstadt abgezogen habe. Natürlich ist das eine Psy-Op, so weit geht man in der russischen Militärführung mit Sicherheit nicht. Aber sie enthält auch das (zionistische) Angebot, die US- und andere NATO-Truppen zur Befriedung der russischen Generäle auf dem südsyrischen Theater am Katzentisch zu belassen und der Russischen Föderation in Zusammenarbeit mit Israel eine Exit-Strategie vom syrischen Kriegsschauplatz zu erleichtern.

Dies passt zu einer möglichen Exit-Strategie zugunsten Erdogans in Nordsyrien, zu der es seit Wochen nicht nur Gerüchte, auch handfeste Anzeichen gibt. ANF stellte den vorgeblichen Plan heute unter Berufung auf eine informierte Quelle in Damaskus vor. Die Darstellung entspricht Berichten und Behauptungen in Almasdarnews (1, 2), deren Redaktion nicht gerade für „Kurdenfreundlichkeit“ bekannt ist, ist jedoch ausführlicher. Demnach gedenkt die Türkei mit Duldung Damaskus und Moskaus, und unter dem Beifall iranischer Extremisten, einen Korridor von der türkischen Exklave Bab-Jarabulus nach Idleb zu besetzen, zu Lasten des Kanton Afrin, der vollständig von türkischen Truppen und Proxies eingekesselt werden soll. Die ehemals „Killary“, dem KSA und letztlich Tel Aviv verpflichteten Söldner Al Nusras würden danach unter einigen Bauernopfern in die Reihen der türkischen Söldner aufgenommen, was das russische „Terrorismus-Problem“ offiziell erübrigen könnte. Inoffiziell würde der Kreml fortan zu Lasten der Internationalisten in der NATO die Türkei in die Pflicht nehmen, den Re-Export kaukasischer und uigurischer Söldner in den Kaukasus und Zentralasien zu vereiteln.
Das russische „Gebot“ gegenüber OIR-Truppen und – Fliegern, den militärischen Hoheitsanspruch des Kremls auf die Gebiete westlich des Euphrat zu achten, spielt der OIR-Führung in die Hände, sich gegenüber der türkischen Offensive auf Afrin für unzuständig zu erklären. AMN berichtet, US-Einheiten hätten ostentativ Patroillen an der Grenze bei Tel Abyad verstärkt, an der in den vergangenen Wochen ebenfalls türkische Truppen zusammen gezogen worden seien. Offenbar gedenkt man die in Kobane und Manbij isolierten Sozialrevolutionäre zu nötigen, die Vernichtung Afrins hin zu nehmen, um unter amerikanischer Deckung wenigstens diesen einen Kanton vor direkten oder mittelbaren türkischen Invasionen und Besatzungsregimes zu bewahren.


  1. Eine Anekdote dazu. Tomasz Konicz, in den vergangenen Jahren geradezu pathologisch agierender „antideutscher“ Propagandist der Killary-Fraktion für Telepolis, war nach der Inauguration Trumps in der Versenkung verschwunden. Nun meldete er sich zurück – mit einem bedingten Plädoyer für eine „deutsch-französische Achse“ in Europa, sofern sie denn ein Containment der hegemonialen „Barbarei“ des deutschen Imperialismus leisten könnte, vor der er bis dato unentwegt für den Fall eines wirsamen deutsch-französischen Zusammenschluß gewarnt hat. Konicz gibt sich mit Rücksicht auf sein Geschwätz von gestern als „Zweifler“ gegenüber „Hoffnungen“,  welche die Internationalisten nach dem Verlust des Weißen Hauses in Macrons Dienste setzen. Sein „Artikel“ ist die grausam verkürzte Klippschüler-Version eines Artikels des Atlantic-Brücken-Fellow Darrell Delamaide. Konicz zitiert ihn, läßt seine Schlußwendung freilich vornehm beiseite:
    Macron clearly has the ambition to correct the imbalance in Europe, but Merkel will find it easy to mollify him. Titles, for instance, matter a lot to the French. Macron at 39 may already be experiencing his Alexander the Great moment with no worlds left to conquer and would no doubt love to be called the first president of Europe.
    The ultimate irony would be if Macron were smart enough to meet Merkel’s Bismarck and raise her his Napoleon, to end up exerting French dominance in a unified Europe.
    Er hat immer noch feuchte Träume, der Tomasz. 
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5 Antworten zu Zum Großen Amerikanisch-Russischen Theater um Syrien

  1. tgarner9 schreibt:

    Nachdem der russische Außen die Finger in würdevolle Unschuld getaucht hatte (Reuters):

    Lavrov said on Wednesday that Moscow will respond if the United States takes measures against Syrian government forces.“We will react with dignity, in proportion to the real situation that may take place,“ he said at a news conference in the city of Krasnodar.

    Und Mattis darauf hin abwinkte, das Ziel scheine erreicht zu sein (ebenda):

    „It appears that [the Syrians] took the warning seriously,“ Mattis said. „They didn’t do it,“ he told reporters flying with him to Brussels for a meeting of NATO defense ministers.
    He offered no evidence other than the fact that an attack had not taken place.

    Gewann die Theatervorstellung in der Moskauer Auslandspresse ab heute mittag volle Fahrt:
    http://tass.com/politics/953661
    https://www.rt.com/news/394412-russia-us-syria-attack/
    In nahezu jedem Satz fällt das Schlüsselwort „Provokationen“, das kleinen bis mittleren Schlachtfesten der imperialen Kriegsfront Folgenlosigkeit zusichert. Hinter den Kulissen findet die eigentliche „action“ statt. Die IAF greift nach Belieben syrische Truppen in Quneitra an, von der syrischen Daraa-Offensive ist nicht länger die Rede und im Gegenzug wurde die Südfront um die zionistischen Hätschelkinder (ISIS) bereinigt, die bis dato die Rolle eines Faustpfandes gegen die imperialen Söldner für den Fall spielen durften, daß diese sich syrischen Waffenruheangeboten nach zionistischem Geschmack zu aufgeschlossen zeigen sollten. Diese Modelle wurden nun entbehrlich.
    Okay, Polemik beiseite: Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Zionisten einigen Leuten bei Centcom und / oder der NATO allzu frech „auf den Geist“ gingen, die daraufhin beschlossen, dem Mossad ein Spielzeug kaputt zu machen. An der Lage wird das nichts ändern.

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  2. tgarner9 schreibt:

    Fehim Tastekin schrieb (schon vor drei Tagen)

    Kurds insist that the Syrian army is cooperating with Turkey in this operation, at Russia’s behest. But there are no real indications of Russians and the Syrian army wanting to suppress the Kurds. To the contrary, the feeling in Damascus is that Russia and Syria would prefer to keep the Kurds as their ally.

    Abermals „die Kurden“. Tastekin schreibt auch: „The United States has been backing the Kurdish nationalist Democratic Union Party (PYD)“. Das ist aus seiner Feder purer Sarkasmus, den sich die Adressaten verdient haben.
    Ansonsten: Die syrischen Faschisten legten die arbeitsfähigen Kurden am Liebsten in Ketten, nachdem sie den Rest vergast haben, doch sie haben nur kriegsbedingt und lokal das Sagen. Für Assad und seine echte und bedingte Gefolgschaft gilt natürlich, was Tastekin sagt, doch aktuell geht es ihnen überhaupt nicht um „die Kurden“, nicht einmal um Afrin, wie der Türkei, sondern um Hama und Aleppo. die türkisch-russische Erpressung ist klar ersichtlich: Entweder die türkische Unterstützung für den fortgesetzten, von der russischen Luftwaffe de facto mit unzureichender Unterstützung Syriiens unterhaltenen Kleinkrieg in Hama, der Aleppo dauerhaft von der stets bedrängten Lebenslinie Kanasser abhängig macht, geht ad infinitum weiter, oder Syrien akzeptiert die türkische Besatzung in Idleb und den Genozid in Afrin.

    Ein „Anzeichen“, das Tastekin vermisst, gibt es unterdessen: Die russische Monitoring-Station in Afrin, wor Wochen noch von den Putinchen gefeiert, ist nach Zeugenberichten verlassen …

    Die „Flagge“, unter der die türkische Intervention (und ihre Unterstützer im Kreml und der NATO-Zentrale) mit der neuen Intervention segeln, ist vor 4 Tagen in „The National Interest“ großflächig aufgepflanzt worden: It’s Time to Break Up Syria.
    Die Autoren schlagen mindestens 4 principalities vor, für den „syrischen Rumpfstaat“ (i.e. das säkulare Syrien), für „die Kurden“, „gemäßigte Sunni“ und Takfiris, sowie, zumindest in Gestalt eines „Versuchsballons“, den Alaviten ein „Alavitistan“.

    Are the Sunni Arabs of the Islamist movements in Syria expected to sit together with the Alawites whom they have branded enemies of God? Can the Kurds, having for the first time established self-governance, be expected to hand back their hard-earned gains …“ … natural constituencies have emerged through the six years of conflict, each with their own narratives that justify their ascent to power. These narratives embed their governance structures within accepted social norms, as well as having already elicited consent from the people in various forms. Legitimacy in the eyes of the people has already been achieved by the Kurds of Rojava, by the rump areas under control by Assad and arguably by some Sunni groups. This legitimacy is a gift to those seeking stability in the region—a gift that needs to be embraced.

    „Eliciting consent …in various forms“ – was für ein hübscher Euphemismus für die ethnisch / sektiererischen Säuberungen und Vertreibungen, denen nach UN-Angaben deutlich über 10 Mio Binnenflüchtlinge zum Opfer fielen.

    Just as the supporters of Saddam Hussein went underground after his armies were destroyed, so will the emergence of a violent underground Sunni extremist insurgency, sustained by external support, be equally dangerous.

    „Daher“: Die Entsender, nämlich Türkei und Israel, mittelbar das KSA, Africom und Eucom, müssen ihren Willen haben:

    Similarly, removing Assad is popularly touted as a long-term solution, but doing so would only see minorities finding an alternative ethnic strongman who, in seeking to ensure his people’s protection, would negotiate to maintain Iranian and/or Russian support

    Dies scheint die Rationale zu sein, mit der die NATO, anders als die zionistische Militäraristokratie in Tel Aviv, dem Kreml dessen heimliche Optimallösung, ein russisches Protektorat „Alavitistan“, dauerhaft zu verweigern gedachte. Doch nun:

    There is no unitary-state solution in which the Saudi-Iranian struggle for regional hegemony can be settled.

    Der Hauptwitz aber ist dies:

    THERE IS a stark choice that faces the international community. Continuing to pursue the current strategy is unlikely to lead to stability. Embracing a rare opportunity that has emerged from the devastating conflict, however, could lay the groundwork for lasting peace.

    Diese „International Community“ gibt es nicht. Der „Vorschlag“ läuft darauf hinaus, daß sich die USA bzw. die NATO mit ihrer überlegenen Militärmacht, als Aufsichtsmacht über einen neuen Proxykrieg um das syrische Territorium aufstellt, in dem alle auswärtigen Parteien mehr oder minder gegeneinander stehen – das KSA gegen Qatar und die Türkei, die Türkei gegen die Regierung in Bagdad, Qatar für die Regierung in Bagdad, Iran gegen alle anderen, Iran mit Russland gegen KSA und Qatar, Russland gegen alle anderen, Russland mit der Türkei gegen die USA und das KSA … und über allem thronend die zionistische Militäraristokratie mit wechselnden Allianzen gegen alle regionalen „Untermenschen* …

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  3. tgarner9 schreibt:

    Syrian Kurds send military reinforcements to Aleppo to impede Turkish advance

    Seit Monaten gibt es klare Anzeichen für eine Sabotage der Raqqa-Offensive der SDF aus den Reihen der US-Militärs. Wenn man mal davon absieht, daß die OIR-Luftwaffe offenbar die Hauptmacht der ISIS-Söldner – d.h. diejenigen, die für Feldschlachten hinreichend gerüstet waren – Richtung Deir Ezzor hat abziehen lassen, wurde die Sabotage bislang unterbunden. Was hat sich geändert? Richtig. Die PYD – Führung hat sich mit Loyalitätserklärungen gegen Iran und für KSA vollständig unterworfen. Zum Lohn dürfen die Kämpfer sich jetzt den Türken gegen syrischen und russischen Widerstand in den Weg legen …

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  4. tgarner9 schreibt:

    Der Macron, der isses, der Hüter der Ordnung, der hitlerverhindernde Führer, sagt der Herr Professor Doktor, der Münkler Herrfried
    http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/zwischenkriegszeit-ist-aktueller-denn-je-15087694-p6.html?printPagedArticle=true#pageIndex_6

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    • BC schreibt:

      Noch was von einem Professor:
      Ein Feingeist der Sorbonne zur Attacke Macrons vs. General de Villieirs:
      https://www.valeursactuelles.com/societe/affaire-macron-villiers-lobeissance-ne-se-decrete-pas-le-respect-non-plus-86459
      Hübsche Attribute und Vergleiche: Jupiterismus (schönes Wort, grenzt schon an HdH), Sakorzysierung der Regierung, ein etwas verdorbener Junge ohne Geduld, versucht sich als Machiavellist ohne den Charme des Florentiners, kokettiert mit der Mythologie, jedoch ohne das Wissen der Alten um das zerstörerische Potenzial der Hybris etc. etc.
      Das „leider“ ist allerdings nicht zu überhören.
      Der Franzose formuliert jedenfalls um Längen besser als der Deutsche, der sich anhört wie ein holpriger Repetitor seines in den 60er oder 70er genossenen Geschichts- und Sozialkundeunterrichts.

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