NATO steht zur Lizensierung ethnischer Säuberung Karabachs – updated

Der Titel liefert insoweit „Fake News“ aus, als Stoltenberg, im gestrigen Presseauftritt mit dem armenischen Präsidenten (!) Armen Sarkissian, stopped short of admitting, daß die NATO den türkischen Kriegseinsatz beauftragt hat, so wie man einem eifrigen Untergebenen einen Auftrag zu geben hat, zu tun, worauf er brennt. Doch die Inszenierung des Auftritts, die diplomatische Zeichensprache und die Wortwahl bedeuten einem kundigen Beobachter, daß genau dies der Fall ist.
Begründen werde ich die Behauptung nicht. Ich kann niemandem die Kompetenz, solche Vorgänge zu beurteilen, ersetzen.

https://www.natomultimedia.tv/portal/Asset.html?id=641825

Der armenische Präsident ließ einerseits nichts an Unterwürfigkeit zu wünschen übrig.
Andererseits ließ er sich nicht nehmen, die Beteiligung der NATO an dem türkischen Feldzug auf derselben, diplomatischen Ebene, auszusprechen. Sobald die türkischen Angriffe, und die türkischen Unterstützung für den azerischen Feldzug ende, werde der Weg zu einer Verhandlungslösung des Konfliktes frei, teilte er mit.

Update
In der heutigen Pressekonferenz aus Anlaß der Konferenz der NATO-Kriegsminister bekannte Stoltenberg gegenüber einem Journalisten von Rferl, die Rolle der Türkei im Karabachkrieg gegenüber dem armenischen Präsidenten für off limits erklärt zu haben.
Die Frage, ob Stoltenberg beabsichtige, die armenischen Anklagen in irgend einer Weise innerhalb der NATO, beispielsweise gegenüber dem türkischen Kriegsminister, zu thematisieren, beantwortete er damit, gegenüber Sarkissian klar gestellt zu haben, die Türkei sei ein „valued ally“, und dann das Thema zu wechseln und Angriffe auf Zivilisten zu verurteilen.

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Eine Antwort zu NATO steht zur Lizensierung ethnischer Säuberung Karabachs – updated

  1. tgarner9 schreibt:

    https://www.heise.de/tp/features/Syrien-Russischer-Angriff-auf-die-Lieblings-Miliz-der-Tuerkei-4940222.html
    Die NATO macht das sehr geschickt
    anders, als Pany, in dessen Texten gewöhnlich die Lüge und ein schlechtes Gewissen aus den tapsigen Zeilen spricht.

    Die NATO-Generäle haben mit einer Hand die ethnische Säuberung Karabachs beauftragt. Es ändert nichts, daß der türkische Führer um den Auftrag möglicherweise ersucht hat.
    Mit zwei anderen Händen, nämlich Vertretern des zionistischen Flügels der amerikanischen Patrioten in Kongress und Streitkräften, und deren europäischen Parteigängern im Dunstkreis des Atlantic Council und besonders der „Crisis Group“, ergänzt um „Freelancer“ in Diensten George Soros, stachelt die NATO die Armenier zur Unnachgiebigkeit in einem aussichtslosen Krieg an.

    Mir erschien es in den letzten knapp zwei Wochen einigermaßen erkennbar, daß spezifische Deeskalationsbemühungen des Kreml in Ankara einen gewissen Erfolg hatten. Davor hatten türkische F-16 und Drohnen, zuzüglich azerische Raketenstreitkräfte (übrigens mit anscheinend eigens zu diesem Zweck gelieferten israelischen „Lora“ ausgestattet, jedenfalls wurden sie nicht andernorts eingesetzt) die Nachschubroute zwischen Armenien und Karabach beunruhigt. Nach „Gesprächen“ zwischen Putin und Erdogan hörte das auf. Die armenische Seite bekam dadurch Zeit zur Besinnung.
    Enter the Americans, die erwähnte „zweite Hand“ der NATO, die den „armenischen Affen“ mit Zucker fütterte. Jetzt tönt es aus einschlägigen Kanälen, die Armenier stünden unnachgiebig gegen den Feind zusammen, einschließlich der ehemaligen „Russen“, die buchstäblich bis gestern noch mit Prozessen und Verhaftungen bedroht waren, bereiteten sich vor, jedes waffenfähige Kerlchen an die Front zu werfen und seien zum Endkampf entschlossen.

    Das „zwingt“ Erdogan in gewisser Weise zum Bruch mit Moskau; er hat seiner islamofaschistischen Gefolgschaft und den azerischen Herrschaftsclans, die mit dem Krieg ein hohes Risiko eingegangen sind, den Endsieg versprochen und muß liefern, sonst geht die Sache für Aliyev schauerlich nach hinten los. Die tumben Patrioten und rassistischen Ethnokrieger Azerbaidschans sind eine laute, von den Führungscliquen gepuderte und genährte Minderheit. Es hat sich in den letzten 25 Jahren nichts daran geändert, daß den Azeris die human ressources für einen erbitterten Krieg um eine Region fehlen, deren historische Bedeutung für das Land eine weitere Generation lang entschwunden ist, und ansonsten eher pittoreske Bedeutung hat, ähnlich Tirol für Österreicher wie Italiener. Deshalb entsandte Erdogan die syrischen Söldner.
    Doch ein Auszehrungskrieg gegen die Verteidiger Karabachs kann viele Jahre dauern, wenn keine Kräfte da sind, sie Mann gegen Mann aus ihren Bergfesten zu werfen, wozu auch die Söldner nicht taugen. Die azerischen Radikalen werden die Ersten sein, die sich gegen Aliyev wenden, wenn sich abzeichnet, daß bei dem Abenteuer außer Tausenden von Leichen nichts rumkommt.

    Moskau wird andererseits nicht zögern, den CSTO-Vertrag mit Armenien zu brechen, wenn man in Yerewan unnachgiebig bleibt und die NATO-Proxies darauf mit Angriffen auf Armenien selbst beginnen sollten. Nicht nur, weil man damit einer Not gehorchte, sondern weil der Karabach-Konflikt der Südtrasse des chinesischen R&B-Projektes und damit russischen Bemühungen, maßgeblichen Einfluß darauf gewinnen bzw. behalten zu können, im Wege ist. Die „Realpolitiker“ unter den Verbündeten, namentlich die Kaspischen Anrainer, werden jedes Verständnis dafür haben, aber natürlich nicht das einschlägige, patriotisch aufgehetzte Kroppzeug und diejenigen, die ihre politischen Karrieren mit ihm machen.

    Das ist der Hintergrund für gesichtswahrende Operationen der Art, von der im Artikel die Rede ist.
    Das wäre doch das Erste, was ein aufrichtiger Beobachter zu registrieren und mitzuteilen hätte! Es handelt sich um symbolische Leichenkegelei, auch wenn kein verständiger Mensch dem Gesindel, das da gekillt wurde, eine Träne nachweint.
    Just Pany kann das unmöglich übersehen – schließlich ist er abonniert auf Berichte über nahezu identische Leichenkegeleien im selben Landstrich SEIT VIER JAHREN.
    So lange läßt Moskau gelegentlich türkische Stellungen zerfetzen – ja, auch „echt“ türkische – um dann doch der NATO ihren Willen in Syrien zu lassen, bis zur Schranke der rohen Existenzsicherung eines syrischen „Rumpfstaates“, der, von den großen Städten abgesehen, kaum weniger warlordisiert ist, als die von NATO-Proxies annektierten Gebiete, nur anders warlordisiert.

    Ach Quatsch.

    Weitermachen!

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