Macron unternimmt etwas …

… gegen das zionistisch amerikanische Racket. Zur diplomatischen Gegenwehr, auch im Zusammenhang mit der Affäre Skripal, wird es später am Tag einen Eintrag geben. Jetzt nur eine Notiz zur Arretierung des Expräsidenten Nicolas Sarkozy und der Ankündigung einer Kandidatur Saif al Islam Gaddaffis für libysche Präsidentenwahlen.

Es spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle, ob Saif al Islam tatsächlich noch lebt – woran ich weiterhin zweifle – und ob, falls das der Fall sein sollte, die Ankündigung der „Libyan Popular Front“ eine Ente oder Täuschung ist. Saif wurde nicht offiziell ermordet und das kann nach rationellem Ermessen nur den einen Grund haben, daß gültige Dokumente zur libyschen Kriegs- und Vorkriegsgeschichte auf irgend eine Weise an sein nominelles Überleben gebunden wurden.

Zur Vorgeschichte eine Kurzfassung im Abschnitt zum Libyenkrieg in meinem Essay Zur Berufung von Gen. ret. Michael Flynn zum Sicherheitsberater des POTUS, den ich bei der Gelegenheit als eine knappe Darstellung der abgelaufenen Phase der Imperiumskämpfe empfehle.

Sarkozy ist eine Schlüsselfigur nicht aufgrund seiner Verwicklung in libysche Bemühungen, der nuklearen Vernichtungsdrohung gegen Tripolis im Gefolge von 9/11 entgegen zu arbeiten, die maßgeblich dazu beigetragen hat, daß die europäischen NATO-Alliierten akzeptierten, den amerikanischen Putsch zum „Bündnisfall“ eines Weltkrieges gegen Antiamerikanismus zu deklarieren. Libyen versuchte daraufhin, überall in den imperialen Metropolen „Sonderbeziehungen“ zu führenden Cliquen und Rackets zu installieren, teils mit, teils ohne direkte Bestechung der Ziele.
Vielmehr hat Sarkozy sich vom Standpunkt der „Grande Nation“ des Hochverrates schuldig gemacht, als er mit Cameron und Killary Clinton zum Angriff auf die Imperiumspolitik Obamas und das deutsche Übergewicht in der europäischen Afrika-Politik paktierte – letztlich unter massiver Schädigung vitaler französischer Interessen in Nordafrika und im Nahen Osten.

Die libyschen Wahlkampfspenden, um die es jetzt offiziell gehen soll, sind schon seit Jahren hinreichend dokumentiert, um Sarkozy belangen zu können. Er wurde in der Vergangenheit mindestens zwei Mal vorübergehend festgenommen, doch sein Nachfolger Hollande verzichtete mit Rücksicht auf breitere Verwicklungen und Schäden für die französischen Eliten auf eine Anklage.

Zu diesen Verwicklungen zählt insbesondere die britische Mobilisierung aller dem britischen MI6 zugänglichen Kräfte der LIFG und Al Qaidas in der Vorbereitung des Libyenkrieges. Eine Schlüsselrolle spielte dabei der „Überläufer“ Al Qaidas in britischen Diensten, Noman Benotman .

Auf der anderen Seite ist die Mitteilung, daß Saif al Islams Zugang zu Kriegs- und Vorkriegsdokumenten, ob er noch lebe oder nicht, ein Faktor in imperialen Rechnungen bleibe, selbstredend an politische und geheimdienstliche „Versicherungspolicen“ gebunden. Dokumente, wie unzweifelhaft ihre Originalität forensisch auch zu beweisen sei, taugen nur im Umfang, mit dem sich eine robuste militärische Macht hinter sie stellen kann und will.

In Summe darf man mit Fug unterstellen, daß die erneute Festsetzung Sarkozys und die Ankündigung der „Libyan Popular Front“ eine konzertierte Aktion ist, die in der Hauptsache gegen den MI6 und das britische Foreign Office gerichtet ist.

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