Methode des Irrsinns im ehemaligen US-Imperium

Wenn es eine Geschichtsschreibung des 21.Jhd. geben würde – ich bin sehr sicher, es wird keine geben – müßte Obama als der letzte Imperator des US-Imperiums figurieren.

Dies schwant offenkundig einem Haufen mächtiger nationaler, genauer faschistischer Proponenten dieses im Abriss befindlichen Imperiums aus dem Militärisch Industriellen Komplex, andernfalls gäbe es schwerlich das Phänomen, das in Vorabdrucken eines auf 12 Bände angelegten „Werkes“ von  Michael Isikoff and David Corn zu besichtigen ist. Der Titel dieses Jahrhundertwerkes Russian Roulette: The Inside Story of Putin’s War on America and the Election of Donald Trump.

Make no mistake: Das ist nichts Geringeres, als vorauseilende Rechtfertigung eines Nuklearkrieges gegen Russland, der z.B. mit einer Blockade Kaliningrads eingeleitet werden könnte – doch darauf hat die NATO eine Vorzugsoption und Pläne, die mit denen der US-Faschisten Berührungspunkte haben, aber nicht dieselben sind – oder – in Reaktivierung eines Plans aus der ersten Dekade des Jhd. – mit einem nuklearen Enthauptungsschlag gegen Teheran und Gom.

Die Narrative der jetzt veröffentlichten Abschnitte zu dekonstruieren wäre ein absurdes Unterfangen. Sie sind erkennbar an eine eingebundene Gefolgschaft der US-Faschisten und an Gläubige adressiert, die sich durch nichts irritieren lassen wollen und werden. Aber ich will wenigstens zwei Lehren hingeschrieben haben, die man aus dem Zeugs ziehen könnte.

  1. Der Beschluß der US-Faschisten und des MIC, Killary Clinton against all odds zur Imperatrice zu wählen, wird durch die Narrative hindurch als ein absolut irrationaler Vorgang kenntlich.
  2. Diese Irrationalität verweist auf einen Kern der Akteure, die sich an eine konkrete Tradition und deren konkretes Personal absolut gebunden fühlten oder sahen.

Diese konkrete Tradition benenne ich jetzt einfach in meinen Stichworten, ohne mich dabei um absolute oder relative Relevanz der einzelnen Punkte zu scheren:

Die Ermordung von JFK, die Erschaffung des Petro-Dollar, die Inszenierung des Jom Kippur-Krieges, die Arbeit der Stay-Behind Terrorkommandos in Europa, der Irak-Krieg seit 1991, der Putsch gegen Jitzhak Rabin 1995/6, die False-Flag Attacke nebst Putsch von 9/11, die Terroroperationen in Madrid und London und später Paris, die Mobilisierung von Satrapen gegen Washington im Libyen- und Syrienkrieg, die Ermordung von Christopher Stevens, der Einsatz einer Neutronenwaffe nahe Damaskus 2013, der Putsch in der Ukraine, die Operationen MH370 und MH17 und – um den Anschluß an den aktuellen Strang herzustellen – die Manipulation der US-Vorwahlen zu Lasten Sanders. All das begleitet von einer in die Hunderte gehenden Anzahl von Fememorden des Rackets im In- und Ausland an Dissidenten, Wistleblowern, Verrätern – dazu zählte schon der Mord an Stevens – von denen eine erkleckliche Anzahl auf das persönliche Konto einer klinisch verrückten Person namens Hillary Clinton gehen, die im Amt des Gouverneurs von New York eine maßgebliche Rolle im Putsch von 9/11 spielte, indem sie, zum Beispiel, für die banal kriminelle Beseitigung von Beweismitteln verantwortlich zeichnete.

Diese Tradition ist nicht, bei weitem nicht, nur die eines Rackets, einer Bande von Verschwörern. Aber indem und nachdem dies Racket in der Funktion einer transpersonalen Charaktermaske des US-Imperiums unwillentlich dessen Zerfallsmomente stärkte und den Zerfall beschleunigt hat, findet es sich in einer Lage, die einst bezüglich der Mafia-Kultur mit Werken wie „The Godfather“ und „Once upon a time in Amerika“ hübsch beschrieben wurde. Es bekommt ein Generationenproblem.
Die Auftragsarbeit von Michael Isikoff and David Corn gilt genau diesem Problem.

Abseits davon gebe ich nur diese „Gemme“:

The Russian hack-and-dump campaign, [the national security community, TG] generally believed [in 2016, TG], was unlikely to make the difference in the outcome of the presidential election. (After all, could Trump really beat Clinton?) Yet messing with voting systems could raise questions about the integrity of the election and the results. That was, they thought, the more serious threat.

Und deshalb wird jetzt der Letzte Imperator zum Hauptschuldigen und recht eigentlich Verräter gestellt, nämlich derjenige, der bewirkte, daß die „Intelligence Community“ aus Trump keinen Nachfolger mehr schnitzen kann. Hübsch, nicht wahr?

Vatikan und Jesuiten haben das 17. und 18. Jhd überlebt. Ich bezweifle, daß diese Geschichte sich wiederholen kann.

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