NATO-Invasion Syriens hat in der Nacht begonnen

Ergänzung (12.9.) im Kommentar

Erdogan hat sie gestern im WSJ in einer kaum verhüllten offiziellen Kriegserklärung gegen Damaskus angekündigt und gerechtfertigt. AMN beruft sich auf Söldnerquellen mit der Mitteilung, das seit längerer Zeit an der syrischen Grenze aufgestellte türkische Truppenkontingent habe heut nacht die Grenze mit unbekanntem Ziel überquert. Im Unterschied zu den vergangenen Invasionen der Türkei im Gouvernement Aleppo und der Provinz Afrin gilt der Einmarsch den syrischen Regierungstruppen.

Am Morgen haben lt. einer Mitteilung des Oberkommandos der in Syrien stationierten russischen Truppen die Filmarbeiten für einen gestellten Chlorgasangriff begonnen. Die Mitteilung gibt zu wissen, daß die russische Armee spätestens seit heut früh alle erreichbaren und lohnenden NATO-Ziele mindestens im östlichen Mittelmeer im Fadenkreuz hält. Die russische Heimatfront ist durch das gestern begonnene Manöver „Vostok 2018“ nahezu voll mobilisiert.

Anders, als das WSJ es in einer Psy-Op darzustellen beliebte, werden sich die NATO-Truppen hüten, russische Ziele anzugreifen. Die türkische Syrieninvasion ist dafür das sichere Kennzeichen. Sie operiert unter dem Schutz eines Angriffes, der m.E. der syrischen Zentralregion, den nördlichen Teilen der Provinzen Hama und Homs gelten wird, um die Verbindungen nach Deir Ezzor und Aleppo zeitweise zu unterbrechen. Einen massiven Angriff auf Armeeeinrichtungen in Damaskus, geleitet vom Militärgeheimdienst Israels, halte ich nicht für ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich. Die russischen Truppen werden still halten und ein Maximum an ideellen Erfolgen an der Front ihres „Kulturkampfes“ einzufahren suchen.

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5 Antworten zu NATO-Invasion Syriens hat in der Nacht begonnen

  1. tgarner9 schreibt:

    Ergänzung

    https://www.rt.com/news/438250-lavrentiev-remarks-syria-idlib/
    http://tass.com/world/1021091

    Der russische UN-Botschafter faßte zusammen (TASS), was außerhalb des UN-Parketts in offiziellen Debatten und Presseleaks offensichtlich wurde: NATO und Pentagon arbeiten hinter den Kulissen fieberhaft daran, einen Militärschlag in Syrien, möglicherweise auch einen Entstaatlichungsangriff, von False Flag Attacken zu emanzipieren. Das geschieht selbstredend nicht mit dem Ziel und Zweck, sie zu erübrigen – ihre Funktion im Öffentlichkeitsmanagement wird erhalten bleiben – sondern um die Unterwerfung Frankreichs und Deutschlands unter die militärische NATO-Hegemonie unter Führung von General Dunford abzuschließen.

    Putin, durch den Mund seines Sondergesandten Alexander Lavrentiev (RT), nimmt derweil die allseits, auch von seinem Oberkommando, verschwiegene NATO-Invasion durch türkische Truppen für „Astana“ in Anspruch, indem er von Äußerungen seines diplomatischen Chefs Lavrov zurück tritt, der das alte und stets fiktive Konzept einer Trennung von „Terroristen“ und fiktiven „Rebellen“ für gescheitert erklärte. Klartext: Das politische Oberkommando der russischen Truppen IST für den Moment von der Idleb-Offensive zurück getreten, hat sie im Minimum verschoben..

    Ab jetzt geht es darum, ob die NATO sich von Putins Volte das gewonnene „Moment“ gegen die deutsche und französische Regierung und für die Neueingemeindung des islamofaschistischen Regimes in Ankara in die NATO schwächen lassen wird, oder nicht. Wird es nicht, denke ich, und Putins Versuch, auf der Ebene des schon zitierten „Kulturkampfes“ kleine Keile IN die NATO zu schlagen, wird die Niederlage der vom UK im Rahmen des Brexit-Angriffes schon stark in Mitleidenschaft gezogene deutsch-französische Achse nur noch vertiefen.

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  2. Klaus-Peter schreibt:

    Ich zweifle eh, dass die Idlib-Offensive je stattfinden sollte. Die Russen können doch nicht so blöd gewesen sein, tausende Jihadis dorthin umzulagern und drauf hoffen, dass die Türken sie dort mäßigen und erziehen.

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    • tgarner9 schreibt:

      Hi, Klaus-Peter.
      Wie kommst Du auf „mäßigen und erziehen“? Es sind Söldner. Der gewünschte Deal war, sie unter exklusive türkische Klientelschaft zu nötigen und damit zugleich die türkischen Ambitionen zu binden. Eine absurde Vorstellung, gewiß, aber sie reflektiert nur die Absurdität eines um Geopolitik zentrierten Weltbildes, das jede Kreml-Führung kultivieren muss, weil es im Institut der russischen Föderation eingebettet ist, verstehst Du? Diese „Blase“ im Phasenraum war schon da, als Russland die Syrienintervention begonnen hat.

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      • Klaus-Peter schreibt:

        Ja, sicher trifft es „Klientelschaft“ eher. Verstehen tue ich im Moment wenig. Heute und gestrern bretterte mit voller Wucht Übles ein.

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