Sehr lehrreich

in vielfältiger Hinsicht: https://youtu.be/nlYbDeophsU

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Archiv: Blockupy – Mit Eventmanagement zum Begriff des Protestes: Kraft durch Freude

(Zu aktuellen Debatten um die Einschränkung „demokratischer Rechte“) Weiterlesen

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Notiz

Vielleicht wäre es in gewissen Kreisen doch noch mal möglich, die sozialdemokratistische Verballhornung von der „Werthaltigkeit des Geldes“ zu revidieren und zur Kritik der politischen Ökonomie zurück zu kehren? Der Sache nach umschreibt der Spruch nix weiter, als eine opportunistische Anbiederung an das Gemeinwesen des Geldes: Auf den Umstand, daß eine Geldsumme eine Zugriffsmacht verleiht, falls die hoheitlichen Voraussetzungen und Umstände dafür gegeben sind, will der Sprecher Ansprüche auf Geltung und Reichweite dieser Zugriffsmacht gründen.

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Archiv: EU / USA im Ukrainekrieg 2015

(Zur Vorgeschichte des Imperiumszerfalls) Weiterlesen

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Archiv: MH17 – Zeugenaufruf des JIT 4/15

(Material für evtl. Debatten zum Prozess) Weiterlesen

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Archiv: Vom Scheitern des Putsches von 9/11

Kommentar aus 3/15
Ich zitierte ein illustres Detail aus der veränderten Weltsicht der amerikanischen Nationalkonservativen und ihrer zionistischen Parteigänger zwischen 2000 und 2008. Es erlaubt eine (natürlich ebenso illustrative) Fortschreibung über das Tandem Obama/Killary hin zu Trump und darüber hinaus – deshalb archiviere ich es. Weiterlesen

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Archiv: Weiteres zur Geschichte des Syrienkrieges

(TP-Thread. Mag sein, ich hab ihn schon irgendwo im Blog archiviert, egal) Weiterlesen

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Archiv, Fragment: Erinnerung an den Beginn des Syrienkrieges

(Ich bereinige das Chaos in meinen Entwürfen) Weiterlesen

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Anekdotische Notiz zu (anthropologischen) Sprachtheorien

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Das Bild zeigt ein Beispiel für besondere Ausführungen der Handaxt („Faustkeil“) von Handwerkern des seit einer Generation de facto ins Reich der Vormenschen zurück gestuften homo erectus und seines, gemessen am fossilen Befund, ziemlich direkten Verwandten, des homo heidelbergensis. Weiterlesen

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(Archiv): Recht = Pflicht am Beispiel einer Abtreibungs-Debatte

(Ein Forumstext, über den ich grad zufällig stolperte und dessen Klarheit – trotz der fehlenden Referenzpostings – mich erfreut hat.)

‚Was ist denn bitteschön am Ideal von „Menschlichkeit“, dessen mangelnde Geltung SuZiQ in „Abtreibung“ beklagt, anders als christlich?! Folgerichtig läuft sie augenblicklich damit auf, indem Politeia ihr vorrechnet, angesichts der Verfassung eines beträchtlichen Teiles der Zeitgenossen sei es doch wohl bitte ein Gebot der Menschlichkeit zu nennen, sie zu bevormunden und zu leiten.
Was nun?

Zusätzlich wird SuZiQ mit ihrem Begriff von Menschlichkeit wehrlos gegen die Aruna’s und Leute, die noch ganz anders darauf bestehen wollen, die Vernichtung eines Embryos, von „Lebenschancen“ etx. sei doch wohl bitteschön nicht eben menschlich, wenn nicht gar mörderisch.

Darauf bleibt ihr noch das Ausweichmanöver mit „Subjektivität“ und „Selbst-“ versus „Fremdbestimmung“, das ihr a) wie oben angegeben umgeleitet wird und b) ihre Agitation der katholischen und anderer „Moralkeulen“- Agitation, über die sich sich beschwert, gleichwertig macht.
Was nun?

Der „Merker“ an SuZiQ’s Rede, auf den Du todsicher in erster Linie reagiert hast, ist doch ihre Weigerung, gleich River und anderen die Beratungspflicht allenfalls für lästig zu befinden. Das ist eine dieser Inkonsistenzen. Von einem pragmatischen Standpunkt der „Selbstbestimmung“ aus betrachtet, ist Beratungspflicht genau das: lästig, nichts weiter. Doch für SuZiQ geht’s an der Stelle um’s Prinzip, was man daran bemerken kann, daß sie sich nicht einfach für einen rationelleren Umgang mit dem Thema in Öffentlichkeit und Institutionen stark macht, der den moralischen Druck von den Frauen nimmt.
Worin liegt also der Fehler, der zu diesen Widersprüchen führt?
Ganz einfach: SuZiQ hat nahezu wortlos das „mein Bauch gehört mir“ zu einem gleichsam „natürlichen“ Menschenrecht erklärt, obwohl es das nie nimmer nicht ist, bzw. richtiger gesagt, dies „Menschenrecht“ präzise in dem Untertanenstatus der Frauen besteht. Der Staat steht mit seiner Gewalt dafür ein, das Kind der Frau unter gewissen Vorbehalten als ein Privateigentum zu überantworten, z.b. ggf gegen männliche Ansprüche auf das Kind. De jure ist das ein Mündelverhältnis: Der Staat macht sich – unter Strafandrohung – zum Eigentümer jeden Kindes, das in einem Bauch steckt, welcher sich auf seinem Territorium aufhält und überantwortet die förmliche Betreuung dieses seines Eigentums unter gewissen Bedingungen den Müttern.
Diese Wahrheit löst den ganzen Knoten auf: „Mörderisch“ ist das Staatswesen, in dem Lebensverhältnisse herrschen, unter denen einer Mutter die Austragung eines Kindes gegen ihren Willen und ihr Empfinden unzumutbar erscheint und das dafür dieser Mutter das Recht einräumt, die Frucht töten zu lassen. Grausam ist ein Staatswesen, das Lebensverhältnisse herstellt und betreut, denen Mütter oder ihre Kinder oder beide regelmäßig zum Opfer fallen, sodaß der Gesetzgeber auch gegen anderslautende Überzeugungen und Widerstände ein „Recht“ der Frauen durchsetzte, die Frucht stattdessen lieber vor der Geburt zu töten.
Und schließlich das Wichtigste:

Recht = Pflicht!

Das Recht der Frauen, ein Kind abtreiben zu lassen, ist identisch mit der Verpflichtung der Mutter, die Widrigkeiten der bürgerlichen Welt und ihre stets drohenden Wechselfälle in ihre persönliche Verantwortung zu nehmen. Die Selbstbestimmung, die der Staat ihr gewährt, entläßt sie mitsamt ihren mütterlichen Emotionen in den Status einer Sachwalterin seiner Herrschaft über die Kinder, über das fügsam und tauglich zu machende Menschenmaterial seiner politischen und ökonomischen Zwecke, das er ab dem fünften Lebensjahr zunehmend unter die Fittiche zusätzlicher Büttel nimmt. Gebärende Frauen sind mit Leib und Seele zu Staatsbütteln bestellt.
Männer sind es auf diesem Feld ggf. nur über den Geldbeutel.

Das ist der Skandal, den SuZiQ bemerkt, aber nicht gescheit benennen kann, weil sie in den Idealismen von Freiheit und Selbstbestimmung befangen ist. Und daher anhand dieser Idealismen die Gleichung politisch = privat zu hintergehen trachtet, wo und wann ihr die Konsequenzen nicht in den Kram passen, oder sie sich Chancen ausrechnet, gewissen Zumutungen individuell entgehen zu können.

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Absage an Sprachtheorie

Nach kurzen Ausflügen in die (englischsprachige) akademische Literatur passe ich. Um meine Anschauungen und Gedanken vorzustellen, hätte ich erst die hegelschen Richtigstellungen Kants in der ersten Phase der Darstellung des „subjektiven Geistes“ mit Hilfe Piagets neu darzustellen, konkreter den Verlauf über (grob) Sinnesreiz, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Erinnerung, Vorstellung, reflektierte Wahrnehmung, hin zur Anschauung. Eine Anschauung ist Gegenstand der kleinsten semiotischen Einheit des Sprechens, nämlich des Satzes.
Doch praktisch niemand hat mehr eine Ahnung, was über die ideologiebefrachtete Alltagsverwendung des Wortes hinaus eine Anschauung im eigenen Hirn ist. Er geht bestenfalls – wie das im Englischen sowieso der Fall ist, wo man zum Kompositum „inner representation“ oder Sonderverwendungen von „idea“ Zuflucht nehmen muß – auf einen der Sinnlichkeit näheren Begriff von Vorstellung zurück.
Doch ich schreibe nicht für Akademiker oder vorgestellte künftige Generationen.

Das Video ist eine kleine Entschuldigung für denjenigen (einen) Leser, den das Thema interessiert hätte. Darin schwingt sich Clapton, selten einmütig unterstützt von Bruce und Baker, zu einer reichlich alleinstehenden Phrasierung auf. Es gibt nicht sehr viele ähnliche Beispiele von ihm.
Eine Anschauung, wie sie Gegenstand eines Satzes ist, ist immer eine Einheit des subjektiv Mannigfaltigen. Entfaltet wird solche Einheit in Text. Er gibt seinen Elementen, den Sätzen, eine Textur, welche einem Hörer mit verschiedenen Mitteln vorzustellen sucht, wie die Beziehung unbenannter Elemente solch einer Mannigfaltigkeit beschaffen sein könnte, bzw. gemäß der Absicht des Sprechers erscheinen soll.
Klar, an der Stelle wird es ziemlich kompliziert …
Doch an Beispielen, wie dem Vorliegenden, kann zumindest einem Altersgenossen – und ein paar Leuten ‚drum herum – sinnlich erfahrbar werden, was Phrasierung (jetzt im weiteren Sinne) leisten kann. Clapton selbst war bestens bewußt, daß Leistungen, wie die vorliegende, das „Beste“ ist, was er abgeliefert hat, „das einzige, was ich wirklich kann“, wie er vor Jahrzehnten einmal sagte. Allerdings identifizierte er dieses etwas als „Blues“, und das stimmt nicht. Es stimmt sicher, daß für ihn seine Hörerfahrung, Auffassung und schließlich – erneut das Unwort – Anschauung vom Blues ein Leitmotiv und Modell war, aber was er zum Beispiel hier liefert, sind Anklänge an solche Auffassung in einer sehr eigenen Synthese, in die beispielsweise merklich die Ideen von Jack Bruce einfließen, die maßgeblich u.a. von seiner klassischen Ausbildung und Vorliebe für Bach geprägt waren. Das Resultat ist gelegentlich durchaus treffend Brit-Blues (bzw. Brit-Rock) genannt worden (vor allem in den USA) und wurde zur selbständigen Quelle für amerikanische Synthesen in der Phrasierung des Gitarrenspiels, sehr hörbar z.B. bei Hendrix.

Damit habe ich ein paar wenige Voraussetzungen dafür angesprochen, daß Stücke, wie dieses, in Gemütern vieler zeitgenössischer Jugendlicher – auch meinem – buchstäblich Wunder wirkten – „einschlugen, wie eine Bombe“ ist ein häufig gewählter Ausdruck. Und Hinterbliebene schreiben heute zum Beispiel: Das Stück sei „irgendwie Teil meiner DNA geworden“.
Es ist halt eine ziemlich reiche Sprache, auch wenn kein Wort fällt …

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Ohrwurm – in Erinnerung an das „Jonas“ und Spishek

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„Falsches Bewußtsein“

(Archiv, ein Forumskommentar von 2010 )

Deine Ausgangsfrage nach dem falschen Bewußtsein ist für jemanden, der diesen paradoxen Begriff kennt, i.e. die Analyse kennt, deren Resultat er ist, leicht zu beantworten.

1- Es handelt sich um einen Begriff , das heißt eine erklärte Sache , nicht um ein Phänomen, die Verwechslung ist das erste Mißverständnis, das in (dem kommentierten Blog) eine prominente Rolle gespielt hat. Es kann im paradoxen Attribut „falsch“ schon kenntlich werden: Wie soll ein Bewußtsein „falsch“ oder „richtig“ sein können? In Abgrenzung von theologischen und platonistischen Ideengebäuden, die ein oder mehrere Formen von Eingebungen voraus setzen – und „moderne“ Vorstellungen von genetischen Fixierungen zählen zu dieser Kategorie – ist Bewußtsein halt bewußtes Sein, i.e. gesellschaftliches Handeln eines Individuums, und nichts anderes hat die blöde Formel, das Sein „bestimme“ das Bewußtsein, seinerzeit sagen wollen. Es handelt sich also ausführlicher um die Wahrnehmungen, Vorstellungen, Urteile, Hypothesen und Theorien, unter denen (nicht zwingend: denen gemäß) Leutz handeln, weil menschliches Handeln durch den Kopf hindurch vonstatten geht.

2) Handlungen folgen individueller Zweckbestimmung, auch wenn es sich nicht notwendig um reflektierte Zwecke handelt. Sie können intuitiv gefaßt sein und individuellen Zwecksetzungen sind Zwecke voraus gesetzt, die in ihrem gesellschaftlichen Verkehr – den materiellen wie ideellen Kulturen – institutionalisiert sind, auf welche individuelle Zwecksetzung bezogen sind, obwohl sie nicht zwingend in solchem Bezug verbleiben müssen.
Am letzten Punkt hockt eine zweite Quelle der Mißverständnisse. Dem Begriff falsches Bewußtsein ist kein Ideal eines (richtigen, vollständigen, reflektierten oder auch nur iwie „tauglichen“) Bewußtseins unterlegt. Liegt ein solches Ideal zugrunde, direkt, oder auch indirekt, wie es im Thread z.b. mittels der Verknüpfung mit einem Ideal namens „Freiheit“ geschehen ist, liegt schon eine „Ideo -Logie“ vor, doch den Punkt verfolge ich hier nicht weiter.

3) Bezogen auf und gemessen an Zwecksetzungen, seien sie reflektiert oder nicht, kann ein „Bewußtsein“ Irrtümern unterliegen, d.h. seine Gegenstände verkennen, sodaß es gesetzte Ziele verfehlt. Irrtümer zu begehen und zu korrigieren ist just die Arbeit eines Bewußtseins, und dies ist abermals nicht an eine Form gebunden, also etwa daran, ob diese Arbeit im wissenschaftlichen Sinne reflektierend geschieht, oder mehr oder minder unreflektiert im Rahmen eines „trial and error“-Verfahrens.
Was aber, wenn Beobachtung und Analyse heraus brächte, daß die Individuen einer Gesellschaft ihre Gegenstände und Zwecke systematisch verfehlen, nicht infolge von Irrtümern, sondern aufgrund gesellschaftlicher Voraussetzungen ihrer Urteile, die in die Urteile aufzunehmen sie gezwungen werden?

4) Solche Voraussetzungen aufgefunden, namhaft gemacht, analysiert und auf den Begriff gebracht zu haben hat Marx für seine „Kritik der politischen Ökonomie“ reklamiert und der Begriff „falsches Bewußtsein“ ist eine der Zusammenfassungen seiner Resultate. Notwendiges Zubehör dieses Begriffs ist ein anderer: „Fetisch“, im marx’schen Sinne. Hier, in meiner Darstellung, will ich damit nur anzeigen, daß die Voraussetzungen, von denen die Rede ist, nicht die Form von Bewußtseinsinhalten haben (sollen); es handelt sich nicht um Ideologien, Glaubensbekenntnisse oder -inhalte, Dogmen o.ä., vielmehr behauptet Marx, solche Bewußtseinsinhalte seien abgeleitete Resultate dessen, was er unter „falschem Bewußtsein faßt. Die Voraussetzungen, von denen er redete, haben allesamt die Form von Dingen , bzw. Gegenständen des gesellschaftlichen Verkehrs. Diese Dinge sind u.a. Ware, Geld, Kapital, Lohnarbeit, Preis, Profit, Kredit, aber auch Staat, Recht, Militär, Polizei, Erziehung, Bildung, Elternschaft, Familie, kurz: Institute des gesellschaftlichen Verkehrs, auch wenn er selbst zur Analyse und Ableitung dieser sogenannten „Oberflächenformen“ der kapitalistischen Produktionsweise nicht gar so viel mehr hat beitragen können.

5) Folglich weiß einer nichts vom „falschen Bewußtsein“, der die marx’sche Darstellung und Analyse der genannten Dinge und Formen nicht kennt und, mehr noch, nicht selbst, aus seinem Erleben, oder mithilfe weiterer Literatur zum Thema, diese Resultate auf die gegenwärtigen gesellschaftlichen Institute angewandt und daran geprüft hat. So anspruchsvoll ist das nun mal.

6) Damit ist implizit schon gesagt: Wird „falsches Bewußtsein“ zum  gesonderten  theoretischen Gegenstand genommen, ist es luxuriöser Gegenstand einer intellektuellen Elite, die der Trennung von Hand- und Kopfarbeit entstammt und unter einem kulturellen Titel, den sie „Bewußtsein“ heißt, über „falsches und richtiges Denken“ räsonniert.
Die Verhältnisse, die Marx und andere mit „falschem Bewußtsein“ adressieren, sind hingegen dinglich („materiell“). Jeder, der Verträge abschließt, der als Käufer und Verkäufer, Mieter, Lohnarbeiter, „Unternehmer“ oder auch Lehrer, Manager, what the heck, handelt, ist in ihnen befangen. Denn die „Unwahrheit“ des falschen Bewußtseins kommt simpel in den unaufhebbaren, und damit per se gewalttätigen Gegensätzen zum Vorschein, welche die Individuen zu betätigen und zu exekutieren gezwungen sind, wenn sie in der rechtlich gebotenen Form kooperieren . Simpler kann man nicht erkennen, daß da etwas „falsch“ ist.

Und der Grund, warum kaum jemand dies „Falsche“, das er einerseits unentwegt diagnostiziert und beklagt, wahr haben will, sondern es entweder als Verstoß gg irgendwelche höheren (moralischen) Wahrheiten behandelt, um es am End des Tages in einem ebenso misanthropischen wie feierlichen Menschen- bzw. Naturbild weg zu leugnen, der ist auch nicht so schwer zu sehen. Es ist die Parteinahme für staatliche Gewaltherrschaft, welche die ver-rückte Form einer Parteinahme für „sich“, für das bürgerliche Rechtssubjekt anzunehmen gezwungen wird, deren erzwungene Praxis in Theorie übersetzt wird. Diese Übersetzungen, Ideo-Logien, sind das Produkt falschen Bewußtseins, nicht es selbst. Es selbst ist schlicht das Dasein jeden Bürgers „als“ Privateigentümer und Rechts- (Staats-)subjekt, seine gewalttätige Verfasstheit in dieser Sorte Subjektivität.

Warum die nicht auf einfache Weise praktisch abzulegen ist, theoretisch , sprich im Bewußt-Sein, aber schon, habe ich immerhin angedeutet: Jede besondere Form und Gestaltung falschen Bewußtseins enthält den Kern aller anderen, das liegt in der Herkunft und dem Zusammenhang dieser Formen in der ökonomischen Verfassung des bürgerlichen Lebens begründet, an dem jeder Mann und jede Frau teilhat.

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