Kriegsnotizen aus den Entwürfen (Notiz 4 ist vermutlich von erheblichem Belang)

Ich stelle sie öffentlich, weil ich dies Blog Ende des Jahres spätestens, vielleicht schon im Oktober, aufgebe. Wird laufend fortgesetzt, soweit ich mit den 150 Entwurfstexten klar komme.

Notiz 1

Worum es offiziell gehen soll, siehe dies.

Die Angelegenheit wenigstens ansatzweise klar zu stellen, kostete mich mindestens zwei bis drei Wochen Arbeit, vielleicht auch drei Monate, und ich bin entschlossen, diesen Eintrag binnen einer halben Stunde und ohne Rückgriff auf Archive abzuschließen.
Zwei Umstände bedingen den Aufwand einer sauberen Bearbeitung.

  1. Es spielen eine Reihe militärpolitischer plus politökonomischer Faktoren hinein, die a) nur mittelbar verknüpft und b) durch die Zäsur der Imperiumspolitik 2016 in zwei auseinander zu haltende Phasen zerfallen.
  2. Praktisch alle diese Faktoren sind aus der und gegen eine Fülle von Geschichtsfälschungen und spezifischen ideologischen Verfälschungen seit 9/11 zu rekonstruieren.

Deshalb versuche ich die Sache rasch mit ein paar Thesen zu umfassen, ohne auf sie den Anspruch zu gründen, daß sie den angedeuteten Umfang vollständig skizzieren, geschweige gliedern.

  1. Der Putsch von 9/11 hob einen veritablen innerimperialen Krieg aus.
  2. Dieser innerimperiale Krieg ist per definitionem des kapitalistischen Imperiums ein Weltkrieg, er bezieht alle umstrittenen Peripherien des Weltmarktes ein, wenngleich militärpolitische Logik bestimmt, in welchem Umfang und auf welche Art welche Regionen und Abteilungen aktual der Kriegslogik unterworfen werden.
  3. Deshalb wurde an 9/11 die NATO dem Grundsatz nach zur leeren Hülse: Sie verlor ihren Status als referentieller militärpolitischer Anker für eine gegen alle Widersprüche und Gegensätze zwischen den imperialen Metropolen aufrecht zu haltende Einheit des (historischen, amerikanischen) Imperiums.
  4. Eine Besonderheit unter anderen (namentlich Russland, China und Indien betreffenden) Besonderheiten ist umständehalber hervor zu heben: Die zionistische Beteiligung am Putsch von 9/11 und ihr Ziel, das später mit „New Middle East“ verschlagwortet wurde und im Grundsatz auf die Entstaatlichung der MENA-Region, einschließlich und besonders des Irans, die Umwandlung ihrer Territorien in imperiale Gouvernorate hinaus laufen sollte, mit der einzigen Ausnahme Israels und einer bedingten Ausnahme der Türkei.
  5. Mit der sogenannten „Finanzkrise“ und weiteren Operationen, die Obama ins Weiße Haus beförderten, gelang den Gegnern der Putschisten von 9/11 ein Gegenputsch.
  6. Imperiumspolitisch hat die Obama-Administration ihre Putschziele in zwei Linien verfolgt, die erste wurde „Pazific Pivot“ getauft, die zweite war das in der „Kairoer Rede“ und dem Truppenabzug aus dem Irak angekündigte und angesetzte Zurücktreten von der MENA-Strategie der Zionisten und ihrer Verbündeten in den USA und Europa.
  7. Beide strategischen Neuorientierungen hätten die Marginalisierung der NATO gerichtet und also verstetigt, und folglich auch die Mittel politischer Einflußnahme der Europäer auf die US-Politik gemindert. (In Obamas Gegenputsch lag, siehe oben, gleichsam „naturgemäß“ das Programm einer Weltherrschaft sans phrase)
  8. Die Masse der NATO-Generäle, die Militäraristokratie des UK und beträchtliche Teile der politischen Aristokratie Frankreichs wurden neben einer Mehrheit der Pentagon-Generäle zu politischen Verbündeten des unter der Gallionsfigur der klinisch verrückten „Killary“ Clinton formierten inneramerikanischen Widerstandes gegen das Weiße Haus.
  9. Auf militärischer und militärpolitischer Ebene begann dieser Widerstand schon vor der nominellen Wahl Obamas.
  10. An drei relevanten Fronten scheiterte er:
    a) Cheney’s Versuche, an Bush jr vorbei und gegen den Widerstand von Teilen der CIA und führenden Generälen einen nuklearen Angriff auf den Iran in die Wege zu leiten, wurden vereitelt.
    b) Der „Kaukasus-Krieg“ wurde zum Desaster für die Initiatoren: Die Europäer stellten sich mehrheitlich gegen die angelsächsische Kriegsfraktion, darunter deren späterer Verbündeter, Nicolas Sarkozy, der die Gelegenheit nutzte, gegen das kriegspolitisch in den Banden der angelsächsischen Siegermächte befangene Deutschland eine kontinentale Führungsrolle in der EU zu beanspruchen.
    c) Im gegebenen Zusammenhang von besonderem Belang: Die ukrainische „Gasprinzessin“ Julija Tymoschenko wechselte im Nachgang des Kaukasus-Krieges die Seiten, stellte nationale Belange der Ukraine (und ihre persönlichen Aspirationen) über die Belange der angelsächsischen Patrone der Juschtschenko-Regierung. Die Ukraine verblieb im „Limbus“ zwischen NATO und GUS, der Beginn des seit spätestens 1999, im Zuge des Jugoslawienkrieges in der NATO-Hierarchie anvisierten Ukrainekrieges wurde bis 2013 verzögert.
  11. An zwei weiteren relevanten Fronten wurden die Kriegsvorbereitungen verzögert, die Gründe der Verzögerung kenne ich nicht:
    a) Im Frühjahr 2008 begannen die Vorbereitungen für den Syrienkrieg
    b) Zeitgleich begannen die Briten den Libyenkrieg vorzubereiten.
    (Der wahrscheinliche Grund der Verzögerungen: Nicolas Sarkozy brauchte und erhielt Zeit für die Abwicklung der Achsenpolitik Chirac’s mit Deutschland und die französische Reintegration in die NATO. Erst im September 2010 unterzeichnete Sarkozy den militärpolitischen Kooperationsvertrag mit dem UK, dem politisch finalen Schritt zum Beginn des Libyenkrieges im Februar 2011. Noch 2012 wurden hartnäckige Widerstände in der politischen Klasse Frankreichs gegen den Syrienkrieg spürbar, wenngleich rasch unwirksam gemacht.)
  12. abgebrochen

Notiz 2

’Wir’ – Eine unerschütterliche Liebe zur gerechten Gewalt
(Manfred Henle)

Die Argumentation (Zitat):

4. Über existenzielle Mittel, höhere Zwecke und die Bildung des falschen Bewusstseins

Schliesslich hat sich der moderne Staatsbürger im Sich-Einrichten und Zurechtkommen mit der Welt, so, wie sie nun einmal ist, mit seinem praktischen Ja zu den Verhältnissen, wie er sie vorfindet und wie sie ihm entgegentreten, dementsprechend auch theoretisch, gedanklich darauf festgelegt: das „unser Wir“ sei ohne weitere Frage sein (Über-) Lebens-, sein Existenzmittel.

In diesem, auch Allgemeinwohl oder „unser Land“ genannten „Wir“ und des in ihm beheimateten staatlichen Gewaltmonopols, das dieses „Wir“ und die in ihm vorfindlichen Verhältnissen konstituiert, aufrecht erhält und garantiert, ist er doch geboren, zuhause, beheimatet; hier kann er leben, bestehen und sich bewähren; hier darf er sich entlang der erlaubten Freiheit mit den Mitteln, über die er faktisch verfügt, bewegen und betätigen. Solches Freiheits-Angebot einmal an- und hingenommen schliesst ein, dass dem modernen Staatsbürger auch in seiner unmittelbaren und theoretischen Vorstellung, in seinem praktischen Alltagsbewusstsein und Alltagsleben, dieses „unser Wir“ notwendig zum (Über-) Lebens-Mittel, zur unausweichlichen Voraussetzung seiner Existenz gerät. Denn indem er sich den vorgegeben Verhältnissen anpasst, gebraucht der moderne Staatsbürger seinen Verstand ganz pragmatisch, realistisch und instrumentell: das Land mit seinen Gegebenheiten wird in seiner Vorstellung zu seinem Existenz- und Lebens-Mittel; und im Zuge dessen leistet er sich die Abstraktion, nicht mehr objektiv danach zu fragen, wie dieses Wir, wie dieses Land, eigentlich beschaffen ist: Er nimmt es hin, so, wie es eben ist.

Statt von dieser Abstraktion zu lassen, will der moderne Staatsbürger die ihm gewährte Freiheit nutzen und die Gegebenheiten, wie sie einfach da und in der Welt sind, benutzen. Die Gegebenheiten und Chancen, die staatliche Garantiemacht des Ganzen und das Land, in dem es ihn per Geburt zufällig verschlagen hat, erscheinen ihm als die notwendigen Mittel seines (Über-) Lebens, seiner Existenz. Allem voran die für die Mehrheit der Bevölkerung unausweichliche Lohn-Arbeit. So ergreift und begreift er diese ihm dargebotenen Mittel, so werden sie ihm wichtig, so werden sie ihm wertvoll, so erhebt er sie als ihm unbedingt zu Gebote stehende Mittel. So genommen hat er je schon begonnen, sich in dem Land, in dem er per Geburt ganz zufällig lebt, zuhause zu fühlen und für es Partei zu ergreifen. Jetzt erscheint es ihm als „sein“ Land. Dass dieses Land in Gestalt von Staat, Kapital, Standort und Nation, nicht um des Wohlergehen des Einzelnen oder der Bevölkerung willen in der Welt ist; dass deshalb das Ja zu den Verhältnissen und das Sich-Einrichten und Zurechtkommen darin, nur um den Preis der Unterwerfung unter das „grosse Wir“ zu bewerkstelligen ist, das sieht dieses Bewusstsein in seiner Parteinahme für das Land so nicht mehr. So macht sich der Staatsbürger im Ergreifen der vorgefundenen Verhältnisse als Mittel seiner Existenz zum Mittel der anderen, der ihm überlegenen Seite in Gestalt von Staat, Kapital, Standort und Nation. Im Frieden als „Human-Kapital“ und „Standort-Ressource“. Im Krieg, der von Zeit zu Zeit aus berufenen Mund verkündet wird, als lebendige Tötungswaffe und Zielobjekt der Tötungswaffen der gegnerischen Seite. Mit diesem Verkennen der Wirklichkeit ist das falsche, das staatsbürgerliche Selbst-Bewusstsein endgültig geboren.

Der staatsbürgerliche Gebrauch des Verstandes täuscht sich also über das Verhältnis von Mittel und höheren Zwecken. Ein Irrtum, ein falsches Bewusstsein mit einigen Konsequenzen.

5. Ein Irrtum und seine Folgen

Das Ja zur Welt und die aus ihm erwachsene unmittelbare und theoretische Vorstellung, die Welt, wie sie nun einmal ist, allem voran die Welt, wie sie von der heimischen Staatsgewalt eingerichtet ist, sei zum Zweck des Wohlergehens des Einzelnen eingerichtet und deshalb das einzig gangbare Lebens-Mittel für ihn, den modernen Menschen oder Staatsbürger, ist nichts als ein Fehlschluss, ein folgenschwerer Irrtum. Ein sich irrendes, ein falsches Bewusstsein, hervorgebracht durch einen Gebrauch des Verstandes, der in seiner Anpassung an die heimischen Verhältnisse, das unser „Wir“ oder Land in seiner Vorstellung als Mittel nimmt, es deshalb anerkennt und will. (Zitat Ende)

Was ist falsch an dieser verführerisch „runden“ Darstellung?

Richtig ist: Der Amateurnationalist ist ein Charakter, in diesem Sinne – entgegen der Spaltung in bourgeois und citoyan – eine Einheit, bestehend aus einem verfestigten Konglomerat theoretischer und praktischer Angewohnheiten des privaten Umgangs eines Subjektes mit seiner eigenen, militärisch erzwungenen Akkomodierung an nationale Konkurrenzbedingungen.
Die Frage, ob Auswanderung eine Option sei, ist unweit jenseits des 27. Lebensjahres abschließend beantwortet. In diesem gewohnheitsmäßigen Urteil über „sein Land“ lebt selbstredend das Bewußtsein der Unterwerfung unter die Konkurrenz und ihre gewaltsame Formierung und Einhegung weiter. Was da vorliegt, ist kein „Irrtum“, sondern eine Umdeutung, und diese Umdeutung ist in erster Linie eine Rechtfertigung des Citoyen vor den Niederlagen, Enttäuschungen, Leiden des Bourgeois.
Der gebrochene Wille des Staatssubjekts ist sowohl abstrakt wie konkret gegeben in der jeweils individuellen und kollektiven Dichotomie des Ver-dienstes, in dem ein jeder Dienst als Erwerb und Erwerb als Dienst in den militärisch geltend gemachten Zwecksetzungen zu bewähren hat.
(Weswegen die Konjunktur der Rechts- und Moraltitel auf das Trommelfeuer der Kriegsöffentlichkeit wenig angewiesen sein dürfte)
Die Parteinahme des Amateurnationationalisten für den eigenen Herrn, gegen den Fremden, ist erstens die direkte Fortsetzung seiner Haltung, in welcher das „Müssen“ als eine gewohnte Voraussetzung praktisch figuriert, weshalb es theoretisch aus diesem Bewußtsein heraus fällt. Es „fällt“ allerdings sogleich in ein solches Bewußtsein hinein – üblicherweise umfassend, totalitär – sobald es auf Kritik trifft.

Wie kommt es zu Henles Irrtümern und Vereinfachungen?
„Staat, Kapital, Standort und Nation“ – was das eigentlich ist, daß interessiert ihn im vorliegenden Zusammenhang nicht mehr. Er ist es, der es unternimmt, die Abstraktion „Wir“ zirkulär von oben nach unten und unten nach oben wahr zu machen, als sein theoretisches Konstrukt. Auf diese Weise ist sein echter Gegenstand – etwas polemisch ausgedrückt – Manfred Henle. Er hat sich mit diesem Konstrukt aus jenem „Wir“ ausgeschlossen, im Unterschied und Gegensatze zu fast allen anderen elitären Zeitgenossen, die sich in einem „Geist der Zeit“ bewegen, der in der Tat nicht von der Öffentlichkeit, sondern den Kriegsherren bestimmt wird.

Notiz 3

Folgende Bemerkungen zu einem Artikel über „Querdenker“ ist unwillkürlich eine Ergänzung zu Notiz 2:

In der Marktwirtschaft ist immer der Übergang angelegt von einem individuellen Gebrauch der eigenen Freiheit, der die Interessen anderer bei der Durchsetzung des eigenen Interesses wohl oder übel taktisch-instrumentell berücksichtigt, zu einem Freiheitsverständnis, das sich von dieser Beachtung anderer Interessen löst.“

In den verstandesgestörten und geistzerrüttenden Wolpertinger „wohl oder übel taktisch-instrumentell“ ist eine Parteinahme für die Staatsgewalt einkodiert die sich selbst nicht kennen will.

1) Was soll das für ein Mangel sein, der „taktisch-instrumentelle“ Vermittlung unterschiedlicher, doch voneinander abhängiger und aufeinander verwiesene Anliegen, Ziele, Zwecke (AZZ) zu einem realen oder empfundenen Übel macht? Es muß offenkundig ein ausschließender Gegensatz in diesen AZZ einbeschlossen sein, um das „wohl oder übel“ zu einer plausiblen Generalaussage zu machen. Kinder wissen es besser, sie üben „taktisch-instrumentelle“ Vermittlung spielerischer „Interessen“ ab etwa dem 4. Lebensjahr, manche auch a weng früher.

2) Creyds Satz ist folglich eine Tautologie, die er in ein moralisches Zirkelkonstrukt umwandelt: Er hat den „Übergang“, den er beklagt, schon im Ausgangspunkt unterstellt. (Viele wissen, warum er das tut: Es ist die Selbstgerechtigkeit eines selbstzertifizierten „Kapitalismuskritikers“, die den Kopfstand legitimiert, ein übergreifende Verfahren der (ehemaligen oder immer noch) Krisis / Antideutschen.)

3) Die sachliche Auflösung der Creyd’schen Verstandesstörung beherrschen moralische Individuen bestens, was Wunder, die Moral ist just das Instrument ihres „taktisch-instrumentellen“ Umgangs mit der Formierung bürgerlicher Interessen. Sie wissen, die Antinomie, die der Maxime und der kinetisch bewehrten Vorschrift zugrunde liegt, ein Interesse habe seine Schranke an „fremden“, entgegen stehenden Interessen zu wahren, liegt den eigenen Interessen zugrunde, ist in ihnen einbeschlossen.

4) Was moralische Individuen nicht wahr haben wollen, ist der Umstand, daß diese Antinomien weder in der Natur von „Individuen“ (gut/böse) noch in einer „Natur“ von Gesellschaftlichkeit derselben begründet sind, sondern an der politökonomischen Formierung von Individualität samt der Foltergewalt, die sie durchsetzt.

5) Eine schmale Verbindung zwischen Creyds absolutistischem Moralismus (der ist der Witz an Kant, seine – auch geschichtlich – absolutistische Säkularisierung klerikaler Moral) und den aktuellen Vorgängen hält Creyd mit folgendem Satz:

Alle diese Gruppen eint nur das „Anti“. Eine konsistente Vorstellung, wie sich die Covid-Epidemie bekämpfen lässt, haben sie nicht.

Gemäß der o.a. Zwecksetzung besteht er darauf, die „Covid-Epidemie“ nach zwei Jahren staatlicher Bewirtschaftung weiterhin „als“ ein Naturphänomen zu betrachten und zu behandeln, als seien diese staatliche Bewirtschaftung und der völkische Umgang mit ihr nicht Teil der Epidemie. Auf der Basis dieser Betrachtungsweise kann Creyd in heiliger Ignoranz die plattesten Propagandalügen übernehmen.

Notiz 4

(Anm. 9/22. Denis Puschilin hat im Sommer mitgeteilt, in Dokumenten von der ukrainischen Befehlsebene, die man erobert habe, habe man keine Hinweise auf operative Pläne zu einem systematischen Angriff auf die „Volksrepubliken“ gefunden. Es ist wohl fair, davon auszugehen, er habe das mitgeteilt, weil er unterstellte, Armeeführung und Kreml sei bekannt gewesen, daß die anderslautende, offizielle politische Vorgabe auf Stabsebene nicht umgesetzt worden ist – oder vielleicht auch nicht umgesetzt werden sollte. Letzteres ist insofern weniger wahrscheinlich, als Reznikov seinen Vorgänger im Kriegsministerium im Herbst 2021 ausdrücklich im Rahmen einer Radikalisierung der Kriegsagenda abgelöst hat. Sieht deshalb so aus, als sei meine scheinbar komplette Fehleinschätzung der Kampfbereitschaft der ukrainischen Armee vom Jahreswechsel nicht gar so daneben gewesen. Umso grausamer der Irrsinn des putin’schen Angriffsbefehls: Er entmachtete die Gegner des NATO-Kurses und ihrer faschistischen Söldner in der Nationalgarde und anderer Elitetruppen. Der Umstand, daß ukrainische Artillerie- und Infanterietruppen abseits des Frontabschnittes Odessa-Kherson etliche Tage für eine wirksame Mobilisierung gebraucht haben, könnte dies untermauern. Putins unzeitiger Angriffsbefehl ließ die im Oblast Charkov und von Norden via Belarus auf Kiev vorrückende Truppen unwillkürlich in eine Falle von Offizieren und Mannschaften laufen, die sich am End von Moskau schlimmer verraten und der Verheizung ausgesetzt sahen, als von den NATO-Gouverneuren in Kiev.
Warum dieser Teil des Irrsinns? Habe ich auf dem anderen Blog schon korrekt benannt: Putin hat die Gründe und Motive des Russischen Imperiumskrieges am Ende wohl vollständig von den aktuellen Realitäten des Ukrainekrieges der NATO emanzipiert, seine Timeline folgte nurmehr der Agenda der ultimaten diplomatischen Forderungen an USA und NATO vom Winter 2021.
Doch das haben offenbar die zuständigen Leute in Washington und Brüssel gewußt. Mit dem Einmarsch in die Ukraine ging Putin in eine Falle, die nicht von den Pokerspielern auf der höchsten politischen Ebene der Ukraine und der NATO, sondern von „Schachspielern“ auf der militärischen Ebene aufgestellt worden ist.)

Warum stehen russische Truppen kampfbereit an der ukrainischen Grenze?

Weil

NATO verlangt russisches Akzept einer ukrainischen Eroberung der „Volksrepubliken“ und der Krim

One member of the group has received officer training in the United Kingdom’s Royal Military Academy Sandhurst, graduating in late 2020. Another attended the German Army Officer’s Academy in Dresden in 2019.

Concerns about such training have been circulating since 2015, when it was first decided to send Canadian troops to Ukraine. In April of that year, then-defence minister Jason Kenney acknowledged that Canadian military leaders discussed how to avoid training extremists. That was done initially by stipulating that only units of the Ukrainian National Guard and army be trained as opposed to some of the ad hoc militias that had sprung up in the country at the time. https://ottawacitizen.com/news/national/defence-watch/far-right-extremists-in-ukraine-brag-they-have-received-training-from-the-canadian-forces-report

Die initiale Reaktion kam von 112ua, dem mittlerweile exilierten Sender des ehemals größten Oppositionsbündnisses in der Ukraine, dessen Parlamentsmitglieder systematisch kriminalisiert wurden, gipfelnd im Verbot des Senders und einer „Terrorismus“-Anklage gegen Kozak.

https://112.international/politics/ukraines-top-military-education-facility-becomes-home-for-centuria-far-right-group-study-65338.html

Erst drei Wochen später nahm die jüdisch-zionistische Presse den Faden auf, in einer weichgespülten Form, welche die Verwicklung der Briten, Deutschen und der NATO insgesamt (namentlich Polen und Litauen, siehe unten) verschwieg.

Jerusalem Post

Die jüdische Auslandspresse folgte wortgleich auf dem Fuße

https://publikum.net/westliche-lander-bilden-rechtsextremisten-in-der-ukraine-aus/

Yves Engler stieg in seinem Blog vom November (Monthly Review online) näher auf die Rolle der ukrainischen Einwandererverbände in Canada und ihrer potenten Geldgeber ein. Solche ukrainischen Nationalverbände gibt es in den USA, Deutschland und sicherlich weiteren NATO-Partnerstaaten.

Bis zur Stunde: EU-Disinfo. Zahlreiche russische Medien, darunter auch solche, die im Westen als gemäßigt regierungskritisch gelten, hatten den Faden aus der amerikanischen und anderen Quellen offenbar schon im Sommer aufgenommen.

Die jüngste Aufstellung der NATO im Ukrainekrieg ist letzte Stufe der Vorbereitung eines „begrenzten Krieges“ gegen Russland

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