Anstelle einer Fortsetzung

… zu der ich heute keinen Nerv mehr habe, ein paar rasche Notizen.

Die Skripals leben anscheinend noch und sind Vertretern der OPCW vorgeführt worden

… aber offenbar nur deshalb, weil die OPCW darauf bestanden hat, unter ihrer Aufsicht neue Blutproben entnehmen zu lassen, wie man diesergerichtlichen Mitteilung entnehmen kann.

Der kann man noch viel mehr entnehmen 1, aber ich beschränke mich vorerst auf einen Punkt, den ihr bei Craig Murray oder RT nachlesen könnt:

Porton Down kann das Gift, dem die Skripals angeblich ausgesetzt wurden, nicht klar identifizieren

Die britische Regierung lügt, Merkel und Macron lügen, und der Europäische Rat lügt.

Allerdings sollte man die Haltung des Europäischen Rates auch nicht überbewerten. Natürlich wird man North Stream opfern und sich damit eines bedingten Beistandes aus Washington gegen weitere kriegerische Akte der britischen Regierung versichern wollen.

Denn eine Reihe von Indizien deuten darauf hin, das Weiße Haus hat das britische 9/11 in der Hauptsache zum Scheitern gebracht. Meinen hier vorgetragenen Verdacht, die Wahl sei möglicherweise auf „Novichok“ gefallen, um einer israelischen False-Flag- Operation ein ungünstiges Feld zu schaffen, nehme ich komplett zurück. Es sieht aus, als habe Trump am 13.3. auf die hier berichtete russische Drohung gegen US-Waffenträger im Mittelmeer und persischen Golf mehr oder minder in letzter Minute einen NATO-Angriff auf Syrien unterbunden. Die Achse Trump-Mattis-Votel-Gerassimov-Putin scheint gegen die Angriffe seitens EUCOM und anderer NATO – Generäle vorerst behauptet.

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10 Antworten zu Anstelle einer Fortsetzung

  1. tgarner9 schreibt:

    Frage: Frau Bundeskanzlerin, Herr Präsident, ich hätte gerne hinsichtlich Ihrer Ankündigung nachgefragt, dass Sie weitere Maßnahmen gegen Russland koordinieren wollen, und zwar schnell: Ist vorstellbar, dass auch Deutschland und Frankreich wie Großbritannien russische Diplomaten ausweisen? Warum wartet man eigentlich nicht auf eine Analyse der Behörde für Chemiewaffen, die ja die Substanz untersuchen und dann auch die Herkunft klären kann? Was sind denn eigentlich genau die Beweise, die Frau May vorgelegt hat und die anscheinend so viele der Mitgliedstaaten davon überzeugt haben, dass man einen schärferen Kurs gegenüber Russland einschlagen sollte?

    BK’in Merkel: Theresa May hat uns bestimmte Erkenntnisse vorgelegt, aus denen wir schlussfolgern, dass die wahrscheinlich auch dann nicht sehr unterschiedlich sein werden, wenn man die Analyse der OPCW haben wird. Wir werden das natürlich sehr aufmerksam verfolgen. Emmanuel Macron hat ja diese Behörde auch besucht, und wir haben auch Vertrauen in sie. Aber wir glauben, dass die Analysen auch jetzt schon sehr fundiert sind, und das ist auch von niemandem infrage gestellt worden.

    Wir wollen uns in unseren Reaktionen koordinieren. Wie die genau aussehen, würden wir Ihnen gerne dann sagen, wenn die Koordinierung abgeschlossen ist. Aber wir waren uns einig, jedenfalls Deutschland und Frankreich, dass zusätzlich zu dem Rückruf des Botschafters noch weitere Reaktionen notwendig sind.

    P Macron: Um hier ganz klar zu antworten: Großbritannien hat gestern mit der Gesamtheit der Mitgliedstaaten die Beweiselemente geteilt, zu denen es gelangt ist. Frankreich war bereits um technische Unterstützung gebeten worden. Wir haben das befürwortet, und wir sind zu den gleichen technischen Schlussfolgerungen wie unsere britischen Partner gekommen. Diese Schlussfolgerungen zeigen ganz klar, um welche Art von Produkt es sich handelt. Unser Wissen um diese Substanz und die Eigenschaften führen, wie es die Briten öffentlich gesagt haben, zu einer Zuweisung gegenüber Russland.

    Letzten Montag hat die OPCW die Arbeiten aufgenommen – das wird Mitte April abgeschlossen werden -, um zu sehen, ob diese Erkenntnisse nachgewiesen werden können. Aber es geht um die ganz klare Zuweisung des Einsatzes dieser Chemiewaffen. Es gibt jetzt nämlich nicht mehr diesen Mechanismus der Zuweisung, der das ermöglicht hat, und es war unser gemeinsamer Wunsch, im Rahmen dieser Organisation einen solchen Zuweisungsmechanismus wiederherzustellen. Natürlich wird es hier wichtige Erkenntnisse geben, aber wahrscheinlich nicht so, dass wir unsere Sicht der Dinge ändern.

    Dritter Punkt hinsichtlich dieser technischen Elemente: Was in Großbritannien passiert ist, ist noch nie dagewesen. Das ist ein Angriff auf die Sicherheit und Souveränität eines verbündeten Landes, das auch noch Mitglied der Europäischen Union ist. Das erfordert eine Reaktion; denn sonst beschließt die Europäische Union, nicht mehr souverän zu sein, und das wollen wir nicht. Das ist eine Entscheidung, die wir gestern gemeinsam getroffen haben, und wie die Bundeskanzlerin gesagt hat, werden wir in den nächsten Tagen die Maßnahmen verkünden, zwar koordiniert und verhältnismäßig, aber als eine echte Reaktion auf das, was geschehen ist. Wenn das abgeschlossen sein wird, dann werden wir das auch verkünden.
    Bundeskanzleramt

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    • Berengar schreibt:

      Auf einer eigenen Ebene pikant werden die Einlassungen, wenn man berücksichtigt, daß Angela Merkel eine promovierte Physikerin ist, die nicht wenig Zeit in einem chemischen Fachinstitut verbrachte.

      Es ist völlig unmöglich, daß sie nicht weiß, was an diesen „Untersuchungen“ nicht ganz aufgeht.

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      • tgarner9 schreibt:

        Naja, mind the wording, Berengar. Zu Untersuchungen hat Frau Merkel nichts gesagt, sie sagte:
        „Theresa May hat uns bestimmte Erkenntnisse vorgelegt, aus denen wir schlussfolgern, dass die wahrscheinlich auch dann nicht sehr unterschiedlich sein werden, wenn man die Analyse der OPCW haben wird.“
        Genau genommen hat sie gesagt: „Frau May hat uns überzeugt, daß die OPCW die Ergebnisse liefern wird, die sie wünscht.“

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      • Berengar schreibt:

        Ja, das ist klar. Ich meinte eher diese Stelle: »Emmanuel Macron hat ja diese Behörde auch besucht, und wir haben auch Vertrauen in sie. Aber wir glauben, dass die Analysen auch jetzt schon sehr fundiert sind, und das ist auch von niemandem infrage gestellt worden.«

        Ausgerechnet der Nicht-PhysiChemiker hat eine Behörde besucht. Der wird vertraut. Niemand stellt das infrage. Was natürlich nicht stimmt, denn chemische Untersuchungen stehen und fallen nicht mit dem Vertrauen in das Institut, das sie durchführt, und daß die niemand infrage getellt hätte ist auch falsch – natürlich hat sie jemand infrage gestellt, wozu hätte er sich sonst zu einem Besuch aufraffen müssen, um selber nachzuschauen? Vertrauen geschaffen wurde aber offensichtlich nicht ins Laborequipment – vermutlich gab es daran nichts auszusetzen – sondern dem „Mechanismus der Zuweisung“.

        Jedenfalls kann man den verquasten Antworten ablauschen, daß die beiden beim Suchen des Vertrauens etwas gefunden haben müssen, das sie auf jeden Fall davon überzeugte, die Linie beizubehalten, die sie jetzt vertreten dürfen.

        So rum.

        Noch was anderes, Tom. Schau mal: Germany at odds with US on condemning Hezbollah in Iran talks

        Warum ist es zwei Teilnehmern der Gespräche so eminent wichtig gewesen, explizit darauf hinzuweisen, daß die Bundesregierung am „unkooperativsten“ gewesen ist, obwohl die Haltung der Bundesregierung in dieser Frage kein Iota von derjenigen beispielsweise Australiens abweicht?

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      • tgarner9 schreibt:

        Versteh ich nicht. Du kannst nicht verpasst haben, daß DoS seit 2008 bis hin zu mittelbaren militärischen Angriffen so ziemlich alles unternommen hat, Deutschland zu schädigen und seine Bedeutung in der EU zu schmälern. Deutschland war nach der Burgas-False – Flag die treibende Kraft, das israelisch-britische Ansinnen zu unterbinden, Hezbollah in toto zu kriminalisieren.

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      • Berengar schreibt:

        Ja, das ist mir schon bewußt. Was mir allerdings nicht ganz einleuchten will ist, warum sich jetzt jemand dazu veranlasst sieht, das ausdrücklich und auf großer Banderole ins große Schaufenster zu stellen.

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      • tgarner9 schreibt:

        Das steht eigentlich da, Berengar. Es gibt ein Ultimatum des DoS an die Europäer, bis zum 12.Mai den Iran Deal zu kippen, andernfalls Trump „es allein“ ginge. Es gibt in dieser Frage – soweit ich mitbekommen habe – eine stabile deutsch-französische Achse mit zwei noch stabileren „Auslegern“ nach Moskau und Peking. Hält das, ist sehr die Frage, ob Trump irgend was allein macht, außer Theater. Denn dann könnte – und würde, schätze ich mal – die iranische Regierung Klerus und Militär dazu überzeugen, daß man in Teheran ebenso theatralisch die Schultern zuckt und ankündigt, den Deal auch ohne Washingtoner Beteiligung gelten zu lassen. Denn das würde die NATO-Führung bis an die Zerreißgrenze zwischen Brüssel und Washington dehnen.
        Paris braucht man mit Blick auf Hezbollah nicht kommen, den es stellt praktisch die Gesamtheit der Unifil Truppe im Libanon, kann einfach mit de Ausstieg drohen und … na ja.. Also ist die Hezbollah – Frage ein Hebel, Berlin und Paris zu spalten, wenn man wirksame Druckmittel wie MH17, MH370 EAggEC, Novichok hat, von kleineren Nicklichkeiten abgesehen. Und wenn und solange es eh im Plan ist, Deutschland aufgrund seiner geopolitischen Lage so klein, wie möglich und nützlich zu machen.

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  2. ing08 schreibt:

    Excellent Herr Kommissar…:) und nochmals vielen Dank fuer deinen Input zur Diskussion @ http://www.craigmurray.org.

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  3. tgarner9 schreibt:

    Zeit-online am 28.3.: „Im Fall des in London vergifteten Ex-Agenten Sergej Skripal hat Großbritannien offenbar in nie da gewesener Weise Geheimdienstinformationen mit seinen Verbündeten geteilt. Die britische Regierung habe ihren Partnern „Geheiminformationen von nie da gewesenem Niveau“ übermittelt, teilte ein hochrangiger Regierungsvertreter in London mit.“
    Darunter:
    „Korrektur: In einer ersten Fassung der Meldung war von dem „getöteten Ex-Spion Skripal“ die Rede. Wir haben diesen Fehler korrigiert. Skripal wurde vergiftet, aber nicht getötet.“
    Mindestens drei Mal zuvor ist großen MSM-Publikationen in den letzten Tagen derselbe „Fehler“ unterlaufen.

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  4. Pingback: „Novichok“ – Die Untertanen bestehen auf ihrem (Irr-)Glauben an die (Irr-)Rationalität ihrer Herrschaft | Themen & Essays

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