The Black Spot

Sicher, ich habe wenig mit Long John Silver gemein. Andererseits ist gewissermaßen anyone verwandt oder verschwägert mit LJS, dem Schurken, der „gar kein“ Schurke sein soll, vielmehr „im Inneren“ ein decent chap, tatsächlich more decent, als mancher honorige Bürger und / oder Wappenträger, weil er im Grunde seines Herzens nichts anderes und mehr wolle, als ein anständiger Bürger, nämlich einen anständigen Lohn für das brave, arbeitsame, doch nicht über die Maßen mühselige Dasein, das er mit seinem Frauchen zu fristen gedenke.

Letzteres sind einfach die Basisparameter eines in Staat und Kapital verfassten, also entsprechend formierten, Daseins, die für alle, oder doch fast alle gelten, nicht weniger, vielmehr gerade dann, wenn er oder sie seine persönlichen Maßstäbe solchen Mustern zu entziehen trachtet. Irgendwann holt es alle ein, auch den Long John Silver, dem der Black Spot unwidersprechlich bedeutete, sein Outlier – Dasein habe ein Ende zu finden – so oder so.

Der Black Spot den ich erhalten habe, ist ein ärztlicher Befund, der von meiner Todesart kündet, falls bis dahin – irgendwann in zwei bis zehn Jahren – nicht noch anderes hinzu oder dazwischen kommt.
Überrascht hat mich das nicht. Aber Statistik und ihr fleischlicher Stoff unterscheiden sich halt etwas deutlicher, als ein Ü-Ei und sein Inhalt, gelle.

Es gibt einen Haufen Angelegenheiten, die mich ab sofort nichts mehr angehen. Ich kann, wie so oft, mit mir rechten – und ihr mit mir – inwieweit sie mich bis letzter Woche überhaupt, oder noch, was an gegangen sind, aber das unterlasse ich tunlichst. Ich werde stattdessen entscheiden. Die erste Entscheidung ist, mich ab sofort über die Trümmer meiner Arbeiten seit 15 Jahren her zu machen, soweit ich mich über etwas her mache. Zwischenergebnisse werden auf diesem Blog erscheinen.

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Corona, „die Letzte“ – vorerst

Etwas, das wie eine „Impfpanik“ aussieht und zu beträchtlichen Teilen sicherlich eine ist, beherrscht die Schlagzeilen. Israelische Stellen nehmen auch jetzt, wie seit fast einem Jahr, die Vorhut:

Only 31 out of 163,000 Israelis vaccinated by Maccabi Healthcare Services caught coronavirus in their first 10 days of full-strength protection, its top vaccine statistics analyst, Anat Ekka Zohar, told The Times of Israel on Thursday.

…schrieb die ToI und gründet auf diese „Daten“ die frohe Botschaft (literally), Vaccine found 92% effective in Israel, in first controlled result outside trials.

Der Gesundheitsminister war’s anscheinend nicht zufrieden und sattelte auf:

The Health Ministry says 317 Israelis out of 715,000 who were fully vaccinated have contracted COVID-19 over a week after receiving the second shot.
The number represents 0.04% of those vaccinated.
The ministry also says 16 of them have been hospitalized.

Der letzte Satz könnte immerhin eine bedingt gute Nachricht sein, denn aktuell wird in Israel nur auf ärztliche Verschreibung getestet und in der Vergangenheit wurden schwerere Fälle im Durchschnitt 10 Tage nach positiven Tests hospitalisiert, aber wer will bei solcher „Nachrichtenlage“ veröffentlichte Zahlen ernst nehmen?

Noch sprechender ist der Umstand, daß untergeordnete Stellen in Israel entschieden haben, auch Schwangere und Jugendliche zu impfen – offenbar mit stummer Zustimmung, oder gar auf Anweisung der Versicherungen, gegen die ausdrückliche Empfehlung des Herstellers. Das geht aus verstreuten Meldungen und Bildern hervor. Der Gesundheitsminister jedoch hielt sich zu dieser Praxis bis heut mittag zu Lasten seines Beauftragten Dr. Boaz Lev bedeckt:

In apparent world first, Health Ministry backs vaccination of at-risk children
Decision still requires final approval, comes amid rising morbidity among Israelis under 16 years old

The Health Ministry on Tuesday issued a directive in favor of vaccinating children under the age of 16 who are at high risk of developing serious symptoms if they contract COVID-19.
The decision still must receive final approval from Dr. Boaz Lev, the health official tasked with delineating priority groups for the coronavirus vaccine. It comes against the backdrop of rising morbidity rates among children in Israel.

Am frühen Nachmittag in der JP:

The Health Ministry said that 40% of new coronavirus cases are in youth under the age of 18 (…)
The pediatric societies said that there are cases where vaccination could be recommended. These include for children who live in a house where someone suffers from severe immunosuppression. In addition, they recommended vaccination for children who have any of the following diseases: morbid obesity, neurodevelopmental disorders including seizures and congenital syndromes, diabetes, lung disease including asthma, certain immune disorders, cancer, heart disease or pulmonary hypertension, renal failure, or sickle cell anemia. The societies said that any parent who believes their child should get the jab should see their physician and receive a recommendation and referral. The final decision about vaccination should be approved by Dr. Boaz Lev, chairman of the Health Ministry’s Coronavirus Vaccination Committee.

Das sieht so aus, als ob die „pediatric societies„, deren Spezialisten mit CoV-2 und Impfstofforschung garantiert nichts am Hut haben, vorgeschickt werden, eine Praxis zu legalisieren und zu verantworten, für die das Ministerium juristische Verantwortung von sich zu weisen gedenkt. Dem Dr. Lev wird der Boden bereitet, den Schwarzen Peter am End an die Eltern abzugeben.
Ich nenne diese Praxis moderne Menschenopfer, über deren Beweggründe ich nicht spekulieren will.

Seit drei Tagen läuft eine zweigleisige Kampagne zum hoheitlichen Umgang mit den CoV-2 Mutanten. Nach wochenlangem Abwiegeln wird ihre Gefahr einerseits in’s Unermeßliche geschrieben, andererseits gegen alle Fakten und professionelle medizinische und wissenschaftliche Urteilskriterien – über die ich ausführlich geschrieben habe – behauptet, BioNtech sei gegen die bislang verbreiteten Mutanten „wirksam“, weil in vitro „nur“ um 40-50% eingeschränkt. Eine „Virologin“ verstieg sich für die „Tagesschau“ gar zu der Aussage, ‚viel hilft viel‘; gegen die Mutanten seien halt „mehr Antikörper“ erforderlich.
Derweil schrieb der notorische Peter Grassmann für TP einen Bericht, den man unter den o.a. Umständen als ein Plädoyer für Masseninternierungen lesen muß, selbst wenn das nicht beabsichtigt gewesen sein sollte.

Unter solchen Umständen ist mit irgend welchen verläßlichen Auskünften und Daten nicht mehr zu rechnen, deshalb endet meine Berichterstattung hier.

Ich will aber festgehalten haben, daß die „Impfpanik“ keine ist, sondern ein zumindest im Wesentlichen strategisch geplanter Vorgang.

Zum Auftakt zitiere ich mich selbst, aus einen Eintrag vom 28.April, in dem viel Obsoletes zu den Putschvorbereitungen gegen Trump steht, weshalb ich die entscheidenden Passagen heraus ziehe:


Covid-19 sollte „SARS induzierte Endotheliitis“ heißen, regt eine Reihe von Ärzten und Forschern an

Nach zahlreichen Leichenöffnungen darf die klinische Diagnose „(systemische) Endotheliitis“ für Covid-19 als gesichert gelten. Fraglich bleibt lediglich, ob die systemische Erscheinungsform, die in der Pathologie auffällig wird, die Spätwirkung eines Verlaufes ist, in dem das Immunsystem den Kampf gegen den Erreger verliert, oder die eigentümliche Wirkung des Pathogens auf den menschlichen Körper, die in neuartigen Pneumonien, die man bei der Mehrzahl der schweren Verläufe findet, lediglich eine prominente Erscheinungsform hat.

Einen Hinweis auf Letzteres veröffentlichten Ye Qing, Jian Wenyang und Li Raoyao bei Science and Technology Daily am 22. 4.: COVID-19 Patients with Gastrointestinal Symptoms Are More Likely to Develop into Severe CasesSie werteten die Krankengeschichten von 232 hospitalisisierten Patienten aus und fanden neben dem titelgebenden Zusammentreffen eine weitaus größere Häufung gastrointestinaler Symptome, einschließlich blutiger Stühle, als bislang berichtet. Damit sollte auch einem Übertragungsweg über Fäkalien und deren Ausdünstungen, der für SARS-CoV1 bekannt und gut untersucht ist, mehr Aufmerksamkeit zukommen. Der Hauptpunkt ist jedoch, daß die Magen/Darm-Symptomatik den schweren Pneumonien oft voraus geht, sodaß die Lungeninfektion sekundär erscheint.

Einen weiteren Hinweis veröffentlichte gestern Judith Graham auf „Medscape„, Seniors With COVID-19 Show Unusual Symptoms, Doctors Say. Vielfach sind bei Patienten höheren Alters neurologische Symptome lange Zeit vor Beginn klassischer Verläufe aufgefallen. Einige erlitten Herzinfarkte / Herzversagen, bevor sich die üblichen Symptome einstellten. Dies dürfte mit dem Auftreten zahlreicher kleiner und kleinster Blutgerinsel zusammenhängen, die bei einer Endotheliitis aufzutreten pflegen.

Darüber gibt es einen ausführlichen Artikel von Brenda Goodman, Blood Clots Are Another Dangerous COVID-19 Mystery, die über Befunde und Erfahrungen New Yorker und Bostoner Ärzte und Pathologen berichtet.

Images captured with an electron microscope found traces of the coronavirus in endothelial cells in the heart, kidney, small bowel, and lung — pretty much all over the body. Researchers collected the tissues during autopsies of three patients who died of COVID-19.

Die zitierten Forscher bleiben bislang bei der Hypothese, daß die Infektion der Lunge der Eintrittsweg ins Endothel sei:

Mandeep Mehra … says the findings suggest that the virus can directly infect the endothelium. He says that while COVID-19 can certainly cause breathing problems, he doesn’t think it’s just a lung disease.
“This is actually a disease of the endothelium,” he says.
Mehra says the infection starts in the lungs because breathing is the easiest way for the virus to enter the body. Once it infects the lung cells and begins to destroy them, it travels into the bloodstream. There, it infects endothelial cells, causing endotheliitis.
Mehra thinks this endotheliitis comes from not only the direct infection of the blood vessel cells, but also from the haywire cytokine storm that the body launches to fight it off. “We’ve shown evidence of both.”

Doch Goodmans‘ ärztlicher Hauptzeuge sieht die Befunde anders: “The virus is acting as if its primary target is the endothelium” 

Damit schließt er sich Züricher Ärzten und Forschern an, die bereits am 20.4. eine Studie mit dem Titel Endothelial cell infection and endotheliitis in COVID-19 veröffentlicht haben. Aus einer Besprechung bei „mimikama.at„:

Ein interdisziplinäres Team des Universitätsspitals Zürich zeigte nun, dass SARS-CoV-2 direkt Entzündungen in den Gefässen auslöst und so zu Organversagen bis zum Tod führen kann. … Ärztinnen und Ärzte stellten fest, dass zunehmend Patientinnen und Patienten auch Herzkreislaufprobleme oder Multiorganversagen zeigten. Ob und welchen Zusammenhang es dabei mit der Lungenentzündung gab, war aber nicht klar. Die Forscherinnen und Forscher schlossen [aus pathologischen Befunden], dass das Virus nicht wie bisher vermutet über die Lunge, sondern über die im Endothel vorkommenden ACE2-Rezeptoren die körpereigene Verteidigung direkt angreift, sich darüber verteilt und zu einer generalisierten Entzündung im Endothel führt, die dessen Schutzfunktion zum Erliegen bringt … Es entstehen schwere Mikrozirkulationsstörungen, die das Herz schädigen, Lungenembolien und Gefässverschlüsse im Hirn und im Darmtrakt auslösen [können]. 

Ein Zusammenspiel von initialer Endotheliitis und überschießender Immunantwort könnte die Ursache schwerer Covid-Erkrankungen von Kindern sein, die in letzter Zeit vermehrt aufgefallen sind. Sie veranlaßten die britische NHS gestern, vor der beabsichtigten Wiederaufnahme des Schulunterrichtes, zu einer eiligen Warnung, : UK health service warns of deadly coronavirus-linked illness affecting children. 

Summe: Covid-19 bleibt eine noch weitgehend unbekannte Erkrankung, deren Begleiterscheinungen und Folgen, auch für jüngere und scheinbar symptomlose Patienten, schwerwiegender sein könnten, als bislang bekannt. Besonders dem gastrointestinalen Infektionsweg, sowie den Auswirkungen unterschiedlichen Infektionsdruckes, gebührt erheblich mehr Aufmerksamkeit, als sie bis jetzt erhalten haben.


(Anmerkung: Der gastrointestinale Weg erhält jüngst in der chinesischen Forschung und Praxis besondere Aufmerksamkeit, weil auffiel, daß die „britische“ Mutante nicht selten den klassischen Nasen-Rachen-Tests entgeht. Deshalb geht man dort dazu über, auch Analabstriche zu verwenden)

Erste Veröffentlichungen über neurologische Effekte und selbst Risiken von ADE gab es zu jener Zeit auch schon.
Doch Anfang Mai entschied die EU-Kommission, die Ressourcen in der Hauptsache auf die Impfstoffentwicklung zu konzentrieren. Ich hab die Direktive irgendwo unsortiert in meiner Ablage und mache mir nicht die Mühe, sie heraus zu suchen.

Hernach wurde der Verbreitungsweg über Schulen und Kitas kampagnenförmig verleugnet, die Urlaubsorte mit mehr oder minder symbolischen Einschränkungen geöffnet, der öffentliche Berufsverkehr blieb die Infektionsarterie der Nation, die jeder kannte, der sich ihr auszusetzen gezwungen wurde.
All das mag in vielen, sehr vielen Einzelfällen „Versagen“ gewesen sein, aber dies Versagen ist systemisch, was ich oft genug begründet habe, und an hoher Stelle wußte man das. Das sind durchaus nicht alles Idioten. Der Gesamtverlauf ist eine Strategie, die aus der Feder eines Covidioten hätte stammen können, aber kalkuliert war, wenngleich, wie in diesen Kreisen üblich, pi mal Daumen.
Das wurde oft genug mitgeteilt. Vorrang für die Wirtschaft. „Auf keinen Fall ein neuer ‚Lockdown'“. Es ist nicht von Belang, ob eine heute jaulende, tobernde Merkel sich das seinerzeit selbst verleugnet hat, oder jetzt nur eine semioffizielle Heuchelei obenauf setzt, um dem Umstand zu begegnen, daß die Länderchefs dagegen rebellieren, daß es jetzt nicht einfach so weiter gehen soll.

Gleich den Länderchefs hatte eine große Anzahl der zuständigen medizinischen Institute, bis hinein in die Hausärzteschaft, die eugenische Strategie bemerkt und sich mehr oder minder klammheimlich hinter sie gestellt: Gegen die Infizierten und Erkrankten mauern, so lange es geht.
Die Quittung für die Davongekommenen erfolgte in den letzten zwei Monaten. Jetzt ist es herzlich wurscht, inwieweit das Ausmaß des Sterbens und der Verkrüppelung ein kalkuliertes „Risiko“ gewesen ist, der Schaden wird, im Zweifelsfall gleich einer verlorenen Schlacht in einem Angriffskrieg, mit Macht zur Chance und zur Chance der Macht umgewidmet. In dem Klo habe ich nichts mehr zu putzen.

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Imperiale Tektonik – Kriegsdiplomatie zwischen EU und UK

Das wird nur eine Notiz zu einem Thema, das ich nicht erst seit dem formellen „Brexit“, der kein Brexit war, vernachlässigt habe. Ich hätte zum Beispiel schon vor Jahren auf politökonomischer Ebene das „David-Goliath“ – Verhältnis zwischen UK und EU zu erklären gehabt, um zu zeigen, daß es für die EU durchaus nicht in dem Ausmaß um reine Status- und Prinzipienfragen geht, wie man angesichts des Kräfteverhältnisses der jeweiligen Ökonomien in Bezug auf den Weltmarkt denken könnte. Zureichend leisten kann ich das ‚eh nicht, allenfalls Hinweise geben, und obendrein gibt es das banale Hindernis, daß ich keinen Zugang zu FT und Bloomberg habe.

Von einem chronistischen Standpunkt ist das andererseits palle, denn unweigerlich wird sich zeigen, daß die Musike auf militärpolitischer und militärischer Ebene gespielt werden wird. Vgl. dazu dies Interview.
Der „fait divers“, daß das UK der EU diplomatischen Status verweigert hat (die Ankündigung vor einer Woche) und die EU darauf heute ein Treffen mit dem britischen Botschafter absagte ist eine von beiden Seiten ostentativ vorgetragene Erscheinungsform davon.

Nachtrag: Eine wesentliche Rolle in dem Vorgang dürfte die dünn verschleierte Ankündigung der britischen Regierung haben, Impfstofflieferungen von AstraZeneca in die EU zu konfiszieren: https://www.reuters.com/article/us-health-coronavirus-britain-vaccines-idUSKBN29X0WV

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Imperiale Tektoniken (1)

Die Masse an kleinen Beben, mehr oder minder untergründigen Brüchen und Bewegungen, die mein geschultes Seismometer trotz einer im Vergleich zu vergangenen Jahren deutlich verminderten Zahl an „Beobachtungsposten“ registriert, schwillt auf eine Rollenlänge an, die mich jetzt schon vierzehn 24-Std-Arbeitstage beschäftigen müßte, wollte ich sie abarbeiten.

Umso wichtiger ist mir folgendes Beispiel, eine Zerlegung Navalnys – nach „Plastinierung“ der Hexenkrallen-Affäre, die ich am 26. Dez. besprochen habe – gemäß hübsch durchexerzierter Handwerksregeln des Öffentlichkeitsmanagements, ausgeliefert in einem Podcast des hessischen Rundfunks von heute, unter dem programmatischen Titel: Navalny – erst unterschätzt, dann überbewertet?

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Impfrisiken, update

Zu den voran gegangenen Berichten geht’s hier.

„Öffentlichkeitsmanagement“ verunmöglicht Risikenabschätzung

Über den in großer Öffentlichkeit inszenierten Präzedenzfall einer Kriminalisierung von Leakern und Whistleblowern, die Internierung von Rebekah Jones, hatte ich schon berichtet.

Der Administration von Kalifornien kam es vor zwei Tagen zu, die „Rationale“ der Publikationssperre über „sensible“ medizinische und gesundheitspolitische Daten in die neue amerikanische Staatsraison einzugliedern:

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The revolution has been televised

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Machtergreifung technomilitärischer Stände – Vorrevolutionäres aus meinem Archiv

Technoféodalisme“ ist der neue Heilige Gral des liebenswerten Pepe Escobar. Ähnlich mir, hat er 2011/12 anhand des Libyen- und Syrienkrieges registriert, daß der IV. Weltkrieg, der Global War on Terror (GWOT), sein im Begriff Imperialer Souveränität und Hegemonialität angelegtes, epochales Vernichtungspotential zu entfalten und zu beschleunigen begann.

Darauf hat Pepe, im Bemühen, als ein Chronist dem Arsch der Geschichte hinterher schnüffelnd und hechelnd (auf dieses Schicksal legt sich ein Kriegsberichterstatter nunmal professionell fest, ob er das will oder nicht), in dem Bemühen, „auf der Höhe der Zeit“ zu bleiben, was nur gehen kann, indem einer den Kurs zu antizipieren, in die Atemwolke des Monsters voran zu eilen sucht, auf den Aufstieg der chinesischen Despotie zur Weltmacht als ein dem imperialen Selbstzerlegungskurs entgegenwirkendes Moment gesetzt. Einen großen Teil seiner publizistischen Aktivität konzentrierte er danach auf das politische und ökonomische Geschehen um die R&B – Initiative herum.

In der imperialen Terminologie benannt: Eurasien war Ausgangs-, Durchgangs- und Endpunkt dieser historisierenden Sicht, und damit befand sich Pepe in der Tat in der engen Nachbarschaft der Strategen, welche die Imperiumspolitik ein halbes Jahrhundert lang dominiert und sich in irgend einer Weise alle auf Henry Kissinger bezogen und / oder berufen haben. Das galt auch für die Neocons bis 2008 und den Verbund aus Neocons / Libdems, welche die Außenpolitik bis 2016 gegen die Absichten und den Willen Obamas und der Wall Street dominiert, den „pacific pivot“ sabotiert haben.

Europa fiel aus dieser Perspektive als ein „Machtfaktor“ aus. Aus der Sicht der „Eurasien-Fraktion“ war Paris gleichsam der „Endbahnhof“ eines Schienennetzes, das von Shanghai über Moskau führen werde, irgend wann unweigerlich einen Abzweig nach Teheran bekäme. Aus Sicht der Gegenseite war Europa der feste Brückenkopf, der Ausbau und Eroberung des westasiatischen und südindischen „Rimland“ für die atlantische, die angelsächsische Herrschaft über Lüfte und Meere derart unhintergehbar machen sollte, daß Osteuropa und Zentralasien final zerlegen und zum kolonialen Raum werden müsse, dann – und erst dann – könne und werde man sich um China kümmern, das bis dahin die feste Ressource imperialer Kreditmacht und Ausbeutung bleiben müsse.

Spätestens 2016 wurde Leuten, die über all den militärischen und paramilitärischen Kalkülen das Denken nicht verlernt haben, deutlich, daß alles iwie ganz anders war und erst recht werden würde. Natürlich auch Pepe.

Industrie 4.0 geriet deshalb in Pepes Blickfeld, natürlich vornehmlich in politischer und gesellschaftspolitischer Perspektive.
Ich habe Durand’s Technoféodalisme nicht gelesen. Ich nahm nur ein paar Ausschnitte zur Kenntnis, die mir zeigten, es handelt sich um ein bemerkenswertes Jugendwerk, das zu lesen vermutlich für jeden ein Gewinn ist, der in den intellektuellen Diskurs zum Thema eintreten und sich darin bewegen will, weil er aus irgend einem Grund meint, das tun zu sollen.
Ich klinke mich da aus.
Stattdessen spiegele ich unredigiert einen depublizierten Blogeintrag vom November 2011 zu einem Basisvorgang der politischen Ökonomie des Imperialismus, auch mit dem Hintergedanken, mich darauf beziehen zu können.

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Covid – Studien, update

Die bisherigen Einträge sind hier gelistet.
Weiter geht es mit:

1. Dichte Publikationssperre über Krankheitsverläufe geimpfter Personen

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In the mood

Was es triggerte: https://www.heise.de/forum/p-38189604/

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Kurzes Update zur Außenwelt der Innenwelt der föderalen Machtergreifung in den USA

Nützlicher wäre, etwas zur Innenwelt zu schreiben, aber ich weiß nicht, inwieweit ich heute dazu komme und es ist auch kein Fehler, erst einmal abzuwarten, wie weit die Sache eskaliert wird.

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Covid – Impfrisiken: Bislang keine Entwarnung, soweit ich sehen kann

Mein Plan sah vor, die Einträge zur Verdeckung von Impfrisiken und Krankheitsfolgen für Überlebende mit einem Eintrag zu den Risiken Infektionsverstärkende Antikörper zu ergänzen. Es kam einiges dazwischen. Nun hat die Veröffentlichung von Teilresultaten der israelischen Impfkampagne das Vorhaben zumindest vorerst erledigt.

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Schaut euch die Bildstrecke im jüngsten ToI-Artikel an: As House debates impeachment, US Capitol packed with National Guardsmen.

Ausschnitte des AFP-Textes dazu:

Lawmakers walked among armed National Guard patrols in the halls of the US Capitol on Wednesday, as downtown Washington was fenced off and boarded up while Congress weighed a historic second impeachment of US President Donald Trump.

Hundreds of National Guard members in body armor and camouflage could be seen asleep or resting on floors inside the Capitol, their black rifles leaning against the polished stone walls of the building’s halls.
Lawmakers are back in the building to decide whether to formally accuse the president of inciting the mob that stormed the Capitol last week …

The city of more than 700,000 inhabitants is subdued, one week before the presidential inauguration of Joe Biden on the steps of the Capitol.

Erstellt am von tgarner9 | Kommentar hinterlassen

Zur Außenwelt der Innenwelt der Föderalen Machtergreifung in den USA (1)

Members of the US National Guard patrol around the US Capitol as another stands at his post in Washington, DC, on January 12, 2021. (ANDREW CABALLERO-REYNOLDS / AFP)

Der District of Columbia (Washington) und angrenzende Gebiete Marylands werden von der Nationalgarde besetzt

Das Detail, das diese Überschrift rechtfertigt, ist eine Kriegsbewaffnung der Truppen. Sie wurde ohne institutionelle Verhängung eines „Nationalen Notstandes“ oder offizielle Ausrufung einer „Emergency“ ausgegeben.
Die ToI schrieb dazu heute morgen:

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Hear & see the other side

Nachbemerkung: Eine Paraphrasierung der wichtigsten Bestandteile des Videos wäre sehr zeitraubend, aber es sprechen auch andere Gründe dagegen. Eine zentrale Rolle darin spielen Videodokumente von einer kürzlichen Sitzung des United States House Homeland Security Subcommittee on Intelligence and Counterterrorism unter dem Vorsitz von Max Rose, deren zusätzliche Einkürzung – es handelt sich ja schon um Ausschnitte – ohne eine ziemlich weitgreifende Kommentierung des Kontextes, oder solche Kommentare, den dokumentarischen Charakter zerstören würden.
Ich denke, es reicht, etwa die ersten 50min zur Kenntnis zu nehmen.

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