Follow Up zur Nord Stream Sprengung – Just for Fun

9/26

Spätestens seit 9/11 ist damit zu rechnen, daß Auftraggeber in der Tradition des Staats- und internationalen Terrorismus dem Datum von Anschlägen eine mythische Komponente beilegen, wenn die Umstände ihnen diese Freiheit lassen, weil ihr Effekt von derselben Natur ist, der aus der Verwendung von Kryptogrammen in der Geschichte des staatskirchlichen Terrorismus in der meist blutigen Auseinandersetzung mit Häretikern, priesterlichen Geheimbünden und abweichenden Orden bekannt ist. Subalterne Figuren in diesen Auseinandersetzungen, sowohl aus den eigenen, wie gegnerischen Reihen, sollten und konnten durch Menetekel dieser Tradition mittels Furcht und Ehrfurcht bis hin zu paranoider Angst handlungsunfähig gemacht werden, was lästige Komplikationen von ihrer Seite zu vermeiden half, die in größerer Summierung der Freizügigkeit obrigkeitlichen Terrors Schranken aufzuerlegen vermögen.

9/26 ist das Datum des Oktoberfestanschlages von 1980. Der Wikipedia-Eintrag hat mich überrascht. Wer ihn aufmerksam liest, dazu noch der einen oder anderen Quelle kursorisch folgt, sollte mein Urteil teilen können, daß er in einem Indizienprozess vor einem ordentlichen Gericht eine Aufforderung an diverse Staatsanwaltschaften zur Folge haben müßte, noch lebende Figuren aus Behörden und Parteihierarchien wegen des Verdachtes der Beteiligung an einem mörderischen Komplott aus den Rängen und Reihen der seinerzeitigen NATO-Hierarchie zu verhaften. Die vorgetragene Indizienkette zu Lasten der NATO-SBO ist bei aller Unordnung derart wasserdicht, daß es unmöglich ein Versäumnis der wohlbekannten Zensurtruppe der Wikipedia sein kann, daß sie noch nicht zur Unkenntlichkeit entstellt ist. Es scheint, als gebe es ein Bedürfnis einflußreicher Figuren aus denselben Kreisen, die in dem Eintrag belastet werden, daß er in dieser Gestalt stehen bleibe. Mit ein wenig Vorstellungsvermögen läßt sich ihm auch entnehmen, welche Macht der in der öffentlichen Meinung seinerzeit gebaute Mythos der Ereignisse und der Vorgänge um ihn herum über zahlreiche Beteiligte hat entfalten müssen, und daher werde mit einer gewissen vergnüglichen Spannung darauf schauen, ob er substanziell verändert werden wird, oder nicht …

9/11 und 9/26

Beim neuen 9/26 ist sicherlich keine einzige Person direkt zu Schaden gekommen. Doch die mittelbaren Schäden, einschließlich Personenschäden, werden die von 9/11 um mehrere Größenordnungen übersteigen.
Nein, ich denke jetzt nicht an eventuelle Kriegsschäden.
Und nein, ihr solltet nicht an den Afghanistankrieg und seine Folgen denken. Der war keine Folge von 9/11, weil sein Ziel nicht in ihm selbst, nicht in einem in Afghanistan oder selbst der Region (AFPAK und Zentralasien) militärisch zu erzielenden „Sieg“ lag, sondern in der Aktivierung des Artikel 5 des NATO-Vertrages plus der Bildung einer über die NATO hinaus reichenden Kriegskoalition, und beides zu erzwingen, haben die Ereignisse von 9/11 bei weitem nicht hingereicht. Dazu bedurfte es einer glaubhaften amerikanischen Drohung, im Weigerungsfall mindestens zwei Länder mit nuklearen Sprengköpfen zu belegen, was im Falle Libyens, also Tripolis, das öffentlich als Ziel benannt wurde, noch schwerwiegendere Folgen für Europa gehabt hätte, als der „nur“ mithilfe von abgereichertem Uran ausgeführte Vernichtungskrieg der NATO 10 Jahre später.

Unter den gegebenen, kurzfristig unmöglich wesentlich zu verändernden geopolitischen, politökonomischen, energiepolitischen und technologischen Voraussetzungen und Umständen werden dem Anschlag von 9/26 namentlich in Europa, aber auch in den USA, 10 Tausende Menschen zum Opfer fallen – insbesondere mittellose Rentner, wie ich einer bin – und Dutzende Millionen von Leuten werden in existentielles Elend gestürzt werden. Der Anschlag befestigt die Folgen und die mittelfristige Auswegslosigkeit des mittelbaren Krieges gegen Deutschland und die EU, der im Wesentlichen mit dem Ziel geführt wird, die Militärherrschaft der NATO über West- und Mitteleuropa nicht nur weiter zu festigen und auszudehnen, sie vielmehr weit in die zivilen Sektoren auszuweiten, wofür die kriegswirtschaftlichen Vollmachten, welche die EU-Kommission anstrebt, ein schlagendes Beispiel sind.

Die EU-Kommission zu 9/26

EU-Innenkommissarin Johansson hatte die mutmaßliche Sabotage am Mittwochabend als Warnruf bezeichnet und einen Belastungstest für die kritische Infrastruktur in Europa angekündigt. „Wir (die EU-Kommission) werden uns jetzt an alle Mitgliedstaaten wenden, und wir werden einen Belastungstest durchführen in Bezug auf die kritische Infrastruktur“, sagte die Schwedin im ZDF-„Heute Journal“.

Angesichts der Lecks in den Pipelines sprach sie von einem „Anschlag“, der eine „Eskalation“ und „eine Bedrohung“ sei. „Soweit ich es beurteilen kann, ist es ein sehr intelligenter Anschlag, der nicht verübt worden sein kann von einer normalen Gruppe von Menschen“, sagte die Kommissarin. Das Risiko sei groß, dass ein Staat dahinter stehe. „Wir haben natürlich einen Verdacht. Aber es ist zu früh, das abschließend zu beurteilen.“

Parallel NATO-Jensi:

„Jedem vorsätzlichen Angriff auf die kritische Infrastruktur von Verbündeten wird mit einer geschlossenen und entschlossenen Antwort begegnet.“

ça y est

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