Zum China – Bashing

Im Gegensatz zu den früheren Parteitagen war diesmal kaum noch von der Marktwirtschaft die Rede. Stattdessen wurde die Stärkung der Realwirtschaft betont. (…) Ein weiterer Kurssturz für die Tech-Aktien ist bereits eingeleitet.
Dass die chinesischen Aktien generell während des Parteitages und auch danach ins Bodenlose fielen …“

Wenn du wissen willst, was in China los ist, schau in die „Tagesschau“ und die „Financial Times“.
Die „Doppelspitze“ der EU-Bürokratie, NATO und Kommission, ist im Begriff, den europäischen Anschluß an den US-Wirtschaftskrieg gegen China durchzupauken, der in den USA allmählich in das Stadium staatspolizeilichen Ausschlusses „chinesischer“ Subjekte aus der IT-Branche überführt wird. Am Horizont des europäischen Anschlusses an diesen Krieg steht ein erwogenes, punktuell bereits in Gang gesetztes, militärisches Vorgehen gegen chinesische Investoren und Projekte in Afrika und Südamerika.
Der Börsenplatz London, den China bislang treu gestützt hat, ging den Bach herunter. Boris Johnson hat den Kollegen der britischen Militäraristokratie in der Ostsee ein Geschenk gemacht, das sie voraussichtlich nicht ablehnen werden, sie werden irgend eine Form von Neuanschluß an die EU militärisch erpressen, was die Turbulenzen in der EU-Wirtschaft nicht eben mildern wird.
Diese Turbulenzen werden lt. Urteil aller Fachleute in eine krachende Rezession münden, weil eine parallele Durchsetzung kriegswirtschaftlichen Instrumentariums in der EU-Bürokratie ihnen erstmal nicht abhelfen kann, sie vielmehr zunächst verschärfen muß.
Gleichzeitig bekennen die zuständigen Instanzen und ihre Presseorgane, daß „Covid“ die Arbeitskraft von rund 20% der Workforce dauerhaft mehr oder minder beschädigen wird – ein höherer Anteil, als ein gewisser TomGard im Juni ’20 aufgrund der Datenlage vorher gesagt hat, und die Lebenserwartung deutlich senken wird. Das ist zwar langfristig nützlich für den Ausbeutungsertrag in den imperialen Metropolen, aber zunächst wird es die Rezessionswirkung der Reallohnsenkungen und inflationärer Kaufkraftvernichtung akzentuieren.
Kurzum: In der Weltwirtschaft steht die Kapitalvernichtung an, die nach 2008 mit Hilfe der Gelddruckpresse unterbunden worden ist, so gut es eben ging.

Der chinesische Binnenmarkt hängt noch immer in großem Umfang am auswärtigen Handel und Finanzverkehr, obwohl die chinesische Regierung seit 2008 viele Hebel in Bewegung gesetzt hat, dem entgegen zu wirken.
Doch ein Hebel – vielleicht der wichtigste, das vermag ich nicht zu beurteilen – waren die Bemühungen um weiteren Ausbau eines asiatischen Binnenmarktes, ich erwähne beispielhaft RCEP. Das muß im Zuge der kommenden Rezession in der EU und den USA zumindest teilweise „nach hinten“ los gehen, ihr Durchschlagen auf die asiatischen Märkte wirkt akkumulativ nach China hinein.

Was, bitte, soll eine beliebige „chinesische Führung“ in einer solchen Lage anderes machen, als sich eine „Stärkung der Realwirtschaft“ ins Programm zu schreiben?
Wenn der Imperiumsagent Guan Xin – ob er nun in eigenem Auftrag unterwegs ist, oder nicht – ernsthaft die gelobten „marktwirtschaftlich orientierten Reformkräfte“ danach befragen täte, was Sache ist, erhielte er mit Sicherheit jede Menge Antworten, die ihm nicht in den Kram passen. Ich kann sie nicht geben, noch weniger kann ich irgendwas Zählendes über die innenpolitische Lage im Chinesischen Reich wissen. Falls Guan Xin mehr darüber wüßte, als, beispielsweise, ein Russe, der die Foren von Overton und Telepolis zu Quellen nimmt, über die Lage in Deutschland „weiß“, hätte er dazu was gesagt – hat er aber nicht.
Was für ein Elend.

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