Wie Israels Wille Gesetz werden wird

Der jugendliche Chef der „Forschungsabteilung“ des Moshe Dayan Center veröffentlichte vor drei Tagen einen Artikel mit dem programmatischen Titel The Elusive Quest for Stability in Syria. Ihr müßt den Kram nicht lesen, schon deshalb nicht, weil nix drin steht, was ihr nicht schon anderswo gelesen habt – bis auf den letzten kleinen Absatz:

Turkey’s incursion into Afrin is the beginning of a new phase in the Syrian war. Each of the key regional and international actors in Syria — Russia, U.S., Iran, Turkey, and Israel — are taking the initiative to advance with their particular state interests.

Niemand könne das fortgesetzte Schlachten beenden, lautet das Diktat an die Adresse derer, die das wollen und nominell über die zählenden Mittel verfügen, ein Ende des Blutvergießens zu verfügen – die russische Armee und eine nur unter hohen Opfern aus ihren Satteln zu werfende Fraktion der US-Armee, die, jede auf ihrer Seite der fluktuierenden Grenzen, versuchen, die Warlordisierung Syriens in einem politischen Status Quo (1) zu befestigen.

Nicht zufällig beruft sich der Autor auf die kürzlich erschienenen „Diagnosen“ zweier Veteranen der Jihadisierung des Syrienkrieges i.A. Killary „we came, we saw, he died“ Clintons, Hassan Hassan und Kareem Shaheen.die aktuell in der Hauptsache eine Adresse indizieren: Das NATO-Hauptquartier.
Das mag dem einen oder anderen das „Rätsel“ dieses Kommentars aufhellen und wer die aktuellen Debatten verfolgt, wird bemerken, wie sich die Propaganda des Atlantic Council, Charles Listers, Sam Hellers und der neuerlich publizistisch in den Vordergrund geschobenen Kagan-Krieger, namentlich des ISW in die Dayan – Linie fügt.

Und woher das Gewicht? It’s the nukes, stupid.

(1) Worin der Grund für die Ziele und Schranken der vielzitierten zionistischen Parteinahme für „die Kurden“ im Allgemeinen und Rojava im Besonderen zu identifizieren ist. So lange die Kurden was zu schlachten haben und neben anderem auch das eigene Blut vergießen, sind sie den Erben und Nachfolgern Moshe Dayans lieb und teuer. Ihr Ziel, eine „Friedensmacht“ zu werden, soll unerreichbar bleiben.

 

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