Russische Regierung hat die Eliminierung Julia Skripals geduldet

Unter Berufung auf Insider hat die „Sun“ schon gestern mitgeteilt, Julia sei von bewaffneten Häschern auf einen militärischen Stützpunkt verbracht worden, wo sich Militärärzte ihrer annehmen werden.

A source said of Yulia: ‘’She is in hospital on a military base for her own protection and to monitor her health.
“The effects of this nerve gas are unknown and could resurrect themselves at any point.”

Letzteres ist eine komplette Lüge.

Andererseits sind die Risiken einer echten Vergiftung mit Nervengas – sie lag hier nicht vor, nach allem, was man wissen kann – wohl bekannt: Epileptische Anfälle, die im Einzelfall tödlich sein können. Das ist nicht der Beritt von Militärärzten und eine klinische Bewachung ist eine unnötige Vorsorge. Es gibt auch im UK eigens für solche Vorsorge ausgebildete Krankenbegleiter – wahrscheinlich etliche tausend. Umgekehrt können Militärärzte jederzeit ziviler Gerichtsbarkeit entzogen werden – anders, als die ärztliche Direktorin des Hospitals in Salesbury, Dr. Christine Blanchard oder von der Klinik bestellte Krankenbegleiter.

Julia ist also entweder schon getötet worden, oder sie soll bei Bedarf jederzeit getötet werden können, etwa wenn sie dem MI6 die Zuarbeit verweigert. Im letzeren Fall ist sie aktuell der Folter ausgesetzt. Die russische Regierung schweigt dazu. Sie hat wichtigeres zu tun.

Zugleich bleibt die OPCW im Fall Skripal stumm. Sie hatte Ergebnisse für den Anfang der laufenden Woche angekündigt.

 

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2 Antworten zu Russische Regierung hat die Eliminierung Julia Skripals geduldet

  1. tgarner9 schreibt:

    Kommentar von Craig Murray:
    https://www.craigmurray.org.uk/archives/2018/04/yulia-skripal-is-plainly-under-duress/#tc-comment-title
    Mein Senf dazu (der möglicherweise gelöscht wird, wie ein ähnlicher Kommentar gestern):

    „I don’t know if the use of „plainly“ in Craig’s titel is conspicuous for native speakers, hence meant to be ambiguous. To me the statement of the Yard is definitely an exhibition of Yulia under duress, since mentioning „specially trained officers“ underlines the report of the „Sun“, she was put away under military confinement. Even if it was police confinement, that would be a terrible mistake under the assumption of Russian guilt. In this case Russia would have means to blackmail Yulia with threats to the prejudice of her russian relatives and friends. So it was imperial to avoid putting her in a situation that allows her at any time to claim being put under duress. The british authorities either disregad any logic by arrogance (they could leave her under supervision of councelors, like they did with Julian Assange) or, as I said, they intend to exhibit the duress against Yulia.
    There are no torn limbs to see, no smashed bones nor burned flesh. But otherwise it is exactly done the way, the Inquisition used to handle it. The witch / witness of sorcery was tortured, she has confessed, holy justice is done. And for the purpose to leave it at that, she has to „burn“, she has to be killed, there is no other way.
    And make no mistake – that is the way civilization works, has always worked in varying designs and arrangements. You finished a circle in history of slavery – that’s all.“

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  2. tgarner9 schreibt:

    Ein Wortwechsel anderswo:

    1) Ein bescheidener Vorschlag. Die russische Botschaft, oder noch besser Julia selbst, könnten einen solicitor (Notaranwalt) aus dem Telephonbuch wählen, der die Originalität der vom Yard verbreiteten Erklärungen „on behalf“ bestätigen und die Umstände nennen könnte, unter denen ihm erlaubt wurde, sich von deren Originalität zu überzeugen.
    „Was hätte die russische Regierung tun sollen? GB den Krieg erklären und einmarschieren?“
    Es ist schon erstaunlich, wie glatt die Kriegs- und Inquisitionskultur auf ihre nominellen Gegner durchschlägt.

    2) „Abgesehen davon halte ich es für möglich, daß das auch von russischer Seite versucht wurde.“
    (einen Anwalt zu beauftragen)

    Exactly. Tatsächlich weiß ich von John Helmer, dem ich in diesem Punkt vertraue, daß der Versuch gemacht wurde. Helmer ist auf diesen Punkt allerdings nicht zurück gekommen.
    Der Witz an der Geschichte ist, daß wir über Verlauf und Ausgang dieser Initiative nichts wissen müssen, weil Erfolg und Scheitern auf dasselbe hinaus läuft, falls Julia überhaupt noch lebt: Entweder unter Druck, oder aus freiem Willen kommt Julia weder der britischen Anklage in die Quere, noch gibt sie die Verräterin an Russland und die russische Seite hat entschieden, die Sache gegenüber der Öffentlichkeit in dieser Schwebe zu belassen, indem sie vorgibt, nichts weiter getan zu haben, als sich beschweren, und nichts weiter zu wissen.
    Das ist das ausführlich vorgestellte Argument im Zusammenhang meiner Blogveröffentlichungen. Man muß das nicht so auffalten, um zu erkennen, es liegt ein russischer Beitrag zur britischen Gesichtswahrung vor.

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