Verschwörung (2,4) – weiter mit MH370

Ich werde erneut „esotherische“ Bemerkungen zur Methodik machen, diesmal aber näher an den besprochenen Sachverhalten. Und nein, ich will eure Intelligenz nicht beleidigen, indem ich Verfahren, die den meisten unter euch trivial erscheinen werden, methodisch aufdrösel.

Kombinatorik

Wir haben jetzt ( siehe Teil1, Teil2) zwei Bestandteile eines Tatbestandes und ein zweiteiliges Bindeglied:

  1. MH370 wurde entführt
  2. Am Boden gab es ein Cover up

Bindeglied: Einen Kursverlauf, von dem ein Teil A gesichert ist, ein Teil B unbekannt.

Teil B ist ein (!) Bindeglied zu einem dritten Bestandteil, einer 2. Phase des Cover-up. Phase 1 hätte verhindert, daß MH370 im Indischen Ozean verschollen blieb, und gesichert, daß er stattdessen irgendwo in Ostasien / Pazifik verschollen bleiben müsste. Wir wissen nicht, ob diese Phase aufgegeben wurde, oder fehlschlug, deshalb drücke ich mich so verschwitzt aus – Vorurteile, Kurzschlüsse lauern an jeder Biege.

Einschub

Um mehr zu erfahren, müssen wir die zwei Bestandteile jeweils mit dem Bindeglied und untereinander systematisch miteinander vermittteln, wenn wir Spekulationen über ihren Zusammenhang untereinander und zu weiteren Bestandteilen, zu einem Instrument der Analyse und Erkenntnis der einzelnen Sachverhalte und ihres übergeordneten Zusammenhangs in allen drei Phasen des Tatbestandes ausgestalten wollen.
Unterlassen wir das, geschieht etwas Spaßiges, das allzu oft fatale, buchstäblich tödliche und vernichtende Folgeerscheinungen nach sich zieht:
Nicht wir analysieren das Ereignis, den Tatbestand, sondern es analysiert uns.
Es bringt assoziativ zur Erscheinung, was wir im Kopf haben, es stößt Einfälle an, welche die Form von Spekulationen haben, doch allenfalls zufällig welche sind bzw. werden.

Es weiß ein jeder, die „größten“ Verschwörungstheoretiker, anerkanntermaßen über Moral, Recht, Gesetz stehend, kämpfen, von Staatswesen berufen, auf einem eigentümlichen Gefechtsfeld gegeneinander, aber nicht weniger gegen eine Öffentlichkeit, spezifisch ein öffentliches Bewußtsein, das dabei generalisiert als eine Gefahren- und Schadensquelle figuriert. Wer das vorgestern nicht gewußt hat, kriegt es seit gestern mit Gewalt beigebogen, beispielsweise, indem er sich offiziell verdächtig macht, ein feindlicher Agent, nämlich „hybrider“ russischer Kriegführung, zu sein, sobald er gewisse Quellen und Urteile zitiert. Im verschwörungstheoretischen Metier sind freizügige Einfälle, spekulativ aufgebrezelt, und folglich etwas, das dieselben professionellen Verschwörungstheoretiker beim Publikum zum Obskurantismus deklarieren, eine Zugangsvoraussetzung. Diese Tour wollen wir doch meiden, gelle?

Ich habe jetzt implizit einen Begriff von Spekulation vorgestellt, der kulturell geächtet und auf breitem Feld schon eliminiert ist: Spekulation ist ein Instrument der Antizipation. Wo sie in dieser Funktion zulässig ist und bleiben soll  – z.B. Marktforschung, Risikoanalyse – abschätzung / bewertung, Kriminologie, Kriminalistik, Prognostik aller Art nebst zugehörigem milliardenschweren Beraterwesen – heißt sie heute anders. Wie, das wißt ihr besser als ich. Englisch heißt es gern hübsch neutral „Assessment“.

1. Der Plan zur Entführung von MH370 wurde spontan gefasst und umgesetzt

Automatische Kommunikation mit dem Boden wurde unterbunden, Kontaktaufnahme fand nicht statt. Gleichwohl wurde die Maschine, unter Meidung des thailändischen Luftraumes, fast direkt über einen der größten Zivilflughäfen Malaysias, Kota Bharu, zurück geflogen, dessen automatisch arbeitendes Primärradar sie registrierte. Von dort nahm sie mindestens nahezu direkt Kurs auf die Luftwaffenbasis Butterworth. Doch die Basis war nicht instruiert und vorbereitet, MH370 unbemerkt passieren zu lassen. Das Radarpersonal wußte von nichts und war nicht unter einem Vorwand durch Eingeweihte ausgetauscht. General Daud war nicht in einen übergeordneten Plan eingeweiht, der dem Anschein nach mit der Entscheidung des Premierministers umgesetzt wurde, den Verlust der Maschine in Regionen östlich Malaysias zu verlegen.
Daraus folgt:

2. Die Entscheidung, entweder alle Passagiere oder alle Insassen zu töten, wurde erst nach der Entführung getroffen

Mit dem Cover-up des Premiers, repräsentiert im Dementi General Dauds, war diese Entscheidung definitiv gefallen. Sie kann, muß aber nicht schon mit der Abschaltung von ACARS bzw. der SDU erwogen, oder präjudiziert gewesen sein. Sie kann, muß aber nicht an Entscheidungen der malaysischen Regierung gebunden gewesen sein.

Zu beachten ist an der Stelle die im letzten Eintrag erwähnte, einem ungenannten FBI-Agenten zugesprochene Mitteilung der NYT,  die Passagiere von MH370 – nicht die Piloten, die über eine größere Sauerstoffreserve verfügen – seien schon kurz nach Kommunikationsabbruch mit einem Flug über Gipfelhöhe willentlich getötet worden.
Die zeitliche und kausale Alleinstellung dieser Mitteilung im Ablauf des Cover up zwingt einen korrekten Ermittler, in Erwägung zu ziehen und zu halten, die US-Administration, oder US-Teilstreitkräfte, hätten auf diesem Weg aus taktischen Gründen, oder mit taktischen Motiven, die Entführung und Eliminierung des Fluges MH370 öffentlich für sich reklamieren wollen.

3. Es ist praktisch gesichert, daß MH370 einen Landeanflug auf Butterworth unternahm

Der malaysische Luftwaffenchef General Daud hat vor seinem Widerruf angegeben, MH370 sei zuletzt am 8.3. um 2:40 an einer Position nahe Pulau Perak gesehen worden.  Wir kennen den Kursverlauf der Maschine nur grob. Mit einer Google – Messung ergibt sich vom ungefähren Umkehrpunkt mit den Transitpunkten Kota Bharu und Butterworth nach Pulau Perak eine Entfernung von großzügig 580 km Luftlinie. Wir wissen nicht, ab wann genau MH370 auf Rückkehrkurs lag. Setzen wir 1:30 an, acht Minuten nach dem letzten Funkkontakt, ergibt sich bis Pulau Perak eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp über 500 km/h über Grund. Das ist für eine B-777 wenig, aber nicht zu wenig, es ist möglich.

Unmöglich wird Dauds Zeitangabe freilich, wenn wir die spätere, globale und unbelegte Angabe der Militärs akzeptierten, MH370 habe auf dem Rückkehrkurs „fluktuierend“ eine Höhe zwischen 31 und 33 Tausend Fuß gehalten. Ich kenne die Mindestgeschwindigkeit der B-777 in dieser Höhe nicht, kann aber versichern, sie wäre abgestürzt, dazu unten mehr.
Konsequent wurde die Angabe Dauds nach vorn verlegt, erst auf 2:18, dann 2:15, schließlich noch früher.
Pikant ist das v.a. deshalb, weil Butterworth im angepaßten Szenario Himmel und Hölle in Bewegung hätte setzen müssen, Jäger zu MH370 aufsteigen zu lassen, um die Maschine aus den zivilen Luftkorridoren zu drängen. Fast noch wichtiger wäre für Malaysia gewesen, die thailändischen und indonesischen Kollegen, vorsorglich auch das indische Luftwaffenkommando auf den Andamanen, über den Irrläufer auf den Flugkorridoren zu informieren, nachdem MH370 Butterworth passiert hatte. Daß dies nicht geschah, ist ein nahezu unumstößlicher Beweis für die Richtigkeit der Angaben dritter Stellen, MH370 habe den zivilen und militärischen Luftraum unterflogen, auf Höhe der in der Nacht verlassenen Luftkorridore für Privatmaschinen.

Die Piloten von MH370 starteten Wende und Umkehrkurs von 10.700 m Höhe (35.000 Fuß). Es gibt keinen Anhaltspunkt, zu unterstellen, sie hätten diesen Flight Level in hoch riskantem Sturzflug verlassen. Um auf eine Höhe von 9000 Fuß und darunter zu gelangen, wären sie erkleckliche Zeit mit deutlich mehr als 800 km/h über Grund geflogen. Vor diesem Hintergrund erscheint eine Durchschnittsgeschwindigkeit von  etwa 500 km/h bis Pulau Perak abenteuerlich, auch wenn wir davon ausgehen, daß MH370 zwischen Butterworth und Pulau Perak wieder in einen Steigflug ging.

Es gab Vermutungen und angeblich auch Zeugen dafür, daß MH370 auf der Basis Butterworth gelandet wurde und unmittelbar darauf wieder startete. Überprüfbar ist das nicht mehr und für eine Plausibilitätsprüfung anhand der wenigen verfügbaren Daten bin ich nicht qualifiziert.
Auch die Vermutung, MH370 sei in Butterworth gelandet und versteckt worden, ist nicht von der Hand zu weisen. Allerdings paßt sie schlecht, sehr schlecht zum Verhalten General Dauds. Warum hätte man ihn mit falschen und obendrein unplausiblen Radardaten füttern sollen, falls er außen vor bleiben sollte? Und warum hätte er überhaupt den Mund aufmachen sollen, wenn er MH370 auf Butterworth wußte?
So passen die wenigen verfügbaren Daten und Fakten hinreichend genau auf einen abgebrochenen Landeanflug oder einen Neustart sehr kurz nach einer Landung.

4. Schlüsse auf Täterkreise und Motive

Bis zu diesem Punkt hatten wir es mit Schlüssen auf operatives Geschehen zu tun, so weit sie sich aus der Kombination von Entführung und der 1. Phase des Cover-up ergaben. Ab jetzt sind wir auf das „eigentliche“ Feld der Spekulation verwiesen, nämlich die Eingrenzung möglicher Hypothesen zu Täterkreisen und Motiven.

Wir haben es, gemäß den ermittelten Phasen des Tatgeschehens, und unter der Voraussetzung des Punkt 1 in dieser Darlegung, mit mehreren Täterkreisen zu tun. Zwecke und Ziele der Entführer müssen nicht dieselben gewesen sein, wie derjenigen, die das Cover-up in Butterworth befahlen. Wer das Cover-up in Butterworth befahl, mag anderes vor gehabt haben, als der Premier mit seiner Entscheidung vom 9. März. Falls der Premier selbst das Cover-up in Butterworth befahl, kann er allein, können diejenigen, die ihn brieften und/oder ihm befahlen, oder beide zusammen, ihre Zwecke, Ziele, Pläne geändert haben.

Um die Darstellung nicht methodisch zu überwuchern und zu komplizieren, nehme ich dazu einen Vorgang hinein, der einen Übergang in Phase 2 darstellt.

4.1 – US taking the lead

Dazu der Guardian vom Freitag, den 14.3. ’14, 15:00 Uhr
Malaysia Airlines flight MH370 ‚may have been deliberately flown west‘

The last known position of MH370 was at 1.21am at 35,000 feet roughly 90 miles off the east coast of Malaysia

Das war noch der offizielle Stand. Die malaysische Regierung hatte die Radaraufzeichnungen in Butterworth nicht anerkannt, die Suche im Osten noch nicht verworfen. Aber Reuters will lt. Guardian schon vor dem Guardian selbst von ungenannten malaysischen „Offiziellen“ folgendes gewußt haben:

Missing Malaysia Airlines flight MH370 may have been deliberately flown west towards the Andaman Islands after it last made contact with air traffic control nearly one week ago, military radar-trafficking evidence now suggests, in a twist that Malay officials have said supports theories the plane might have been hijacked or sabotaged.

Noch mehr wußte das Wall Street Journal. Der britisch-amerikanische Rüstungs- und Raumfahrtkonzern Inmarsat war zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit den Daten an die Öffentlichkeit getreten, die Verschwörungstheoretikern bis heute zur „Bibel“ erklärt werden und eine mindestens $200 Mio teure Suche im südaustralischen Meer rechtfertigten:

Separately the Wall Street Journal reported that the missing jet had transmitted its location repeatedly to satellites in the five hours after its last contact with air traffic control before abruptly shutting off, according to US military and industrial sources.

Inmarsat gab später an, die Verzögerung sei den neuartigen und komplizierten Berechnungen geschuldet gewesen, die man mit den Rohdaten angestellt habe. Diese Berechnungen galten aber nicht dem Abstand der (angeblichen) Signale („handshakes“) zum Satelliten sondern der Ermittlung einer Bewegungsrichtung. Der Abstand ist in der Signalstärke trivial gegeben, jedenfalls in den Toleranzen, welche die Behauptung, MH370 sei irgendwo „im Osten“ verloren, widerlegt hätte. Von wem sollte das WSJ die Info haben, wenn nicht Inmarsat direkt, oder von einem Kontakt in „Sicherheitskreisen“? Weshalb wurde die malaysische Regierung dann nicht längst korrigiert? Hat es vielleicht damit zu tun, daß die Angabe Inmarsats, wie das WSJ sie darstellt,  gemessen an der späteren offiziellen Version, grob falsch ist? Wikipedia:

… and Inmarsat’s satellite communications network concluded that the flight continued until at least 08:19

… seit dem Kontaktverlust um 1:19, also 7 Stunden, nicht fünf.
Der im Guardian beschriebene, wohl dem WSJ  entnommene, anfängliche Kursverlauf in die Andamanensee, den ich nicht zitiere, gilt bis heute.

Woher der Guardian folgendes hatte, bleibt unklar:

Malaysian military officials have previously confirmed that an aircraft that could be MH370 was last seen on military radar at 2.15am some 200 miles off Malaysia’s west coast.

Was mehr als schade ist, denn hier finden wir die Zeitangabe von Daud bereits angepasst!

Dann lernt der Leser, das Pentagon habe den Malaysiern den Fall inoffiziell aus der Hand genommen:

US authorities have since decided to move their search operation towards the Indian Ocean after an undisclosed suggestion that the plane may have crashed there. „We have an indication the plane went down in the Indian Ocean,“ a senior Pentagon official said.
The USS Kidd destroyer, which has helicopters aboard, will be moved to the western tip of the Malacca Strait, where it meets the Andaman Sea.
That most of the leads on the potential location, and fate, of the missing aircraft are coming from US authorities indicates that it is the Americans – and not the Malaysians – who know more than they are letting on. The fact that US investigators cannot divulge more may be due to the fact that they are merely assisting the Malaysian investigation and not leading it: per international protocols, the country where the missing aircraft was registered must lead the investigation.

Und noch eine Bekräftigung:

Friday’s revelations that the plane may have flown towards the Andaman Islands are the first real indication that foul play could be the cause.

Nebst einer Illustration dazu, die ich euch erlasse. Woraus sich mein nächster Punkt ergibt:

4.2 – Nicht die USA, die malaysische Regierung zeigte sich vordringlich an der Vertuschung einer Entführung interessiert

Die USA zeigten sich hingegen an einer bestimmten Richtung interessiert. Abermals der Guardian:

Indian officials confirmed to the Wall Street Journal that authorities had begun searching the 572 islands comprising the Andaman and Nicobar island groups using heat-seeking devices to help find the missing plane, and would likely extend the search to the Bay of Bengal.
„The challenge of looking over land is that the islands are covered in very dense forest and most of them are hilly,“ Colonel Harmit Singh told the Journal. „Nothing has shown up as of now.“

Die „Anregung“ der indischen Suche kam also aus den USA, was Hishammuddin, vom Mahlwerk der widerstreitenden Kräfte merklich mitgenommen, in einer Pressekonferenz so verriet:

Hussein said Malaysia was investigating all potential leads and said: „We want nothing more than to find the plane as quickly as possible. But the circumstances have forced us to widen our search.“

Eine wichtige Seite aber hielt sich – vorerst noch – heraus:

Speaking at the daily foreign ministry press briefing in Beijing, spokesman Hong Lei would not be drawn on whether China believed the plane had flown for several hours or whther it had asked the US about the reports.

Xinhua kündete allerdings schon von der kommenden Wende:

The Chinese state news agency Xinhua reported on Friday evening that search vessel Haixun 31, which had been at work in the Gulf of Thailand, was heading to the Strait of Malacca to continue work there.

4.3 – An der indischen Küste bricht eine Welle

Die indischen Streitkräfte beteiligten sich genau einen Tag lang an dem Übergang zur Phase 2 des Cover up:

TOMGARD, @ 2014-03-16 – 13:17:37
Die indische Regierung teilte AFP mit, sie habe die Suchaktion nach dem verschwundenen Flieger abgebrochen und die malaysische Seite von dieser Entscheidung in Kenntnis gesetzt.
Der direkte Weg an die Presse ist mehr als ungewöhnlich und geeignet, sämtliche diplomatische Ohren aufzustellen.
Ein weiteres Zeichen setzten Amt und Position des Übermittlers. Colonel Harmit Singh ist der Sprecher des vereinten Armee, Marine- und Luftwaffenstabes, der nach dem Vorbild der 
Unified Combatant Commands der US – Streitkräfte für die indischen Militärbasen auf den Andamanen- und Nicobareninseln westlich Malaysias zuständig ist. Er sagte der AFP

„The entire operation is on hold for now. We are awaiting fresh instructions from Malaysia. None of the planes from our air fleet took off today. Even the navy vessels involved in search operations have moved to another island.“

Indien zeiht Malaysia der Lüge, Irreführung und Vertuschung 
Angesichts des gewaltigen Suchgebietes in der Andamanen-See und im Golf von Bengalen ist die 
Rückkehrorder an die an der Suche beteiligten indischen Seestreitkräfte ein klarer Affront gegen die malaysische Regierung. Er unterstellt ihr, sie halte Informationen zurück, die die Suche eingrenzen oder erübrigen könnten. Der oben zitierte Malaysian Insider erklärt recht deutlich, worauf der Vorwurf gründet:

The international search is now focused on two flight corridors – a northern one stretching from northern Thailand to Kazakhstan and a southern zone from Indonesia towards the southern Indian Ocean.
Several analysts favoured a route along the southern corridor over the ocean, saying the northern one would have required the plane to travel undetected through numerous national airspaces in a strategically sensitive region.
India air traffic controllers ruled out the northern route, saying it was „inconceivable“ the plane flew undetected over Indian airspace towards Kazakhstan.

Klartext: Das indische UCC der Andamanen- und Nicobaren weiß, daß Flug MH370 von der letzten Position, an der das malaysische Militär – im Unterschied zu (ungenannten, aber vom Weißen Haus kolportierten) amerikanischen Stellen – ihn geortet hat, keine nördliche Route nahm. Für die indische Navy erübrigt sich eine Suche im Golf von Bengalen, über dessen Luftraum sie volle Kontrolle beansprucht, wie eine kurze Recherche zeigen kann.
Seit 2012 beansprucht Indien volle Kontrolle der Verkehrswege im und über dem Golf von Bengalen
Für dieses Ziel wurde 2001 das Andaman and Nicobar Command geschaffen und die indischen Basen auf der Inselkette seither systematisch aufgerüstet und erweitert. Neben den Navy-Anlagen in Port Blair auf der Andamanenhauptinsel umfassen sie eine Luftwaffenbasis auf der 
Rutland Insel und weitere, kombinierte Basen auf Car Nicobar und in der Campell – Bay auf der Großen Nicobarischen Insel, weniger als 200 km nordwestlich der Nordspitze Sumatras. In Campell Bell wurde Anfang vergangenen Jahres eine Staffel Su-30MKI Abfangjäger stationiert, angeblich u.a. in Reaktion auf chinesische Spionageunternehmungen gegen die indische Aufrüstung auf den Andamanen. Kurz: Das Andamanenkommando beansprucht, keine Seele könne die Straße von Malacca und die angrenzenden Seegebiete zu Wasser, unter Wasser oder durch die Luft passieren, ohne daß die indische Armee dies merke, gleich gar nicht eine B-777.
Quellen:
How the Indian Navy can DOMINATE the Indian Ocean
September 3, 2012
India To Establish 2 Additional Missile Test Sites, Feb.2013
Andaman and Nicobar Islands: A security challenge for India, Jan. 2013
India Gives Navy Control of Andaman and Nicobar Command, Nov. 2013

Damit ist praktisch, nämlich diplomatisch und faktisch, gesichert, daß die B-777 entweder auf Diego Garcia gelandet wurde, oder auf dem Weg dorthin im indischen Ozean versenkt wurde, weil irgend etwas nicht nach Plan lief.

Man muß dem letzten Absatz an der Stelle nicht folgen, aber ich nehme ihn nicht zurück.
Zur Ergänzung zum indischen „Njet“ noch dieses Zeugnis.
Danach meldete sich Inmarsat offiziell zu Wort und leitete Phase 2 des Cover up ein.

Am 16.3.  ergab sich Malaysia der amerikanischen Führung, und schon am folgenden Tag zeigte sich, es wurde ihr nicht gelohnt, im Gegenteil. Der Artikel läßt Zitate nicht zu. Später tat sich die australische Regierung militant hervor, den Malaysiern zur Last zu legen, daß die Basis Butterworth Befehlen gehorcht hatte, die nicht im Interesse des Landes lagen, jedenfalls nicht direkt, sondern offenkundig einer Zwangslage entstammten, die überregionale Player schufen. Malaysia übergab die Untersuchung des Falles darauf operativ restlos – wenngleich nicht juristisch – der australischen ATSB.

Ich lasse den Abschnitt heute unabgeschlossen

Der Eintrag ist schon arg lang, und ich habe noch was zu tun.
Bis demnächst.

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