Zur Verdeckung der Corona – Katastrophe

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Im letzten thematischen Eintrag habe ich anhand einer irischen Studie auf die hohe Prävalenz von Langzeitfolgen bei asymptomatisch Infizierten und Patienten mit geringer oder mäßiger Symptomatik hingewiesen, sowie zusätzlich auf zwei Studien, die nahe legen, daß „Long Covid“, wie das Syndrom in den USA und im UK genannt wird, in engem Zusammenhang mit autoimmunologischen Komplikationen zu sehen ist.

Im UK sind bereits vor Monaten eigene Klinikabteilungen für das Syndrom geschaffen worden, aber davon erfuhr ich nur zufällig, im Rahmen einer öffentlichen Anklage einer Gewerkschaftsvertreterin des medizinischen Personals, die ich seinerzeit nicht dokumentiert habe. Einer der Gründe für die Maßnahme war der katastrophale Anteil erkrankten Klinikpersonals im Großraum London.

Auch in den USA sind etliche Studien dazu veröffentlicht worden, die ich nicht dokumentiert habe, weil sie aufgrund gewisser Eigenarten des US-Gesundheitssystems und seiner Forschungsstätten, sowie bis dato kaum vermeidlicher sogenannter „methodischer Mängel“ auf der Grundlage der Ideologie der „evidenzbasierten Medizin“, angreifbar waren und angegriffen wurden.
Eine bedingte Ausnahme davon war eine texanische Studie, die auch in Deutschland einige Aufmerksamkeit bekommen hat.

San Antonio/Texas – Das multisystemische inflammatorische Syndrom (MIS-C), an dem einige wenige Kinder nach einer – häufig asymptomatischen – Infektion mit SARS-CoV-2 erkranken, kann zu schweren Schäden am Herzmuskel und den Koronargefäßen führen, die nach Einschätzung von Experten in EClinicalMedicine (2020; DOI: 10.1016/j.eclinm.2020.100527) eine lebenslange Betreuung erforderlich machen könnten.

Ärzteblatt v. 7. September

Italienische, britische und schweizerische Mediziner hatten bereits im April Alarm geschlagen, worauf ich auf TP (und irgendwo im Blog dokumentiert) hingewiesen hatte – mit den erwartbaren Reaktionen. Die Texaner hatten im Vergleich mit den Europäern den Vorteil, auf das gewaltige Datenreservoir der Staaten zurück greifen zu können und konnten daher feststellen:

Auffällig ist, dass die Infektion mit SARS-CoV-2 bei vielen Patienten asymptomatisch verlief. Sie lag in der Regel auch einige Wo­chen zurück. Die meisten Kinder hatten zu Beginn des MIS-C bereits Antikörper gegen SARS-CoV-2, was dafür spricht, dass sie die Infektion mit dem Coronavirus bereits über­standen hatten, als sie (erneut) erkrankten.

Die datentechnisch verstreuten Einzelfälle in Europa ließen zu, daß man sich in der Alten Welt bequem auf die korrupten Maßstäbe „evidenzbasierter Forschung“ zurück ziehen konnte, denn: „Die Pathogenese der MIC-S ist nicht bekannt.“ 
Infolgedessen hat zwar die Deutsche Welle seinerzeit die texanischen Ergebnisse mit dem Titel COVID-19: Schlimme Folge-Erkrankungen bei Kindern quittiert, sah sich jedoch veranlaßt, ihn im Text wie folgt abzuwickeln:

Kausaler Zusammenhang?
„Auch wenn der Nachweis einer direkten Kausalität bisher nicht geführt werden konnte, ist der zeitliche Zusammenhang, lokale Cluster, aber auch ein positiver Virusnachweis von SARS-CoV-2 bei einigen dieser Kinder auffällig“, heißt es auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie. „Den Daten zufolge müssen die Kinder zuvor keine der klassischen Corona-Atemwegssymptome gezeigt haben, um an MIS-C zu erkranken – was beängstigend ist”, wird Dr. Alvaro Moreira in einer Mitteilung der Universität zitiert.

Situation in Deutschland
Die DGPI sammelt seit Monaten bundesweit die Daten aller Kinder, die stationär mit Symptomen einer entzündlichen Erkrankung aufgenommen wurden. Momentan liegt die Zahl bei 200. Bei 40 Kindern konnte MIS-C nachgewiesen werden. Der COVID-Test aber fiel bei 92 Prozent negativ aus.
Eine Infektion mit MIS-C muss also nicht notwendigerweise eine Folge von COVID-19 sein. „Wir haben jetzt weltweit viele COVID-Fälle und entsprechend gibt es natürlich auch viele Patienten, die COVID-positiv sind. In ganz Deutschland waren bei über 200.000 nachgewiesenen Fällen gerade mal 200 Kinder, die ins Krankenhaus mussten (…) Einen kausalen Zusammenhang zwischen MIS-C oder dem Kawasaki-Syndrom und SARS-CoV-2 hält der Mediziner Haas für unwahrscheinlich. 

Weitergehen, Leute, es gibt nichts zu sehen, wir haben alles im Griff.
Von einer analogen, methodischen Abwicklung des Themas durch die MHH – Hannover wird weiter unten die Rede sein, doch zunächst zu einigen jüngeren Forschungsergebnissen.

Großteil der Corona-Patienten leidet unter Langzeitfolgen

… titelte die Deutsche Welle heute unter Berufung auf eine chinesische Studie.

Demnach leiden etwa zwei Drittel der im Krankenhaus behandelten Patienten auch sechs Monate nach der akuten Erkrankung noch unter einem oder mehreren Folgesymptomen.
Die Wissenschaftler nahmen 1733 Infizierte unter die Lupe, die zwischen dem 7. Januar und dem 29. Mai 2020 aus dem Jin Yin-tan Hospital in der chinesischen Stadt Wuhan entlassen wurden.
Die Untersuchten waren im Mittel 57 Jahre alt … [Etwa 2 /3 der Untersuchten] waren [seinerzeit] auf eine Versorgung mit Sauerstoff angewiesen gewesen.

Die Autoren der Studie weisen ausdrücklich auf die Relevanz ihrer Ergebnisse für Patienten mit schwächerer Symptomatik hin und empfehlen entsprechende Folgestudien.

Mindestens eine solche Studie gibt es, die franzöische Ausgabe des „Sputnik“ wies gestern darauf hin.

Belgische und holländische Wissenschaftler berichteten im Journal of Clinical Medicine über ihre Untersuchung des Genesungsprozesses von an Covid-19 Erkrankten, in der sie Symptome einer chronischen Erkrankung fanden.
Die Autoren konzentrierten sich auf Patienten, die an einer milden Form von Covid-19 gelitten hatten. Sie untersuchten die Daten von 1.837 von ihnen (Durchschnittsalter 47 Jahre), die mindestens drei Monate lang nach der Behandlung über gesundheitliche Probleme klagten. Es stellte sich heraus, dass fast die Hälfte von ihnen ärztlicher Betreuung bedurfte und jeder Dritte behandlungsbedürftig geblieben war. Darunter gab es auch Fälle von Nieren- und Herzversagen.

Bei 98 % der Patienten hielt die Müdigkeit an, 90 % litten unter Muskelschwäche, 88 % hatten Schlafprobleme und 87 % berichteten über verschiedene Schmerzen und Beschwerden. Viele der Patienten, die leichte Formen von Covid-19 hatten, klagten über verminderte Produktivität … Gleichzeitig hatten 86 % der Patienten keine gesundheitlichen Probleme mehr, aber nur 6 % der Studienteilnehmer empfanden sich als wiederhergestellt, 64 % nannten ihren Zustand mäßig und 30 % beschrieben ihn als schlecht.

„In der Untergruppe der nicht hospitalisierten Patienten ist der Einfluss von Covid-19 auf das tägliche Leben der Patienten sehr erheblich, und es ist notwendig, der Entwicklung optimaler Therapeutik für diese mehr Aufmerksamkeit zu schenken“,

schließen die Autoren und merken dazu an, daß, im Unterschied zu schweren Fällen, für Patienten, die einen Krankenhausaufenthalt vermieden haben, keine Rehabilitation verfügbar ist. In naher Zukunft würden diese Patienten für die Gesundheitssysteme aller Länder zum zusätzlichen Problem, warnen sie.

Wer heute im JCM nach der Studie sucht, wird sie nicht finden, aber das liegt gewiß nicht daran, daß russische „Desinformationspresse“ sie erfunden hätte, sondern an einem Phänomen, das meinen Lesern auch in späteren Einträgen wieder begegnen wird: Resultate klinischer und nicht-klinischer Forschung, die aus politischen oder anderen Gründen unerwünscht sind, werden auffällig oft spät oder gar nicht veröffentlicht. Es bleibt monatelang bei einer Vorankündigung nebst Kontaktadresse für zertifiziertes universitäres oder klinisches Personal.

Der o. zit. Artikel der DW weist in einem zweiten Abschnitt ebenfalls auf eine Notwendigkeit und Dringlichkeit hin, Spätfolgen von Covid-19 bei asymptomatischen oder relativ schwach symptomatischen Patienten mehr Aufmerksamkeit zu schenken und beruft sich dazu auf Jördis Frommhold, Chefärztin der Abteilung für Atemwegserkrankung und Allergien in der MEDIAN Klinik Heiligendamm.

Die meisten der 300 Menschen, die bisher eine Reha in Heiligendamm gemacht haben, sind zwischen 30 und 65 Jahre alt und kommen nun nicht mehr richtig auf die Beine und zurück ins Arbeitsleben. 

„Menschen, die nach einem milden Verlauf unter verzögert auftretenden Folgesymptomen leiden, wissen oft gar nicht, wohin sie sich wenden sollen“, sagt Frommhold. Hausärzte können oft nicht helfen und Nachsorgeangebote gibt es oft nur für diejenigen, die einen schweren Verlauf erlebt haben.

Nimmt man die deutsche Presselandschaft zum Maß, könnte es so scheinen, als begännen Kliniker und Forscher Anfang des Jahres 2 „nach Corona“ bei diesem Thema nahezu bei Null. Dem ist nicht so. Auf den bekannten, wenngleich nicht aufgeklärten Zusammenhang von „Long Covid“ und spezifischen, dem Erreger zuzuordnenden Eigenarten und immunologischen Komplikationen habe ich bereits hingewiesen. Ich füge ohne Kommentar noch zwei Verweise auf eine spezifische Spätfolge an, die nicht nur für sich selbst steht, sondern eine Spur zu dem Gesamtkomplex des Syndroms „Long Covid“ legt: Neu auftretender Pulmonaler Überdruck und Rechtsherzschwäche bei Patienten, die vor ihrer Erkrankung cardiologisch und pulmonal unauffällig waren.

Evidence of Pulmonary Hypertension after SARS-CoV-2 Infection in Subjects without Previous Significant Cardiovascular Pathology, gestern veröffentlicht.

Coagulation Parameters: An Efficient Measure for Predicting the Prognosis and Clinical Management of Patients with COVID-19, vom Oktober.

Schon im April hatten schweizerische, italienische und holländische Ärzte Alarm geschlagen, daß Microthromben, Thrombosen der tiefen Beinvenen und weitere Störungen des Blutkreislaufes und der Blutbildung ein gravierendes Problem selbst bei asymptomatischen Patienten sein können – von amerikanischen Forschungen zu schweigen – und empfahlen vorbeugende Behandlungen mit hoch wirksamen Dosen Heparin oder anderen Gerinnungshemmern, wann immer der medizinische Status der Patienten ein Restrisiko innerer Blutungen einzugehen erlaube. Ich habe seinerzeit darüber berichtet.
In der klinischen Behandlung wurde dies mehr oder minder Standard, soweit mein unzureichender Einblick mir dies Urteil erlaubt. Außerhalb der Klinik, nichts, nada, obgleich in der gegenwärtigen Phase der Epidemie die überwiegende Mehrheit der Covid-19 Patienten, die unter schweren Symptomen leiden, aber auf eine Sauerstoffgabe – noch! – nicht angewiesen sind, auf häusliche Behandlung festgelegt werden. Diese Patienten sind in Bezug auf „Long Covid“ mit Sicherheit eine Hochrisikogruppe.

Gatekeeper

Es ist auch nicht so, daß „Long Covid“ in Deutschland erst in jüngster Zeit Aufmerksamkeit erhalten hätte.

Mit Datum vom 30.07.2020 lesen wir beim Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL):

MHH erforscht Spätfolgen der Corona-Infektion.
Die COVID-Ambulanz der Medizinischen Hochschule Hannover begleitet offiziell genesene Betroffene, um mehr über die Spätfolgen der Erkrankung zu erfahren. Für die Studie unter Leitung der DZL Wissenschaftler Dr. Isabell Pink und Prof. Dr. Marius Hoeper werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht.
Genesen, aber nicht gesund: Einige Menschen, die an COVID-19 erkrankt waren, leiden noch Wochen und Monate nach der akuten Erkrankung an deren Folgen. Zu den Symptomen gehören Müdigkeit, verminderte körperliche Belastbarkeit, Konzentrationsschwäche, Atemprobleme und Geschmacks- oder Geruchsverlust. „Diese Spätfolgen zeigen sich nicht nur bei Patientinnen und Patienten, die schwer betroffen waren und stationär behandelt wurden, sondern auch bei solchen mit mittlerem oder mildem Krankheitsverlauf“, erklärt Professor Dr. Marius Hoeper, kommissarischer Direktor der Klinik für Pneumologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

In einer anderen Veröffentlichung hören wir am 24.7. von Dr. Hoepner:

Über die Langzeitfolgen einer Infektion mit dem Coronavirus ist insgesamt noch wenig bekannt. Bisherige Forschungen und klinische Beobachtungen haben jedoch gezeigt, dass SARS-CoV-2 praktisch jedes Organ befallen und dort Schäden verursachen kann. „Wir nehmen an, dass COVID-19 das Immunsystem nachhaltig verändert“, erläutert Professor Hoeper. Durch die Studie „IRMI 19“wollen er und sein Team neue Erkenntnisse über die Spätfolgen der Virusinfektion gewinnen. „Wir gehen davon aus, dass es zwischen den beobachteten Immunphänomenen und den anhaltenden Beschwerden Zusammenhänge gibt, die wir besser verstehen möchten, natürlich auch in der Hoffnung, diese in Zukunft behandeln zu können.“ Aufschlüsse darüber sollen Immunprofile im Langzeitverlauf bringen.

Das Letzte was man über das Projekt „IRMI 19“ im Netz findet, ist eine Beschreibung im Zusammenhang mit der Akquise von Fördergeldern vom Dezember 2020:

The IRMI-19 study evaluates patients with confirmed SARS-CoV-2 infection and Covid-19 disease, now considered to be recovered but still suffer from long-term effects. The aim is to investigate correlations between changes in the immune system and individual clinical COVID-19 courses that continue to cause symptoms even after the acute infection. The aim of the project is to obtain a more precise picture of the disease course and to better characterize the long-term consequences in order to develop therapeutic interventions, e.g. with drugs supporting immune regulation, and alleviate symptoms. Patients are included who want to participate in a pulmonary function diagnosis and a fitness test, i.e. a 6-minute walk test, give a blood sample for the definition of their immune profile and answer a questionnaire. We expect clinically relevant information on the pathophysiology of the long-term effects through medical consultation, an individualized outpatient rehabilitation program if necessary and further diagnostics if recommended in case of abnormal findings.

Nichts sonst. Was ist geschehen?
Im Juli war Prof. Dr. Hoepner kommissarischer Leiter der Pneumologie der MHH. Er ist für den Job bestens und spezifisch qualifiziert:

Der Leitende Oberarzt der Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover forscht auf dem Gebiet der pulmonalen Hypertonie, also dem Lungenhochdruck, zu dem er über 300 Publikationen veröffentlicht hat. Prof. Hoeper ist u.a. Mitglied des Editorial Board des international renommierten American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine und Mitglied des Advisory Board von Lancet Respiratory Medicine, Circulation, European Respiratory Journal und Journal of the American College of Cardiology. Im Jahr 2014 wurde er durch die European Respiratory Society für seine Arbeiten auf dem Gebiet der pulmonalen Hypertonie mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet.

Doch er wurde in seiner Stellung nicht bestätigt. Ein Prof. Dr. med. Tobias Welte übernahm die Abteilung und seither tritt die Assistenzärztin Dr. med. Isabell Pink als Alleinverantwortliche für die Nachsorgeambulanz in Erscheinung. Auch Dr. Pink ist eine Koryphäe im fraglichen Fachgebiet, das zeigt eine Google-Recherche sofort – aber sie ist jung und kann in der seit Generationen soldatisch geprägten Hierarchie im Gesundheitswesen allenfalls die Autorität eines Beta-Weibchens geltend machen.
Weder Hoeper noch Pink haben seit dem Juli Zwischenergebnisse veröffentlicht, was heutzutag ungewöhnlich ist, aber selbstredend „unschuldige“ Gründe haben kann. Eine Stellungnahme von Dr. Welte auf der MHH – Website vom 15. Dezember erzählt jedoch eine andere Geschichte (mit meinen kommentierenden Satzzeichen):

Wie können diese [Post-Covid] Beschwerden behandelt werden?

Prof. Welte: Die organischen Erkrankungen etwa an Lunge und Herz können gut speziell therapiert werden. Für die neurologischen (!) Symptome – das Fatigue-Syndrom (!!) und auch Verlust des Geschmacks- und Geruchssinn – gibt es keine spezielle Therapie. An der MHH wird versucht, je nach Art der Beschwerden gezielt mit Physiotherapie, Atemtherapie und neurokognitivem (!) Training zu helfen.
Die Betroffenen werden in der Post-COVID-Ambulanz regelmäßig über Wochen und Monate vorstellig und dabei beobachten die Ärzt_innen ganz deutlich, dass die Beschwerden im Verlauf weniger werden und es den Menschen immer besser geht. 

Gibt es eine Erklärung für diese neurologischen Symptome?

Prof. Welte: Das Fatigue-Syndrom ist nicht neu. Das ist im Zusammenhang mit anderen Infektionskrankheiten wie dem Pfeifferschen Drüsenfieber, bei neurologischen Krankheiten und auch im Bereich der Lunge bekannt. Vermutlich spielt die Störung des Nervenmuskelgewebes eine Rolle beim Auslösen dieses Syndroms.
Die Geruchsstörung ist hingegen bereits sehr gut analysiert …

(Das Steckenpferd des Professors skippe ich, TG)

Wie viele Menschen leiden unter Langzeitfolgen?

Prof. Welte: Grob geschätzt tritt bei zwei bis drei Prozent (?) der COVID-19-Erkrankten ein ausgeprägtes (?!) Post-COVID-Syndrom auf. Vermutlich wird es weit mehr Menschen geben, die nach der Erkrankung leichte (!) Einschränkungen haben. Aber diese melden sich nicht, weil sie im Alltag nicht darunter leiden.

Grundsätzlich kann jeder einmal Erkrankte solche Langzeitfolgen entwickeln. Ob es der Einzelne sehr stark oder gar nicht merkt, hängt auch von seiner ursprünglichen körperlichen Verfassung und Fitness vor der Erkrankung ab. Ein Leistungssportler bemerkt selbst eine geringe Einschränkung seiner Fitness sehr schnell und deutlich. Jemand, der eher bewegungsarm im Alltag ist, bemerkt die Folgen nicht so schnell. Das könnte der Grund dafür sein, dass vor allem jüngere, fitte Menschen eher leiden, obwohl sie nicht häufiger erkranken.

Ich weigere mich, das näher zu kommentieren …

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2 Antworten zu Zur Verdeckung der Corona – Katastrophe

  1. Pingback: Covid – Impfrisiken: Bislang keine Entwarnung, soweit ich sehen kann | Themen & Essays

  2. tgarner9 schreibt:

    Zwei updates:
    https://www.dw.com/en/long-covid-symptoms-treatment-support-effects/a-56220741
    Interview mit Dr. David Strain, Leitender Beauftragter der British Medical Association zur Erforschung von „Long Covid“

    Über die Ursachen und die Dynamik des Syndroms sei wenig und nichts Schlüssiges bekannt, teilt er mit. Er selbst verfolge die Hypothese, Hauptursache sei ein Schaden / eine Beeinträchtigung der Mitochondrien-Funktion. Als konkurrierende Hypothese nennt er, CoV2 würde Autoimmunsyndrome namentlich im Gefäßsystem triggern.
    Doch wahrscheinlich handele es sich um eine Kombination multipler Faktoren und Vorgänge.
    Das Office of National Statistics schätzt, 10% aller Infizierten, ungeachtet initialer Symptomatik, blieben nach drei Monaten gesundheitlich beeinträchtigt.
    Strain bestätigt die Tendenz, ein deutlich überwiegender Teil der Betroffenen sei weiblich, relativ jung und vor ihrer Erkrankung gesund und aktiv.

    https://fr.sputniknews.com/sante/202101141045070258-60-des-patients-ont-retrouve-lodorat-lancement-de-lapplication-de-reeducation-olfactive/
    Zwei Vereine, die sich in Frankreich mit Störungen und Verlust des Geruchsinns befassen, haben ein Coaching – Projekt für Covid- bzw. Long Covid- Patienten gestartet.
    Nach Angaben des Präsidenten des Vereins Anosmie.org, Jean-Michel Maillard, gegenüber Sputnik, schwanken die Befunde über die Prävalenz des überwiegend vorübergehenden Geruchsverlustes nach Infektion zwischen 40 – 80%. Gemäß den Erfahrungen des Vereins bliebe die Anosomie bei etwa einem Fünftel der Patienten über viele Monate bestehen. Unter dem Trainingsprogramm, das der Verein jetzt empfielt und vertreibt, hätten etwa 60% der Betroffenen – dieser Kreis ist im Artikel nicht näher spezifiziert – ihren Geruchssinn wieder erworben.
    Meine Beifügung: Daraus folgt, für die verbleibenden 40% muß zunächst angenommen werden, daß sie dauerhafte Hirnschäden davon getragen haben, denn das Problem liegt nicht in einer irreversiblen Zerstörung des Riechnerves, sondern in Störungen im Riechhirn.

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