Zwischenfall in Khasham – Abschluß

Das Wichtigste aus dem Strang:

Defense Secretary Mattis: At the end of our efforts to defend ourselves, their artillery was knocked out, two of the tanks were knocked out, they had casualties. The Russians at that time were telling us they did not have forces there (3)  „I have no idea why they would attack there, the forces were known to be there, obviously the Russians knew“ (4)
Question: „Are you concerned at all that Russia doesn’t have influence over these pro-Syrian parties that attacked the SDF?“ Sec Mattis: „Oh Lord no, there were some of these parties that Russia didn’t have influence over, that’s no surprise.“ (7) „The fact is that somebody chose to attack us and the Russians are saying it’s not us. We’re firing on them to stop the artillery fire“ (8)

Das russische DoD hat dieser Version nicht mehr widersprochen. Die unter diesem Strang besprochenen, gültigen Spekulationen über Ursachen und Hergang bleiben gültig, aber irrelevant. RT schrieb über die fällige Showveranstaltung des Botschafters an der UN, Sputnik mutet seinen Lesern einen maximal dümmlichen Propagandaschwall zu.
Überhaupt sollte man bei der Gelegenheit einmal zur Kenntnis nehmen, daß die Qualität der russische Auslandspresse sich asymptotisch dem Standard nähert, den der westliche Mainstream ihr seit Jahren unterstellt. Der Grund ist auch nicht schwer zu erkennen: In Moskau verliert man das Interesse. Der „Kampf um die öffentliche Meinung“ wird zur lästigen Routine. Man kann dieser Entwicklung kaum die Vernunft absprechen.
Zudem passt man sich in Moskau der Tatsache an, daß der Kampf um die Kommandohoheit im Imperium in Washington unentschieden ausging und deshalb in beträchtlichem Umfang in andere Hauptstädte verlagert wurde, vornehmlich Paris. Deshalb stelle ich drei andere Meldungen in diesen Zusammenhang:

Nachdem in Washington die Mehrheit der Signale auf Sabotage von Astana und Genf gestellt wurden, heißt es nun: Putin and Macron call for advancing Geneva talks on Syria.
Ergänzend: Putin expects Russia will achieve normal relations with West mit dem Text:

In particular, (Putin) recalled the recent meeting with representatives of major French businesses and the just-held conversation with France’s president Emmanuel Macron.
„We are positive about what we can do in cooperation with France and with other countries to develop our business ties“

Mit gewissem Recht:

French President Emmanuel Macron accepted the invitation of Russian leader Vladimir Putin to visit Russia in May and attend the International Economic Forum in St. Petersburg

Mancher wird sich an den Shitstorm über einen deutschen Spitzenpolitiker (habe vergessen, wer es war) und den Siemens-Chef erinnern, die 2016 dasselbe „wagten“.

Zurück zu Khasham kann und muß man die Bilanz von Dana White und Mattis indossieren: Der Zwischenfall war eine erfolgreiche Erprobung und Befestigung der amerikanisch-russischen Protektoratsgrenzen in Syrien.

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3 Antworten zu Zwischenfall in Khasham – Abschluß

  1. Sheeple schreibt:

    Ich muss dir leider langsam recht geben, Russland scheint die Türkei nicht mehr weiter unter Kontrolle zu bekommen und ein türkischer „Verrat“ in der Syrien Sache unabwendbar.
    Obwohl die Kurden mittlerweile nennenswerte Kräfte nach Afrin verlagert haben und deswegen in D e Z wieder Kämpfe aufflammen. Dreht die Türkei wohl bewusst nicht weiter auf um die Kurden nicht noch weiter unter Druck zu setzen damit die SDF Gebiete nicht weiter zerfallen.
    Somit sind die Kurden nicht gezwungen sich unter SAA Schutz zu begeben und Erdogan kann kein Protektorat mit US Abstimmung ausbauen.

    Die Sache setzt sich nun langsam. Ich sehe mom keine Russische Möglichkeit die Situation weiter aufzubrechen ohne einen direkten Konflikt zwischen Nato und Russland zu provozieren den Trump diesmal positiv beantworten würde, anders als Obama.

    Russland wird TIEF in die Trickkiste greifen müssen um das zu lösen. Wie gesagt wenn Syrien geteilt bleibt war alles umsonst und die Russen verlieren ihren Mittelmeer Zugang binne dieses Jahrzehnts.

    Finanzpolitisch sehe ich noch Möglichkeiten für Russland aber ansonsten ist es zwar eine schwierige aber nicht unhaltbare Situation für die USA.

    Syrien ohne Ölfelder wird am Russischen Tropf hängen und Russland über kurz oder lang ausbluten lassen und die Ölreichen Kurden werden ein Quell ewiger Freude für Syrien sein. Die Türken werden sogar noch mitspielen können und immer mehr von Syrien erobern dürfen mit der gar nicht mal gelogenen „Terroristen überfallen uns aus Syrien“ Behauptung.

    Ich sehe da keine Möglichkeit für Russland den Kettenhund wieder einzufangen. Oder übersehen ich da was?

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    • tgarner9 schreibt:

      Du kannst mich mal, Sheeple.

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      • Sheeple schreibt:

        hab dich auch lieb. ^^

        Du scheinst Russland zu unterstellen das es zufrieden ist einen permanenten Kriesenherd in der Nähe seiner Basen Basen oder gar ihrer Grenze. Den genau das wird Kurdistan werden und Russland scheint weder willen oder in der Lage das zu beenden. Und hier gehen unsere Meinungen auseinander. Ich denke Russland KANN das alles in kürzester Zeit zu seinen Gunsten nichtatomar auflösen. Tun es aber aus mir unerfindlichen Gründen nicht und sinken wie von die hier sehr schön beschrieben in eine Patt situation die sie auf Dauer das Rückgrat brechen würde. Nach dem Türkei stunt ist das etwas das ich einfach nicht glauben will das es Russland zulässt. Naja anyway es ist wie du schreibst und scheinbar ist dies auch die Endsituation in der sich Russland wiederfinden wird. Somit hat Russland trotz aller Erfolge in Syrien schlussendlich alles verloren und wir werden wahrscheinlich eine Schließung der Basen binne von 10 Jahren sehen, was ja deren Hauptgrund für ihr Eingreifen war.

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