Elijah J. Magnier: Arabischer Handels- und Sanktionskrieg gegen Libanon steht bevor

Magnier gilt als gute Quelle mit soliden Insiderverbindungen. Seine Behauptung wird durch einen Zwitscher des saudischen Staatsministers gestützt, in dessen Zuständigkeit der Libanon bisher gelegen hat:

Einer der Kommentatoren weist korrekt darauf hin, es ändere wenig, wenn Hezbollah sich aus der Regierungsbeteiligung zurück ziehe.
Falls Ägypten und die EU sich der arabischen Front nicht anschließen – bisher hatte der Schutz der christlichen Bevölkerung, angeblich etwa 40%, für die EU stets Vorrang –  sollten sich die wirtschaftlichen Folgen für den Libanon in engen Grenzen halten lassen.

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2 Antworten zu Elijah J. Magnier: Arabischer Handels- und Sanktionskrieg gegen Libanon steht bevor

  1. tgarner9 schreibt:

    Eine Veröffentlichung des Washington Institute bestätigt, soweit ich erkennen kann, mit einer Einschränkung alles, was ich über Israels „Problem“ mit Hezbollah und den Kriegsplänen im Libanon geschrieben habe, insbesondere dies. Die Einschränkung: Die Widerstände außerhalb und innerhalb Israels gegen einen neuen Waffengang waren möglicherweise erheblich kräftiger, als ich befürchtete.

    Ich werde dazu wohl noch einen eigenen Eintrag schreiben, vorab aber noch dies:
    http://www.zerohedge.com/news/2017-11-07/leaked-secret-israeli-cable-confirms-israeli-saudi-coordination-lebanon
    Die israelisch-saudische Koordination ist eine Selbstverständlichkeit, der Artikel bloß ein Clickbait – doch zeigt das geleakte Kabel, den Adressaten der kombinierten Angriffe auf Hezbollah und den Libanon, einschließlich der diplomatischen Offensive Israels: Die europäischen NATO-Mitglieder.
    Die hatten sich 2012/13 entgegen aller Bemühungen der Briten geweigert, der viehischen False-Flag-Attacke des Mossad in Burgas zu gehorchen und die Hezbollah, gleich den USA, auf die „Terror-Liste“ zu setzen. Um den Ärger der Kriegsfraktion zu mäßigen und eine Terroreskalation des Mossad in Europa zu entmutigen, erfand die EU einen „politischen“ und „militärischen“ Flügel der Hezbollah – was Nasrallah umgehend unter Gelächter zurück wies – und sanktionierte nur den Letzteren. Das fand vor Monaten ein Echo bei der ICG, die der Hezbollah eine imperiale Anerkennung als politische Kraft in Aussicht stellte, wenn sie gemäß eigenen Kalkülen demilitarisiere (statt äußerem Druck zu folgen). Die Auftraggeber der Studie stellten der Hezbollah mithin in Aussicht, israelische (saudische, amerikanische) Angriffsabsichten wirksam abzuschrecken.
    Das ist das genaue Gegenteil der Forderungen, die jetzt seitens KSA, gestützt von Trump, an den Libanon ergehen. Mittelbar ist das ein Index für den bisherigen Erfolg der Verlagerung des militärischen Imperiumszentrums von Washington nach Brüssel.
    Es ist ein Schoß, der leicht eine Serie von Mossad-Anschlägen in Europa gebären könnte. Die Initiative des israelischen Botschaftspersonals hat keinen anderen Inhalt, als die Androhung solcher Anschläge, denn ein anderes Druckmittel haben die Zionisten nicht (mehr), glaubten sie schon 2012 nicht mehr zu haben, als sie den Mossad beauftragten, israelische Urlauber zu zerfetzen. (Ob die israelischen Diplomaten selbst eine Ahnung haben, was sie da tun, ist also palle)

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  2. Berengar schreibt:

    https://www.wsj.com/articles/the-strategy-behind-the-saudi-strife-1510011822

    Ich bedaure es tatsächlich, daß das WSJ-Abo zu teuer ist für mich und ich nicht hinter die Paywall komme. Könnte ich eine Zeitung auf die berühmte einsame Insel mitnehmen, wäre es das WSJ – und zwar, weil es so altertümlich ist. Ja, da schreibt der Gegner und er schreibt zu seinesgleichen, das stimmt. Aber er tut es mit offenem Visier und sagt jeden Schwertstreich an statt anzutäuschen und in den Rücken zu messern (wie das beispielsweise bei demjenigen Klientel der Fall ist, für die die NYT ihre Blutfedern hält).

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