Corona, „die Letzte“ – vorerst

Etwas, das wie eine „Impfpanik“ aussieht und zu beträchtlichen Teilen sicherlich eine ist, beherrscht die Schlagzeilen. Israelische Stellen nehmen auch jetzt, wie seit fast einem Jahr, die Vorhut:

Only 31 out of 163,000 Israelis vaccinated by Maccabi Healthcare Services caught coronavirus in their first 10 days of full-strength protection, its top vaccine statistics analyst, Anat Ekka Zohar, told The Times of Israel on Thursday.

…schrieb die ToI und gründet auf diese „Daten“ die frohe Botschaft (literally), Vaccine found 92% effective in Israel, in first controlled result outside trials.

Der Gesundheitsminister war’s anscheinend nicht zufrieden und sattelte auf:

The Health Ministry says 317 Israelis out of 715,000 who were fully vaccinated have contracted COVID-19 over a week after receiving the second shot.
The number represents 0.04% of those vaccinated.
The ministry also says 16 of them have been hospitalized.

Der letzte Satz könnte immerhin eine bedingt gute Nachricht sein, denn aktuell wird in Israel nur auf ärztliche Verschreibung getestet und in der Vergangenheit wurden schwerere Fälle im Durchschnitt 10 Tage nach positiven Tests hospitalisiert, aber wer will bei solcher „Nachrichtenlage“ veröffentlichte Zahlen ernst nehmen?

Noch sprechender ist der Umstand, daß untergeordnete Stellen in Israel entschieden haben, auch Schwangere und Jugendliche zu impfen – offenbar mit stummer Zustimmung, oder gar auf Anweisung der Versicherungen, gegen die ausdrückliche Empfehlung des Herstellers. Das geht aus verstreuten Meldungen und Bildern hervor. Der Gesundheitsminister jedoch hielt sich zu dieser Praxis bis heut mittag zu Lasten seines Beauftragten Dr. Boaz Lev bedeckt:

In apparent world first, Health Ministry backs vaccination of at-risk children
Decision still requires final approval, comes amid rising morbidity among Israelis under 16 years old

The Health Ministry on Tuesday issued a directive in favor of vaccinating children under the age of 16 who are at high risk of developing serious symptoms if they contract COVID-19.
The decision still must receive final approval from Dr. Boaz Lev, the health official tasked with delineating priority groups for the coronavirus vaccine. It comes against the backdrop of rising morbidity rates among children in Israel.

Am frühen Nachmittag in der JP:

The Health Ministry said that 40% of new coronavirus cases are in youth under the age of 18 (…)
The pediatric societies said that there are cases where vaccination could be recommended. These include for children who live in a house where someone suffers from severe immunosuppression. In addition, they recommended vaccination for children who have any of the following diseases: morbid obesity, neurodevelopmental disorders including seizures and congenital syndromes, diabetes, lung disease including asthma, certain immune disorders, cancer, heart disease or pulmonary hypertension, renal failure, or sickle cell anemia. The societies said that any parent who believes their child should get the jab should see their physician and receive a recommendation and referral. The final decision about vaccination should be approved by Dr. Boaz Lev, chairman of the Health Ministry’s Coronavirus Vaccination Committee.

Das sieht so aus, als ob die „pediatric societies„, deren Spezialisten mit CoV-2 und Impfstofforschung garantiert nichts am Hut haben, vorgeschickt werden, eine Praxis zu legalisieren und zu verantworten, für die das Ministerium juristische Verantwortung von sich zu weisen gedenkt. Dem Dr. Lev wird der Boden bereitet, den Schwarzen Peter am End an die Eltern abzugeben.
Ich nenne diese Praxis moderne Menschenopfer, über deren Beweggründe ich nicht spekulieren will.

Seit drei Tagen läuft eine zweigleisige Kampagne zum hoheitlichen Umgang mit den CoV-2 Mutanten. Nach wochenlangem Abwiegeln wird ihre Gefahr einerseits in’s Unermeßliche geschrieben, andererseits gegen alle Fakten und professionelle medizinische und wissenschaftliche Urteilskriterien – über die ich ausführlich geschrieben habe – behauptet, BioNtech sei gegen die bislang verbreiteten Mutanten „wirksam“, weil in vitro „nur“ um 40-50% eingeschränkt. Eine „Virologin“ verstieg sich für die „Tagesschau“ gar zu der Aussage, ‚viel hilft viel‘; gegen die Mutanten seien halt „mehr Antikörper“ erforderlich.
Derweil schrieb der notorische Peter Grassmann für TP einen Bericht, den man unter den o.a. Umständen als ein Plädoyer für Masseninternierungen lesen muß, selbst wenn das nicht beabsichtigt gewesen sein sollte.

Unter solchen Umständen ist mit irgend welchen verläßlichen Auskünften und Daten nicht mehr zu rechnen, deshalb endet meine Berichterstattung hier.

Ich will aber festgehalten haben, daß die „Impfpanik“ keine ist, sondern ein zumindest im Wesentlichen strategisch geplanter Vorgang.

Zum Auftakt zitiere ich mich selbst, aus einen Eintrag vom 28.April, in dem viel Obsoletes zu den Putschvorbereitungen gegen Trump steht, weshalb ich die entscheidenden Passagen heraus ziehe:


Covid-19 sollte „SARS induzierte Endotheliitis“ heißen, regt eine Reihe von Ärzten und Forschern an

Nach zahlreichen Leichenöffnungen darf die klinische Diagnose „(systemische) Endotheliitis“ für Covid-19 als gesichert gelten. Fraglich bleibt lediglich, ob die systemische Erscheinungsform, die in der Pathologie auffällig wird, die Spätwirkung eines Verlaufes ist, in dem das Immunsystem den Kampf gegen den Erreger verliert, oder die eigentümliche Wirkung des Pathogens auf den menschlichen Körper, die in neuartigen Pneumonien, die man bei der Mehrzahl der schweren Verläufe findet, lediglich eine prominente Erscheinungsform hat.

Einen Hinweis auf Letzteres veröffentlichten Ye Qing, Jian Wenyang und Li Raoyao bei Science and Technology Daily am 22. 4.: COVID-19 Patients with Gastrointestinal Symptoms Are More Likely to Develop into Severe CasesSie werteten die Krankengeschichten von 232 hospitalisisierten Patienten aus und fanden neben dem titelgebenden Zusammentreffen eine weitaus größere Häufung gastrointestinaler Symptome, einschließlich blutiger Stühle, als bislang berichtet. Damit sollte auch einem Übertragungsweg über Fäkalien und deren Ausdünstungen, der für SARS-CoV1 bekannt und gut untersucht ist, mehr Aufmerksamkeit zukommen. Der Hauptpunkt ist jedoch, daß die Magen/Darm-Symptomatik den schweren Pneumonien oft voraus geht, sodaß die Lungeninfektion sekundär erscheint.

Einen weiteren Hinweis veröffentlichte gestern Judith Graham auf „Medscape„, Seniors With COVID-19 Show Unusual Symptoms, Doctors Say. Vielfach sind bei Patienten höheren Alters neurologische Symptome lange Zeit vor Beginn klassischer Verläufe aufgefallen. Einige erlitten Herzinfarkte / Herzversagen, bevor sich die üblichen Symptome einstellten. Dies dürfte mit dem Auftreten zahlreicher kleiner und kleinster Blutgerinsel zusammenhängen, die bei einer Endotheliitis aufzutreten pflegen.

Darüber gibt es einen ausführlichen Artikel von Brenda Goodman, Blood Clots Are Another Dangerous COVID-19 Mystery, die über Befunde und Erfahrungen New Yorker und Bostoner Ärzte und Pathologen berichtet.

Images captured with an electron microscope found traces of the coronavirus in endothelial cells in the heart, kidney, small bowel, and lung — pretty much all over the body. Researchers collected the tissues during autopsies of three patients who died of COVID-19.

Die zitierten Forscher bleiben bislang bei der Hypothese, daß die Infektion der Lunge der Eintrittsweg ins Endothel sei:

Mandeep Mehra … says the findings suggest that the virus can directly infect the endothelium. He says that while COVID-19 can certainly cause breathing problems, he doesn’t think it’s just a lung disease.
“This is actually a disease of the endothelium,” he says.
Mehra says the infection starts in the lungs because breathing is the easiest way for the virus to enter the body. Once it infects the lung cells and begins to destroy them, it travels into the bloodstream. There, it infects endothelial cells, causing endotheliitis.
Mehra thinks this endotheliitis comes from not only the direct infection of the blood vessel cells, but also from the haywire cytokine storm that the body launches to fight it off. “We’ve shown evidence of both.”

Doch Goodmans‘ ärztlicher Hauptzeuge sieht die Befunde anders: “The virus is acting as if its primary target is the endothelium” 

Damit schließt er sich Züricher Ärzten und Forschern an, die bereits am 20.4. eine Studie mit dem Titel Endothelial cell infection and endotheliitis in COVID-19 veröffentlicht haben. Aus einer Besprechung bei „mimikama.at„:

Ein interdisziplinäres Team des Universitätsspitals Zürich zeigte nun, dass SARS-CoV-2 direkt Entzündungen in den Gefässen auslöst und so zu Organversagen bis zum Tod führen kann. … Ärztinnen und Ärzte stellten fest, dass zunehmend Patientinnen und Patienten auch Herzkreislaufprobleme oder Multiorganversagen zeigten. Ob und welchen Zusammenhang es dabei mit der Lungenentzündung gab, war aber nicht klar. Die Forscherinnen und Forscher schlossen [aus pathologischen Befunden], dass das Virus nicht wie bisher vermutet über die Lunge, sondern über die im Endothel vorkommenden ACE2-Rezeptoren die körpereigene Verteidigung direkt angreift, sich darüber verteilt und zu einer generalisierten Entzündung im Endothel führt, die dessen Schutzfunktion zum Erliegen bringt … Es entstehen schwere Mikrozirkulationsstörungen, die das Herz schädigen, Lungenembolien und Gefässverschlüsse im Hirn und im Darmtrakt auslösen [können]. 

Ein Zusammenspiel von initialer Endotheliitis und überschießender Immunantwort könnte die Ursache schwerer Covid-Erkrankungen von Kindern sein, die in letzter Zeit vermehrt aufgefallen sind. Sie veranlaßten die britische NHS gestern, vor der beabsichtigten Wiederaufnahme des Schulunterrichtes, zu einer eiligen Warnung, : UK health service warns of deadly coronavirus-linked illness affecting children. 

Summe: Covid-19 bleibt eine noch weitgehend unbekannte Erkrankung, deren Begleiterscheinungen und Folgen, auch für jüngere und scheinbar symptomlose Patienten, schwerwiegender sein könnten, als bislang bekannt. Besonders dem gastrointestinalen Infektionsweg, sowie den Auswirkungen unterschiedlichen Infektionsdruckes, gebührt erheblich mehr Aufmerksamkeit, als sie bis jetzt erhalten haben.


(Anmerkung: Der gastrointestinale Weg erhält jüngst in der chinesischen Forschung und Praxis besondere Aufmerksamkeit, weil auffiel, daß die „britische“ Mutante nicht selten den klassischen Nasen-Rachen-Tests entgeht. Deshalb geht man dort dazu über, auch Analabstriche zu verwenden)

Erste Veröffentlichungen über neurologische Effekte und selbst Risiken von ADE gab es zu jener Zeit auch schon.
Doch Anfang Mai entschied die EU-Kommission, die Ressourcen in der Hauptsache auf die Impfstoffentwicklung zu konzentrieren. Ich hab die Direktive irgendwo unsortiert in meiner Ablage und mache mir nicht die Mühe, sie heraus zu suchen.

Hernach wurde der Verbreitungsweg über Schulen und Kitas kampagnenförmig verleugnet, die Urlaubsorte mit mehr oder minder symbolischen Einschränkungen geöffnet, der öffentliche Berufsverkehr blieb die Infektionsarterie der Nation, die jeder kannte, der sich ihr auszusetzen gezwungen wurde.
All das mag in vielen, sehr vielen Einzelfällen „Versagen“ gewesen sein, aber dies Versagen ist systemisch, was ich oft genug begründet habe, und an hoher Stelle wußte man das. Das sind durchaus nicht alles Idioten. Der Gesamtverlauf ist eine Strategie, die aus der Feder eines Covidioten hätte stammen können, aber kalkuliert war, wenngleich, wie in diesen Kreisen üblich, pi mal Daumen.
Das wurde oft genug mitgeteilt. Vorrang für die Wirtschaft. „Auf keinen Fall ein neuer ‚Lockdown'“. Es ist nicht von Belang, ob eine heute jaulende, tobernde Merkel sich das seinerzeit selbst verleugnet hat, oder jetzt nur eine semioffizielle Heuchelei obenauf setzt, um dem Umstand zu begegnen, daß die Länderchefs dagegen rebellieren, daß es jetzt nicht einfach so weiter gehen soll.

Gleich den Länderchefs hatte eine große Anzahl der zuständigen medizinischen Institute, bis hinein in die Hausärzteschaft, die eugenische Strategie bemerkt und sich mehr oder minder klammheimlich hinter sie gestellt: Gegen die Infizierten und Erkrankten mauern, so lange es geht.
Die Quittung für die Davongekommenen erfolgte in den letzten zwei Monaten. Jetzt ist es herzlich wurscht, inwieweit das Ausmaß des Sterbens und der Verkrüppelung ein kalkuliertes „Risiko“ gewesen ist, der Schaden wird, im Zweifelsfall gleich einer verlorenen Schlacht in einem Angriffskrieg, mit Macht zur Chance und zur Chance der Macht umgewidmet. In dem Klo habe ich nichts mehr zu putzen.

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8 Antworten zu Corona, „die Letzte“ – vorerst

  1. grünspan schreibt:

    „…All das mag in vielen, sehr vielen Einzelfällen „Versagen“ gewesen sein, aber dies Versagen ist systemisch… Der Gesamtverlauf ist eine Strategie, die .. kalkuliert war, wenngleich, wie in diesen Kreisen üblich, pi mal Daumen.“ „…kalkuliertes „Risiko“…“
    Über die Corona-Fakten erfahren wir zu wenig. Aber Du machst oben diese hochinteressante Bemerkung „kalkuliertes Risiko“.
    Kalkül von „Guten“ auf kontrolliertes Chaos, darauf, dass Zerstörung ohne eigene Schuld und ohne Mitwisser durch Naturkräfte, Seuchen, Mobs, menschliche Inkompetenz erledigt wird. Aufhebung des Widerspruchs von Verschwörung und Chaos als sich ausschliessende Erklärungen für miserable Ereignisse. Kannst Du diesen vielversprechenden Keim einer auf Kalkül basierenden neuen Anti-Verschwörungstheorie noch weiter verallgemeinern? Sozusagen als Meta-Verschwörungstheorie.

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    • tgarner9 schreibt:

      Diese „Metaverschwörungstheorie“ ist Grundbestandteil jeder verständigen Verschwörungstheorie, angefangen bei Adam Smith, siehe hier:
      https://tomgard.blog/2018/02/20/wer-ein-verschwoerungstheoretiker-ist-und-wer-nicht/

      Es geht dabei um allgemeine und spezielle Umgebungsvariablen der Konflikte, die Verschwörungen gleichsam inseminieren, während die Verschwörer sie gebären. Ich habe diese Variablen in allen „meinen“ Verschwörungstheorien berücksichtigt, wenngleich mit sehr unterschiedlicher „Tiefe“. Ein Beispiel für eine relativ „flache“, dafür halbwegs methodisch vorgetragene Version ist meine Behandlung von MH370.

      Bei MH17 – das habe ich ohnehin kaum in dies Blog aufgenommen, war auf dem „Kriegsblog“ bis 2016 und ist, glaube ich, noch irgendwo im Netz von einer sympathisierenden Seele gespiegelt – hatte ich einen wesentlichen Teil ausgelassen, der aber andere Leute sehr beschäftigt hat, weshalb sie die Mails von Saceur Breedlove geleakt haben, insbesondere seine „privaten“ Erkundungen bei einer Freundin in RAND.
      Wichtiger war aber der sehr offensichtliche Umstand, daß die „Nummer“ des Maidan-Putsches nicht im Sinne von Obama war, er sie sich aber voll zu eigen machte, nachdem Putin von den Duginisten und anderen Nationalisten in Regierung und Duma genötigt worden war, die Annexion der Krim (statt eines Nuklearschirmes über einen restituierten Autonomiestatus) zu akzeptieren. Auch aus diesem Bereich hatte ich sehr viel berichtet.

      Bei „Navalny“ hatte ich auch viel dazu geschrieben.

      9/11 – naja. Zu den Bestandteilen der Spaltung der politischen Klasse der USA am imperialen Status seit JFK, verstärkt durch Petrodollar und Nixons Entente mit China zugunsten Japans, hatte ich ein klein wenig geschrieben – und aktuell habe ich was dazu in der Mache – aber sie bedürfen der zionistischen Komponente, und dazu habe ich außer verstreuten saftigen Bemerkungen über den Putsch der Militäraristokratie gegen Rabin 1995 lieber mein Maul gehalten, nachdem ich vermutlich deshalb im Netz so deftig isoliert worden bin, wie es nur unterhalb der Schwelle legaler oder extralegaler „Eingriffe“ geht.

      Aktuell arbeite ich die „Fünfte Industrielle Revolution“ auf. Das ist der aktuelle semiologische Ersatz des WEF für Schwabs neckischen „The Great Reset“. Hinzu die Pläne, die in Davos für die Ausnutzung der planmäßigen „Katastrophe“ ventiliert werden, die spätestens im Herbst vorgesehen ist – ökonomisch; was Gelegenheiten und Motive bietet, allgemein oder speziell „hier und da“ ein wenig nachzuhelfen.
      Aber ich bin mal wieder nicht sehr lustig und arbeitsfähig. Also irgendwann mal.

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  2. tgarner9 schreibt:

    Höre gerade, es läuft eine v. Ggstdpkt initiierte Debatte über Verschwörungstheorie im Zusammenhang mit „Corona“.
    Mein Beitrag besteht in den oben an Grünspan verlinkten Bemerkungen mit der Ergänzung:

    Anhand der sogenannten „Corona-Krise“ bringen ein großer Haufe einflussreicher Leute in ideeller, fiktiver oder auch nur vorgeblicher Vertretung der Institute, die ihnen Macht verleihen und jetzt und in Zukunft neue – nicht zwingend „mehr“ – Macht verleihen sollen, Vorstellungen und Pläne ins Spiel, welche die Basis geltender Staatsidealismen und Rechtsvorstellungen deutlich verändern.
    Einfach gesagt: Es ist conspiracy time!
    Da wird (!) es sehr schnell völlig wurscht, ob CoV-2 – sei es der Erreger oder / und der Epidemieverlauf im „Westen“ – einer Verschwörung entstammte, oder nicht.

    Blöd ist nur, wenn „Verschwörungstheoretiker“, die keine sind, weil ihre „Theorie“ nur eine Bebilderung alter, mehr oder weniger lieb gewonnener Vorurteile und Moralismen, den Herrschenden, anhand einer damit aufgefütterten „Meinung“ und im Verein eines dadurch definierbaren „Tribus“ der demokratischen Öffentlichkeit, eine Art Leine in die Hand geben, mit deren Hilfe sie an dem, was tatsächlich stattfindet bzw. vorbereitet und geplant wird, vorbei geführt werden können.

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  3. Klaus Peter schreibt:

    Hallo Thomas,
    gebe es eigtl. irgendetwas zum eisernen deutschen Ja! zu NS-2 zu sagen? Und zum Jubel um Sputnik-V? Steht doch arg dem Nawalny-Trubel gegenüber..

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    • tgarner9 schreibt:

      Grüß Dich, Klaus Peter,
      Du solltest Dir die Frage zumindest zu großen Teilen selbst beantworten können, weil Du die Vorgeschichte ziemlich gut kennst. NS2 ist ein Bilderbuch-Chronotopos des hybriden Krieges zwischen EU und USA, war schon (verdecktes) Thema anläßlich der offenen deutsch-französischen Konfrontation Cheney/Rumsfelds anläßlich des Irakkrieges (Thema „Neues Europa“) und, weniger verdeckt, des Ukrainekrieges. Ganz eng ist die Verbindung mit dem „Normandie-Format“, das Obama gegen den bewaffneten (!) Widerstand der Chaos-Vögel und ihrem Frontmann Kerry aufrecht hielt. Die ursprünglich deutsch-französische Betreibergesellschaft wurde 2016 von Polen mit britischer Unterstützung zerschlagen, das war parallel zur Aussäuberung der Vögel aus der EC (Barroso, Fühle, Ashton / Sikorski, Laufbursche Öttinger u. einige mehr) geschehen und fiel praktisch mit dem Brexit-Referendum zusammen, auch wenn die juristische Entscheidung erst danach fiel.

      Mehr im Augenblick nicht, sorry.

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  4. Ina schreibt:

    „Vögel aus der EC“
    Wie passt Radoslaw Sikorski dazu?
    Ashton, Oettinger und Füle gehörten der sog. Kommission Barroso II (Februar 2010 – November 2014) an. Sikorski war bis November 2014 poln. Außenminister, kein Kommissionsmitglied.

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    • tgarner9 schreibt:

      Sikorski war designierter Nachfolger Ashtons von „britischen Gnaden“. John Helmer (johnhelmer.net) hat in zwei Einträgen im Nachhinein (2017) gezeigt, wie eng Sikorski mit der britischen Geheimdienst- und Militäraristokratie verbandelt war, aber das war im Grunde unnötig, denn die Propagandaschlacht um die Ausbootung Sikorskis wurde weitgehend offen als Richtungsentscheidung gegen britisch-atlantische Bestimmungsmacht über den Kurs der europäischen Außenpolitik und künftigen Integration geführt. „Brexit“ war in diesem Zusammenhang eine direkte Konsequenz aus der britischen Niederlage, obgleich andere Faktoren eine Rolle spielten.

      Sikorski war 2013 persönlich an den Vorbereitungen zum Maidanputsch 2014 beteiligt und hatte daraus kein großes Geheimnis gemacht. So besuchte er Trainingscamps für polnisch-ukrainische (galizische) Stadtguerillas mit Waffenausbildung, die in Polen und Litauen stattfanden.
      Am 14. Juli 2014 hielt er anläßlich eines Staatsbesuches in Azerbaidschan eine Pressekonferenz, auf der er verkündete, „morgen“ werde „sich das Schicksal Europas entscheiden“. Am Folgetag sollte der Europäische Rat (oder die Kommission, weiß ich grad nicht mehr) über weitergehende Sanktionen gegen Moskau entscheiden und verweigerte dies – erwartbar – zum zweiten Male, schob die Entscheidung auf. Am 17. Juli fiel MH17 vom Himmel. Am 21. (oder so) wurden die Sanktionen auf einer Sondersitzung beschlossen.

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      • tgarner9 schreibt:

        PS. Sikorskis Bemerkung auf nämlicher Pressekonferenz wurde seinerzeit von azerischen Staatsmedien verbreitet und von einigen westlichen Nachrichtenportalen in einer Notiz aufgenommen. Ich hatte das bemerkt, weil ich Sikorski im Rahmen meiner Routinerecherchen „gestalkt“ hatte. Im Zuge Sikorskis Bewerbung für den Posten des Außenbeauftragten wurden die Spuren im Netz getilgt. Kann sein, daß Leute, die russisch, iranisch, azerisch oder armenisch recherchieren können, noch welche auffinden könnten.

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