Besonders abscheuliches Beispiel für Demenz „linker Kritik“

Die Corona-Ursachen des Kapitalismus

Oder etwa nicht? Und wenn ja, was ist so schlecht daran? Ich weigere mich, das auseinander zu nehmen, weil ich’s satt habe, in’s Leere zu reden und nur alle paar Monate mal ein anderes, als Abfälliges und Beleidigendes zurück zu erhalten.

Also, was ist so schlecht daran (oder auch nicht) – mag sich dazu einer äußern?

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5 Antworten zu Besonders abscheuliches Beispiel für Demenz „linker Kritik“

  1. tgarner9 schreibt:

    War ja klar, daß niemand das Maul aufmacht.
    Hinweis. Der Text behandelt das Ereignis, von Covid befallen zu werden, als eine Eigenschaft des Befallenen und erst darauf – „in extension“, ich beginne die deutsche Sprache zu verlieren – „als“ ein Bündel von Eigenschaften der gesellschaftlichen Formation, in der das passiert. Auf diese Methodik scheint der Autor obendrein unbändig stolz zu sein, weshalb packt er sie sonst in einen Titel, der hoffentlich nicht nur mich bis zur Verständnislosigkeit irritiert hat? Mit „Corona-Ursachen“ folgt Hecker der toxikologischen Manier, von „Krebsursachen“ zu sprechen – freilich ohne die Methodik und ihren Witz begriffen zu haben, denn der besteht just darin, daß der Gesundheitspolitiker und sein Helfershelfer auf diese Weise die Äthiologie des Krebses als einen Naturvorgang festhalten, während und weil sie sich daran machen, ihn hoheitlich zu bewirtschaften.

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  2. grünspan schreibt:

    Deine Aussage „Mit „Corona-Ursachen“ folgt Hecker der toxikologischen Manier, von „Krebsursachen“ zu sprechen“. Du interpretierst da wohl, nicht zum ersten Mal, in die durch einfach luschige Sprache degenerierte Überschrift eine komplizierte Überlegung hinein zu der der Autor gar nicht in der Lage ist bzw. sie macht auch rein sprachlich keinen Sinn. Folglich ist mir auch Deine Analyse nicht verständlich, da sie auf einer Überinterpretation des Titels aufbaut.

    Zunächst sollte der verlinkte Artikel inhaltsgemäss sprachlich präzise heissen „Kapitalismus als Ursache von Corona“ denn Corona ist doch nicht die Ursache des Kapitalismus, und Corona ist auch keine Eigenschaft des Kapitalismus, und auch keine Eigenschaft des Befallenen. Im Übrigen ist die Kausalkette im verlinkten Artikel technisch sehr windig, aber darauf kommt es mir nicht an.

    Die Kapitalismus Kritik des verlinkten Artikels erinnert mich an den Stil einer bestimmten linken Tageszeitung. Kapitalismus ist der Sack auf den von „links“ eingeschlagen wird, aber man ahnt der Esel der gemeint ist sind die unverbesserlichen Fleisch grillenden und sich krank essenden (proletarischen) Massen. Zitat „Vordringen einer Massenzivilisation (wodurch) ein solcher Virus relevant wird. … industrielle Tierhaltung … Rinderzucht … Feinstaub … Zucker … Immunsystem … –> Corona“.
    Die Erweiterung der Kritik des Kapitalismus (der Esel) auf das Proletariat (der Sack) als profitierende Systemkomponente scheint mir insoweit nicht komplett wahnsinnig, dass das Proletariat komplizenhaft vom Kapitalismus nicht nur überleben, sondern gut leben will indem die Lohnsteigerungsraten mit der Wachstumsrate der Profite und der Produktivität schritthalten sollen. Ich denke dieses Schritthalten der Löhne hat ein Ende, Austerität bis auf das „essentielle“ Materielle wird angesagt. Die Todesdrohung durch Corona ist halt der aktuell auf jedem Fachgebiet, sozial oder MINT, verlangte Aufhänger, vorher war es die Erderwärmung, vorher die Berufung auf den X.Parteitag.

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    • tgarner9 schreibt:

      Sicher kann man bei der Corona-Pandemie zunächst von einem Naturphänomen ausgehen, welches möglicherweise irgendwo im Urwald zu verorten wäre und potentiell auch in der Steinzeit eine Bedrohung dargestellt hätte. Nun werden aber durch industrielle Agrarwirtschaft, das damit verbundene Abholzen des Urwaldes und Vordringen einer Massenzivilisation überhaupt erst die Bedingungen und Möglichkeiten geschaffen, dass ein solcher Virus relevant wird. (Artikelzitat)

      Dieser Abschnitt ist nicht sprachlich „luschig“, sondern komplett daneben – jedes 9jährige Kind könnte ihn zerlegen.

      Corona-Pandemie [ein] Naturphänomen [aus dem] Urwald

      Sicher würde das Kind sagen: „Hihihi, ‚Pandemie aus dem Urwald‘, du meinst wohl das Virus, ne“, und damit, aus lauter Vertrauen in die Intelligenz des Erwachsenen, Dir, Grünspan, recht geben: Der Mann habe sich nur „komisch“ ausgedrückt. Aber wenn das Kind 12 wäre, das Vertrauen, wie in diesem Alter verbreitet, mächtig erschüttert, würde es aus dem folgenden Satz schließen können, es liegt kein Irrtum oder Ungenauigkeit vor:

      … auch in der Steinzeit eine Bedrohung dargestellt hätte.

      Wie das? Bedrohung von wem oder was? Ich werde jetzt nicht aufblättern, was über das Virus und die Schäden, die es verursacht, bekannt ist, wir wissen es mehr oder minder alle, auch die Kinder, und wissen daher, daß Covid „in der Steinzeit“ jede Menge Leid verursacht hätte, auch prekäre Vorposten der damaligen (!) Zivilisation (!) im Extremfall hätte ausrotten können, weil betroffene Populationen vielleicht den Winter nicht überstanden hätten, und daß – umgekehrt – solche Verläufe viele hundert Male in der Kulturevolution stattgefunden haben, der Immunstatus der verschiedenen Populationen – bes. die im letzten Jahrtausend für ganze Völkerscharen fatal gewordenen Unterschiede derselben – und die Historie der Pest bezeugen es. Sie bezeugen auch, daß Zoonosen nur ausnahmsweise „aus dem Urwald“ in humane Populationen eindringen, häufiger aus dem Haustierbestand und seinem Umfeld. Der Schlußsatz ist also erstens falsch, und zweitens, soweit er pi mal Daumen auch was Richtiges hat, ist er irrelevant, er stimmt für hominide Populationen seit etwa 2,5 Mio Jahren, seit ihrer Ausbreitung in offene Landschaften, über diese in neue Habitate, über zweieinhalb Klimazonen in Afrika, und binnen kurzem über ganz Eurasien. „Industrielle Agrarwirtschaft“ ist nur einer unter Dutzenden von Modi, wie sowas geschieht.

      Womit ich jetzt erstens meinen Hinweis (nicht „Analyse“) verteidigt habe, denn eine Methodik des Wahnsinns besteht darin, daß Hecker von der individuellen Krankheit zum „zivilisatorischen Impact“ springt, unter Mißachtung des Umstandes, daß nur Populationen von CoV2 befallen werden, nicht Individuen. Wenn ein Individuum befallen wird, verschwindet das zoonotische Virus in derselben Bewegung, wie es aufgetaucht ist, seine Wirkung ist nahe Null, egal, ob der Befallene zufällig stirbt oder nicht.

      Ein Einschub abseits des Themas i.e.S:
      Inzwischen wissen wir, daß CoV2 schon Monate in westeuropäischen Populationen präsent war, bevor es auffiel. Wie ging das zu?
      Das kann unterdessen jeder wissen! Er muß nur extrapolieren, was er über CoV2 und Covid19 bislang gelernt hat und seine Überlegungen würden tatsächlich etwas über die Zustände in der Zivilisation verraten, in der Covid „Fahrt aufgenommen hat“, im krassen Unterschied zu Heckers Irrsinn.

      Zurück zum vorherigen Absatz. Zweitens wäre zu ermitteln, wie und warum, also mit welchen Zwecken, zu welchen vorgefaßten Zielen Hecker derart krass daneben greift.
      Dazu hast Du, Grünspan, eine inquisitorische Verdächtigung beizusteuern. Der Mann sei recht eigentlich kein Feind der Herren, sondern einer der Knechte.
      Wie haltlos die Verdächtigung ist, weiß niemand besser als Du, deshalb sprichst Du von „Ahnung“, was vmtl. die Solidarität Gleichgesinnter berufen soll, die notorisch ähnliche „Ahnungen“ ventilieren. Fakt ist, Hecker stellt sich nicht gegen „linke“ Kritiker der Epidemie-Verwaltung, nicht gegen deren Argumente, er bemängelt sie.

      Der Täter wird als fehlgeleiteter Retter gewürdigt, er gehe nicht konsequent genug, irgendwie halbherzig bei der Pandemiebekämpfung vor. Darin erschöpft sich die Kritik zu oft.

      Er hätte auch schreiben können: ‚Ihr macht den Bock zum Gärtner‘. In diesem Spruch ist Heckers „Kritik der Kritik“ tatsächlich erschöpft. Diese Tat-Sache zu benennen ist schon eine viertel Miete. Die drei restlichen Viertel bekäme man zusammen, wenn man die Schranken der Verstandesarbeit namhaft macht, die der Text verrät und den Lesern zum Vorbild andient.

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  3. grünspan schreibt:

    Ich habe oben nur wie von Dir Eingangs eingeladen etwas dementes im Artikel gesucht, und habe dazu eine bestimmte Anschauungsweise gewählt. Ich weise zurück ich hätte irgendeine Gesinnung. Ich kann Anschauungsweisen verschiedener Stakeholder formulieren.

    Ein neuer Ansatz. Hecker ruft als Alternative zur Kritik an staatlichen Corona-Massnahmen die Kritik am Kapitalismus aus, der nach seiner windig formulierten Kausalkette die Hauptursache von Corona sein soll. Hecker benennt aber nicht konkret was am Kapitalismus als System geändert oder abgeschafft werden soll damit Corona tatsächlich verschwindet. Was er statt dessen beispielhaft fordert, ist den Massenkonsum von Rindfleisch abzuschaffen (von mir stilisiert, den Spass-Anteil an der Lohnsumme der durchschnittlichen und damit noch privilegierten Massen bis auf einen Grundbedarf abzuschaffen). Aus der Sicht der meisten Stakeholder (Grüne, Unterprivilegierte Linke, Kapital, Staat) wäre das gut.

    Was Hecker nicht klärt, obwohl seine Kritik der Kritik es impliziert: Die Lohnsumme kann nur im Zeitrahmen eines (stilisiert) 10-jährigen Anpassungsprozesse verringert werden. Das lassen sich die Massen nur während des Krieges (gegen Corona) gefallen. Diesem Zeitbedarf kommt entgegen, dass die Pandemie auf Grund der tatsächlich unzureichenden staatlichen Massnahmen womöglich (stilisiert) 10 Jahre am Glimmen bleiben wird.
    Heckers Methode leistet dem elegant Vorschub – statt Corona wie in China schnell staatlich einzudämmen, müsste erst mal langsam der „Kapitalismus“ geändert werden, mit viel mehr Toten/Versehrten und mit sinkender Lohnsumme. Den Artikel von Hecker finde ich insoweit nicht dement, sondern berechnend und skandalös. Ob Hecker von Epidemiologie, Virologie, Evolution, Ahnung hat ist insoweit aus meiner Sichtweise unwichtig.
    Ich könnte natürlich den Artikel überinterpretiert haben, wollte Dir aber wieder etwas „Material“ liefern. Ohne Dein Posting hätte ich den Artikel nur als harmlose Spinnerei belächelt.

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    • tgarner9 schreibt:

      Was er statt dessen beispielhaft fordert, ist den Massenkonsum von Rindfleisch abzuschaffen … statt Corona wie in China schnell staatlich einzudämmen, müsste erst mal langsam der „Kapitalismus“ geändert werden.

      Du phantasierst.

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