Was der Polen – Böller sollte und nicht sollte (update im Kommentar)

„Polen-Böller“ – na, ich habe meine Zweifel, daß bei der Aktion tatsächlich jemand ums Leben gekommen ist.

Über den Absender habe ich gestern das Nötige gesagt.

Falls tatsächlich ein Geschoss abgefeuert worden sein sollte, wissen die amerikanischen und britischen Dienste dank Satellitenüberwachung genau so gut, woher sie kam, wie sie im Juli 2014 wußten, daß keine Buche MH17 getroffen haben kann, weil keine abgefeuert wurde, weshalb Kerry & Co. nie die „Photobeweise“ rausgerückt haben, auf die sie sich berufen haben.

Selensky hat sich dazu bekannt, indem er die Geschosstrümmer eine „Botschaft an den G20-Gipfel“ nannte. Die auf Bali versammelten NATO-Granden trafen sich darauf brav zu einer Sondersitzung – mit Ausnahme eines gewissen Erdogan, der auf Anfrage mitteilte, er sei „nicht verpflichtet, an unwichtigen Sitzungen teilzunehmen“ (FaZ)

Die NATO-Granden haben sich ohne Vorlage irgend welcher Indizien darauf geeinigt, Russland sei in eine „übergeordnete“ Verantwortung für den Vorfall zu nehmen.

Das Ergebnis der NATO-Pressekonferenz, das in einer halben Stunde vorliegen soll, braucht man daher nicht abwarten. Es wird heißen, der Vorfall „beweise“, mit Russland könne es „keinen Frieden geben, … solange …(blablawuff)“ … Russland Russland bleibe.

Was soll dann der Zirkus?
Trivial. Er ist eine nach der Sprengung von NS1 aktualisierte Lizenz für britischen / polnischen / baltischen / ukrainischen Staatsterrorismus, summarisch EUCOM-Terrorismus, auf europäischem, namentlich deutschen, vielleicht auch wieder französischem Boden. Könnter ‚drauf wetten, aber beteiligt mich gefälligst.

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4 Antworten zu Was der Polen – Böller sollte und nicht sollte (update im Kommentar)

  1. tgarner9 schreibt:

    Zur NATO Pressekonferenz.

    Jensi spricht eingangs von einer „Explosion“ (nicht Einschlag), deren „wahrscheinliche Ursache“ eine ukrainische Luftabwehrrakete sei (16.11. 12:40!) „Natürlich“ fiele das „letztlich“ in russische „Verantwortung, NICHT ukrainische“.
    Der Vorgang biete keinen Anlaß für eine rasche Aufstockung der NATO-Front in Osteuropa außerhalb der Ukraine, aber für die Zeit nach der nächsten planmäßigen NATO-Jahrestagung sei ohnehin eine Aufstockung der osteuropäischen Präsenz vorgesehen.

    Interessant die schnippische Bemerkung Jensis auf die Forderung der polnischen Korrespondentin nach mehr Luftwaffenpräsenz. Die aktuellen NATO-Kapazitäten in Polen reiche vollkommen aus, „die Lage im Grenzgebiet genau zu beobachten“.
    Die FaZ hakte mit Fragen nach Trümmern und „wahrscheinlicher Flugbahn“ nach, die mit dem üblichen Verweis auf „laufende Untersuchungen“ abgewiesen wurden und bekam eine fette Abfuhr auf die Frage, ob die Luftabwehr der NATO durch das Projektil „aktiviert“ worden sei, oder nicht – Jensi hat sie ignoriert.

    Ich habe in Summe meinen letzten Kommentar (weiter oben) zu korrigieren.
    Jensi berief sich eingangs des Statements nicht nur auf eine Abstimmung mit Jo Biden, auch auf einen Bericht des Kommandierenden der „Ramstein-Gruppe“ und SACEUR General Cavoli. Daher muß man das Gesagte, aber vor allem das Ungesagte – damit meine ich v.a. die ausgefallene politische Erklärung, die ich erwartet hatte – als halbwegs glaubwürdiges Zeugnis dafür nehmen, daß EUCOM nicht im Bilde war. Jensis leichte Gereiztheit auf das Drängen der polnischen und tschechischen Korrespondenten auf eine „stärkere“ Reaktion spricht ebenfalls in diese Richtung. Und die Tatsache, daß die NATO-Luftabwehr nicht aktiviert hat, ist fast Beweis genug, daß keine S300 geflogen gekommen ist.

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  2. Klaus-Peter schreibt:

    Gehört evtl. hier mit rein – das Lob Peskows an die Amerikaner und den amerikanischen Presidenten:

    The Kremlin spokesman pointed to a much more restrained reaction from Washington as an example.

    „In this case, it makes sense to pay attention to the restrained and far more professional response of the American side and the American president,“ he said.

    https://tass.com/politics/1537679

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    • tgarner9 schreibt:

      Grüß Dich, Klaus – Peter.
      Da möchte ich doch (zum Gaudi, versteht sich) was zitieren:

      „Of course, we would have preferred to hear an emotional and even emotionally overwhelmed reaction, for example, to the act of sabotage against the Nord Stream underwater pipelines. There was no such reaction then. And no one hurried to probe into who organized that sabotage,“ he said.

      Moreover, Peskov remarked, nobody was going to raise this issue now.

      „We should all pay close attention to the blackout that is painstakingly maintained regarding this affair,“ he added.

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  3. tgarner9 schreibt:

    … haben eigentlich alle russischen Regierungsvertreter mittlerweile zutreffend bekundet, dass sie Deutschland und auch den überwiegenden Teil Resteuropas als US-besetzte Zone betrachten, die GAR NICHTS eigenständig entscheidet.

    Das ist Bullshit, aber zugleich auch wieder eine Realabstraktion. Ist mir jetzt wursche, daß ihr nicht wißt, was das ist, weil es am vorliegenden Beispiel piepeinfach zu skizzieren geht:

    Natürllich entscheidet man im Kanzleramt nix „eigenständig“ in dem Sinn, daß dort die Rücksichten auf die Lage in der EU und der NATO genommen werden, die man für geboten halten will.
    Und dasselbe gilt für die USA!
    Es gilt sogar für die USA noch strenger, weil man sich dort ganz anders, als in der EU, zu Rücksichten auf China genötigt sieht, nämlich auf den Verlauf der amerikanisch-chinesischen Konkurrenz um den Indopazifischen Wirtschaftsraum.
    Demgegenüber stellt man sich im Kreml halt einfach auf einen militärtaktischen Standpunkt. Er lautet simpel: Die NATO kann keinen Russlandkrieg MIT Nuklearwaffen führen, auch nicht mit den Waffen des UK, den die USA nicht mitgehen. Nur die USA könnten sich auf das Abenteuer eines „begrenzten Nuklearkrieges“ einlassen. Also sind die USA für einen Kreml, der seinen Imperiumskrieg in der Ukraine auszufechten gedenkt, tatsächlich die einzig zuständige Adresse.

    Wenn jetzt jemand messerscharf schließt: Dann ist es ja aktuell der Kreml, der versucht, das Ideal der US-Hegemonie über Europa , in seinem Interesse wahr zu machen – ja genau. So ist es.

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