Khashoggi & Co. – kleiner Presseüberblick

… aus dem imperialen Knotenpunkt Tel Aviv.

PUTIN TO ISRAEL, U.S.: LOOSEN SANCTIONS IN EXCHANGE FOR IRAN LEAVING SYRIA

Der israelische Channel 10 fungierte abermals als Durchstichmedium. In einer geschlossenen Sitzung hat Netanyahu das Foreign and Security Committee der Knesset über seine jüngsten Unterredungen mit Putin und dem MENA-Sonderbotschafter des DoS, Jim Jeffrey, unterrichtet. Anders, als das Washingtoner Establishment propagiert hat, traf Jeffrey auf die volle Kooperationsbereitschaft der RF bei dem Ziel, „Irans Einfluß und Präsenz“ in Syrien und Irak „zurück zu drängen. Das Leak läßt offen, inwieweit die russischen Angebote und Bedingungen auf Angeboten der Iranischen Republik beruhen, gibt aber einen Hinweis darauf, daß die RF überwiegend als Mittler fungiert:

According to the report, at the beginning of the month Netayahu met with the American envoy to Syria, Jim Jeffery, and discussed the matter with him. Netanyahu was asked by the Knesset members if Israel expressed its stance on the proposal, and he answered that at this stage there is no official Israeli position.

„Containing Iran“, resp. Regime Change, ist bekanntlich für die Zionisten nichts als ein Titel und Symbol für die Pflege und Erhaltung der israelischen Hegemonie im MENA. Israel wäre mit einem Abzug aller echt oder vorgeblich iranischen Kräfte in Syrien nicht bedient, im Gegenteil, weil sein international gängigster Titel verloren ginge. Deshalb kommt folgender „Meinungsartikel“ präzise „an der Zeit“:

GIDEON SA’AR: WINDOW OF OPPORTUNITY FOR STRIKE ON HEZBOLLAH IS CLOSING

„If Hezbollah will achieve precision strike capabilities, they will cause us very significant damage. This is a clear redline“. If an Israeli preemptive strike is not carried out in the near future, the window of opportunity for preventing Hezbollah’s precision strike capabilities will close, former education and interior minister Gideon Sa’ar (Likud)

Das ist das Hauptthema bei „Debka“

Iran/Hizballah build new militias in Syria against northern Israel. What is Eisenkot missing?

… denn der israelische Generalstabschef hat sich unzweideutig und entschieden gegen die Advokaten eines Libanonkrieges in nächster Zukunft gestellt. Debka gibt ihn deshalb mit wortgewaltigen Herabsetzungen zum Abschuß frei. Allerdings:

Still, Eisenkot’s missed perspective is shared by some IDF officers

Ein „Opportunitätsfenster“ für die Schlachtung einer vier bis fünfstelligen Zahl arabischer Untermenschen im Libanon ist das Thema zahlreicher kürzlicher Veröffentlichungen in der israelischen Presse. Abermals Debka:

Beirut asks for Russia’s air defense net to cover Lebanon as well as Syria

Russland werde sich selbstredend nicht gegen einen israelischen Libanonkrieg stellen, solange Trump / Mattis es nicht tun, bzw. ihnen die Hände gebunden werden, es zu tun. Das ist meine Paraphrasierung des Inhaltes und der freizügigen israelischen Verbindung des Themas mit dem Khashoggen.
Erneut Debka:
<h4>USAF takes control of Syrian skies. Unidentified air strike on Iranian target

Das Thema der gemeinsamen, ohne Kennung ausgeführten terroristischer Luftschläge der IDF und in Quatar (Al Udeid) stationierter USAF-Flieger auf syrische Ziele, über das ich seit Monaten berichtet habe. Die erste Botschaft des Artikels lautet, diese staatsterroristische Kooperation zwischen NATO und Teilstreitkräften der IAF habe eine breitere Basis erlangt. Jetzt sei auch die US-Marine, repräsentiert durch die aktuell vor Syrien operierende USS Harry Truman Carrier Strike Group mit von der Partie, sowie Flieger von der Al Dhafra Air Base in the UAE. Ob das stimmt, oder nicht, ist für die Mitteilung, die Debka jedem unter die Nase reiben will, der sie zur Kenntnis nehmen mag, ohne Belang. Das kann man recht gut an der zweiten Botschaft erkennen, über die ich oben schon berichtete:

 … so long as the Russian S-300s are non-operational and the US Air Force provides an umbrella, Israel is offered a window of opportunity for resuming its assaults on Iran’s presence in, and arms deliveries, to Syria. There is no knowing how long that window will stay open.

Die JP zu dem Thema:

REPORT: TRUMP DELAYS PEACE PLAN UNTIL FEBRUARY

Das beruft sich auf einen (palästinensischen) Al Quds-Artikel:

The paper’s correspondent in Washington quoted an unnamed “informed source” as saying that Trump prefers not to publish his plan at all, certainly not under the current circumstances where the situation in the Middle East is “unclear and volatile.”

Alles Khashoggi …

Doch der Regime-Change-Angriff auf das KSA sei unterdessen in eine Stärkung MbS und seiner Gefolgschaft umgeschlagen, legt die ToI ihren Lesern nahe. MbS ist zu einer Nahost-Rundreise aufgebrochen, berichtet sie, die seinen für den 30. Nov. vorgesehenen Auftritt auf dem G-20 Gipfel in Buenos Aires vorbereiten soll.

The prince, who arrived in Abu Dhabi (UAE) late on Thursday, is also due to visit other Mideast countries, where he will be warmly received by Arab leaders who have stood firmly by his side amid international outrage over Khashoggi’s horrific slaying.

Debka stellt in den Raum, MbS Auftritt könnte verhindert oder verhagelt werden. Verhindert – das bezweifle ich. Aber verhagelt, verhagelt wird er sicher. Guckt ihr zum Beispiel das:

Das alles ist bloß Materialsammlung, zu mehr habe ich am WE keine Zeit, erst recht nicht zur Fortsetzung des Themas „Brexit“.

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Eine Antwort zu Khashoggi & Co. – kleiner Presseüberblick

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