Kleiner, doch sprechender Schritt auf dem Weg zur nuklearen Vernichtung Deutschlands

MOSCOW, July 13 (Reuters) – The Kremlin said on Wednesday it was expecting progress over a possible European Union deal to allow Russia to transit some sanctioned goods to its Kaliningrad exclave via the EU, but the problem had not been resolved.

Näheres erfährt man aus der Kaliningrader Presse:

Kaliningrad did not receive documents on the lifting of restrictions on the transit of goods through Lithuania
Earlier, Izvestia, citing unnamed sources from the Russian side, wrote that the EU and the Russian Federation had agreed on the transit of goods to Kaliningrad. According to the publication, Brussels provided a document that „completely satisfied“ Moscow. The document allegedly states that it is impossible to restrict the movement of goods between parts of Russia, but now everything depends on the position of Lithuania, Izvestia specified.

Ton und Farbe hatte Baerbock kurz nach Beginn der litauischen Teilblockade des Warenverkehrs gesetzt, indem sie sinngemäß bekundete, es sei bedauerlich und eine „Schande“, doch die litauische Maßnahme sei nicht durch die Sanktionsverfügungen Brüssels gedeckt, also „wohl illegal“.
Baerbocks persönliche Präferenzen beiseite, reflektierte ihr „Bedauern“ die Vorgaben der stellvertretenden Kommandeurin der NATO-Militärherrschaft über der EU, UvdL, die vor einigen Wochen dem EU-Parlament eine Besprechung mit Stoltenberg in eine Kriegserklärung an Russland zusammen gefaßt hatte:

„Die Ukraine muß diesen Krieg gewinnen!“

Izvestia schrieb also Bullshit, von der Position Litauens „hängt“ rein gar nichts „ab“ und, wie wir hier sehen, von der Position Baerbocks und der Bundesregierung zu wenig. Nehmen wir Izvestia bzw. deren Informanten wörtlich, hat die zuständige Behörde in Brüssel der russischen Seite ein Rechtsgutachten geliefert, das genau so viel taugt, wie der Papierzettel, auf dem es steht – zumindest bislang.

Ich will nicht ausschließen, daß sich das ändern könnte. Schon deshalb nicht, weil es materiell um nicht viel geht. 34 LKW blockiert Litauen aktuell, vermutlich hat die RF andere Lieferungen zurück gehalten, aber sie kann jederzeit auf dem Seeweg liefern. Andeutungen des russischen Regierungssprechers könnte man obendrein dahingehend interpretieren, daß die RF mit Polen in Verhandlungen steht, Litauen zu umgehen.
Aus russischer Sicht ist Litauens Vorgehen gleichwohl selbstredend ein Kriegsakt, den der Gouverneur Kaliningrads am Liebsten reziprok eskaliert sehen will, nämlich mit einer vollen Blockade des Warenverkehrs zwischen Russland und den baltischen Staaten plus Polen. Aus litauischer Sicht ist die Sach‘ ebenso selbstredend lediglich ein „unfreundlicher Akt“, nämlich ein Vertragsbruch.
Gleichwohl haben die NATO-Militärs in den vergangenen Wochen eine Flut von Erklärungen zur „Suwalki-Lücke“ veröffentlicht, ich schrieb vor Monaten zu diesem aparten Teilbegriff der Kriegspolitik gegen Russland, den die NATO ausgehoben hat, sobald die baltischen Staaten unabhängig wurden. Sie sei „militärisch gesichert“, Russland verfüge nicht über „die nötigen Reserven“, sie anzugreifen.

Ergo: Die NATO nimmt die Sach‘ als den Kriegsakt, um den es sich aus russischer Sicht nur bedingt handelt, nämlich gemäß des realen Belangs der Teilblockade für die Föderation.
Damit haben wir die übergeordnete, die militärische Adresse des Widerstandes gegen die Umsetzung von EU-Recht in Litauen. Die üblichen Verdächtigen für die politischen und kommerziellen Adressen – ja, kommerziell, denn die litauische Regierung, gleich den politischen Klassen in den anderen baltischen Staaten, ist nie was anderes gewesen, als ein Haufen gekaufter Günstlinge – habe ich oft genug genannt, über ihre Beteiligung weiß ich nichts zu sagen.
Gleichwohl ist unzweideutig klar, materielle nationale Interessen, die gegen eine Eskalation des Russlandkrieges im baltischen Raum stehen, deren Anlaß ein paar Tonnagen von Beton und weiterer Baustoffe, sowie Chemieprodukte sind, haben mit der Entfernung vom Schauplatz einen abnehmenden Gradienten. Es handelt sich deshalb – abermals – um einen klaren Bestandteil des angelsächsischen Krieges gegen Deutschland und wird selbstverständlich in Russland so wahr genommen.

Vor der litauischen Teilblockade Kaliningrads hatte ich erwartet, die NATO werde sich eine dortige Eskalation für den Fall vorbehalten, daß die RF ihre militärische Zurückhaltung im Ukrainekrieg aufgibt, wozu man sie mit allen Mitteln außerhalb einer direkten Kriegsbeteiligung zu nötigen sucht. Insbesondere auch mit der Mobilisierung und Ausbildung von Söldnerarmeen, die vielleicht schon im Herbst, spätestens im Frühjahr die russischen Linien in der Südukraine berennen sollen, welche für die RF, zum Schutze der Krim, von unvergleichlich vitalerem Interesse sind, als der Donbass. Ich bezweifle, daß der volle Einsatz der russischen Luftwaffe, sprich ihrer Bomberflotte, geeignet sein könnte, solch einer Eskalation abzuhelfen, jedenfalls aber bezweifelt es die NATO mit ihrer Praxis. Folglich hebt die NATO-Strategie auf einen Nuklearkrieg ab, nämlich den Einsatz taktischer russischer Nuklearwaffen zum Zwecke der „area denial“ vor den russischen Linien oder im polnischen Grenzgebiet, wie in den Planspielen des Atlantic Council öffentlich ventiliert.

Jetzt wird deutlich, daß der Geduldsfaden einiger „üblicher Verdächtiger“ dünn war oder wird. Möglich, daß dies etwas mit den Vorgängen im UK zu tun hat. Gleichzeitig bedeutet und bekräftigt, wie oben dargelegt, der Vorgang um Kaliningrad den Verantwortlichen in Russland abermals, daß im Krieg mit der NATO die wohl unvermeidliche Adresse für eine abschließende „Eskalation um der Deeskalation willen“ das deutsche Territorium sein sollte. Vielleicht trägt die Kaliningrad-Sach dazu bei, daß der ukrainischen Bevölkerung eine direkte nukleare Verseuchung erspart bleibt – zu Lasten Süddeutschlands und vielleicht der Umgebung der deutschen Marinebasen.

Das wollte ich hier noch vorgelegt haben, um Überlegungen, Schlüsse und Urteile ein wenig zu verdeutlichen, die ich vor Monaten ein wenig desperat abgekippt habe.

Dieser Beitrag wurde unter NATO, Ukraine abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..