US-Militäraristokratie visiert Moldawien-Krieg an

Stryker deployment to Black Sea will bolster NATO’s eastern flank

(…) While most of the media attention has focused on the redeployment of forces from Europe back to the United States, a new strategic decision was made by the U.S. that will result in an increased military presence in NATO’s new front yard: the Black Sea. (…) By deploying a Stryker brigade into the Black Sea, the United States would … give U.S. forces the combat capability and mobility to cover a lot of ground quickly in the Black Sea region. A Stryker brigade is equipped with a lot of firepower … Retired Gen. Ben Hodges, the former commanding general U.S. Army Europe, told me that: “A Stryker brigade helps us solve a lot of the mobility challenges of operating in the Black Sea. Romania has one of the worst road networks in the entire European Union, according to the EU. The addition of a Stryker brigade allows U.S. forces to overcome these conditions and move quickly around the region in the event of a crisis,” he said.

 

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3 Antworten zu US-Militäraristokratie visiert Moldawien-Krieg an

  1. tgarner9 schreibt:

    Follow-up zur US-Staatsstreichdebatte
    Thomas Schusters Promotion einer Hetzkampagne der US-Presse gegen Trump, Corona-Strategie in den USA: Gezielt planlos? kommentierte ich mit „Defense one“ – Erster offener Aufruf an die Generalität zum Staatsstreich (obligatorisch für diesen Kommentar, zusammen mit der darunter stehenden Ergänzung „Bedingter Disclaimer“). Für Leser, die Interesse haben, sich in Färbungen und Texturen des Zerfalls des politischen Standes der USA einzulesen, reiche ich den Link zu dem dort erwähnten Artikel von Anne Applebaum nach:
    https://www.defenseone.com/policy/2020/07/history-will-judge-complicit/166597/(vom 1. Juli, „Long Read“).

    Schon einen Tag nach dem Aufruf hat Defense_One eine Gegenposition veröffentlicht, die ein um Klassen prominenterer Autor zeichnete: Jim Golby, der u.a. Politikberater der US-NATO-Mission gewesen ist:
    https://www.defenseone.com/ideas/2020/08/military-wont-save-us-and-you-shouldnt-want-them/167661/

    Unter formeller Betrachtung habe ich einzuräumen, daß die Veröffentlichung dieser Gegenposition den Aufruf zum Staatsstreich in einem der bedeutensten militärischen Journale in sein Gegenteil wendet und daß der Zusammenhang, den ich mit der logistischen Vorbereitung des Pentagon für eine eventuelle Anstiftung eines Moldavienkrieges hergestellt habe, gegenstandslos sei.
    Aber das nimmt halt nicht weg, daß es diese heftige Staatsstreichdebatte am angegebenen Ort gibt, sie also nicht allein ein zählender Faktor ist, sondern militärpolitisch als ein solcher vorgestellt und damit bestärkt wird.

    Wer die Gegenposition aufmerksam liest, wird merken, was ihrem Pathos zugrunde liegt. Golby sagt im Klartext: Ein Staatsstreich werde die Amerikanische Föderation nicht allein augenblicklich zerlegen können, es müsse geradezu dazu kommen, um das politisch-weltanschauliche Fundament dieser Föderation (im Klartext ist das der auf den Rest der Welt ausgedehnte Siedlerkolonialismus, der später „Exceptionalism“ getauft wurde) und damit die Identität der amerikanischen Nation wenigstens ideell zu erhalten.

    Thomas Schusters neues Ding ließe sich jetzt als „Angebot“ eines „Königswegs“ lesen, das Staatsstreichthema und damit eine heillose Zerrüttung der US-Eliten aus dem Spiel zu nehmen.
    Eltliche Kommentatoren hier haben mit guten Gründen vorgebracht, Kamala Harris sei als Stallvertreterin (kein Schreibfehler) oder Nachfolgerin Killary Clintons anzusehen.

    Einer der guten Gründe liegt im Charakter Joe Bidens. Dieses Monster hat einen Eigensinn den er in seinem Ehrgeiz nicht aufgehen läßt, anders als Clinton, deren Eigensinn in nichts anderem, als dem Willen besteht, „ganz oben“ zu stehen und in allen Machenschaften, in die sie verwickelt wird, die Vorhand zu gewinnen, sich von Niemandem an Rücksichtslosigkeit und selbst Bosheit übertreffen zu lassen (letzteres markiert den Übergang in eine pathologische Geistesverfassung).
    Vom Kamala Harris weiß ich auf diesem Feld gar nichts. Aber man hat sich hier klar zu machen, was für die Fraktion der „Internationalisten“ und unter ihnen namentlich den Flügel der „Chaos-Reiter“ vom praktischen Standpunkt das oberste Ärgernis an Trump ist: Er hält seine dicken Pfoten hermetisch über die Roten Knöpfe. Er hält bei aller Aufrüstung der Streitkräfte für einen „begrenzten Nuklearkonflikt“ an der Ideologie der „Abschreckung“ eisern und prinzipiell fest. „Ey, Kim, Wladi, wir sind uns doch einig, die größten Eier habe ich, hm?“ „Klar, Donald …“

    Obama hatte Killary als Vize zurück gewiesen und stattdessen Biden genommen, weil Bidens Pathologie weltanschaulich-religiöse Schranken hat, die Obama teilt. Könnte es sein, daß Harris kaum oder gar nicht systemisch krank ist, aber deshalb auch keine Schranken aufzubieten hat?

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  2. tgarner9 schreibt:

    (abgekippt)
    Teil 1: Trump’s semirevolutionärer Liberalismus
    Anerkennung an „cracy horse“, der bemerkt hat, das Zitat aus Trump’s UN-Rede enthält Widerlegungen all dessen, was der Autor des Artikels schreibt.
    Der erste Satz im Original:

    If you want freedom, take pride in your country.

    Leider scheitert Cracy Horse an der Übersetzung, was keine Schande ist, denn so gut wie jeder Linguist würde heutzutage denselben Fehler machen:

    Wenn Sie Freiheit wollen, seien Sie stolz auf Ihr Land.

    Das wäre ein Quatschsatz, den jemand nur durchgehen lassen kann, wenn er den patriotischen Imperativ das Hirn unbearbeitet passieren läßt, weil er ihn teilen will.

    Trumps Rede ist an Staatenlenker, an Führungsfiguren gerichtet, vere? Die sind voraussetzungsgemäß „stolz auf ihr Land“. Es ist das unhintergehbare erste Gebot jeden diplomatischen Verkehrs zwischen Vertretern von Souveränen, in dem der Inhalt und die Reichweite nationalstaatlicher Souveränität auf der internationalen Ebene ausgelotet und ausgereizt werden muß, soll er über Grußadressen hinaus gehen.
    Mehr noch ist solcher Stolz Grundausstattung jeden Staatenlenkers /-führers und sei es ein Bilderbuchdiktator. Die Ressourcen, verfasster politischer und ökonomischer Zustand des Geschehens in einem Land, sowie Inhalt und Grad der Zugriffs- und Bestimmungsmacht eines Herrschers auf „sein“ Territorium im Verhältnis zu inneren und äußeren Konkurrenten und Aspiranten, das sind nicht nur Gegenstände der Machtausübung, es sind zugleich seine Mittel, denen sie dienstbar zu sein hat.

    Die Notwendigkeit und mindestens bedingte Unhintergehbarkeit der Dienerschaft eines Führers könnte den Leser auf die Spur der korrekten Übersetzung setzen:

    „Wenn Sie Freiheit wollen, setzen sie Ihren Stolz in (auf) ihr Land“

    „Seinen Stolz auf etwas“ oder, noch präziser, „darein setzen, etwas zu tun“, ist im Deutschen eine im Zuge der quasireligiösen Psychologisierung von Allem und Jedem außer Gebrauch geratene Lexik und Semantik, die im Englischen (be proud of, take pride in) erhalten blieb, weil Teil einer Plethora idiomatischer Formulierungen.

    Spätestens an dieser Stelle sollte dem Leser aufgehen, mit welcher dogmatischen Tradition Trump mit diesem Satz unauffällig, aber radikal gebrochen hat: „American Exceptionalism“. Deren Vertretern bietet der Satz allerdings ein ideologisches Schlupfloch: Ja, wenn man „Exceptionalism“ nicht für ein machtpolitisches Ideal nimmt, sondern eine Bezeichnung für Stellung und Rolle der amerikanischen Nation auf dem Weltmarkt, dann kann man den Satz als nahezu zynische Mahnung zur Demut vor der Übermacht „Amerikas“ lesen. Und man kann mit guten Erfolgsaussichten darauf wetten, daß dem Donald an dieser Zweideutigkeit gelegen war.

    Aber jeder weiß, der Donald attestiert seiner Nation eine Krise und einen inneren Verfall auf allen Ebenen, außer denen der „Ressourcen“ und der „Potentiale“, folglich einen Zustand, der die Folge eines schlechten Umgangs seiner Führer mit den Gegebenheiten des Weltmarktes und der Nationenkonkurrenz auf ihm sei. Das ist der Ausgangspunkt seines Stolzes auf „sein Land“ und wir werden im Fortgang sehen, daß seine Rede die Aufforderung an die Kollegen enthält, für ihre Nationen den gleichen Standpunkt einzunehmen. Doch schon dieser erste Satz deckt diese Aufforderung.

    Das merkt man, wenn man probehalber unterstellt, die Adressierung dieses Satzes an die Vertreter von Wladimir Putin, Xi Yinping, Kim Jong-un, Hassan Rohani, vielleicht sogar der venezuelanischen und syrischen Staatsführungen, sein nicht geheuchelt.
    Die Unterstellung bringt nämlich eine Voraussetzung zur Geltung, die recht eigentlich trivial ist: Unter ihrer Geltung behandelt Trump den Weltmarkt als die imperiale Macht des Globus, eine Schicksalsmacht, die über die Prosperität einer Nation entscheide, sofern und solange die Staatenlenker ihr nicht zuwider handelten.

    Und das, Leute, ist einfach die ideologisch ausgesprochene Wahrheit über den militärisch vollendeten Weltmarkt, dessen amerikanisches Erbe Donald Trump angetreten ist.

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  3. tgarner9 schreibt:

    Kaperung iranischer Ladungen vor Venezuela

    Ich will annehmen, Du seist sehr jung und Deine zeitgeschichtlichen Kenntnisse lückenhaft. Immerhin wirst Du mitbekommen haben, daß die NATO-Staaten der amerikanischen Delegitimierung der Maduro – Regierung zugunsten eines Satrapen namens „Guaido“ gefolgt sind, obwohl das in krassem Widerspruch zu ihren internen Rechtsordnungen stand. Nachdem die formaljuristisch „piratisch“ und „banditistisch“ zu nennenden britischen und amerikanischen Übergriffe auf den Seehandel von denselben Regierungen trotz hier und da vorgebrachter verbaler Einwände und Kritiken widerstandslos hingenommen werden, kannst Du nicht mit nüchternem Verstand von „Zusammenbruch jeglicher Rechtsordnung“ sprechen, schon gar nicht, wenn Du das im nächsten Atemzug mit „Zusammenbruch der aktuellen Weltordnung“ gleichsetzt. Denn in dieser Gleichsetzung hast Du bereits anerkannt, daß es sich um keine Rechts- sondern Gewaltordnung handelt, und nicht um einen „Zusammenbruch“, sondern eine Kündigung.

    Unter dieser Voraussetzung können und sollten Dir diese Vorkommnisse zeigen, daß die Kündigung im Sinne ihrer Urheber unwirksam ist, jedenfalls deutlich weniger wirksam, als sie verlangen. Sonst bräuchts keine Übergriffe dieser Art, richtig?

    Spätestens an der Stelle wäre eine Nachforschung fällig, wann denn diese Kündigung ausgesprochen wurde, und dann würdest Du fündig bei der Ausrufung einer „New World Order“ durch den US-Präsidenten H.G. Bush im Jahr 1991, im Gefolge eines biblischen Massakers, das amerikanische und britische Streitkräfte im Irak anrichteten.

    Wenn man also so blöd sein will, nach Schuldigen zu fragen, dann wäre in Summe nicht auf Bush zu zeigen, nicht auf Trump, nicht auf May, sondern auf das Kollektiv der sogenannten „Alliierten“ der USA, welche die Kündigung ihres Gewaltverhältnisses untereinander seit 1991 einerseits hingenommen (1), andererseits hintertrieben haben, wo immer ihnen das tunlich und vorteilhaft erschienen ist.

    Wenn man auf die bescheuerte bis absurde Schuldfrage (und damit den legalistischen Quark insgesamt) verzichten will, ist ein weites Feld eröffnet, das nicht leicht abzudecken ist.
    Aber man könnte einfach mal damit anfangen, daß es eine unzweideutige militärische Voraussetzung für Übergriffe auf den Seehandel gibt. Die ausführende Macht muß nuklear bewaffnet sein. Andernfalls ließe sich der Übergriff mit Versenkung der Angreifer oder Revanche-Operationen piepeinfach militärpolitisch neutralisieren. Das hätte übrigens auch die Maduro-Regierung versuchen können. Sie hat in den letzten Wochen iranische Ladungen mit Kampfflugzeugen absichern lassen und ich bezweifle, daß der aktuelle Angriff außerhalb der Reichweite der venezuelanischen Air Force stattfand.

    So weit, so unzureichend.

    (1) … und auf etlichen Schauplätzen, z.B. Jugoslawien (Deutschland!) und Afrika (UK, Frankreich) für ihre eigenen Zwecke benutzt haben!

    Ergänzung zu „militärpolitisch neutralisieren“
    In diesem Sinne war der britische Angriff vor Gibraltar der um Klassen wichtigere Vorgang. Denn das britisch beanspruchte Hoheitsgewässer ist zugleich eine „internationale Schiffahrtsstraße“ deren Unantastbarkeit eine Existenzbedingung der spanischen Nation ist. Die spanische Regierung, die sich in den Jahren zuvor immerhin zu einem erbitterten Streit mit dem UK um die Hoheit über Gibraltar aufgemantelt hatte, hätte alles Seerecht der Welt gehabt, den britischen Special Forces die „Adrian Darya 1“ zu entwinden, was militärisch einfach und unblutig möglich gewesen wäre (Ultimatum, dann nach Warnung systematische Rakentenangriffe auf Brücke und Aufbauten).

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