Die ultimate Kür – Landung erübrigt

Also.
Putin hat eine türkische Strafexpedition gegen Afrin angeordnet, weil die Afriner Kurden Assad nicht gehorchen wollen, mit dem Ziel – nicht der Kurden, sondern Putins – die USA aus Syrien zu drängen. Nachdem die Amerikaner gesagt haben, noe, wir bleiben, entsendet Putin nun „vom Iran gesteuerte Assad-treue Milizen“ gegen die Türken, um diese in „verlustreiche Bodenkämpfe“ zu verwickeln, was die USA, weil doch von Teheran gesteuert – nicht die USA, sondern die Assad-treuen Milizen – derart kränken könnte, daß sie in Syrien „marginalisiert werden könnten, wie im Irak“, weshalb in Afrin nein, nicht etwa türkische Niederlagen anstehen könnten, sondern … ein Pulverfass hoch zu gehen drohe.

Das Ganze firmiert unter „Die russische Regierung spielt derzeit in Syrien aber das undurchsichtigste Spiel“ womit gesichert ist, daß diese Kür dem Dirk Baumgartner keine Hirnwindung verknotet und die der Leser – Freud wie Feind, das ist der Witz! – sanft glättet.

Ich wiederhole mich, aber dergleichen atemberaubende Vorstellungen kannte ich bis vor sieben – sieben! – Jahren nur aus Tiraden Adornos sowie Anklageschriften und theologischen Disputen der Inquisitionszeit. Ungelogen – ich habe einst Literatur am Berliner Szondi-Institut studiert.

Das mußte ich hier noch mal dokumentieren, doch damit Schluß mit den Klagen darüber – take it or leave it, TomGard.

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2 Antworten zu Die ultimate Kür – Landung erübrigt

  1. tgarner9 schreibt:

    Na, eins noch. Die israelischen Fraktionskämpfe scheinen zu dem Ergebnis geführt zu haben, das Bild zionistischer Mannhaftigkeit benötige dringend eine Renovierung. Nein, nein. Die Herrschaft des Likud bleibt natürlich, aber er soll mit Yesh Atid einen Partner bekommen, der wieder echte Kriegsmobilisierung, statt Polarisierung hinkriegen könnte.

    Unter dem im Stundentakt angezogenen juristischen und öffentlichen Druck kann Netanyahu schwerlich noch gröblich aktiv werden, JP spekuliert schon darüber, ob er das Land noch verlassen dürfe. Ich sprach hier schon davon:
    https://tomgard.blog/2018/02/21/wird-bashar-al-assad-nach-latakia-fliehen-oder-die-familie-und-sich-im-tiefbunker-sichern/

    Und unter diesen Voraussetzungen schritt Pany nach getaner Arbeit zur Armenspeisung, die dankbar bis enthusiastisch angenommen wurde.

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  2. tgarner9 schreibt:

    Es gibt auch bei medialer Armenspeisung eine Zweiklassenkultur, eine für „Gutmenschen“ (Panys Beritt) und eine für abgehängte Lumpen, eine Medienmatrix zur Kostenminderung in den Freiluftknästen. Für die Abteilung ist Magnier zuständig:
    https://ejmagnier.com/2018/02/25/it-is-not-a-war-against-ghouta-but-a-cold-war-between-the-usa-and-russia-dividing-syria/

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