Das Imperiumszentrum wabert über Leichen – Vorbereitung zum Blick auf aktuelle Kriegsszenarien

Solchen Oszillationen 1 gilt, genau genommen, meine Schreiberei seit 2010. Es gibt eine einstufige Verbindung mit dem, was ich in den letzten zwei Einträgen aufzufalten begonnen habe. Das „Ding plus Nicht-Ding„, von dem ich dort in dessen (!) theoretischer Gestalt sprach, nannte ich bislang  Realabstraktion.  Weiterlesen

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There is no such thing as „reality“ (2)

Kapitel I, „Ihr verfluchten Kantianer, ihr“

Deutschsprachler kannten vor etlicher Zeit keine Realität. Sie (er)kannten Wirk-lich-keit, das, was getan wird oder wurde – das Perfekt der Nachsilbe -keit ist die Perspektive des Sprechenden. Theologen (Philosophen) machten daraus das Wirkliche –  eine Substantivierung, die regelmäßig letales Gewicht erhält. Sie streicht, bis auf eines, das epistemische, tätige und handelnde 1 Verhältnis des Sprechers zu einer Sache, die er bestimmt, indem er sie dem Hörer bezeichnend aus dem Fluß gesellschaftlicher Wirk-lich-keit aushebt, aus dem bedeuteten Sachverhalt heraus. Das Sachverhältnis, das der theologisch / philosophische Sprecher bestehen läßt, indem er „das Wirkliche“ erfindet, um es geltend zu machen, ist eines zu seinen Adressaten, denen er das von ihm Bestimmte dinglich vorstellt. „Das Wirkliche“ repräsentiert einen Anspruch des Sprechers. Der Adressat soll sich auf den Sprecher vermittels der Vorschrift beziehen, die Letzterer zu erlassen trachtet, indem er (s)eine Bestimmung einer Sache, (s)ein Verhältnis zu ihr, zu etwas erklärt, das vergleichbar handfest sei, wie ein Stein. „Das Wirkliche“ ist in Stein gemeißeltes Gesetz. Weiterlesen

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There is no such thing as „reality“ …(1)

oder: Das Elend der Philosophie ist ein Elend des Sprechens

Einleitung

Seit Jahrzehnten kommt sich TomGard nicht ganz menschlich vor. Gewiß, ich gehöre der Gattung 1 „homo sapiens“ an. In dieser Eigenschaft sehe, empfinde und weiß ich mich als ein Ding, ausschließlich Ding, das unterscheidet mich schon von den meisten von euch. Weiterlesen

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Gestern hat ein neuer Russland-Feldzug in der Ukraine begonnen

Die Behauptung mag kühn erscheinen, ist es aber schon deshalb nicht, weil ich mit ihr über den kinetischen Umfang und die Letalität des Feldzuges nichts gesagt haben will. Der Auftakt ist mit der Tatsache gegeben, daß NATO-Stoltenberg und – dies besonders sprechend – EU-Außen Mogherini auf niederländische Stichworte das MH17-Narrativ auf dieselbe Weise verwenden, wie das Skripal – Narrativ. Nach der Affäre Hexenkralle ist dafür aktuell kein anderer Zweck, kein anderer Feldzug erhältlich, als der gegen die ukrainischen „Volksrepubliken“, weil die EU – möglicherweise im Unterschied zum UK – sich selbstredend hüten wird, einen Kaliningrad-Feldzug zu beginnen. In der Gerüchteküche wurde der Neubeginn des Ukrainekrieges seit Wochen für Anfang Juni angekündigt, aber auf diese unsichere Grundlage braucht man das Urteil seit gestern nicht mehr zu stellen.

For the record will ich angemerkt haben, daß die „Klärung“ der Lage in der Ukraine  zwischen Macron und Putin mehr oder minder abgesprochen worden sein wird.
Das Kriegsresultat, das in Minsk 2015 eingefroren worden ist, bestand in einer faktischen Angliederung der „Volksrepubliken“ an das russische Territorium seitens der NATO. gegen den Willen der russischen Regierung. Für das vorläufige Akzept der russischen Regierung gab es ausschließlich völkisch-ideologische Motive. Die russische Föderationsregierung war nicht willens, oder sah sich mit innenpolitischen Rücksichten nicht in der Lage – zwei Seiten derselben Sache – sich den Status als einer „Schutzmacht der Russen“ billig abkaufen zu lassen, für den das Imperium ihr in den ersten zwei Dekaden nach dem Zerfall der SU zum Beispiel in Moldavien und Georgien ein gewisses Maß an vorbehaltlicher und streitbarer internationaler Anerkennung zubilligte, denn ohne diese völkische Komponente ist keine russische Föderationsregierung zu haben und folglich auch kein Abtransport russischer Reichtümer in den „Westen“.
Drei Jahre später ist die schmale materielle Basis dieser Rücksichten in beträchtlichem Umfang entfallen. In den „Volksrepubliken“ hat unter dem Kleinkriegs-Regime zwangsweise eine Bevölkerungstrennung stattgefunden. Ihre Kriegsherren, und deren Gefolgschaft, sind aus russischer Sicht nunmehr weniger „Russen“, und mehr ukrainische Freischärler, denn zuvor. Eine unklare, jedenfalls aber weit über eine Million starke Zahl der Einwohner hat die Region verlassen, die übergroße Mehrheit Richtung Russland. Ihre Einbürgerung, soweit noch nicht geschehen, ist nun kaum mehr, als eine Formalie und die Aufnahme einer neuen Flüchtlingswelle wird absehbar auf der Haben-Seite der neuen russischen Regierung verbucht werden.

Den „ideologischen Rest“ hat Putin vor wenigen Wochen vom „Kopf“ her personell „entsorgt“. Schoigu, Gerassimov, Rogozin gehören der neuen Regierung nicht mehr an, stattdessen gibt es einen inoffiziellen „Vizepräsidenten“ Kudrin, den westliche Oligarchenkreise als ihr „Asset“ in der russischen Regierung betrachten (beispielhaft in „FT“). Einen neuen NATO-Feldzug auf die Volksrepubliken kann das umgestellte russische Kabinett, dem auch Lavrov nicht mehr angehört, dazu nutzen, die Köpfung des kriegsnationalistischen / faschistischen Flügels der Nomenklatura nach unten durchzudrücken. Damit sind m.E. wesentliche Bedingungen für ein mehr oder minder beredtes Übereinkommen zwischen Macron und Putin zur teilweisen Klärung der territorialen „Ukraine-Frage“ gegeben. Nach der vorzeitigen Einweihung der Krim-Brücke dürften die Beteiligten auch die Wirkung auf den noch offenen Teil dieser „Frage“ für gemildert halten.
Und was zählen schon ein paar tausend Leute, die nun zusätzlich hops gehen könnten?

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Hexenkralle (Affäre Skripal) und MH17

Zu den Sachverhalten gibt es nichts Neues mitzuteilen. Einem Teil meiner Leser zuliebe kommentiere ich dennoch die jüngsten Nach-Richten. Weiterlesen

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Archiv (gegen die Trumpomania) – „Obama und der Kreuzzug der Vereinigten Staaten“

Erstveröffentlichung Januar 2009 Weiterlesen

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Archiv – „Vorbereitungen für einen Übergang der USA zur Militärökonomie“

Erstveröffentlichung 2012-04-08. Ergänzt die beiden vorstehenden Archiveinträge. Die Links – ich habe sie nicht gecheckt – werden überwiegend tot sein. Weiterlesen

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Archiv – „Die USA. Unzureichende Bemerkungen“

Erstmals erschienen 2011-08-06. Unwesentlich redigiert. Weiterlesen

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Archiv – „Verpalästinenserung“ der US-Unterschichten?

Erstmals erschienen 2011-12-04. Ein Anlaß der Neuveröffentlichung ist der Vorgang, den Berengar an anderer Stelle verlinkt hat: https://www.whitehouse.gov/articles/need-know-violent-animals-ms-13/. Dazu wäre freilich mehr und anderes zu sagen, wozu ich (noch?) keine Lust habe. Weiterlesen

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Sammy – before leaving former audience, groaning under price of freedom

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(noch?) kein Plan …

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… gilt nicht für die Gurken (links im ersten Bild)

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Offline bis 6. Mai

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Zu Gerüchten um eine zionistische Offensive an der Südfront

Update

Maria Sacharova hatte die „anonymen Quellen“ bereits am 19. in ihrer Pressekonferenz offizialisiert. https://twitter.com/AbuJamajem/status/988311920649359360 . Ich denke jedoch nicht, daß ich deshalb Abstriche von meiner Einschätzung zu machen habe. Die Übersetzung ist in der Hauptsache wortgleich zu den Sputnik-Artikeln, es fehlt nur das blame-game Richtung UK und KSA. Stattdessen betont Sacharova, die US-Bevollmächtigten im jordanischen MOC verstießen unentwegt – also seit langer Zeit – gegen das MoU um die südliche Deeskalationszone, kündigt jedoch keine Gegenmaßnahmen an, auch nicht auf diplomatischer Ebene. Der Kreml wartet die Eskalation, die er kommen sieht, einfach ab. Weiterlesen

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„Krieg und Frieden“ (2)

Eine (abgebrochene) Serie von Einträgen zur letztjährigen „Cruise Missile-Diplomatie“ um Khan Sheikun.
Eine Bemerkung zum russisch-amerikanischen Spitzentreffen
… und eine zusätzliche Bemerkung
Russisch-amerikanische Konsultationen, Teil 3
Russisch-amerikanische Konsultationen, Teil 4
Wie es voraussichtlich weiter geht? Dazu, ebenfalls aus 2017:

https://tomgard.blog/2017/04/10/fazit-zum-cruise-missile-angriff-auf-syrien/

https://tomgard.blog/2017/04/11/fazit-zum-cruise-missile-angriff-ergaenzung/

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