Vergabe des Außenministeriums an Baerbock ist nominelle Entscheidung für einen deutschen Russlandfeldzug an der Seite der NATO

Nämlich dann, wenn man Baerbocks Verlautbarungen der letzten zwei Jahre zur Urteilsgrundlage nimmt.

Natürlich muß man das in erster Instanz als Unterwerfungsgeste gegenüber der NATO, bzw. den angelsächsischen Natogenerälen werten, die den Druck auf die politische Klasse Deutschlands mit Kriegshandlungen in der Ukraine, am Golf, in Syrien und im Irak in den letzten Wochen systematisch erhöht haben. (Auf Twitter habe ich Ausschnitte davon dokumentiert) Natürlich wird der Kanzler aus purem Eigennutz versuchen, zu taktieren, bis die französische Regierung sich nach den kommenden Wahlen imstande sieht, sich in dieser Sache zu positionieren. Die einschlägigen NATO-Generäle werden in dieser Zeit versuchen, Vorentscheidungen zu erzwingen.

Eine dieser Vorentscheidungen ist so gut wie gefallen: Ein Gaskrieg gegen Russland, eröffnet mit der endgültigen Absage an NS2. Damit wird die Bundesregierung auf diesem speziellen Schauplatz viele, vielleicht auch alle, Optionen aus der Hand geben, auf Eskalationen Dritter oder anhand von Gegenmaßnahmen der russischen Regierung Einfluß zu nehmen. Hundert Tausende ruinierte Existenzen und viele hundert Tote könnten die Folge sein.
Dazu will ich anmerken, daß das Weiße Haus nach meinen Beobachtungen derzeit an solchen Eskalationen nicht interessiert ist – aber es hat auch nicht ernsthaft was dagegen, weil und solang es die US-Armee aus ihnen heraus halten kann und die europäischen Ökonomien geschädigt werden.

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Eine Antwort zu Vergabe des Außenministeriums an Baerbock ist nominelle Entscheidung für einen deutschen Russlandfeldzug an der Seite der NATO

  1. tgarner9 schreibt:

    Scott Ritter hat mir einen winzigen historischen Exkurs abgenommen:
    https://www.rt.com/op-ed/541230-us-missiles-germany-warheads/

    Ich denke, eine rationale worst-case-Kalkulation der einschlägigen Generäle läuft darauf hinaus, damit zu rechnen, daß eine „rasche, asymmetrische und harte“ (Putin) Reaktion auf eine Dislozierung in Europa darin bestehen könnte, daß die RF etwa je 150 kt auf Washington und London feuert. Wenn ich richtig läge, hieße das, diese Typen wollten ggf. Washington und London zum Erhalt „ihrer Welt“ opfern, und das wäre alles andere als „insane“, es sei denn, man wollte eine Kriegslogik, der die Herrschaften seit Jahrtausenden immer wieder mit einschlägigen Resultaten gefolgt sind, für „insane“ erklären. Das taugt sicherlich für ein ruhiges Gewissen, sonst nicht.

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