DoS sagt Überfall auf Damaskus ab und Krieg gegen Russland an

Englisch kann Frau Nauert auch nicht. Die US-Mission to NATO hat’s retweetet.

Seid euch im Klaren, das Statement ist eine scharfe Kehrtwendung der US-Politik und eine Kampfansage an das Weiße Haus, die von erheblicher praktischer Bedeutung ist, auch wenn das vielen Leuten im DoS nicht bewußt sein dürfte und nicht bewußt sein braucht, um wirksam zu werden 1. Nauert hat die zwischen Trump und Putin direkt und per Sonderdiplomaten vereinbarte, bedingte amerikanische Unterstützung für den Waffenruheprozess per Deeskalationszonen gekündigt. Das gilt nicht nur für Idleb / Hama und Douma / Ost Ghouta, sondern auch für die südliche Zone an der israelisch-jordanischen Grenze, ja, vor allem dort, denn nur dort sind die USA auf jordanischer Seite direkt beteiligt und dort steht eine Außenstelle der RuAF – Basis Kmeinim in direktem Kontakt mit dem amerikanisch-jordanisch-saudisch-israelischen War Room in Amman.

Nebenbei legitimiert das DoS, indem es den Kreml für jeden angeblichen Einsatz von Chemikalien auf dem Kriegsschauplatz in der Verantwortung erklärt – das heißt, auch nach dem Kriegswafffengesetz legitime Kampfgase, wie sie z.B. Israel auf der Westbank regelmäßig einsetzt – nachträglich die Belieferung Al Qaidas mit MANPADS, mit der erstmals ein russischer Jet abgeschossen wurde. Inklusive ist den Militärs und Geheimdienstlern damit der Weg freigemacht, echte und falsche Al Qaida-Angriffe auf den russischen und europäischen Flugverkehr anzuordnen oder passieren zu lassen. Die Profis in Europa dürften sich darüber klar und in heller Panik sein.

Und schließlich ist mit Nauerts Worten auch die türkische Zusammenarbeit mit Russland delegitimiert. Was natürlich nicht heißt, daß die Türkei aus der NATO fliegt.


  1. Man verliere nie ganz aus den Augen, daß weder Secretary Tillerson noch Hauert gelernte, geschweige erprobte Diplomaten sind. Tillerson ist Kaufmann, Hauert Journalist. 
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6 Antworten zu DoS sagt Überfall auf Damaskus ab und Krieg gegen Russland an

  1. Sheeple schreibt:

    Hmm meinst du das Russland nun wieder Aufstockt in Syrien? Eine ihrer neu gegründeten Marinedivisionen dorthin schickt?

    Und warum sollten die EU Profis darüber in heller Panik sein? Nach den Frankreich Feldzügen und divesren „Zwischenfällen“ seit den Madrider anschlägen sollte doch klar sein das Europa sich fröhlich selbst in die Luft jagt wenn der Hegemon „peng“ sagt. Oder hälst du die „Profis“ in Europa für derartige Anfänger?

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  2. Klaus-Peter schreibt:

    Die wievielte Kriegserklärung ist das mittlerweile denn? Mich dünkt, man hatte anno 2014 via Jen Psaki schon genug davon ausgeliefert.

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    • Sheeple schreibt:

      es könnte der Versuch sein den russen eine False Flag anzuhängen oder den Israelis die Möglichkeit des Eingreifens „erlauben“, als ob das irgendwen in IL interessieren würde ob die USA ihr „ok“ gibt oder nicht.

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    • tgarner9 schreibt:

      Ich hab nicht „Kriegserklärung“ geschrieben, sondern „Ansage“ und im Text deutlich gemacht, daß es sich um ein Mittel und eine Erscheinungsform einer inneramerikanischen Auseinandersetzung handelt, die auf auswärtigem Territorium über Bande mit zum Teil militärischen Mitteln geführt wird. Ich wiederhole gern, wie schon oft, daß dies eine notwendige Erscheinungsform ist, wenn imperialistische Metropolen militärisch und militärpolitisch zu einem Imperium zusammen gezwungen werden, weil das ihre antagonistischen Gegensätze nicht aufhebt, sondern ihnen nur eine transnationale Verlaufsform gibt. Diese imperiale Formierung gelang, anders, als beabsichtigt, nicht mit der 10 jährigen biblischen Schlachterei im Irak – wie am Verlauf der Zerlegung Jugoslawiens zu sehen – sondern erst mit dem Putsch von 9/11 nebst Eröffnung des „War on Terra“.

      Übrigens hat man das im russischen Außenministerium kürzlich ausdrücklich anerkannt, ohne dafür auf die alten, leninistischen Muster von „aggressiven Kreisen“ zurück zu greifen, welche die „Einheit der Nation“, einer gegnerischen, zum mindestens praktischen, wenn nicht ideologischen Bezugspunkt macht. In einem Interview erklärte die Sprecherin sinngemäß, in den USA habe man derzeit keine Adresse, weil, je nach Thema, die einen das eine, die anderen das Gegenteil sagen.Umgekehrt könne man keine Diagnosen stellen oder teilen, die sagen, „die USA“ würden dies oder jenes beabsichtigen, wollen oder tun.

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